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Soziale Medien

15 05 09 Grashaus TorAktivitäten des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

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Noch nie waren populistische Parteien in Europa so stark. Sind die beißende Kritik und Polemik gegen Europa eine Gefahr für die EU und unsere Demokratie? Diese Frage diskutierte Siebo Janssen mit den 37 Teilnehmenden im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa am Dienstag". Moderiert wurde der Abend von Jochen Leyhe.

EaD Populismus 300Winfried Brömmel von EUROPE DIRECT Aachen hieß die Teilnehmenden herzlich willkommen und übergab sodann das Wort an Moderator Jochen Leyhe. Dieser leitete den Abend mit der Frage nach der Definition von Populismus ein. Siebo Janssen erklärte, dass es keine einheitliche Definition von Populismus gäbe, da Populismus vieles sein kann. Grundlegend zeichnen sich populistische Parteien durch die artikulierte Angst vor Zuwanderung, Ablehnung des europäischen Integrationsprozesses und von Europa sowie durch die Leugnung des Klimawandels aus.

Anschließend wurde darüber diskutiert, wieso die rechtspopulistische Partei "Alternative für Deutschland (AfD)" so schnell so groß werden konnte. Hierbei wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Rechtspopulismus in Deutschland nicht plötzlich entstanden ist, sondern dass Deutschland schon länger auf dem rechten Auge blind gewesen ist. Die Bundesrepublik ist damit allerdings nicht allein: Auch in anderen europäischen Ländern sind rechtspopulistische Parteien auf dem aufstrebenden Ast. Zuletzt konnte die rechtspopulistische Partei "VOX" in den spanischen Parlamentswahlen stark zulegen.

Aus Sicht von Siebo Janssen ist gerade der Rechtspopulismus hochgefährlich für die Demokratie und die europäische Integration. Das zeigt, wie wichtig es ist, demokratische Prozesse auf nationaler und europäischer Ebene voranzutreiben. In diesem Zusammenhang machte Herr Janssen auf die Bürgerbewegung "Pulse of Europe" aufmerksam, die in vielen Städten Deutschlands und Europas für ein starkes, geeintes Europa auf die Straßen geht. In solchen Bürgerbewegungen können sich Interessierte engagieren und ihre Ideen für Europa einbringen.

Wir von EUROPE DIRECT möchten uns, auch im Namen der Route Charlemagne Aachen, herzlich bei Siebo Janssen, Jochen Leyhe und den Gästen für einen lehrreichen Abend sowie die spannende Diskussion bedanken.
Europa am Dienstag findet am 10.12.2019 wieder statt, dann mit dem Thema "Sicherheit in der Euregio: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist unverzichtbar".

19 11 13 Juelich Lehrer 1Geballte EU-Informationen für Sekundarschule Jülich

Insesamt 90 Lehrerinnen und Lehrer besuchten heute die Stadtverwaltung Aachen für eine Forbildung in verschiedenen Bereichen. Zwanzig Lehrkräfte kamen ins Grashaus und informieren sich über die EU und die Methoden, wie man diese in den Unterricht einbringen kann.

Winfried Brömmel, der Leiter von EUROPE DIRECT Aachen, stelle die Grundlagen der EU-Politik, das EUROPE DIRECT Netzwerk allgemein und die konkreten Angebote des Aachener Informationsbüros für Lehrkräfte vor. Er erläuterte ausführlich Methoden wie EU-Planspiele, Workshops und Vorträge und warb dafür, dass die Schulen Studienfahrten zu den EU-Institutionen in Brüssel durchführen. Zudem zeigte er die Vielfalt an kostenlosem EU-Infomaterial auf, das größtenteils im Aachener Informationsbüro in Klassensätzen erhältlich ist.

Im Anschluss wurde nach einer kurzen Führung durch das gesamte Grashaus das Praxismodul "Migration und Grenzen in Europa" exemplarisch mit den Lehrkräften durchgeführt. Somit konnten diese einen konkreten Einblich gewinnen, wie diese Methode mit den Schülerinnen und Schülern funktioniert.

19 10 30 Laufbahn 1Auch dieses Jahr organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen einen Informationsabend mit dem Thema "Europäische Union als Arbeitsplatz".

Als Experte stand Steffen Ludwig von EPSO, dem Europäischen Amt für Personalauswahl, zur Verfügung.

Schwerpunkte des Informationsabends waren die Bewerbung und das Auswahlverfahren für einen Beruf bei der Europäischen Union. Dabei wurde detailliert auf die verschiedenen Bewerbungsmöglichkeiten, das Prozedere des Auswahlverfahrens, Unterschiede zwischen den verschiedenen Beschäftigungsverhältnissen und die Gewichtung des individuellen Bildungsweges und der Berufserfahrung in dem Auswahlverfahren eingegangen. Auch die Wege für ein Praktikum bei den EU-Institutionen wurde erläutert.

Die 30 Teilnehmenden waren äußerst interessiert und stellten viele Fragen. Die Fragen konzentrierten sich vor allem auf den persönlichen Bildungs- und Berufsweg der Fragenden und wie dieser bei dem Auswahlverfahren berücksichtigt werden würde.

Wir bedanken uns herzlich beim Referenten und den zahlreichen Teilnehmenden für den informativen Abend.

Angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen werden die Stimmen nach einer stärkeren Eigenständigkeit der EU auch auf verteidigungspolitischem Gebiet lauter. So haben 25 EU-Staaten 2017 eine ständige strukturierte Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Verteidigung beschlossen.

19 10 29 EaDSo haben Präsident Macron und Bundeskanzlerin Merkel im Jahr 2018 wiederholt den Aufbau einer europäischen Armee gefordert und 25 EU-Staaten haben bereits Ende 2017 eine ständige strukturierte Zusammenarbeit (PESCO) auf dem Gebiet der Verteidigung beschlossen. Dieses Thema diskutierte Prof. Ralph Rotte vom Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen mit den 42 Teilnehmern heute im Grashaus im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa am Dienstag".

