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15 04 09 Leuchtturm AktuellesAktuelle Informationen des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

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Handy Roaming 2 300Der finale Gesetzesvorschlag, der die faire Nutzung der neuen Regeln nach dem Wegfall der Roaminggebühren im kommenden Jahr sicherstellen soll, liegt vor. Nach einem intensiven Austausch mit dem Europäischen Parlament, den Mitgliedstaaten, Interessenvertretern, Verbrauchervertretern, den Regulierungsbehörden und den Mobilfunkbetreibern hat das Kollegium der EU-Kommissare den Legislativvorschlag am 7.12.2016 beschlossen und an die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten geschickt. Diese treffen sich am 12.12., um über den Vorschlag abzustimmen.

"In enger Zusammenarbeit mit europäischen Verbrauchern haben wir Sicherheitsmaßnahmen entwickelt, damit Reisende von "Roaming wie zu Hause" profitieren zu können, ohne dass sich dies negativ auf die wettbewerbsfähigsten inländischen Datenpakete auswirkt. Wir haben zugehört, wir haben konsultiert und wir haben unsere Vorschläge verfeinert. Ich glaube, wir sorgen damit für Rechtssicherheit. Es liegt nun an den EU-Mitgliedstaaten, das zu unterstützen, was wir vorschlagen, um das Leben der Europäer zu erleichtern, um die Mobilfunkrechnungen zu senken und die Preise niedrig zu halten", sagte Kommissionsvizepräsident Andrus Ansip, zuständig für den digitalen Binnenmarkt.

EU-Kommissar Günther H. Oettinger, verantwortlich für die Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, fügte hinzu: "Unser Vorschlag schützt Verbraucher und gewährleistet auch Nachhaltigkeit für Telekommunikationsunternehmen."

Die Zusage der EU aus dem Jahr 2015, die Roamingentgelte in der Europäischen Union zu beenden, verpflichtet die Kommission, bis zum 15. Dezember 2016 Regeln für eine "gerechte Nutzung" zu erlassen, um "Roaming wie zu Hause" zu erreichen. Im September entschied die EU-Kommission, dass die Verbraucher in der Lage sein sollten, ihre mobilen Geräte ohne zeitliche Begrenzung zu nutzen, wenn sie ihr "zu Hause" verlassen, vorbehaltlich verhältnismäßiger Kontrollen, um Missbrauch zu unterbinden.

Der heutige Entwurf sieht weitere Vorgaben für das Konzept einer "stabilen Verbindung" vor, damit Personen wie beispielsweise Grenzgänger, entsandte Arbeitnehmer, Studenten und Rentner Angebote in dem Land, wo sie studieren, arbeiten oder für eine längere Zeit leben, einfacher nutzen können. Außerdem soll vermieden werden, dass die Bürger mit zu viel Bürokratie belastet werden. Dazu soll ein Mindestzeitraum für die "Beobachtung" eingeführt werden, bevor Betreiber die Gefahr einer missbräuchlichen Roaming-Nutzung feststellen können – auf der Basis der Anwesenheit und des Verbrauchs zu Hause und im Ausland. Auf der Basis der Hinweise von Verbraucherschutzorganisationen soll dieser Zeitraum nicht weniger als vier Monate umfassen. Es wird ein zusätzlicher Mindestzeitraum von 14 Tagen vorgeschlagen, bevor die Mobilfunkbetreiber Zusatzkosten erheben können.

Zudem soll sicher gestellt werden, dass Verbraucher, Reisende wie Nichtreisende, Zugang zu den besten, wettbewerbsfähigsten Angeboten erhalten sollen. Dies soll ermöglicht werden durch eine außergewöhnliche "Bremse" für intensiven Roaming-Datenverbrauch, die an das Niveau der Großhandelspreise gekoppelt wird. Solch eine intensive Nutzung kann günstige Preispakete unattraktiv machen und zu Preiserhöhungen, Volumenbeschränkungen im Inland oder Roamingbeschränkungen führen.

Nach der Diskussion des Kollegiums der Kommissare wurde der Gesetzesentwurf (ein Durchführungsrechtsakt) an die Vertreter der Mitgliedstaaten übermittelt. Diese kommen am 12. Dezember zusammen, um über den Text abzustimmen. Danach kann die Kommission die Regeln annehmen. Darüber hinaus müssen das Europäische Parlament und der Ministerrat, der für Telekommunikation zuständig ist, ihre Verhandlungen über die Regulierung des Großhandelsroamingmarkts abschließen.

Stau Autos 300 webDie Europäische Kommission hat Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland und weitere sechs EU-Staaten eingeleitet, weil sie keine Sanktionssysteme eingerichtet haben, die Automobilhersteller von Verstößen gegen Fahrzeugemissionsvorschriften abhalten, oder weil sie solche Sanktionen im Falle von Gesetzesverstößen nicht angewendet haben.

Neben Deutschland geht die Kommission gegen die Tschechische Republik, Griechenland, Litauen, Luxemburg, Spanien und das Vereinigte Königreich vor, da diese Länder die EU-Typgenehmigungsvorschriften missachtet haben.

Elżbieta Bieńkowska, EU-Kommissarin für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU, erklärte: „Für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sind in erster Linie die Automobilhersteller verantwortlich. Die nationalen Behörden in der EU müssen jedoch darüber wachen, dass die Automobilhersteller die Rechtsvorschriften auch tatsächlich einhalten. Die Kommission hat für die Zukunft Vorschläge für eine strengere Aufsicht auf EU-Ebene und ein robusteres Typgenehmigungssystem vorgelegt. Wir erwarten, dass das Europäische Parlament und der Rat rasch zu einer Einigung gelangen.“

Gemäß Artikel 46 der Richtlinie 2007/46/EG und insbesondere Artikel 13 der Verordnung (EG) Nr. 715/2007, die unmittelbar anwendbar ist, müssen die Mitgliedstaaten über wirksame, verhältnismäßige und abschreckende Sanktionssysteme verfügen, um Fahrzeughersteller von Gesetzesverstößen abzuhalten. Wird gegen ein Gesetz verstoßen, z. B. durch die Verwendung von Abschalteinrichtungen, die die Wirkung von Emissionskontrollsystemen verringern, müssen diese Sanktionen verhängt werden. Die Kommission versendet heute förmliche Aufforderungsschreiben an die Tschechische Republik, Litauen und Griechenland, weil sie keine solchen Sanktionssysteme in ihren nationalen Rechtsvorschriften eingeführt haben.

Die Kommission leitet außerdem Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland, Luxemburg, Spanien und das Vereinigte Königreich ein (jene Mitgliedstaaten, die Typgenehmigungen für die Volkswagen AG in der EU ausgestellt haben), weil sie ihre nationalen Bestimmungen über Sanktionen nicht angewendet haben, obwohl Volkswagen verbotene Abschaltprogramme verwendete. Darüber hinaus vertritt die Kommission die Auffassung, dass Deutschland und das Vereinigte Königreich das Gesetz gebrochen haben, indem sie sich nach Aufforderung durch die Kommission weigerten, alle in ihren nationalen Untersuchungen gesammelten Informationen offenzulegen, die potenzielle Unregelmäßigkeiten bei den Emissionen von Stickoxid (NOx) bei Fahrzeugen des Volkswagenkonzerns und anderer Hersteller in ihrem Hoheitsgebiet betreffen.

EU und Erdball 300Nur zwei Monate nach der Ankündigung durch Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gibt die EU-Kommission den Startschuss für das Europäische Solidaritätskorps. „Das Europäische Solidaritätskorps eröffnet Chancen für junge Menschen, die sich in die Gesellschaft einbringen und Solidarität zeigen wollen – und genau davon brauchen die Welt und die Europäische Union mehr“, sagte Juncker. „Für mich ist dies das Herzstück der Europäischen Union: Nicht die Verträge oder industrielle und wirtschaftliche Interessen verbinden uns, sondern unsere Werte. Und alle, die als Freiwillige arbeiten, erfüllen diese europäischen Werte tagtäglich mit Leben.“

Die Idee hinter dem Solidaritätscorps ist einfach: Junge Menschen zwischen 17 und 30 Jahren engagieren sich in europäischen Krisensituationen und leisten dort Hilfe, wo sie am dringendsten gebraucht wird - beispielsweise bei der Flüchtlingskrise an Europas Grenzen oder nach den jüngsten Erdbeben in Italien. Durch ihr Engagement sammeln sie nicht nur wertvolle Kompetenzen und Arbeitserfahrung in einem anderen europäischen Land. Es entstehen auch Freundschaften, Neugier und neue Verbindungen. Bis 2020 sollen die ersten 100.000 jungen Europäerinnen und Europäer daran teilnehmen.

