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15 04 09 Leuchtturm AktuellesAktuelle Informationen des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie von unserem Team ausgewählte EU-Infos, regionale Europa-Aktivitäten und Neuigkeiten aus der Euregio.

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17 03 13 TürkeiNach der Eskalation des Streits über Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Europa am Wochenende ruft die EU die Türkei zur Mäßigung auf. „Nach den Spannungen dieser letzten Tage zwischen der Türkei und einigen EU-Mitgliedstaaten ist es unerlässlich, eine weitere Eskalation zu vermeiden und Wege zu finden, um die Situation zu beruhigen“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung der Hohen Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, und EU-Nachbarschaftskommissar Johannes Hahn im Namen der Europäischen Union.

„Die Europäische Union fordert die Türkei auf, überzogene Aussagen und Aktionen zu unterlassen, die die Situation weiter verschärfen.“ Mogherini und Hahn nahmen dabei auch Stellung zu den  geäußerten Bedenken der Venedig-Kommission des Europarates hinsichtlich der beim Referendum in der Türkei zur Abstimmung stehenden Verfassungsänderungen.

Kommissionspräsident Juncker hatte bereits vergangene Woche Nazi-Vergleiche türkischer Spitzenpolitiker als „Frechheit“ zurückgewiesen. Präsident Juncker, der Erste Vizepräsident Timmermans und die Hohe Vertreterin Mogherini sind im laufenden telefonischen Kontakt mit hochrangigen Politikern auf allen Seiten. „Strittige Angelegenheiten können nur durch offene und direkte Kommunikationskanäle gelöst werden“, heißt es in der Erklärung von Mogherini und Hahn. Die EU werde weiter ihre Vermittlungsdienste im Interesse der Beziehungen zwischen der EU und der Türkei anbieten.

„Entscheidungen über die Durchführung von Treffen und Veranstaltungen sind Sache des betreffenden Mitgliedstaats - gemäß den geltenden Bestimmungen des internationalen und nationalen Rechts“, so Mogherini und Hahn.

Bezüglich des Verfassungsreferendums in der Türkei hat die Venedig-Kommission des Europarates, in dem die Türkei Mitglied ist, am Montag Stellung genommen. „Die Bemerkungen der Venedig-Kommission zu den vorgeschlagenen Verfassungsänderungen zeigen ernste Bedenken bei der übermäßigen Konzentration von Befugnissen in einem Amt - mit ernsthaften Auswirkungen auf die notwendige Gewaltenteilung und auf die Unabhängigkeit der Justiz. Es ist auch besorgniserregend, dass der Prozess der Verfassungsänderung unter dem Notstand stattfindet“, so Mogherini und Hahn.

Erweiterungs- und Nachbarschaftskommissar Hahn nahm am Wochenende in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur auch Stellung zu den im Rahmen des EU-Beitrittsprozesses gezahlten Heranführungshilfen. „Solange die Verhandlungen formell laufen, gibt es auch die EU-Vorbeitrittshilfen. Dies macht auch Sinn, da wir hiermit auch Maßnahmen im Bereich der Grundrechte, der Rechtsstaatlichkeit, der Demokratieentwicklung, der Bildung und Wissenschaft sowie insbesondere die Zivilgesellschaft unterstützen. Immerhin ein Drittel der Mittel wird bereits auf meine Anweisung hin in diese Bereiche investiert - und diese Umorientierung läuft weiter. Zweitens sind die Zahlungen selbstverständlich an strikte Bedingungen gebunden, deren Einhaltung wir strengstens kontrollieren. Wir haben bereits einzelne Programme eingestellt, wo es keine entsprechenden Fortschritte gab, etwa im rechtsstaatlichen Bereich. Generell könnten die Vorbeitrittshilfen aber nur eingefroren werden, wenn gleichzeitig auch die Verhandlungen an sich gestoppt werden“, sagte Hahn.