Nachdem Winfried Brömmel von EUROPE DIRECT Aachen die Teilnehmenden begrüßt hatte, ergriff Prof. Rotte das Wort und begann mit seinem Vortrag über die europäische Armee. Er stellte zuerst die EU in der Integrationsgeschichte vor und welche relevanten Verträge seit Beginn der EU unterschrieben worden sind. Zunächst skizzierte Prof. Rotte die neuen und alten Herausforderungen der EU und ihre aktuellen Militärkooperationen weltweit. Die aktuelle Debatte von Frankreich und Deutschland über eine europäische Armee stellte Prof. Rotte als "déjà vu" in der europäischen Geschichte vor: Die aktuellen Grundprobleme der EU seien die gleichen wie 1950. Als Schlusskapitel stellte Prof. Rotte die bleibenden Grundfragen über die europäische Armee dar, nämlich die Finalitätsfrage, die Souveränitätsfrage, die Strategiefrage und die Effizienzfrage.

Nach dem Vortrag wurden die Interessierten dazu aufgerufen, Fragen zu stellen. Es wurde zuerst gefragt, ob die Beistandspflicht wieder erläutert werden könnte. Die Frage über die Notwendigkeit einer europäischen Armee bzw. die Vorteile dieser wurde auch gestellt. In dieser anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurde insbesondere betont, dass eine europäische Armee das Organisatorische und Entscheiden einfacher machen würde, da die künftig 27 Länder nicht mehr individuell zustimmen müssten. Allerdings fließen nationalen Interessen auch ein und können sehr unterschiedlich sein. Dieser Unterschied könnte bei der Schaffung einer europäischen Armee teilweise sehr problematisch sein.

Wir von EUROPE DIRECT möchten uns, auch im Namen der Route Charlemagne Aachen, herzlich bei Siebo Janssen, Jochen Leyhe und den Gästen für einen lehrreichen Abend sowie die spannende Diskussion bedanken.
Europa am Dienstag findet am 12.11.2019 wieder statt, dann mit dem Thema "Populismus in Europa: Immer noch auf dem Vormarsch".

21 Jugendliche des Johannes-Albers-Bildungsforums waren im Rahmen der Zukunftswerkstatt "Welche EU willst du?" zu Besuch im Grashaus. In einem dreiteiligen Workshop von EUROPE DIRECT konnten sich die Jugendlichen eine Europäische Union der Zukunft vorstellen und gemeinsam gestalten.

19 10 25 Workshop Jugendliche 2 300Zunächst gab Winfried Brömmel einen kurzen Überblick über die Geschichte und Bedeutung des Grashauses, um daran anschließend die Arbeit des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen als Teil eines europaweiten Netzwerks darzulegen. Anaïs Morel und Anna-Louisa Lobergh teilten sodann die 21 Jugendlichen in Untergruppen ein, welche an drei Tischen verschiedene Themen zur Zukunft der EU bearbeiteten. Während sich die erste Station mit den künftigen Herausforderungen für die EU beschäftigte, wurden am zweiten Tisch Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen in Europa diskutiert. Die dritte Station zeigte spielerisch auf, welche möglichen Formen die Union in Zukunft annehmen könnte.

19 10 25 Workshop Jugendliche 5 300Viele Jugendliche sehen im Klimawandel, in der Beziehung zu Großbritannien und im demografischen Wandel Herausforderungen für die EU. Außerdem wünschen sie sich bessere Möglichkeiten, wie sie sich in der EU und im politischen Entscheidungsprozess einbringen können. Dazu würden sie gerne bereits im schulischen Unterricht politische Themen häufiger ansprechen und diskutieren. Hinsichtlich der zukünftigen Form der EU gibt es unterschiedliche Tendenzen: Ob gemeinsame Zukunft, ein stärkeres Miteinander oder "Tür an Tür"-Szenario − insgesamt ist die Gruppe gegenüber der EU positiv gestimmt.

Zum Schluss stellte Winfried Brömmel den Jugendlichen verschiedene pro-europäische und überparteiliche Organisationen vor, in denen sie sich engagieren können.

Das Team von EUROPE DIRECT bedankt sich für die gute Mitarbeit im Workshop.

Die Klasse 7b des Kaiser-Karls-Gymnasiums besuchten im Rahmen ihrer Projektwoche am 8. Oktober 2019 das Grashaus am Fischmarkt. Dort nahmen sie an einem Workshop teil, der vom EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisiert wurde.

19 11 05 Grashaus Workshop 7b 300Nach einer kurzen Begrüßung wurden die 29 Schülerinnen und Schüler ins Europäische Klassenzimmer geführt. Auf dem Weg dorthin nahmen sie im Treppenhaus die emotionalen, schwarz-weißen Zeichnungen an den Wänden wahr, die zum Thema Europa gestaltet sind.

Im Workshop sprach die Klasse zunächst über das Thema Demokratie und sah einen Film über Flüchtlinge, die versuchten über die Grenze zu gelangen, um sich eine bessere Zukunft aufbauen zu können. Anschließend wurde die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt: Die eine Gruppe ging in den Urkundensaal mit historischen Wandgemälden, wo sie mit Hilfe von Tablets oder auch in Audio-Nischen Informationen bekommen konnten. In Zweiergruppen beschäftigten sich die Schüler mit den Themen „Migration und Grenze“, „Demokratie und Verantwortung“ sowie „Macht und Markt“. Dazu drehten sie Videos, schrieben Texte und trugen Dialoge vor.

Der Ausflug zum Grashaus hat den Schülern sehr viel Spaß gemacht und sie fanden es spannend, sich mit den Themen rund um Europa zu beschäftigen.

Heute besuchten die 18 Schülerinnen und Schüler der Klasse 4b der Grundschule am Fischmarkt von 10:00 bis 11:20 das Grashaus zu einem kleinen Workshop zum Thema "Die Europäische Union". Organisiert wurde der Workshop von EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen.

Grundschule 300Winfried Brömmel gab zunächst einen Überblick über das Grashaus, welches die Kinder bereits aus der Nachbarschaft kannten und wofür die sich sehr interessiert haben. Er erklärte zudem, was die Aufgaben des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen sind.

Anschließend gab er das Wort an Anaïs Morel weiter, die den Schülerinnen und Schülern eine Einführung in die Geschichte der Entstehung der Europäischen Union gab. Zwischendurch konnten die Kinder eine Aufgabe aus dem Heft "Sophie und Paul entdecken Europa" lösen, in der es darum ging, die europäischen Länder anhand ihrer Wahrzeichen zu erkennen.