Das neue Europäische Solidaritätskorps bietet die Möglichkeit, im Rahmen von Projekten für einen Zeitraum zwischen zwei und zwölf Monaten Freiwilligendienst zu leisten, ein Praktikum oder eine Ausbildung zu absolvieren oder eine Stelle anzutreten. Mögliche Einsatzgebiete bzw. Tätigkeitsbereiche sind Bildungswesen, Gesundheitswesen, Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt, Unterstützung bei der Bereitstellung von Nahrungsmitteln und anderen Gütern, Bau von Unterkünften und Einrichtungen, Renovierung und Verwaltung, Aufnahme und Integration von Migranten und Flüchtlingen, Umweltschutz oder Prävention von Naturkatastrophen.

Das Europäische Solidaritätskorps besteht aus zwei sich gegenseitig ergänzenden Teilen:

  • Die Freiwilligenprojekte bieten jungen Menschen die Möglichkeit, mittels einer Finanzhilfe eine zwei- bis zwölfmonatige Freiwilligentätigkeit in Vollzeit auszuüben.
  • Im Rahmen der Beschäftigungsprojekte erhalten junge Menschen einen Arbeits-, Praktikums oder Ausbildungsplatz in Organisationen unterschiedlichster Ausrichtung, die für ihre Solidaritätsprojekte hoch motivierte und sozial eingestellte Mitarbeiter/-innen suchen.

Der Aufbau des Solidaritätskorps erfolgt schrittweise. Zunächst ist das Registrierungssystem für interessierte junge Menschen freigeschaltet. In Kürze können sich auch Organisationen registrieren, die dann in der Datenbank des Solidaritätskorps unter den registrierten jungen Menschen Kandidatinnen und Kandidaten auswählen können.

Flagge Großbritannien 300Der Brexit-Chefunterhändler der EU-Kommission, Michel Barnier, hat erstmals einen Zeitplan für die Austrittsverhandlungen mit dem Vereinigten Königreich skizziert. Wenn der Austrittsantrag wie von Premierministerin Theresa May angekündigt im März 2017 eingehe, müssten die Verhandlungen bis Oktober 2018 abgeschlossen werden, um die Ratifizierung rechtzeitig innerhalb der in Artikel 50 des EU-Vertrags gesetzten Frist von zwei Jahren abzuschließen, sagte Barnier am 6.12.2016 in Brüssel.

„Je früher wir beginnen desto besser, denn die Zeit ist knapp und wir wollen bis zum Oktober 2018 ein Ergebnis haben“. Die EU, ihre Mitgliedstaaten und Institutionen seien einig und gut vorbereitet. Drittstaaten könnten nicht die gleichen Rechte wie EU-Mitglieder bekommen. Die vier Grundfreiheiten im Binnenmarkt einschließlich der Personenfreizügigkeit seien nicht voneinander zu trennen. „Rosinenpicken ist keine Option“, so Barnier.

Seit seiner Berufung durch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat Barnier 18 Hauptstädte besucht und mit den Regierungen gesprochen, ebenso mit dem Europäischen Parlament, mit dem Rat und anderen wichtigen Institutionen, einschließlich der Europäischen Zentralbank und Agenturen der EU. Darüber hinaus wurde ein Seminar mit den Mitgliedsstaaten über den Brexit abgehalten. Barnier wird seine Tour durch die Mitgliedstaaten bis Ende Januar abschließen.

Bei seinen Gesprächen hat Barnier Übereinstimmung über vier Grundprinzipien der EU für die Austrittsverhandlungen festgestellt:

1. Einheit der 27 Mitgliedsstaaten;
2. Nicht-Mitglieder können niemals die gleichen Rechte wie Mitglieder der EU haben;
3. Die Verhandlungen beginnen erst nach dem Eingang des Austrittsantrags aus London;
4. Der Binnenmarkt und die vier Freiheiten sind untrennbar miteinander verbunden.

Was die künftigen Beziehungen der EU zu Großbritannien anbelangt, so liege es an der Regierung in London, diesbezüglich einen Vorschlag zu machen. Dieser werde Gegenstand der Verhandlungen sein.

Barnier ist seit Oktober 2016 Brexit-Chefunterhändler der EU-Kommission und als Leiter der Task Force für Artikel 50 dem Kommissionspräsidenten Juncker direkt unterstellt. Der frühere französische Außenminister und EU-Kommissar wird von einem Team der besten Sachverständigen der Kommission unterstützt – insgesamt etwa 30 Leute. Stellvertreterin von Michel Barnier ist die deutsche Staatsbürgerin Sabine Weyand. Barnier wird außerdem von einer Gruppe von Generaldirektoren beraten, die sich mit den für die Verhandlungen relevanten Fragen befasst.

Die Task Force für Artikel 50 ist für die Vorbereitung und Durchführung der Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich zuständig. Sie koordiniert die Arbeit der Kommission zu allen strategischen, operativen, rechtlichen und finanziellen Fragen im Zusammenhang mit diesen Verhandlungen.

bruecke 300Neue Partner und neues Konzept im grenzüberschreitenden ÖPNV nach Limburg

Pünktlich zum internationalen Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 ist es so weit: Arriva startet als neuer Nahverkehrsdienstleister für Bus und Bahn in der niederländischen Provinz Limburg. Damit bekommt der Aachener Verkehrsverbund (AVV) einen neuen Partner für den grenzüberschreitenden öffentlichen Personennahverkehr zwischen seinem Verbundgebiet und Limburg. Arriva Niederlande ist Teil der Arriva Gruppe, einer Tochter der Deutschen Bahn.

Mit Arriva bietet erstmals ein Betreiber den gesamten Schienenpersonennahverkehr und Busverkehr aus einer Hand an. Die neue Kooperation zwischen AVV und Arriva im grenzüberschreitenden Verkehr ist deshalb vom Fahrplanwechsel an mit Optimierungen für die Fahrgäste verbunden: So werden Bus und Bahn besser aufeinander abgestimmt und das Netz insgesamt neu gestaltet - einschließlich einer Vereinheitlichung des Takts und eines optimierten Fahrtenangebotes. Darüber hinaus profitieren die Fahrgäste künftig auf nahezu allen Linien von Bussen auf dem neusten Stand der Technik - kostenloses WLAN inklusive.

Bei Tarifen und Tickets bleibt nach dem Betriebsstart von Arriva zunächst praktisch alles wie gewohnt. So wird Arriva z. B. alle im AVV gültigen Tarife und darüber hinaus auch alle grenzüberschreitenden Tarife wie das euregioticket anerkennen. Für die Zukunft sind jedoch wesentliche Vereinfachungen und Verbesserungen bei Tarifen und Tickets geplant - bis hin zu einem einheitlichen Tarifsystem für alle grenzüberschreitenden Linien. Vor diesem Hintergrund wollen AVV und Arriva in Zukunft auch die grenzüberschreitende Nutzung elektronischer Tickets beider Länder ermöglichen.

Grenzüberschreitender Ausbau der Strecke
Der RE 18 bietet in Heerlen gute Anschlüsse an den IC nach Eindhoven und Amsterdam sowie an die Stoptreinzüge nach Maastricht und Sittard. Der Haltepunkt Heerlen De Kissel wird nur noch vom niederländischen Stoptrein angefahren. Auch in Herzogenrath bestehen günstige Anschlüsse zur euregiobahn in/aus Richtung Aachen sowie in (teilweise auch aus) Richtung Alsdorf. Aufgrund der Eingleisigkeit der Strecke zwischen Herzogenrath und Heerlen ist die Wartezeit des RE 18 bei Verspätungen leider begrenzt.
Derzeit laufen im Bahnhof Herzogenrath Umbauarbeiten zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs zwischen Deutschland und den Niederlanden. Gefördert werden sie u. a. durch den Nahverkehr Rheinland (NVR) und die Europäische Union. Zudem soll bis voraussichtlich 2018 eine Elektrifizierung der Strecke zwischen Herzogenrath und Landgraaf in den Niederlanden erfolgen - als Voraussetzung für den durchgehenden RegionalExpress zwischen Aachen und Maastricht.

Durchgehender RegionalExpress Aachen - Maastricht
Ab Dezember 2018 soll dann der RE 18 von Aachen über Herzogenrath, Heerlen und Valkenburg bis Maastricht fahren. Elektrisch betrieben, wird er eine Reisezeit von maximal 60 Minuten haben - mit guten Anschlüssen in Maastricht, Heerlen sowie in Aachen in Richtung Köln. Ferner ist die Erweiterung des RE 18 zum Dreiländerzug geplant: So soll er über Maastricht hinaus bis ins belgische Lüttich verlängert werden.
Zudem wird der RE 18 dann eine weitere Fahrtmöglichkeit zwischen Aachen und Herzogenrath bieten. Ergänzend zum derzeitigen Fahrplan mit zwei Fahrten der euregiobahn (RB 20) und je einer Fahrt des RE 4 sowie der RB 33 wird es dann fünf Fahrten je Stunde zwischen Aachen und Herzogenrath geben.