Als beim Referendum am 23. Juni 2016 eine knappe Mehrheit der Briten für den sogenannten Brexit stimmte, waren viele Europäer geschockt. Viele fragen sich, was der Austritt Großbritanniens aus der EU für die anderen Mitgliedstaaten bedeutet und welche wirtschaftlichen und politischen Folgen er nach sich ziehen wird.

Beim Referendum stimmte vor allem die ältere Bevölkerung für einen Austritt. Bei den jungen Leuten war die Wahlbeteiligung vergleichsweise niedrig. Doch was sagen junge Menschen aus ganz Europa über den Brexit? Ist dies das Ende der Europäischen Union? Welche Folgen hat das für Europa und wie haben die Medien in den verschiedenen Ländern darüber berichtet?
Diese und weitere Fragen hat die AEGEE-Aachen e.V. bei ihrem Network Meeting im Herbst 2016 Leuten aus ganz Europa im Rahmen des Video-Projektes "Europe At Eye Level" gestellt - hier sind ihre Antworten!

Juncker 300Vor dem Europäischen Rat  in Brüssel hat Kommissionspräsident Juncker sich am Donnerstag entschieden gegen „Isolationismus und Protektionismus“ gewandt. Die europäische Industrie sei wegen ihrer internationalen Vernetzung „von freiem, fairem und nachhaltigem internationalem Handel abhängig“, schrieb Juncker in einem Gastbeitrag für den Kölner Stadt-Anzeiger und eine Reihe weiterer europäischer Publikationen. „Ich bin aber kein naiver Verfechter des Freihandels. Wir müssen weiterhin unsere Zähne zeigen und gegen unfaire Handelspraktiken vorgehen, wie es zum Beispiel mit der Einführung von Antidumpingzöllen auf chinesischen Stahl, auf Mais aus Thailand oder Biodiesel aus den USA, Argentinien und Indonesien getan haben“, so Juncker.

 „Wenn die EU-Staats- und Regierungschefs heute in Brüssel zusammenkommen, dann werden sie genau prüfen, wie gut es Europas gelungen ist, Arbeitsplätzen und Wachstum zu schaffen sowie unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Dabei spielt die europäische Industrie, auf die fast 20 Prozent der Bruttowertschöpfung und mehr als 15 Prozent der Arbeitsplätze entfallen, eine Schlüsselrolle.

Mein Vater war ein stolzer Stahlarbeiter. Wie in vielen anderen Orten Europas auch waren die Fabriken der Umgebung der Kitt, der unsere Gemeinschaft zusammenhielt. Sie waren der größte Arbeitgeber und der Motor der lokalen Wirtschaft.

Die Fabriken von heute sehen anders aus als diejenigen, die mein Vater kannte. Dennoch hat die europäische Industrie nichts an Bedeutung verloren. Unsere Unternehmen sind führend auf den globalen Märkten. Sie beschäftigen mehr als 50 Millionen Menschen in Europa. Zu ihnen zählen Innovatoren mit brillanten Ideen und Unternehmer, die neue Chancen erschließen“, schrieb Juncker weiter.

„Wir werden auch künftig Investitionen aus dem Ausland benötigen. Und deshalb müssen wir offen für Unternehmen bleiben und dafür sorgen, dass ausländische Märkte für die europäischen Unternehmen offen bleiben.“ 

Juncker verwies auch auf das von ihm in der vergangenen Woche vorgelegte Weißbuch zur Zukunft Europas, das mögliche Wege für ein gemeinsames Vorangehen der EU27 aufzeigt. „Ich hoffe, dass wir auf dieser Grundlage offen und ehrlich darüber diskutieren können, wie viel die EU tun kann und tun sollte, um die Industrie zu unterstützen und die Globalisierung in die richtigen Bahnen zu lenken, zum Beispiel in der Steuer-, Bildungs- oder Sozialpolitik.