Heft 300Winfried Brömmel führte den Vortrag dann weiter und brachte der Klasse die Institutionen und die Vorteile der EU näher. Besonders der Euro interessierte die Schülerinnen und Schüler: Sie wollten mehr zur Geschichte der gemeinsamen Währung wissen und wissen, warum bestimmte EU-Länder nicht den Euro als Währung haben. Abschließend lösten die Kinder mit ihren Nachbarn eine zweite Aufgabe im Heft. Hierbei mussten sie die Länderflaggen anhand der Landessprachen richtig zuordnen.

Exkursion nach Brüssel

Im Rahmen des Europaprofils des Couven Gymnasiums nehmen europäische Begegnungen einen besonderen Stellenwert ein. Auch die Fachschaft Latein der Schule trägt mit einem deutsch-italienischen Austauschprogramm für Latein lernende Schülerinnen und Schüler nun schon seit drei Jahren zu dieser Profilierung bei.

19 09 26 Gruppenfoto 300Heute startete die Exkursion der Schülerinnen und Schülern und ihren italiensichen Austauschpartnerinnen und -partnern des Aachener Couven-Gymnasiums nach Brüssel zum Europäischen Parlament, um die Inhalte des Unterrichts hautnah erleben zu können. Es nahmen insgesamt 52 Schülerinnen und Schüler und vier Begleitpersonen teil; Veranstaltungspartner war das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen.

Nach einer kurzen Besichtigung des historischen Stadtkerns wurde die Gruppe im Europäischen Parlament von Daniel Freund empfangen, seit Mai 2019 Europaabgeordneter der Grünen. Er stellte den Schülerinnen und Schülern die Arbeit des Europäischen Parlaments und die europäische Idee vor. Dies führte er mithilfe vieler Beispiele die Vorteile der europäischen Einigung im Alltagsleben vor Augen. Zum Schluss beantwortete er die Fragen der Schülerinnen und Schüler, die sich für die Klimapolitik, für "Fridays for Future", den Umgang mit Flüchtlingen und auch den Brexit interessierten.

19 09 26 Gespraech Daniel Freund 300Weitere Eindrücke konnte die Gruppe bereits im Besucherzentrum des Europäischen Parlaments, dem Parlamentarium, sammeln. Ausgestattet mit Multimedia-Guides in deutscher und italienischer Sprache, konnten die Schülerinnen und Schüler über die europäische Geschichte, ihre Entstehung und die Arbeitsweise des EU-Parlaments in vielfältiger Form, bis hin zu möglichen Zukunftsvorstellungen des europäischen Zusammenlebens lernen.

Schließlich wurde allen mit auf den Weg gegeben, dass das Europäische Parlament die Vertretung des europäischen Volkes darstellt und somit eine Teilnahme an den Europawahlen zentral ist, um so die eigene Position in die europäische Politik miteinbringen zu können.

 

Europe Seminar 30018 Bürgerinnen und Bürger lernten innerhalb von drei Tagen die Funktionsweise und die Herausforderungen und Chancen der Europäischen Union kennen. Das von der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen und vom EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte Seminar fand in Aachen und Brüssel statt.

Unter dem Seminartitel 'Europa zwischen Wahlen und Brexit - was ist und wie wird es weitergehen?' erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Politik der Europäischen Union. Die ersten anderthalb Tage fanden in klassischer Seminarform im Grashaus in Aachen statt. Richard Stock, Direktor des Centre Européen Robert Schuman in Metz, zeichnete die Geschichte der Europäischen Union nach und gab einen Überblick über historische und politische Grundlagen der EU, die aktuelle politische Lage und Zukunftsperspektiven. Den Teilnehmenden wurden sowohl theoretisches Grundwissen zu Funktionen, Strukturen und Kompetenzen der Union vermittelt, als auch die Möglichkeit zu einer kritischen Auseinandersetzung mit vergangenen und zukünftigen Herausforderungen der europäischen Integration geboten.

Am zweiten Tag fuhr die Seminargruppe mittags mit dem Reisebus nach Brüssel. Hier hatten die Teilnehmenden am nächsten Tag die Gelegenheit das erlangte Wissen mit Mitarbeitern der europäischen Institutionen zu diskutieren. Den Anfang machte die Europäische Kommission. Die Teilnehmenden stiegen gleich in eine lebendige Diskussion ein und fragten, wie sich die Union besser verkaufen und den Bürger besser einbinden könne. Kritisch fragten sie, wie das Verhältnis zwischen Lobbyisten von Unternehmen und der Zivilgesellschaft aussieht. Der Mitarbeiter der Kommission, Peter Baader, ging auf die Fragen ein und berichtete vom Transparenzregister und den Prinzipien der Kommission.

EU Seminar2019 300Ebenso interessant ging es im Europäischen Parlament zu. Bevor die Abgeordnete Sabine Verheyen und ihre Kollegin ihre Tätigkeit erklärten und Fragen entgegennahmen, wurde die Arbeitsweise des Parlaments und besonders die schwierige Arbeit der Dolmetscher anschaulich dargestellt. Nach dem Abgeordnetengespräch konnte das Seminar auf der Besuchertribüne einen Blick auf die Reihen der Abgeordneten werfen und selbst der Arbeit der Dolmetscher lauschen.

Hochpolitisch ging es in der dritten und letzten Institution weiter. Dort, wo sonst die Ministerinnen und Minister der Europäischen Mitgliedstaaten sitzen, nahmen die Teilnehmenden des Seminares Platz und hörten einem Fachreferat zum Thema Brexit zu. David Johns, Leiter des Referats Foreign Affairs, Enlargement and Civil Protection, nahm sich Zeit und erklärte auf Deutsch die Geschichte, die aktuelle Situation und erwartbare Lösungen.

Nach einer Abschlussrunde unter der Leitung des Studienleiters Moritz Glenk von der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen ging es nach spannenden Tagen wieder zurück nach Aachen. EUROPE DIRECT Aachen begleitete das Seminar und stellte kostenloses EU-Informationsmaterial zur Verfügung. Da viele Seminarteilnehmende gerne über die angesprochenen Themen weiter debattieren wollen, wies EUROPE DIRECT Aachen auf die Veranstaltungsreihe 'Europa am Dienstag' hin, da diese eine Plattform für lebendige Diskussionen in Aachen ist.

19 09 18 Workshop 1Interkultureller Workshop zum Thema Migration und Grenzen in Europa

Vom 16.09. bis 21.09.2019 fand am Burgau-Gymnasium in Düren der diesjährige Deutsch-Französische Jugendkongress statt, den das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen unterstützte. Es gab insgesamt 53 Projekte mit insgesamt ca. 1.500 Teilnehmenden.