Juncker 2 300Jean-Claude Junckers Vorschlag für mehr freies WLAN an öffentlichen Orten ist einen wichtigen Schritt vorangekommen: Die EU-Mitgliedstaaten haben sich beim Treffen des Ministerrates am vergangenen Freitag auf eine partielle generelle Ausrichtung geeinigt. Der Kommissionsvorschlag WiFi4EU sieht vor, 120 Mio. Euro für einen besseren WLAN-Zugang an öffentlichen Plätzen wie Bibliotheken, Parks oder öffentlichen Gebäuden zu investieren.

Die erste Projektausschreibung wird noch vor Mitte 2017 erfolgen. Alle lokalen Behörden in der EU werden dann die Möglichkeit haben, EU-Finanzmittel zur Finanzierung von Hochgeschwindigkeitsinternet in öffentlichen Einrichtungen zu beantragen.

Die Einigung zu WiFi4EU beim Treffen der für Telekommunikation zuständigen Minister erfolgte weniger als drei Monate nachdem Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Initiative in seiner Rede zur Lage der Union vorgestellt hatte. Damals hatte Juncker erklärt: „Wenn der Netzausbau allen zugutekommen soll, heißt das auch, dass es keine Rolle spielen darf, wo man lebt oder wie viel man verdient. Wir schlagen deshalb heute vor, bis 2020 die wichtigsten öffentlichen Orte jedes europäischen Dorfes und jeder europäischen Stadt mit kostenlosem WLAN-Internetzugang auszustatten.“

Mit der Initiative sollen alle interessierten lokalen Behörden die Möglichkeit erhalten, ihren Bürgerinnen und Bürgern beispielsweise in öffentlichen Gebäuden und in deren Umfeld sowie in Gesundheitszentren, Parks oder Anlagen freie Wi-Fi-Zugänge anzubieten. Mit einer Erstausstattung von 120 Mio. Euro hat dieses neue Gutscheinsystem das Potenzial, an Tausenden von öffentlichen Plätzen Internetanbindungen in der Größenordnung von 40 bis 50 Millionen Wi-Fi-Verbindungen pro Tag zu ermöglichen. Die Mittel für die Einrichtung lokaler drahtloser Zugangspunkte sollten nach Annahme des Systems durch das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten rasch zur Verfügung stehen. Bis 2020 sollten mindestens 6000 bis 8000 Kommunen von diesem neuen Projekt profitieren.

Verkehr 300Umweltfreundlich, fair und gerecht für alle Autofahrer: EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc und Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, haben sich am 1.12.2016 in der Mautfrage geeinigt. Damit beenden sie die seit Jahren andauernden Meinungsverschiedenheiten über die rechtliche Ausgestaltung der geplanten Pkw-Maut in Deutschland.

Die vereinbarte Lösung wahrt das Recht der EU-Bürger auf Gleichbehandlung ungeachtet ihrer Staatsbürgerschaft, sorgt für eine gerechte Infrastrukturfinanzierung und erleichtert den Übergang zu einer emissionsarmen Mobilität.

Verkehrskommissarin Bulc begrüßte die Lösung: „Mein Dank gilt Herrn Dobrindt, der die erforderlichen Gesetzesänderungen zugesagt hat. Die beiden Gesetze werden nach den angekündigten Änderungen gewährleisten, dass das deutsche Mautsystem mit dem EU-Recht in Einklang steht. Wir haben damit auch einen ersten großen Schritt in Richtung einer binnenmarktfreundlichen EU-weiten Maut getätigt.“

Bundesverkehrsminister Dobrindt sagte: „Mein Dank gilt Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Kommissarin Violeta Bulc für ihren persönlichen und kontinuierlichen Einsatz für eine Lösung dieser komplexen Problematik. Die Maut ist fair, sinnvoll und gerecht. Sie sorgt dafür, dass alle Autofahrer an der Finanzierung unserer Autobahnen angemessen beteiligt werden. Mit der Infrastrukturabgabe stärken wir das Nutzerprinzip und vollziehen einen echten Systemwechsel von der Steuer- zur Nutzerfinanzierung."

Nach der Einigung wird die deutsche Bundesregierung Änderungsanträge für zwei bestehende Rechtsakte vorlegen. Zum einen wird das Infrastrukturabgabegesetz zur Einführung der Pkw-Maut dahingehend geändert werden, dass anstelle der bisher drei nun fünf Fahrzeugkategorien eingeführt werden. Dies ermöglicht eine bessere Differenzierung der Maut auf Basis von Umweltkriterien. Der Preis für Kurzzeitvignetten – wie sie üblicherweise von Fahrern aus dem Ausland gekauft werden – soll gegenüber dem Jahrespreis sinken und unterhalb eines Verhältnisses von 1:7,3 angesetzt werden. Für die umweltfreundlichsten Autos soll beispielsweise eine Kurzzeitvignette (für zehn Tage) nur 2,50 Euro kosten und damit deutlich weniger als die im Jahr 2015 ursprünglich vorgeschlagenen fünf Euro.
Zum anderen wird die Kfz-Steuer nochmals geändert, um zu erreichen, dass die umweltfreundlichsten Fahrzeuge bei der jährlichen Kraftfahrzeugsteuer besonders günstig behandelt werden.

Die Bundesregierung muss nun die angekündigten Änderungen des Infrastrukturabgabegesetzes („Pkw-Maut“) und der Kfz-Steuer annehmen und ins deutsche Gesetzgebungsverfahren einbringen.
Die Kommission legt das Vertragsverletzungsverfahren bis auf weiteres „auf Eis“. Sobald die geänderten deutschen Rechtsvorschriften verabschiedet und veröffentlicht sind, kann der Fall offiziell abgeschlossen und das Verfahren wegen Berücksichtigung der Rechtsbedenken der Kommission eingestellt werden. Dann wird die Kommission – wie immer – die ordnungsgemäße Umsetzung und Anwendung der Rechtsvorschriften nach ihrer Verabschiedung begleiten.

 

Global Handel 300Mit einer Reform der Mehrwertsteuer-Regeln will die Europäische Kommission den Online-Handel erleichtern und Steuerverluste der Mitgliedstaaten wettmachen. Durch ein EU-weit einheitliches Portal für die auf Online-Umsätze fällige Mehrwertsteuer („einzige Anlaufstelle“) können Unternehmen in der EU Verwaltungskosten von jährlich 2,3 Mrd. Euro einsparen.

Gleichzeitig gewährleisten die neuen Vorschriften, dass die Mehrwertsteuer in dem Mitgliedstaat entrichtet wird, in dem der Endverbraucher ansässig ist. Das führt zu einer gerechteren Verteilung der Steuereinnahmen und hilft den Mitgliedstaaten, die derzeit auf 5 Mrd. Euro jährlich veranschlagten Steuerverluste bei Online-Umsätzen wettzumachen. Bis 2020 würden sich die jährlichen Mindereinnahmen voraussichtlich auf 7 Mrd. Euro belaufen. Daher muss dringend gehandelt werden. Außerdem löst die Kommission ihre Zusage ein, des Mitgliedstaaten zu ermöglichen, die Anwendung derselben Mehrwertsteuersätze auf elektronische Veröffentlichungen wie E-Books und Online-Zeitungen zu erheben wie auf die entsprechen Printveröffentlichungen. Dafür werden Vorschriften aufgehoben, die Online-Veröffentlichungen von den Steuervergünstigungen für herkömmliche Druckerzeugnisse ausschließen.

Pierre Moscovici, Kommissar für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, Steuern und die Zollunion, sagte: „Die innerhalb der EU tätigen Online-Unternehmen haben uns gebeten, ihnen das Leben zu erleichtern – und heute entsprechen wir diesem Wunsch. Unternehmen jeglicher Größe werden ihren Mehrwertsteuerpflichten für Online-Verkäufe im Ausland von nun an in gleicher Weise nachkommen können wie für im Inland bewirkte Umsätze. Das bedeutet weniger Zeitaufwand, weniger Bürokratie und niedrigere Kosten. Zudem vereinfachen wir die Vorschriften für Kleinstunternehmen und Start-ups, damit sie sich leichter neue Märkte erschließen können. Mit unseren Vorschlägen nehmen die europäischen Regierungen zusätzliche 100 Mio. Euro pro Woche ein, die sie für Leistungen für ihre Bürger ausgeben können.“

Die heutigen Vorschläge stützen sich auf einen neuen Ansatz für die Mehrwertsteuer im elektronischen Geschäftsverkehr. Mit ihnen lässt die Europäische Kommission ihren im Rahmen der Strategie für einen digitalen Binnenmarkt für Europa und des Aktionsplans auf dem Weg zu einem einheitlichen europäischen Mehrwertsteuerraum eingegangenen Verpflichtungen Taten folgen.

Im Einzelnen schlagen wir unter Anderem Folgendes vor:
• Es werden neue Vorschriften eingeführt, die es im Online-Handel tätigen Unternehmen ermöglichen, alle ihre Mehrwertsteuerpflichten in der EU leicht an einem einzigen Ort abzuwickeln.
• Um die Mehrwertsteuervorschriften für im Online-Handel tätige Kleinstunternehmen und Start-ups zu vereinfachen, wird die Mehrwertsteuer auf grenzüberschreitende Verkäufe im Wert von bis zu 10 000 Euro im Inland abgerechnet. Um KMUs das Leben zu erleichtern, werden die Verfahren für grenzüberschreitende Verkäufe im Wert von bis zu 100 000 Euro vereinfacht.