Eines ist mir vollkommen klar: Ich sehe kein Szenario, in dem wirtschaftlicher Nationalismus mit der Idee von Europa oder mit dem Wohlstand seiner Bevölkerung vereinbar wäre. Ich glaube an ein Europa mit einer gemeinsamen, soliden Industriepolitik, die auch in schwierigen Zeiten erfolgreich ist. Diese Politik spielt eine zentrale Rolle in dem Europa, für das ich kämpfe. “

 

14 04 17Die Vermittlung interessierter junger Menschen an Organisationen mit Solidaritätsprojekten ist angelaufen. Die Datenbank, über die Organisationen Teilnehmer für Aufgaben des Solidaritätskorps suchen können, ist seit Mittwochabend online. Bereits in diesem Frühjahr stehen den Teilnehmern mehrere Hundert Plätze zur Verfügung, und in den kommenden Monaten werden Tausende weitere hinzukommen.

Seit dem Beginn der Initiative am 7. Dezember 2016 haben sich schon über 23.000 junge Europäerinnen und Europäer zwischen 17 und 30 Jahren für das Europäische Solidaritätskorps registriert. Sie sind bereit, zwei bis zwölf Monate lang freiwillig bei einer anerkannten Hilfsorganisation, einer lokalen oder nationalen Behörde oder einem Unternehmen für die Allgemeinheit zu arbeiten, dort ein Praktikum oder eine Ausbildung zu machen oder eine befristete, bezahlte Stelle anzutreten.

Marianne Thyssen, EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, sagte: „Das Europäische Solidaritätskorps nimmt immer mehr Gestalt an. Organisationen und Partner, die Einsatzmöglichkeiten anbieten, erhalten ab heute Zugriff auf die Online-Datenbank, sodass die Mitglieder des Europäischen Solidaritätskorps in Kürze konstruktiv vor Ort tätig werden und zugleich wertvolle Kompetenzen für ihren weiteren Lebens- und Berufsweg erwerben können.“

Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, ergänzte: „Es macht mich stolz, dass bereits viele junge Menschen dem Korps beigetreten sind und sich dadurch bereit erklärt haben, etwas zu bewegen. Jetzt ermutige ich die Organisationen, diesem Beispiel zu folgen und so viele Plätze wie möglich anzubieten.“

Organisationen, die Aufgaben für Solidaritätskorps-Mitglieder anbieten, können jetzt mit der Auswahl geeigneter junger Leute beginnen. Die Organisationen wurden von der EU-Kommission überprüft und registriert. Ziel ist es, dass bereits in diesem Frühjahr die ersten Einsätze beginnen können und dass sich bis Ende 2020 etwa 100.000 Europäerinnen und Europäer zwischen 18 und 30 Jahren dem Europäischen Solidaritätskorps anschließen. Jede teilnehmende Organisation muss sich der Aufgabenbeschreibung und den Grundsätzen des Europäischen Solidaritätskorps verschreiben und die Charta des Europäischen Solidaritätskorps achten, in der die Rechte und Pflichten in allen Phasen der Solidaritätserfahrung festgehalten sind.

Das Online-System des Europäischen Solidaritätskorps ermöglicht es, die Organisationen direkt mit jungen Menschen zusammenzubringen, die an einem Solidaritätseinsatz interessiert sind. Zusätzlich zu ihren personenbezogenen Daten können die jungen Menschen auch Angaben zu ihren Fähigkeiten und Erfahrungen, ihrer Verfügbarkeit, ihren Präferenzen und ihrer Motivation machen und ihren Lebenslauf hochladen. Interessierte Organisationen können so leichter die am besten für ihre Projekte geeigneten Kandidaten finden.

Für die Teilnehmer ist es eine Chance, zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn wertvolle Erfahrungen zu sammeln und wichtige Kompetenzen zu erwerben, während sie gleichzeitig einen der Grundwerte der EU, die Solidarität, fördern und stärken.