EUROPE DIRECT Aachen organisierte in diesem Rahmen am 18.09. im Grashaus für 21 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Polen, Frankreich und Deutschland einen zweistündigen Workshop zu den Europäischen Herausforderungen rund um das Thema Migration & Grenze.

Als Einstieg dienten kleine, von den Schülerinnen und Schülern mitgebrachte Objekte, die aus ihrer Sicht Europa repräsentieren, dabei entstand ein buntes Sammelsurium verschiedener Objekte.

Nach einem einführenden Kurzfilm zum Thema Europa und einem weiteren zur Kartographie erstellten die Workshop-Teilnehmer in Lerngruppen im "Kartensaal" digitale Europa-Karten, die sichtbare und unsichtbare Grenzen veranschaulichen. Im "Urkundensaal" recherchierten Schülerinnen und Schüler zum Thema in digitalen Datenbanken, in Audionischen konnten sie das Gelesene und Gesehene hörend vertiefen. Die Ergebnisse ihrer Recherche und das von ihnen erstellte Kartenmaterial wurden im "Europäischen Klassenzimmer" der ganzen Gruppe präsentiert, diskutiert und in Videos aufgezeichnet.

 

Die Klasse 4a der Grundschule am Fischmarkt durfte heute eine Schulstunde im Europäischen Klassenzimmer des Grashauses verbringen. In einem Workshop von EUROPE DIRECT konnten die 20 Schülerinnen und Schüler einen Einblick in den Aufbau und die Funktionsweise der Europäischen Union erlangen.

19 09 17 GS 1Winfried Brömmel gab zunächst einen Überblick über das Grashaus, welches die Kinder bereits aus der Nachbarschaft kannten. Er erklärte zudem, was die Aufgaben des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen sind. Anschließend gab er das Wort an Anaïs Morel weiter, die den Schülerinnen und Schülern eine Einführung in die Geschichte der Entstehung der Europäischen Union gab. Zwischendurch konnten die Kinder eine Aufgabe aus dem Heft "Sophie und Paul entdecken Europa" lösen, 19 09 17 GS 2in der es darum ging, die europäischen Länder anhand ihrer Wahrzeichen zu erkennen. Anna-Louisa Lobergh führte den Vortrag weiter und brachte der Klasse die Institutionen und die Vorteile der EU näher. Besonders der Euro interessierte die Schülerinnen und Schüler: Sie wollten mehr zur Geschichte der gemeinsamen Währung wissen. Abschließend lösten die Kinder eine zweite Aufgabe im Heft. Hierbei mussten sie die Länderflaggen anhand der Landessprachen richtig zuordnen.

Die Klasse bedankte sich beim Team von EUROPE DIRECT mit der Europäischen Hymne, die sie in drei Strophen sangen.

Einst galt Skandinavien als Hort der Stabilität. Wohlfahrstaaten umsorgten ihre Einwohner. Alles schien friedlich und schön. Doch diese Harmonie existiert nicht mehr: In Dänemark haben die regierenden Sozialdemokraten eine umstrittene migrationspolitische Kehrtwende eingeschlagen.

19 09 10 EAD NordenDieses Thema diskutierte der Politologe und Historiker Siebo Janssen mit den 25 anwesenden Interessierten heute im Grashaus im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa am Dienstag". Moderiert wurde die Diskussion von Jochen Leyhe.

Nachdem Winfried Brömmel von EUROPE DIRECT Aachen die Teilnehmenden begrüßt hatte, ergriff Moderator Jochen Leyhe das Wort und eröffnete die Diskussion. Er skizzierte, dass der Wohlfahrtsstaat der skandinavischen Länder nicht mehr so harmonisch ist, wie viele Menschen in den Nachbarländern denken. Dieses Bild eines harmonischen Zusammenlebens, in dem alles schön und angenehm ist − das sogenannte Bullerbü-Syndrom − wird durch den Aufstieg rechtspopulistischer Strömungen zerrissen.

Siebo Janssen ergänzte, dass die skandinavischen Länder mittlerweile eine starke Tendenz zur Überwachung der Gesellschaft hätten. Dänemark zum Beispiel hat die strengsten Asylgesetze in Europa. Der Grund dafür ist die Globalisierung und die daraus resultierende Migration, die leider zur Entwicklung und Manifestation rechtspopulistischer Bewegungen führt.

Der Referent beleuchtete die politischen Parteien in den Regierungen Dänemarks, Schwedens, Norwegens und Finnlands und ihre Mitgliedschaft in der NATO und der EU.

In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurde insbesondere betont, dass ein Anstieg von Rechtspopulismus in Skandinavien die Europäische Union nicht zerreißen würde. In Bezug auf diese rechtpopulistische Entwicklung wies Siebo Janssen darauf hin, dass es aus seiner Sicht zwei große Gefahren geben könnte, die aber nichts mit einem rechtpopulistischen Anstieg in Skandinavien zu tun haben. Vielmehr wäre die Europäische Union durch eine russische oder US-amerikanische Destabilisierung gefährdet.

Die skandinavischen Länder sind nicht die einzigen europäischen Länder, die mit rechtspopulistischen Bewegungen zu tun haben. Rechtspopulismus in Europa ist bereits in den Regierungen Polens, Ungarns und höchstwahrscheinlich bald auch Italiens präsent. Aber im Vergleich dazu sind die skandinavischen Länder wahrscheinlich zu unbedeutend, um Europa mit einem rechtpopulistischen Anstieg auseinander zu reißen.

Aachen zeigt sich bunt. Am 01.09.2019 öffneten sich die Türen des Eurogress für die Kulturen der Welt.

19 09 01 Tag der Integration 300Während der Showeinlagen von asiatischen Löwentänzern bis hin zu spanisch-klassischem Flamenco lagen köstliche Düfte von bulgarischer bis hin zu eritreischer Küche in der Luft. Mitten drin: der Informationsstand von EUROPE DIRECT Aachen.

Beim 13. Tag der Integration informierte das Team von EUROPE DIRECT zwischen 12 und 17 Uhr über die Europäische Union im Allgemeinen und auch speziell über Themen wie Asyl, Flucht, Rechte der Bürger in der EU und Auslandsaufenthalte. Besonders beliebt: EU-Fahnen und Malbücher für Kinder.