Die wichtigsten Maßnahmen im Einzelnen:

Neue Mehrwehrsteuervorschriften für Online-Verkäufe von Waren und Dienstleistungen: Derzeit müssen sich Online-Händler in allen Mitgliedstaaten, in denen sie Umsätze tätigen, für die Mehrwertsteuererhebung anmelden. Aus diesen Mehrwertsteuerpflichten, die oft als eines der größten Hindernisse für den grenzüberschreitenden elektronischen Geschäftsverkehr angeführt werden, entstehen Unternehmen Kosten in Höhe von rund 8000 Euro für jedes EU-Land, in dem sie Verkäufe tätigen. Wir schlagen nun vor, dass Unternehmen nur noch eine einfache vierteljährliche Steuererklärung für die gesamte von ihnen in der EU geschuldete Mehrwertsteuer einreichen müssen und dafür die einzige Anlaufstelle für die Mehrwertsteuer im Internet nutzen können. 

Der Verwaltungsaufwand für Unternehmen wird um nicht weniger als 95 Prozent vermindert werden, womit die EU-Wirtschaft insgesamt 2,3 Mrd. Euro einsparen kann und die Mehrwertsteuereinnahmen der Mitgliedstaaten um 7 Mrd. Euro gesteigert werden.
Vereinfachung der Mehrwertsteuervorschriften für Kleinstunternehmen und Start-ups: Es wird ein neuer Schwellenwert von jährlich 10 000 Euro für Online-Verkäufe eingeführt, unter dem im grenzüberschreitenden Handel tätige Unternehmen weiter die ihnen aus ihrem Heimatland bekannten Mehrwertsteuervorschriften anwenden dürfen. Damit wird die Einhaltung der Mehrwertsteuervorschriften für EU-weit für 430 000 Unternehmen erleichtert, die 97 Prozent aller grenzüberschreitend tätigen Kleinstunternehmen ausmachen.

Ein zweiter neuer Schwellenwert von 100 000 Euro jährlich wird KMU das Leben erleichtern, wobei die Vorschriften dafür vereinfacht werden, wie die Ansässigkeit ihrer Kunden festzustellen ist. Die Grenzwerte könnten bereits ab 2018 auf elektronische Dienstleistungen und bis 2021 auf Online-Verkäufe von Waren angewendet werden. Andere Vereinfachungen würden es den Kleinstunternehmen ermöglichen, die aus dem Heimatland vertrauten Mehrwertsteuervorschriften weiter anzuwenden, etwa die Vorschriften für die Rechnungstellung und das Führen von Aufzeichnungen. Die erste Anlaufstelle wird stets die Steuerverwaltung jenes Mitgliedstaats sein, in dem das betreffende Unternehmen ansässig ist.

Maßnahmen gegen Mehrwertsteuerbetrug von außerhalb der EU: In die EU eingeführte Kleinsendungen mit einem Wert von weniger als 22 Euro sind derzeit von der Mehrwertsteuer befreit. Mit rund 150 Mio. Paketen, die jedes Jahr mehrwertsteuerfrei in die EU eingeführt werden, ist dieses System für massenhaften Betrug und Missbrauch anfällig, womit beträchtliche Wettbewerbsverzerrungen zulasten von Unternehmen in der EU entstehen. Erstens sind die EU-Unternehmen gegenüber ihren nicht in der EU ansässigen Wettbewerbern eindeutig benachteiligt, da sie vom ersten Eurocent an mehrwertsteuerpflichtig sind. Zweitens enthalten die Einfuhrunterlagen für hochwertige Waren wie Smartphones und Tablets systematisch zu niedrigere Wertangaben oder falsche Warenbeschreibungen, damit diesen die Mehrwertsteuerbefreiung gewährt wird. Die Kommission will diese Befreiung daher abschaffen.

Gleiche Steuervorschriften für E-Books und Online-Zeitungen und die entsprechenden Druckerzeugnisse: Die derzeitigen Vorschriften gestatten den Mitgliedstaaten, gedruckte Veröffentlichungen wie Bücher und Zeitungen zu ermäßigten Sätzen und in einigen Fällen zu stark ermäßigten Sätzen oder zum Nullsatz zu besteuern. Diese Vorschriften gelten nicht für elektronische Veröffentlichungen, sodass diese zum Normalsatz besteuert werden müssen. Sobald das neue System von allen Mitgliedstaaten verabschiedet ist, werden sie die Steuersätze für elektronische Veröffentlichungen denen für Druckerzeugnisse anpassen können (aber nicht dazu verpflichtet sein).

USA EU 300EU-Justizkommissarin Věra Jourová hat das positive Votum des Europäischen Parlaments zum EU-US-Datenschutz-Rahmenabkommen („Umbrella Agreement“) begrüßt. „Dieses historische Abkommen führt hohe Datenschutzstandards für die transatlantische Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung ein“, so Jourová.

„Mehr denn je müssen die EU und die USA zusammenarbeiten, um Kriminalität und Terrorismus zu bekämpfen und Bürger vor gemeinsamen Sicherheitsbedrohungen zu schützen. Gleichzeitig muss bei der Zusammenarbeit das europäische Grundrecht auf Datenschutz beachtet werden.“

Die EU-Justizkommissarin erklärte weiter: „Dieses Rahmenabkommen wird gewährleisten, dass der Austausch personenbezogener Daten, wie Strafregister, Namen oder Adressen, unter strengen Datenschutzregeln stehen. Nach Jahren der Verhandlungen haben wir ein einzigartiges Abkommen abgeschlossen, das einen hohen Schutz jener persönlicher Daten von EU-Bürgern gewährleistet, die an justizielle und polizeiliche Behörden über den Atlantik weitergegeben werden. Eine bedeutende Neuerung ist, dass die USA allen EU-Bürgern das Recht zugestehen, ihre Datenschutzrechte vor US-Gerichten geltend zu machen - ein Recht, das für US-Bürger in Europa bereits gilt.“

Das Datenschutz-Rahmenabkommen zwischen der EU und den USA setzt hohe Datenschutzstandards für Datenübermittlungen bei der Strafverfolgung. Es gilt für alle personenbezogenen Daten (z. B. Namen, Adressen, Strafregisterauszüge), die zwischen der EU und den USA zum Zwecke der Verhütung, Aufdeckung, Untersuchung und Verfolgung von Straftaten, einschließlich terroristischer Tätigkeiten, ausgetauscht werden.

Die Zustimmung des Parlaments folgt der Unterzeichnung des Abkommens durch die Justizminister der EU und der USA am 2. Juni 2016. Zuvor hatte der US-Kongress mit der Verabschiedung des Judicial Redress Acts am 24. Februar 2016 dem Klagerecht von EU-Bürgern vor US-Gerichten zugestimmt. Bevor das EU-US-Datenschutzrahmenabkommens offiziell in Kraft treten kann, wird noch der Rat über den Abschluss des Abkommens entscheiden.

Schulkinder 300Die EU erhöht ihre Mittel für humanitäre Hilfe von derzeit vier Prozent des EU-Haushalts auf sechs Prozent im Jahr 2017. Das hat die Europäische Kommission am 30.11.2016 anlässlich des Forums für Bildung in Notsituationen in Brüssel mitgeteilt. Mit den aufgestockten Finanzmitteln möchte die Kommission Bildungsprojekte für Kinder in Notsituationen weltweit noch stärker fördern.

Damit baut die EU ihre Vorreiterrolle im Bereich der humanitären Hilfe weiter aus. Die für 2017 geplanten Ausgaben der Kommission für humanitäre Hilfe liegen weit über dem globalen Durchschnitt.

Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, sagte hierzu: „Bildung ist kein Privileg, sondern ein Recht. Sie ist eine unserer obersten Prioritäten in den Programmen für humanitäre Hilfe, vom Nahen Osten bis Afrika und darüber hinaus. Unser Ziel ist es zu ermöglichen, dass schutzbedürftige Kinder in Notsituationen Zugang zu hochwertiger Bildung in einem sicheren Lernumfeld erhalten. Die Finanzierung der Bildung ist eine echte Investition in die Zukunft der Kinder und gibt ihnen Hoffnung auf ein besseres Leben. Die EU geht mit gutem Beispiel voran und ich rufe andere internationale Geber und Interessenträger auf, ihre Bemühungen in der ganzen Welt zu verstärken.“

Stylianides nimmt heute am Forum für Bildung in Notsituationen in Brüssel teil. Die von der Europäischen Kommission organisierte Veranstaltung bringt Entscheidungsträger und Experten für humanitäre Fragen zusammen, um gemeinsam über Bildungsprojekte und Maßnahmen zur Unterstützung von Kindern in Notsituationen zu beraten. Neben Stylianides werden sich auch der UN-Sondergesandte für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement Gordon Brown, der türkische Minister für EU-Angelegenheiten Ömer Celik und der libanesische Bildungsminister Elias Bou Saab mit Redebeiträgen an dem Forum beteiligen.

