esp2010startInternetgestützt, generationenübergreifend und partizipativ.

Das Europäische Wissenschaftsparlament (EWP), ein Diskussionsforum über gesellschaftliche Herausforderungen mit Bezug zu Wissenschaft und Forschung, wurde 2006 bis 2010 von den beiden Projektträgern Stadt Aachen und RWTH Aachen konzipiert und durchgeführt. Es stand unter der Schirmherrschaft von Dr. Janez Potočnik, Europäischer Kommissar für Wissenschaft und Forschung, und von UNRIC, dem United Nations Regional Information Center for Western Europe.

In den Jahren 2008 und 2010 behandelte das EWP zunächst das Thema "Europa unter Strom - Geht 2050 das Licht aus?" und nachfolgend das Thema "H2O - More than just a drop". Das EWP förderte damit den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und entwickelte innovative Partizipationsformen, die für alle ungeachtet des Alters, der Herkunft oder des Berufes geeignet zugänglich waren. Um dies zu erreichen, hat das EWP vorbereitende und moderierte Internet-Diskussionsforen mit parlamentarischen Konferenzen verbunden, an denen Jugendliche, interessierte Laien, Wissenschaftler, Unternehmer und Politiker aus ganz Europa teilnahmen. Die gemeinsame Projektsprache war Englisch.

esp2008startDie Teilnehmenden am EWP begegneten sich und diskutierten miteinander „auf Augenhöhe“ – anders als oftmals im wissenschaftlichen, beruflichen oder politischen Alltag. Mögliche Hemmschwellen insbesondere der jungen Teilnehmer wurden durch die einführende Online-Phase abgebaut, die das Basiswissen zu den jeweiligen Themen boten. Komplexe Fragen konnten in aller Tiefe erläutert und diskutiert werden. Die Onlinediskussionen beim EWP, bei denen sich über 1.500 User aktiv beteiligten, dienten außerdem als Wettbewerb, um die engagiertesten Teilnehmer für die Konferenz in Aachen herauszufinden.

Das Ziel der Parlamentstagungen war es, eine gemeinsame Erklärung zu verfassen, die „Aachener Erklärung“, die später an EU-Institutionen als empfehlendes Meinungsbild überreicht wurde. Während der Konferenzen wurden keine politischen Fraktionen gebildet, sondern jede Gruppe war für einen Aspekt des Themas zuständig, den sie sich auf der Basis moderner Wissenschaft, neuen Medien und Europäischer Politik objektiv erschlossen. Die Parlamentarier arbeiteten nicht nur traditionell in Komitees und im Plenum, sondern auch mit innovativen Methoden wie dem Knowledge Café, bei dem Gruppen und Themen gemischt wurden, um interdisziplinäre Blickwinkel zu ermöglichen.

Bei der EWP-Tagung im März 2010 in Aachen nahmen Experten und junge Menschen aus 19 europäischen Ländern teil. Das Europäische Wissenschaftsparlament wurde in den Medien, bei der Politik und den Organisatoren und Teilnehmern sehr positiv aufgenommen. Das Modellprojekt für innovative politische und wissenschaftliche Partizipation wurde im Jahr 2010 erfolgreich abgeschlossen.

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