Am 07.02.1992 unterzeichneten im niederländischen Maastricht die Außen- und Finanzminister der Europäischen Gemeinschaften den Geburtsvertrag der Europäischen Union, mit dem die Integration der europäischen Staaten auf eine neue Stufe gehoben wurde.

19 08 29 Maastrichter Vertrag 300Herzstücke dieses Vertragswerks waren die Unionsbürgerschaft, die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und Zusammenarbeit in der Innen- und Rechtspolitik sowie die geplante Einführung des Euro im Rahmen der Wirtschafts- und Währungsunion, für die der Vertrag einen genauen Zeitplan und detaillierte Regeln aufgestellt hatte, welche im Jahr 2011 aufgrund der Staatsschuldenkrise nochmals verschärft wurden.

Heute organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen eine kostenlose Fahrt zum Ort der Unterzeichnung des Maastrichter Vertrags, dem sogenannten „Statenzaal" im heutigen Gebäude der Provinzverwaltung Limburg („Het Gouvernement aan de Maas").

Gemeinsam ging es vom Elisenbrunnen in Aachen mit dem öffentlichen Bus Arriva 350 nach Maastricht. Zunächst stellte Winfried Brömmel den 17 Teilnehmenden die Aufgaben von EUROPE DIRECT dar und Praktikantin Anaïs Morel erläuterte den Maastrichter Vertrag und die damit verbundenen Bürgerrechte.

19 08 29 Gruppe Maastrichter Vertrag 300Danach besuchte die Gruppe das Gebäude der Provinzregierung Limburg, wo Eric Lemmens die Arbeit der Provinzregierung vorstellte. Dabei erklärte er unter anderem, in welchen Bereichen in der Euregio Maas-Rhein länderübergreifend zusammengearbeitet wird. Welche große Bedeutung der Austausch und die Kooperation über Landesgrenzen hinweg für die Provinz Limburg hat, lässt sich gut daran erkennen, dass Limburg eine längere Außengrenze mit Deutschland und Belgien hat, als mit dem Rest der Niederlande. Im Anschluss an den Vortrag stellten die Teilnehmenden noch Fragen an Herrn Lemmens.

Nach dem Vortrag nahmen die Teilnehmer an einer Führung mit Herrn Lemmens durch das Gebäude der Provinzverwaltung teil, welches allein schon aufgrund der modernen Architektur einen Besuch wert ist. Überall im Gebäude befinden sich zudem zeitgenössische Kunstwerke von regionalen Künstlern, zu denen während der Führung eine Hintergrundgeschichte erzählt wurde.
Die Teilnehmer hatten auch die Gelegenheit eine kleine Ausstellung über die Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht zu besichtigen. Dort ist u.a. die Kopie des Vertrags mit einem Gewicht von sieben Kilogramm zu sehen.
19 08 29 Statenzaal 300Ein Höhepunkt war die Besichtigung des Plenarsaals ("Statenzaal"), in dem 1992 der Vertrag von Maastricht unterzeichnet wurde.

EUROPE DIRECT bot den 17 Teilnehmern somit die Möglichkeit ein Stück europäische Geschichte am Ort der Unterzeichnung nachvollziehen zu können.

19 08 02 AEGEE Workshop 1Spannender Workshop mit internationalen Teilnehmenden

Unter dem Titel "Von Westen nach Osten: Trampen wie eine Bestie" organisieren die pro-europäischen Studentenvereinigungen AEGEE-Leiden (NL), AEGEE-Aachen und AEGEE-Dresden eine mehrtägiges Event. In diesem Rahmen lud EUROPE DIRECT Aachen heute die 28 Teilnehmenden in Grashaus zu einem Workshop ein.

Die jungen Leute kamen aus vielen Landern der EU, aber auch aus der Türkei und Russland. Der Workshop im Europäischen Klassenzimmer des Grashauses behandelte mit vielfältigen Methoden die Themen Identität, interkulturelle Zusammenhänge und die soziale Situation in Europa.

19 08 02 AEGEE Workshop 2Neben vielen Gemeinsamkeiten bezüglich der Geschichte und Kultur auf dem europäischen Kontinent wurden jedoch auch die großen Unterschiede in sozialen Bereichen deutlich, zum Beispiel im Arbeitsmarkt, der sozialen Sicherheit und den Lebenshaltungskosten. Auch Differenzen bei Pressefreiheit und Entfaltungsmöglichkeiten für Minderheiten wurden thematisiert, vor allem im Vergleich von EU-Ländern mit Nicht-EU-Ländern. Die Strategien der EU zur posititven Weiterentwicklung des sozialen Europas wurden vorgestellt und besprochen.

Für die meisten der jungen Teilnehmenden ist Europa und die EU der Rahmen und die Hoffnung auf eine gute und sichere Zukunft in einer globalisierten Welt.
Im Anschluss an den Aufenthalt in Aachen reist die Gruppe per Anhalter nach Dresden.

Heute organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro am Couven Gymnasium Aachen im Rahmen des dortigen Europatags einen Workshop zum Thema "Global Fashion – EU-Handelspolitik" für die Klasse 8a.

19 07 11 Couven PlanspielKam zunächst einmal die Frage auf, inwiefern Mode überhaupt ein europarelevantes Thema sein könnte, wurde den 28 Schülerinnen und Schülern die europäische Dimension des Themas doch sehr schnell deutlich.

Teilweise verwundert stellten die Schülerinnen und Schüler fest, wie viele Abkommen, Gesetze etc. mit Mode verbunden sind. Sie lernten auch, dass diese rechtlichen Grundlagen im Umbruch sind, vor allem, weil der Großteil der in der EU getragenen Kleidung nicht in der EU produziert sondern importiert wird. Neben ökologischen Standards kamen auch der Gesundheitsschutz zur Sprache. Dieser soll ja lau EU-Regelungen sowohl für die Verbraucher als auch für die Produzenten gelten. Zum Schutz der Produzenten sollten darüber hinaus soziale Standards bei der Produktion eingehalten werden – ein Element, das die Schülerinnen und Schüler stark unterstrichen.

Natürlich wurde auch der Freihandel mit seinen Problemen des Schutzes der einheimischen Wirtschaft angerissen und als weiteres Element des Meinungsbildungsprozesses hin zu einer neuen Verordnung in diesem Bereich in die Diskussion genommen.