Kommissar Stylianides hat die finanzielle Unterstützung für Bildungsprojekte für Kinder in Konfliktgebieten seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren jedes Jahr aufgestockt. Der Anteil der humanitären Hilfe der EU, der zur Unterstützung der Bildung in Notsituationen zugewiesen wird, ist nun sechs Mal höher als 2014.

Der Beitrag unterstützt den Zugang zur formalen und nichtformalen Bildung, einschließlich Life Skills und Berufsbildung, psychosoziale Unterstützung und Erholungsmöglichkeiten. Außerdem sollen für die Kinder Schulmaterial bereitgestellt und neue Bildungseinrichtungen geschaffen werden. Auch Eltern und Lehrer sollen unterstützt werden und Schulungen erhalten.
Bildung in Notsituationen gehört zu den am stärksten unterfinanzierten Bereichen der humanitären Hilfe: Für diesen Bereich werden weniger als zwei Prozent der internationalen humanitären Mittel zugewiesen.

EU Flagge 300Die EU-Kommission hat ihre Pläne für eine engere europäische Zusammenarbeit in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik vorgestellt. „Um unsere kollektive Sicherheit zu garantieren, müssen wir in die gemeinsame Entwicklung von Technologien und Ausrüstung mit strategischer Bedeutung investieren – von Land-, Luft-, See- und Raumfahrtfähigkeiten bis zur Cybersicherheit“, so Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

„Dazu müssen die Mitgliedstaaten mehr zusammenarbeiten und nationale Ressourcen müssen stärker gebündelt werden. Wenn wir in Europa uns nicht um unsere Sicherheit kümmern, wird es auch sonst niemand tun. Eine starke, wettbewerbsfähige und innovative Verteidigungsindustrie wird uns zu strategischer Autonomie verhelfen.“

Kernstück der heute vorgelegten Vorschläge ist die Einrichtung eines Europäischen Verteidigungsfonds, der die Investitionen in die gemeinsame Forschung und Entwicklung von Verteidigungsausrüstung und -technologie fördern soll. Außerdem will die EU-Kommission den Binnenmarkt für Verteidigungsgüter ausbauen, damit Unternehmen einfacher grenzüberschreitend tätig werden können und die Mitgliedstaaten bei der Beschaffung von Verteidigungsgütern ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis erzielen können.
Die EU leidet unter fehlender Ausgabeneffizienz wegen Doppelstrukturen,
mangelnder Interoperabilität, Technologielücken und unzureichender Größenvorteile für Industrie und Produktion. Etwa 80 Prozent der Beschaffung in der Verteidigung vollzieht sich auf rein nationaler Ebene, was zu hohen Kosten durch nicht nötige, mehrfach vorhandene militärische Fähigkeiten führt. Der Mangel an Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten im Bereich Verteidigung und Sicherheit verursacht schätzungsweise Kosten zwischen 25 Mrd. Euro und 100 Mrd. Euro.

In seiner Rede zur Lage der Union in diesem Jahr betonte Präsident Jean-Claude Juncker, wie wichtig ein starkes Europa ist, das seine Bürger im Innern und im Ausland verteidigen und schützen kann – ein Ziel, das ohne Innovationen und die Bündelung der Ressourcen in der europäischen Verteidigungsindustrie nicht zu erreichen ist.

Mit dem Europäischen Verteidigungs-Aktionsplan schlägt die Kommission unter Anderem Folgendes vor:

• Einrichtung eines Europäischen Verteidigungsfonds, der Investitionen in die gemeinsame Forschung und Entwicklung von Verteidigungsausrüstung und -technologie fördern soll: Der vorgeschlagene Fonds enthält zwei „Fenster“, die sich ergänzen, aber eine unterschiedliche rechtliche Struktur aufweisen und aus unterschiedlichen Mitteln finanziert werden.

• Ein „Forschungsfenster“ zur Förderung der gemeinsamen Forschung zu innovativen Verteidigungstechnologien (z. B. Elektronik, Metawerkstoffe, verschlüsselte Software oder Robotertechnik): Die Kommission hat bereits im Rahmen des EU-Haushalts für 2017 Ausgaben in Höhe von 25 Mio. Euro für die Verteidigungsforschung vorgeschlagen. Sie rechnet damit, dass dieser Betrag bis 2020 auf insgesamt 90 Mio. Euro steigen könnte. Für den mehrjährigen Finanzrahmen nach 2020 plant die Kommission, ein spezielles Verteidigungsforschungsprogramm mit Mitteln von schätzungsweise 500 Mio. Euro pro Jahr vorzuschlagen.

• Den Binnenmarkt für Verteidigungsgüter ausbauen: Die Kommission wird die Bedingungen für einen offenen und wettbewerbsbestimmten Markt im Verteidigungsbereich in Europa verbessern, damit Unternehmen einfacher grenzüberschreitend tätig werden können und die Mitgliedstaaten bei der Beschaffung von Verteidigungsgütern ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis erzielen können. Zu diesem Zwecke wird die Kommission die tatsächliche Anwendung der beiden Richtlinien über die Vergabe im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich und über die Verbringung innerhalb der EU vorantreiben, die grenzüberschreitende Beteiligung an Vergabeverfahren in der Verteidigung erleichtern, die Entwicklung von Industrienormen unterstützen und den Beitrag der Politik anderer Sektoren (z. B. EU-Raumfahrtprogramme) zu den gemeinsamen Prioritäten der Sicherheit und Verteidigung fördern.

EU Flagge 2 300Der erste Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans hat am 29.11.2016 mit hochrangigen Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften aus ganz Europa über die Themen Migration, Integration und europäische Werte diskutiert.

„Die religiösen Führungspersönlichkeiten spielen eine maßgebliche Rolle dabei, die Integration und Teilhabe aller ihrer Mitglieder als vollwertige Bürger in Europa voranzubringen, unabhängig von Herkunft und Glauben“, sagte Timmermans. „Durch diese Dialoge schauen wir auf die gemeinsamen Grundwerte, die uns verbinden, anstatt auf den Punkten zu beharren, die uns trennen.“

Aus Deutschland waren Bischof Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Imam Benjamin Idriz, Direktor der islamischen Gemeinschaft in Penzberg nach Brüssel gereist.

Die Religionsvertreter sprachen unter anderem über die Herausforderungen, die sich durch Intoleranz und Populismus ergeben. Die Religionsvertreter vereinbarten, eng mit der EU-Kommission zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass die europäischen Werte im Zusammenhang mit Migration und Integration berücksichtigt werden.

EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos, der ebenfalls teilnahm, fügte hinzu: „Mit allen Gemeinschaften zu reden, auch mit den unterschiedlichen Religionsgemeinschaften, ist zur Schaffung und Erhaltung einer solidarischen und inklusiven Gesellschaft unabdingbar. Angesichts der Zunahme von Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Extremismus müssen wir dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft offen bleibt – insbesondere für Menschen, die auf der Flucht vor Krieg internationalen Schutz benötigen – und gleichzeitig ihre Grundwerte und Grundsätze bewahrt.“

Das Treffen, dem ein jährliches Treffen mit weltanschaulichen Gemeinschaften am 30. Juni 2016 vorausgegangen war, fand im Rahmen des laufenden Dialogs mit Kirchen, religiösen Vereinigungen und weltanschaulichen Gemeinschaften gemäß dem Vertrag von Lissabon statt.
Die Kommission lädt regelmäßig Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen und religiösen Vereinigungen sowie weltanschaulichen Gemeinschaften zu hochrangigen Treffen und Arbeitssitzungen ein. Das gestrige Treffen mit religiösen Führern ist das zwölfte in einer Reihe von jährlichen Treffen, die von der Kommission im Jahr 2005 initiiert wurden. Seit 2009 ist der Dialog mit Kirchen, religiösen Vereinigungen und weltanschaulichen Gemeinschaften in Artikel 17 des Vertrags von Lissabon verankert.

Am 7. Juni 2016 hat die Kommission einen Aktionsplan für die Integration von Drittstaatsangehörigen angenommen, der eine Reihe von Maßnahmen vorsieht, die von der Bildung über die Beschäftigung und den Zugang zu Dienstleistungen bis hin zur Nichtdiskriminierung und sozialen Inklusion reichen. Besonderen Wert legt die Kommission auf die Förderung von inklusiver Bildung und der gemeinsamen europäischen Werte sowie darauf, junge Menschen zu erreichen.

Autobahn LKW 2 300Verkehrssünder, die in einem anderen EU-Land auffällig werden, kommen inzwischen nicht mehr ganz so einfach davon. Das zeigt ein von der EU-Kommission veröffentlichter Bericht zur grenzüberschreitenden Verfolgung von Verkehrsdelikten. Dank neuer Regeln und eines europäischen Austauschsystems ist die Zahl der grenzüberschreitend verfolgten Verkehrsdelikte zwischen 2013 und 2015 um das Vierfache gestiegen.

Dazu gehören Verstöße wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, das Überfahren einer roten Ampel und Fahren ohne Sicherheitsgurt. Allerdings wird etwa die Hälfte der im EU-Ausland aufgedeckten Verkehrsdelikte noch nicht grenzüberschreitend verfolgt.

EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc sagte: „Unsere Evaluierung zeigt, dass Verkehrssünder aufgrund des neuen automatischen Informationsaustauschs weniger oft davonkommen mit ihrem gefährlichen Verkehrsverhalten.“ Das sei eine gute Nachricht. Gleichzeitig rief sie jedoch die Mitgliedstaaten auf, die Möglichkeiten des Austauschsystems besser auszunutzen. Denn trotz der Erfolge gibt es bei der grenzüberschreitenden Verfolgung von Verkehrsdelikten noch viel Potential. Immer noch haben nicht alle EU-Mitgliedstaaten die Richtlinie umgesetzt und nach wie vor sind fünf Staaten nicht mit dem Austauschsystem verbunden.

Zudem wurde ungefähr die Hälfte der aufgedeckten Straßenverkehrsdelikte, die von Nicht-Einheimischen begangen wurden, 2015 nicht weiter verfolgt. Gleiches gilt für die Durchsetzung der Strafen: Auch dabei wurden 50 Prozent nicht erfolgreich durchgesetzt. Ein Grund ist unter anderem die mangelnde Kooperation zwischen den Mitgliedstaaten.

Kühe im Stall 1 300Europäische Landwirte, die Direktbeihilfen von der EU erhalten, bekommen ab 1. Dezember 2016 zusätzliche 435 Mio. Euro Unterstützung. Davon gehen 60 Mio. Euro an Landwirte in Deutschland. Das Geld stammt aus der landwirtschaftlichen Krisenreserve, in der seit 2013 jährlich Geld aus dem Budget für Direktbeihilfen zurückgehalten wird, um zum Beispiel Marktstützungsmaßnahmen zu finanzieren.

Es wird am Ende des Jahres ausgezahlt, wenn es nicht in Anspruch genommen wurde. Die Europäische Kommission hat seit September vergangenen Jahres zwar über 1 Mrd. Euro zusätzliche Hilfen für Landwirte bereitgestellt, die unter der schwierigen Marktlage leiden, diese jedoch nicht aus der Krisenreserve finanziert, um die Direktbeihilfen für Landwirte nicht zu mindern.

EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan erklärte: „2016 war ein schwieriges Jahr für viele Landwirte, insbesondere für bestimmte Märkte. Ich bin froh, dass die Kommission mit einer ganzen Reihe von zusätzlichen Maßnahmen reagieren konnte – ohne diesen letzten Ausweg wählen zu müssen, nämlich die Reserve für Krisen im Agrarsektor zu nutzen. Das heißt, dass wir reagieren konnten, ohne die Einkommensstützen für Landwirte abzusenken.“

Junge Leute 1 300Vorsitzende von multinationalen Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen haben anlässlich eines Treffens des Netzwerks „Unternehmen für soziale Verantwortung“ (CSR Europe) mit Sozialkommissarin Marianne Thyssen in Brüssel ihre Bereitschaft bekräftigt, den Europäischen Jugendpakt zu unterstützen. Der Jugendpakt wurde im November 2015 von EU-Kommission und Unternehmen gegründet, um die Einrichtung von 10.000 Partnerschaften zwischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen für Ausbildungsplätze und Jobs für Berufseinsteiger zu unterstützen.

Ein Jahr nach Gründung des Pakts sind über 15.000 solcher Partnerschaften entstanden. Marianne Thyssen wies darauf hin, dass berufliche Ausbildung den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt erleichtert und die Beschäftigung ankurbelt. Die Europäische Woche der Berufsbildung, die ab dem 5. Dezember stattfindet, soll auf die Vorteile dieser Ausbildungsform aufmerksam machen.

Vom 5. bis 9. Dezember findet die erste Europäische Woche der beruflichen Ausbildung (European Vocational Skills Week) statt. Zahlreiche Aktivitäten in ganz Europa werden im Rahmen der Skills Week die berufliche Bildung als Aus- und Weiterbildungsoption erster Wahl präsentieren. EuroSkills, die Europameisterschaft der Berufe vom 1. bis 3. Dezember in Göteborg (Schweden) ist ein Beispiel für diese Aktivitäten.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) betreut federführend die 22-köpfige deutsche Euro-Skills-Mannschaft, darunter elf junge Handwerker. Aus Deutschland haben sich bisher 29 Veranstalter für die Woche registriert, so findet unter anderem am 7. Dezember ein Fachkongress in Stuttgart zu 50 Jahren berufliche Gymnasien in Baden-Württemberg statt.

Mit der Europäischen Woche der Berufsbildung will die Europäische Kommission die Berufsbildung für hochwertige Qualifikationen und Arbeitsplätze attraktiver machen. Dazu finden in ganz Europa lokale, regionale und nationale Veranstaltungen statt, die die positiven Aspekte der beruflichen Bildung und konkrete Beispiele mit Modellcharakter präsentieren.

Beteiligen können sich Interessierte aus der ganzen EU und aus Partnerländern. Sie können eigene Veranstaltungen und Aktivitäten ausrichten, die zeigen, wie berufliche Fähigkeiten auf allen Ebenen Innovation und Wettbewerbsfähigkeit fördern und Beschäftigungsaussichten verbessern.
Alle erfolgreichen Veranstaltungen während des gesamten Jahres 2016, die europaweit ausgerichtet wurden (einschließlich denjenigen, die vor der Woche stattfanden), werden in den sozialen Medien, auf Websites, in Veröffentlichungen, Videos und über Foren vorgestellt.

EU Ukraine bearbeitet 300Die EU-Spitzen Donald Tusk und Jean-Claude Juncker haben der Ukraine am Donnerstag, dem 24.11.2016, im Anschluss an den 18. EU-Ukraine-Gipfel Fortschritte bei der Umsetzung der Reformen bescheinigt. Die Ukraine habe alle Auflagen für eine Visaliberalisierung erfüllt, die von der EU gefordert worden waren. Damit empfahlen sie dem Rat und dem Europäischen Parlament der Visaliberalisierung zuzustimmen.

Rat und Parlament müssen noch über die genauen Bedingungen dafür beraten. Die EU und die Ukraine unterzeichneten zudem eine neue Vereinbarung über eine strategische Energiepartnerschaft.

Juncker sagte bei der Abschlusspressekonferenz, die Ukraine habe alle Bedingungen für die Visaliberalisierung erfüllt. Nun müsse die EU liefern. Die von der EU in Aussicht gestellten 600 Mio. Euro für die ukrainische Infrastruktur könnten bereitgestellt werden.

Auch Ratspräsident Tusk unterstrich die großen Reformanstrengungen der Ukraine auf dem Weg zu einer Demokratie. Alle Seiten hätten sich bei dem Treffen zudem auf eine weitre Unterstützung der OSZE-Mission geeinigt.

Im Fokus des Gipfels standen Beratungen über die Umsetzung der ukrainischen Reformagenda und die Visaliberalisierung. Die Kommission hatte der Ukraine bereits vor dem Treffen ihre unverminderte politische und wirtschaftliche Unterstützung zugesichert.

Ziel der Reformagenda ist es, die Ukraine an rechtsstaatliche und wirtschaftliche Standards der EU heranzuführen und die Vorteile des EU-Ukraine Assoziierungs-Abkommens und des Assoziierungsabkommens über eine vertiefte und umfassende Freihandelszone (DCFTA), das seit 1. Januar dieses Jahres vorläufig in Kraft ist, für die Menschen in der Ukraine spürbar zu machen.

Darüber hinaus wurden die jüngsten Schritte im Hinblick auf einen visumfreien Reiseverkehr für ukrainische Staatsangehörige bei Reisen in die EU und umgekehrt diskutiert. Weitere Abkommen etwa im Bereich Energie, Korruptionsbekämpfung, Zusammenarbeit mit Europol und die weitere Unterstützung der OSZE-Beobachtermission standen auf der Tagesordnung. So haben der für die Energieunion zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Maroš Šefčovič, und der Energieminister der Ukraine, Ihor Nasalyk, eine neue Vereinbarung über eine strategische Energiepartnerschaft zwischen der Europäischen Union und der Ukraine unterzeichnet.

Die Gipfelteilnehmer der EU und der Ukraine haben außerdem über die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen beraten.

In einem Schreiben fordern die Europaabgeordneten der Euregio die Europäische Kommission dazu auf, eine europäische Lösung in Bezug auf Tihange und Doel zu finden. Anlass des Schreibens waren die geleakten Briefe des Direktors der französischen Atomkraftaufsichtsbehörde (FANC), Jan Bens, an Energie Electrabel, den Betreiber der Kernkraftwerke.