Wie schwierig es sein kann, bei dem im EU-Planspiel angesprochenen Thema Mehrheiten zu organisieren, steht den Schülerinnen und Schülern nun entsprechend deutlich vor Augen.

Exkursion nach Brüssel

19 07 11 Couven Bruessel 2Heute startete die Exkursion der Q1 des Aachener Couven-Gymnasiums nach Brüssel zum Europäischen Parlament, um die Inhalte des Unterrichts hautnah erleben zu können. Veranstaltungspartner war das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen.

Die 131 Teilnehmenden wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt. Die Doppelgruppe Parlament erfuhr einen sehr ansprechenden Einführungsvortrag zur Geschichte Europas und zur Europäischen Union und konnte den Plenarsaal des Europaparlaments besuchen. 19 07 11 Couven Bruessel 1Eine zweite Gruppe durfte an einer Simulation zu Gesetzgebungs- und Entscheidungsprozessen im Europäischen Parlament und in der EU an den Beispielthemen Wasser und Tracking-Chips teilnehmen. Die Simulation wahr dynamisch und herausfordernd und gab somit einen guten Einblick hinter die Kulissen des EU-Parlaments. Darüber hinaus konnte eine dritte Gruppe eine Führung durch das Museum der Geschichte der EU genießen.

Schließlich wurde allen Teilnehmenden mit auf den Weg gegeben, dass das Europäische Parlament die Vertretung des europäischen Volkes darstellt und somit eine Teilnahme an den Europawahlen zentral ist, um so die eigene Position in die europäische Politik miteinbringen zu können.

Im Rahmen der AEGEE Summer University waren 20 Studierende aus ganz Europa zu Gast im Europäischen Klassenzimmer im Grashaus.

19 07 10 AEGEE Summer UniversityDie AEGEE Summer University ist ein Projekt für den Dialog und kulturellen Austausch zwischen jungen Europäerinnen und Europäern. AEGEE Aachen e.V. nimmt an diesem Projekt bereits seit 1992 erfolgreich teil und hat auch dieses Jahr Studierende nach Aachen eingeladen. Über einen Zeitraum von 16 Tagen haben die Teilnehmenden aus ganz Europa die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse bei einem 40-stündigen Sprachkurs zu verbessern und zusätzlich von einem kulturellen Programm in Aachen, der Euregio und der umliegenden Region zu profitieren.

Als Teil dieses Programms organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen im Europäischen Klassenzimmer einen einstündigen Vortrag über die EU und die EU-Flüchtlingspolitik für die Studierenden. Dabei erfuhren die Teilnehmenden zunächst etwas über die Arbeit des EUROPE DIRECT Büros in Aachen. Außerdem wurden Erfahrungen ausgetauscht, wie jedem einzelnen Europa im Alltag begegnet. Auch aktuelle Herausforderungen für die EU, wie die schwindende Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten, wurden im Vortrag angesprochen.

Anna-Louisa Lobergh vom EUROPE DIRECT Team informierte die Studierenden schließlich über die Flüchtlingspolitik der EU. Dabei ging sie besonders auf die weltweiten Auswirkungen der Flüchtlingskrise ein. Außerdem gab sie einen Überblick über verschiedene Fluchtursachen und über bisherige Maßnahmen der EU zur Reduzierung illegaler Migration wie das EU-Türkei-Abkommen. Die Teilnehmenden brachten ihre eigenen Erfahrungen und Ansichten aus den jeweiligen Länderperspektiven ein.

Im Anschluss an den Vortrag von EUROPE DIRECT nahmen die Studierenden an einem interaktiven Workshop des Europäischen Klassenzimmers zum Thema "Migration und Grenzen in Europa" teil. Innerhalb von zwei Stunden erarbeiteten sie in den Räumen des Grashauses Informationen zu den Grenzen Europas, der Asyl- und Migrationspolitik der EU und der Entwicklungshilfe der EU. Unter anderem recherchierten sie dazu im Urkundensaal des Grashauses.

Um den Studierenden auch über diese Workshops hinaus Informationen mitzugeben, steuerte das EUROPE DIRECT Büro Aachen passende Infomaterialien bei.

Griechenland näher vorzustellen war das Ziel der Veranstaltung aus der Reihe "Europäisches Forum". Die 40 Teilnehmenden konnten sich auf einen länderkundlichen Abend mit Kurzvorträgen, Musik und Tanz freuen.

19 06 27 Quiz Sieger 300Holger Dux führte durch den Abend, der mit einer Einführung in das griechische Alphabet begann. VHS–Dozentin Sotiria Savrakidu zeigte den Teilnehmenden spielerisch, dass es gar nicht so schwierig ist, die griechische Sprache zu lernen. Am Ende des Abends konnten sich alle Anwesenden auf Griechisch vorstellen: Με λένε … (me léne).

Einen kurzen Einblick in die griechische Mythologie, Sagenwelt und antike Kultur gab Andreas Düspohl. Er brachte den Gästen die lebhafte Götterwelt näher. In der griechischen Philosophie unterscheidet man gemeinhin zwischen Vorsokratikern – also Philosophen, die vor Sokrates gewirkt haben – und klassischen Philosophen. Den Anfang letzterer machte Sokrates, der Wissen und Glauben trennte. Leider ist von der griechischen Philosophie nur ein Bruchteil der Schriften erhalten, sodass einige Denker lediglich unvollständig überliefert wurden. Natürlich darf im Zusammenhang mit Griechenland nicht vergessen werden, Demokratie zu erwähnen: Athen gilt als Wiege unserer modernen Demokratie in Europa.

In einem kurzen historischen Abriss wies Holger Dux auf die griechische Bau- und Architekturgeschichte hin und machte darauf aufmerksam, dass das Aachener Theater sowie der Elisenbrunnen mit Vorbau und Säulen nach den Vorbildern in Griechenland erbaut wurden. Sie sind ein Zeichen dafür, dass selbst im frühen 19. Jahrhundert u. a. Reiseliteratur die Sehnsucht erweckte, das Land der Hellenen zu besuchen.

Maria Riga und Elisavet Pachatyroglu erzählten von ihren persönlichen Erfahrungen damit, wie es war, als junge Frauen aus der griechischen Diktatur der 70er Jahre nach Aachen auszuwandern, um dort studieren zu können. Sie waren und sind bis heute angetan von der Gastfreundschaft, mit der sie hier empfangen wurden. Diese erinnert sie an die Großherzigkeit der griechischen Kultur.

Durch den Abend hinweg leiteten Mona Nymphius und Eva Onkels ein interaktives Pub–Quiz, welches den Gästen Wissen in den Disziplinen "Geografie", "Kultur und Politik" und "Leute" abverlangte. Es wurde in Gruppen gerätselt und über mögliche Antworten diskutiert. Am Ende wurden drei Siegergruppen geehrt, welche sich über ein Buch zur griechischen Mythologie, ein mediterranes Kochbuch oder ein anderes interessantes Buch freuen durften.

Wir von EUROPE DIRECT bedanken uns bei den Gästen und unseren Partnern für einen gelungenen und unterhaltsamen Abend.

Am 25. Juni konnten wir Prof. Dr. Hauke Brunkhorst zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion vor ca. 30 Personen begrüßen. Der Titel dieses Vortrags war "Die Wiederkehr der Politik - Hoffnungsschimmer für Europa". Der Vortrag war zugleich die Abschlussveranstaltung der Reihe "Europäische Horizonte".

19 06 25 Brunkhorst 300Die Reihe "Europäische Horizonte" war eine Initiative von fünf Kooperationspartnern in Aachen, Bonn und Essen, die durch gemeinsame Veranstaltungen und Veröffentlichungen in regelmäßiger Folge zentrale Zukunftsfragen Europas erörterte. Das Ziel der Partner, zu denen sich auch EUROPE DIRECT Aachen zählen kann, war es, politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen im europäischen Einigungsprozess zu thematisieren, die angesichts der Dominanz drängender politischer und ökonomischer Probleme leicht in den Hintergrund rücken.

Prof. Brunkhorst, der zurzeit als Seniorprofessor für Soziologie an der Europa-Universität Flensburg tätig ist, beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Weltwirtschaftskrise von 2008 und den Umgang der Politik mit ihr.

Brunkhorst begann seinen Vortrag mit einer historischen Einbettung der jeweiligen Akteure. Er beschrieb eine Ordo-Liberale Haltung der relevante Akteure im Vorhinein der Krise: Der Europäische Binnenmarkt diene zur Befriedigung des Kapitalinteresses und die, von den Staaten losgelöste, EZB, die Marktkräfte an Stelle von politischem Willen stellt. Er nahm in diesem Kontext Bezug zu Hayek, der von einer Einbettung der Demokratie in die Märkte sprach und in einflussreiche Investoren, die die Wirtschaft eher als Naturgesetz, denn als politisches Konstrukt sahen.

Im Moment der Krise konstatiert Brunkhorst den angelsächsischen Akteuren eine Kehrtwende: So haben nicht nur der US-Präsident und der britische Premier, sondern auch die jeweiligen Chefs der Zentralbanken die "revolutionäre Idee" des "Flutens der Wirtschaft mit Geld" und der Rolle der 'Federal Reserve Bank' als letztem Kreditgeber für Banken den nötigen Raum gegeben um die Wirtschaft weltweit zu stabilisieren.
Im Gegensatz dazu haben die entsprechenden Akteure der Europäischen Union, so Brunkhorst, das Problem nicht erkannt und wurden nicht durch eigene, sondern durch die Maßnahmen der US-Regierung gerettet.

Zum Abschluss seines Vortrags und als Ausblick für die Zukunft zeichnete Hauke Brunkhorst ein Bild, in dem durch den, nun nicht mehr vorherrschenden Zwang eines "Naturgesetzes des Marktes" Raum für eine politische Gestaltung der globalen Wirtschaft. Er widerspricht hierbei explizit Wolfgang Streek, der eine Re-Nationalisierung der Politik fordert und sieht stattdessen eine Trans-Nationalisierung als beste Möglichkeit: Er fordert nicht nur eine europäische Sozialpolitik und eine politisch beeinflussbare Zentralbank, sondern auch das offene Austragen von politischen Konflikten. Insbesondere durch Konflikte sieht Brunkhorst die Chance einer Re-Politisierung der europäischen Gesellschaften und eine Wiederkehr der Politik.

Publikationen zum Thema:

Schülerinnen und Schüler des Juliusz Słowacki Liceum Chestochowa (Polen) waren in der Zeit vom 12.-19.06.2019 zu Gast im Aachener Couven Gymasium. In Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen konnte die Gruppe gemeinsam heute das Europäische Parlament in Brüssel besuchen.

Der Besuch setzte den deutsch-polnischen Austausch im Rahmen des Projektkurses „Klima.Kohle.Knete – Braunkohleförderung und die Folgen für Mensch und Umwelt“ unter der Leitung von Andrea Genten und Axel Huppertz fort. Wie schon beim Besuch der Couven-Schülerinnen und Schüler im März in Polen ging es auch in Aachen darum, „den Blick zurück nach vorn“ zu richten, um gemeinsame Zukunftsperspektiven von Jugendlichen in Deutschland und Polen für eine gerechte und nachhaltige Welt im Sinne der Sustainable Development Goals (SDGs) in einem vereinten Europa zu entwickeln.

Die Notwendigkeit einer europäischen bzw. globalen Perspektive zum Schutz des Klimas wurde beim Gespräch mit der Aachener Europaabgeordneten Sabine Verheyen im Europaparlament in Brüssel deutlich. Sabine Verheyen unterstrich die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen für den Klimaschutz nicht nur der europäischen Staaten sondern der internationalen Staatengemeinschaft auf globaler Ebene. Explizit nannte sie hier China und die USA.

Wer hat bei der Europawahl wie abgeschnitten? Was bedeuten die Wahlergebnisse für ihre jeweiligen Länder und die Europäische Union und wer wird künftig die EU-Kommission führen und die EU nach außen vertreten? Diese und viele weitere Fragen beantwortete der Politologe Siebo Janssen gestern im Rahmen der von Jochen Leyhe moderierten Veranstaltung "Europa hat gewählt - was kommt jetzt?" den 25 anwesenden Gästen.