Mangelnde Brandsicherheit, das Risiko einer Kernschmelze und die generelle Sicherheitssituation der Kernkraftwerke waren Teil der Sorgen, die Bens in diesem Brief äußerte.

„Einmal mehr wird die Sicherheitslage von Tihange und Doel als besorgniserregend eingestuft. Die Sicherheit und das Wohlsein der Menschen in der Region muss doch absolute Priorität haben“, fordert die CDU-Europaabgeordnete Sabine Verheyen. „Aus diesem Grund verlangen wir auch, dass sich die Europäische Kommission für verbindliche europäische Sicherheitsnormen von Kernkraftwerken sowie für die Einrichtung einer europäischen Atomaufsichtsbehörde einsetzt, die den nationalen Aufsichtsbehörden und Betreibern auf die Finger schaut. Wenn etwas schief geht, bedeuten Ländergrenzen gar nichts mehr. Gerade im Bereich der Sicherheit von Atomkraftwerken brauchen wir europäische Standards, da Katastrophen nicht an Grenzen Halt machen“, so Verheyen.

Die Sorgen über die Sicherheitslage der Kernkraftwerke sind in der Grenzregion nach wie vor besonders groß. Sabine Verheyen und ihre Kollegen hielten diesen weiteren Schritt daher für erforderlich. Angesichts der grenzüberschreitenden Betroffenheit haben die Europaabgeordneten der Euregio immer wieder darauf hingewiesen, dass nationale Ansätze nicht ausreichen, sondern gegenseitige Sicherheitsinspektionen und eine Zusammenarbeit auf EU-Ebene dringend von Nöten seien.

Das gemeinsame Schreiben an die Europäische Kommission wurde von Sabine Verheyen in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen Claude Rolin (Belgien, CDH), Esther de Lange (Niederlande, CDA), Jeroen Lenaers (Niederlande, CDA) und Pascal Arimont (Belgien, CSP) unterzeichnet. Die Europäische Kommission muss innerhalb von drei Wochen auf das Schreiben antworten.

EU Ukraine 300Am Donnerstag, den 24.11.2016, wird der 18. EU-Ukraine-Gipfel in Brüssel stattfinden. Kommissionspräsident Juncker wird die Europäische Union zusammen mit Ratspräsident Donald Tusk vertreten.

Für die Ukraine wird Präsident Petro Poroschenko an dem Treffen teilnehmen. Auf Seiten der EU werden zudem die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, sowie die Kommissare Maroš Šefčovič, Valdis Dombrovskis, Johannes Hahn und Cecilia Malmström anwesend sein.

Im Fokus des Gipfels stehen die Fortschritte der ukrainischen Reformagenda und die Visaliberalisierung. Die Kommission wird unverändert an ihrer Unterstützung für die Ukraine bei der Umsetzung der Reformagenda festhalten, damit die Vorteile des EU-Ukraine Assoziierungs-Abkommens und des Assoziierungsabkommens über eine vertiefte und umfassende Freihandelszone (DCFTA), das seit 1. Januar dieses Jahres vorläufig in Kraft ist, für die Menschen in der Ukraine spürbar werden.

Darüber hinaus werden die jüngsten Schritte im Hinblick auf einen visumfreien Reiseverkehr für ukrainische Staatsangehörige bei Reisen in die EU und umgekehrt diskutiert. Weitere Abkommen etwa im Bereich Energie, Korruptionsbekämpfung, Zusammenarbeit mit Europol und die weitere Unterstützung der OSZE-Beobachtermission sollen unterzeichnet werden.
Die Gipfelteilnehmer der EU und der Ukraine werden außerdem über die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen beraten.

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben den diesjährigen Gewinner des Lux-Filmpreises gekürt: Der Spielfilm „Toni Erdmann" der deutschen Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin Maren Ade erhält die begehrte Auszeichnung, die in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal vom Europäischen Parlament verliehen wird.

Die Tragikomödie von Maren Ade erzählt die Geschichte einer Vater-Tochter-Beziehung. Das Leben der ehrgeizigen Unternehmensberaterin Ines gerät aus den Fugen, als urplötzlich ihr Vater Winfried bei ihr in Bukarest auftaucht. Ihr Leben ist perfekt durchorganisiert, doch als ihr Vater fragt: „Bist du glücklich?“, weiß Ines keine Antwort. Von da an unternimmt ihr lästiger und peinlicher Vater Winfried alles, um ihrem Leben wieder einen Sinn zu verleihen. Dazu entwickelt er auch sein Alter Ego: den schrillen und glattzüngigen Toni Erdmann. Je mehr die beiden einander drängen, desto enger wird ihre Beziehung. In all dem Wahnsinn beginnt Ines zu verstehen, dass ihr exzentrischer Vater nach all der Zeit einen Platz in ihrem Leben verdient hat.

"Ich bin tief beeindruckt, mit welcher Leichtigkeit und welch unkonventionellem Humor es Maren Ade gelingt, diese ernste Geschichte über die Beziehung zwischen Vater und Tochter zu erzählen. Ein Film der, im Gewand einer Komödie, Kritik an gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ungleichheiten übt und bei aller Komik zum Nachdenken anregt – über Tod und Vergänglichkeit, über Einsamkeit, und über die Suche nach dem Glück“, erklärt Sabine Verheyen, Mitglied des Europäischen Parlaments und Sprecherin im Ausschuss für Kultur und Bildung.

Die diesjährige Preisträgerin konnte sich im Finale gegen die Filme A peine j´ouvre les yeux (Leyla Bouzid), ein ergreifendes Porträt einer jungen Frau in Tunesien kurz vor dem Arabischen Frühling und Ma vie de courgette (Claude Barras), ein Stop-Motion-Animationsfilm zum Leben in einem Waisenhaus, durchsetzen.

Mit dem LUX-Filmpreis zeichnet das Europäische Parlament seit 2007 jährlich einen Film aus, der auf besondere Weise das europäische Publikum berührt und mit Blick auf die aktuellen sozialen und politischen Herausforderungen in Europa zum Nachdenken anregt. Eine 21-köpfige Fachjury wählt unter allen Teilnehmern zehn Filme für die offizielle Auswahl und schließlich drei Filme ins Finale des Wettbewerbs. Die drei Finalisten-Filme werden in allen 24 Amtssprachen der EU untertitelt und im Zuge der „LUX Film Days“ in den 28 EU-Mitgliedstaaten gezeigt. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments wählen schließlich den Gewinner des LUX-Filmpreises und zeichnen diesen im Rahmen einer Plenartagung in Straßburg aus. Der Film, der den LUX-Filmpreis erhält, wird auch für hör- und sehbehinderte Menschen produziert und beim internationalen Vertrieb unterstützt.

Wirtschaft und Eurozeichen 300Innovative europäische Unternehmen sollen möglichst ideale Rahmenbedingungen erhalten, um weltweit führend zu werden. Dazu hat die EU-Kommission am Dienstag, den 22.11.2016 eine Start-up- und Scale-up-Initiative vorgestellt.

Sie fasst alle Möglichkeiten zusammen, die die EU bereits bietet, und setzt zusätzlich neue Schwerpunkte in den Bereichen Risikokapitalinvestitionen, Insolvenzrecht und Besteuerung.

EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen und EU-Kommissarin Elżbieta Bieńkowska, zuständig für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU, haben die Initiative in Straßburg vorgestellt.

Es mangelt in Europa nicht an innovativen Ideen und Unternehmergeist. Doch viele neue Firmen überstehen die kritischen ersten Jahre nicht oder versuchen ihr Glück außerhalb der EU, anstatt viele der 500 Millionen EU-Bürger als Kunden für sich zu gewinnen. Die Europäische Kommission ist entschlossen, das zu ändern und Start-ups dabei zu helfen, ihr gesamtes Innovations- und Beschäftigungspotenzial zu entfalten.

Die Initiative geht auf die wichtigsten Hindernisse für Start-ups und Scale-ups in Europa ein, die in einer jüngst durchgeführten öffentlichen Konsultation identifiziert wurden.

 

EU Flagge 2 300Die Europäische Kommission wird am Dienstag, den 22.11.2016 ihre Strategie für eine nachhaltige Entwicklung in Europa und in der Welt vorstellen. In drei Mitteilungen führt die EU-Kommission aus, welche Leitlinien sie zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung verfolgen will.

Eine erste Mitteilung zu den nächsten Schritten für eine nachhaltige europäische Zukunft zeigt zehn Prioritäten der Kommission zur Umsetzung der 2030 Agenda der UN auf. Zudem ist darin aufgeführt, wie die EU künftig die Ziele für nachhaltige Entwicklung erreichen will. Eine zweite Mitteilung beschreibt die Neuausrichtung der EU-Partnerschaften mit den Ländern Afrikas, des Karibischen Raums und des Pazifischen Ozeans als Fortführung der 2020 auslaufenden Cotonou-Abkommen. Eine dritte Mitteilung umfasst die Rahmenbedingungen für die künftige entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit anderen EU-Institutionen und den EU-Mitgliedstaaten.

Die Pressekonferenz zur Vorstellung der drei Mitteilungen mit dem Ersten Vizepräsidenten der Kommission, Frans Timmermans, der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, sowie dem Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, kann ab 14:30 Uhr im sogenannten Europaen Commission Audiovisual Service live verfolgt werden.

Nature 300Die Europäische Kommission hat ihre Unterstützung des afrikanischen Kontinents beim Kampf gegen den Klimawandel bekräftigt. Mit einer Reihe von Initiativen im Rahmen der EU-Afrika-Energiepartnerschaft Africa Renewable Energy Initiative (AREI) will die Kommission konkret zu mehr Klimaschutz und der Erschließung erneuerbarer Energien in afrikanischen Ländern beitragen.

Neven Mimica, EU-Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, gab dies zusammen mit Alpha Condé, dem Präsidenten der Republik Guinea und Koordinator der Afrikanischen Union (AU) für die EU-Afrika-Energiepartnerschaft, in Brüssel bekannt. Beide Seiten vereinbarten, regelmäßig bei internationalen Treffen und im Rahmen der gemeinsamen strategischen Zusammenarbeit Gespräche auf Regierungsebene abzuhalten.

„Zum Ende des heißesten Jahres seit Beginn der Aufzeichnungen bekräftigt die Europäische Union ihre Entschlossenheit, die Bemühungen in Afrika um eine Reduzierung von Schadstoffemissionen und zur Verbesserung des Zugangs der bedürftigsten Menschen zu Energie zu unterstützen“, sagte Mimica. „Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass dieses Engagement durch neue Projekte konkretisiert wird und greifbare Ergebnisse erreicht werden. Konkret hat die EU zugesagt, Investitionen zu fördern, um die Erzeugungskapazität für erneuerbaren Strom bis 2020 um mindestens 5 Gigawatt zu steigern. Dies entspricht der Hälfte des Ziels von 10 Gigawatt im Rahmen der Initiative „Erneuerbare Energien für Afrika.“

Europakarte Güter 300Wie von der EU-Kommission vorgeschlagen, wird die Europäische Union im kommenden Jahr mehr Geld ausgeben, um Europa wettbewerbsfähiger und sicherer zu machen. Ebenso wird mehr Geld bereitgestellt, um die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen zu unterstützen und die Ursachen der Migration in den Herkunfts- und Transitländern zu bekämpfen.

Die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament haben sich in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag früh auf einen Kompromiss verständigt.

Die für den Haushalt zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Kristalina Georgieva sagte: „Wir haben alles daran gesetzt, die Mittel für einen Haushalt zu sichern, der im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger funktioniert. Der EU-Haushalt 2017 wird somit dazu beitragen, Schocks abzufedern, unsere Wirtschaft anzukurbeln und Situationen wie die Flüchtlingskrise zu bewältigen. Wie bereits in früheren Jahren ist unser Haushaltsplan ergebnisorientiert, damit jeder Euro aus dem EU-Haushalt etwas bewegt.“

Der EU-Haushalt für 2017 beläuft sich auf 157,9 Mrd. Euro bei den Mitteln für Verpflichtungen und 134,5 Mrd. Euro bei den Mitteln für Zahlungen.

Einige Eckpunkte:
• Fast die Hälfte der Mittel - 74,9 Mrd. Euro an Verpflichtungen - wird Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit fördern. So werden etwa 21,3 Mrd. Euro für Programme wie das europäische Forschungsprogramm Horizont 2020, das Bildungsprogramm Erasmus +, das Programm für kleine und mittlere Unternehmen COSME und die Connecting Europe Facility (CEF) ausgegeben.
• Die Unterstützung für europäische Landwirte beläuft sich auf 42,6 Mrd. Euro.
• Fast 6,0 Mrd. Euro dienen dem Schutz der EU-Außengrenzen und helfen, die Migrations- und Flüchtlingskrise zu bewältigen. Mit der Hälfte dieser Summe werden Maßnahmen innerhalb der EU finanziert. Die zweite Hälfte steht für Maßnahmen außerhalb der EU bereit, um die Ursachen der Migration zu bekämpfen.

Hintergrund:

Die Europäische Kommission legt jedes Jahr einen Entwurf des Haushaltsplans der EU vor. In diesem Jahr legte die Kommission ihren ersten Vorschlag am 30. Juni 2016 vor.

Daraufhin nehmen sowohl das Europäische Parlament als auch der Rat einen Standpunkt zu diesem Vorschlag an. In diesem Jahr nahm der Rat seinen Standpunkt am 12. September 2016 förmlich an. Das Europäische Parlament seinerseits nahm seinen Standpunkt auf seiner Plenartagung vom 26. Oktober 2016 an.

Weichen die Standpunkte des Europäischen Parlaments und des Rates voneinander ab, treten sie im Rahmen des sogenannten Vermittlungsverfahrens in Verhandlungen. In diesem Jahr dauerte das 21-tägige Vermittlungsverfahren vom 28. Oktober bis zum 17. November.

Diese Verhandlungen werden von einem eigens eingesetzten Vermittlungsausschuss geführt, dem jeweils 28 Vertreter des Europäischen Parlaments und des Rates angehören. Die Europäische Kommission übernimmt dabei in Person der für den Haushalt zuständigen Vizepräsidentin sowie von Experten der Generaldirektion Haushalt die Rolle eines ehrlichen Maklers.
Weitere Schritte

Zur Besiegelung des Kompromisses, der bei den Haushaltsgesprächen gefunden wurde, müssen das Europäische Parlament und der Rat den Text förmlich annehmen.

jungeleute6 600

AEGEE lädt mit EUROPE DIRECT zur Diskussion über Europas Zukunft ein

AEGEE ist ein internationales Studierenden-Netzwerk, das die Entwicklung eines demokratischen, vielfältigen und grenzenlosen Europas fördert und in Aachen eine sehr aktive lokale Gruppe hat.

AEGEE Aachen organisiert ein Networkmeeting und lädt zusammen mit EUROPE DIRECT Aachen zu einer öffentlichen Diskussion ein. In der Podiumsdiskussion wird es um neue Sichtweisen und Meinungen zum Thema Europa und europäische Zusammenarbeit gehen. Rednerinnen und Redner aus verschiedenen Bereichen erläutern ihren Standpunkt und zeigen Beispiele, wo Kooperation in Europa gut funktioniert und wo nicht.

Die eingeladenen Sprecher sind:
Prof. Emanuel Richter, RWTH Aachen
Jan Schliewert, Region Aachen
Dr. Sven Pastoors, Team Europe
Dr. Sigrid Fretlöh, Team Europe

Da ca. 50 Gäste aus verschiedenen Teilen Europas erwartet werden, wird die Diskussion auf Englisch stattfinden. Darüber hinaus sind auch alle Interessenten, insbesondere Studierende, auch herzlich eingeladen.

  • Donnerstag 24.11.2016
    19:00 bis 21:30 Uhr
  • Aula 1 der RWTH Aachen
  • Eintritt frei!

Weitere Informationen:

Jedes vierte Kind in der EU war im vergangenen Jahr von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Besonders gefährdet sind Kinder, deren Eltern einen geringen Bildungsgrad haben.

Das zeigen die Zahlen, die die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch, 16.11.2016 anlässlich des Weltkindertages am kommenden Sonntag (20.11.) veröffentlicht hat.

Im Jahr 2015 waren insgesamt 25 Mio. Kinder im Alter von 0 bis 17 Jahren betroffen, die in Haushalten lebten, die trotz Sozialtransfers armutsgefährdet waren, materielle Entbehrungen erleiden mussten oder in denen die Erwerbstätigen nur in sehr geringem Umfang einer Arbeit nachgegangen sind.

Am stärksten sind Kinder in Rumänien (46,8 Prozent), Bulgarien (43,7) und Griechenland (37,8 Prozent) betroffen. In Deutschland sind es 18,5 Prozent der Kinder, was im Vergleich zu 2010 einen leichten Rückgang von 3,2 Prozentpunkten bedeutet. Am stärksten gestiegen ist die Zahl der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Kinder in den letzten fünf Jahren in Griechenland: Von 28,7 Prozent in 2010 auf 37,8 Prozent in 2015. Im EU-Durchschnitt sind die Zahlen leicht von 27,5 Prozent auf 26,9 Prozent gesunken. Den stärksten Rückgang hat Litauen zu verzeichnen: von 42,2 Prozent auf 31,3 Prozent.

Der Bildungsgrad der Eltern hat einen entscheidenden Einfluss auf das Armutsrisiko der Kinder. Im EU-Durchschnitt sind 65,5 Prozent der Kinder, deren Eltern eine geringe Bildung (höchstens untere Sekundarstufe) haben, von Armut bedroht. In Deutschland sind es sogar 78,7 Prozent. Besser sieht es in Dänemark aus: Hier sind weniger als die Hälfte (41,9 Prozent) der Kinder bedroht.