19 06 04 EaD Europawahl 300Siebo Janssen begann seine Analyse mit einem kurzen Überblick über die deutschen Wahlergebnisse und beleuchtete daraufhin insbesondere die Ergebnisse von SPD und CDU: Beide Parteien haben, so Janssen, in der Vergangenheit diejenigen Themenbereiche nicht genügend besetzt, welche die deutsche Wahl maßgeblich beeinflusst haben, nämlich Klima und Umweltschutz. Mittel- bis langfristig prognostizierte er, dass beide Parteien als "Mittelparteien" mit Wahlergebnissen zwischen 15 und 20 Prozent weiter bestehen werden, die Fragmentierung der deutschen Parteienlandschaft jedoch ein bleibendes Phänomen sei.

In Bezug auf die übrigen europäischen Länder betonte er sowohl die länderübergreifenden Themen, wie z.B. der Wettbewerb zwischen EU-Befürwortern und Gegnern, wie auch nationale Besonderheiten; so war die Wahl etwa in Frankreich auch ein direkter Wettstreit zwischen dem amtierenden Präsident Macron und seiner aussichtsreichsten Herausforderin Marine Le Pen. Ebenfalls beleuchtete Siebo Janssen einzelne Sonderfälle wie Portugal, in dem es bis heute keine erfolgreiche Rechtspopulistische Partei gibt, sowie die nicht-europäischen Reaktionen auf die EU-Wahl.

Wir von EUROPE DIRECT möchten uns, auch im Namen der Route Charlemagne Aachen, herzlich bei Siebo Janssen, Jochen Leyhe und den Gästen für einen lehrreichen Abend sowie die spannende Diskussion bedanken.
Europa am Dienstag findet am 09.07.2019 wieder statt, dann mit dem Thema "Bullerbü war einmal? - Der Norden der EU"

19 05 29 Karlspreisfest 1EUROPE DIRECT beteiligt sich mit einem Stand mit Infomaterial, Europaquiz und Kinder-Malecke am Karlspreisfest

In diesem Jahr wurde die Verleihung des Karlspreises wieder mit einem großen Fest auf dem Katschhof gefeiert. UN-Generalsekretär António Guterres wurde am Himmelfahrtstag mit dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet.

Das Karlspreisfest fand wieder am Vorabend und am Tag der Verleihung statt. EUROPE DIRECT war mit seinem Informationsstand im großen Zelt an beiden Tagen vertreten und durch die Flaggen der EU-Mitgliedsstaaten kaum zu verfehlen. Angeboten wurden fast 60 verschiedene Informationsmaterialien zu unterschiedlichen Themenfeldern, wie den EU-Institutionen, Währung, Umwelt- und Grenzschutz, aber auch Ratgebern zu Verbraucherfragen, die natürlich kostenlos von den Bürgerinnen und Bürgern mitgenommen werden konnten.

19 05 29 Karlspreisfest 3Am Donnerstag versammelten sich bereits um 11.00  die Bürgerinnen und Bürger auf dem Marktplatz, um die Übertragung des Festaktes im Krönungssaal des Rathauses auf einer Video-Großleinwand zu verfolgen. Anschließend folgte auf dem Katschhof ein buntes Kulturprogramm aus Tanz, Musik und Diskussionen, welches bis in den Abend hinein dauerte.

Wie sehr die Aachener Bevölkerung die europäische Idee angenommen hat zeigte sich nicht nur durch die Begeisterung für den diesjährigen Preisträger, sondern auch durch den großen Andrang am EUROPE DIRECT Stand. Dort konnten Fragen gestellt und Diskussionen zu Europa geführt werden.

19 05 29 Karlspreisfest 4Beim EUROPE DIRECT Infostand gab es u.a. ein großes Interesse an Informationen zu Auslandsaufenthalten und -praktika. Die Broschüren und Hefte richteten sich jedoch nicht nur an Erwachsene. Auch die Angebote für Kinder, darunter spannende Hefte wie "Europa kinderleicht", "Sophie und Paul entdecken Europa" und diverse Malbücher, waren sehr begehrt.
Das EUROPE DIRECT Team tauschte sich auch mit einigen Lehrern aus, die großes Interesse an den vielseitigen Unterrichtsmaterialien zeigten, welche in Grundschulen und weiterführenden Schulen Verwendung finden können.

Neben der Vielzahl an Informationsmaterialien gab es am Stand noch ein Europa-Quiz, um das eigene Wissen zu testen und eine Kinder-Malecke, in der sich die jüngsten Europäerinnen und Europäer kreativ austoben konnten.

19 05 27 BK Frechen 1Berufskolleg Frechen trifft Europaabgeordnete im Grashaus

EUROPE DIRECT Aachen lud heute 22 Schülerinnen und Schüler des Nell-Breuning-Berufskollegs (Kaufmännische Europaschule des Rhein-Erft-Kreises) ins Grashaus ein. Winfried Brömmel, Leiter von EUROPE DIRECT, führte die sehr interessierten jungen Menschen in die Themen "Was ist die EU?", "Die EU im Alltag" und "Europastadt Aachen - grenzüberschreitende Aktivitäten" ein und nahm noch wirtschaftliche Aspekte mit hinzu.

Zu Beginn der Veranstaltung war es jedoch ein besonderes Highlight, dass die frisch wiedergewählte Europaparlamentarierin Sabine Verheyen mit der Gruppe über die Europawahl und ihre Arbeit beim EU-Parlament sprach. Die Schüler konnten ihre vorbereiteten Fragen stellen und ihre Wünsche und Vorstellungen zum Beispiel zur EU-Flüchtlingspolitik an die Abgeordnete geben.

19 05 23 Katho 1Workshop mit der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen

EUROPE DIRECT Aachen hat heute zusammen mit Andreas Reiners, Professor für Soziologie und Sozialpolitik an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, einen Workshop zur EU und den sozialen Rechten durchgeführt. Es war Teil eines Blockseminars zur Europäischen Sozialpolitik.

Zunächst führte Winfried Brömmel, Leiter von EUROPE DIRECT Aachen, die 28 Studierenden in die Geschichte und Arbeitsweise der EU ein. Zudem stellte er die Grundlage der Europäischen Sozialpolitik vor, vor allem die Europäische Säule sozialer Rechte.

Prof. Reiners vertiefte das Thema der Europäischen Sozialpolitik in Kleingruppen und vor dem Hintergrund der persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden. Das Europäische Sozialmodell wurde kritisch beleuchtet und die soziale Lage in Europa erörtert.

Ergänzend ist eine Fahrt zur Europäischen Kommission in Brüssel geplant.