Mitmachen können alle jungen Leute, die Staatsangehörige eines EU-Staates oder von Island, Liechtenstein, Norwegen, der Türkei oder der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien sind oder sich rechtmäßig dort aufhalten. Sie müssen sich, genau wie die Organisationen, für die sie sich engagieren, zu Werten wie Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Vielfalt, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Solidarität und Gleichheit bekennen.

 

14 03 12 zoelleAachen liegt an der Grenze zu zwei Nachbarländern, Belgien und den Niederlanden. Anders als heute gab es dort früher Drahtzäune, Schlagbäume und Zollkontrollen. In den 1930er bis 1950er Jahren war das Aachener Grenzgebiet eine Drehscheibe des Schmuggels. Viele Menschen versuchten die Grenzen "schwarz" zu überqueren, um sich im Nachbarland unter anderem mit preiswerteren Lebens- oder Genussmittelnmittel wie Kaffee, Kakao oder Tabak einzudecken.

Mehrmals entstanden Reportagen, Dokumentar- und Spielfilme über das Unterlaufen der Grenzkontrollen. Die wichtigsten dieser Filme enthalten Appelle für eine Überwindung der Grenzen.

Dr. Thomas Müller, Leiter des Zollmuseums Aachen, beleuchtet in seinem Vortrag im Grashaus „Gegen die Grenze – Schmuggelfilme und Europadiskurs im Aachener Grenzland“ die Filme und stellt den illegalen Grenzübertritt, den Bewohner an der Grenze massenhaft praktizierten, in den Kontext der europäischen Einigung.

  • Wann? Mittwoch. 15. März, 19:00 Uhr
  • Wo? Grashaus, Fischmarkt 3, 52062 Aachen
  • um Anmeldung wird gebeten: +49 241 432-4998 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Pressemitteilung
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Schmuggelvortrag-Grashaus

Europa und Menschen Zeichnung 300„Comics“, „Mangas“, „Graphic Novels“, die Bezeichnungen sind fast so vielfältig wie die Gattungen und Formate, die sich mit der Verbindung von Texten und Bildern entwickeln lassen. Die Bandbreite reicht von lustigen Cartoons und kurzen Strips über Comic-Tagebücher bis hin zu epischen Fantasy-Abenteuern. Obgleich Kinofilme etwa zeitgleich mit dem modernen Comic erfunden wurden und sich beide in ihren Erzähltechniken gegenseitig beeinflusst haben, können Comics auch durch Einzelpersonen und ohne finanziellen Aufwand entstehen.

Die Vertretung der Europäischen Komission in Bonn bietet in Koorperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit e.V. eine ganz besonderen Workshop für Schüler/innen, Studierende und alle, die am Zeichnen und Malen Interessiert sind. Geleitet wird der Workshop von Kilian und Lukas Wilde, die beide 2013 im Finale des Animate Europe-Wettbewerbs standen. Sie führen die Teilnehmer durch das Vokabular der Comic-Ausdruckmittel. Die Teilnehmer entwickeln Schritt für Schritt eigene Figuren, Szenen und Sequenzen und schließlich eine Idee für eine Geschichte. Anhand zahlreicher Beispiele lässt sich schnell sehen: man muss kein Zeichnergenie sein, um etwas aufs Papier zu bringen, das einem unter den Nägeln brennt. Ziel des Workshops ist die Entwicklung der ersten Seite eines eigenen Comics.

Im Rahmen der „Animate Europe“-Projektreihe der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wird seit 2013 versucht, die vielfältigen Möglichkeiten des Mediums "Comic" auszuloten. Dabei wird nach neuen Geschichten und Bildern und unseren Ideen von „Europa“ gefragt. Es zeigte sich, dass Comics ein wunderbares Medium sind um sich niederschwellig mit politischen Themen und gesellschaftlichen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Aber wie kommt man eigentlich von der leeren Seite zur Geschichte?

Workshop findet an zwei Terminen statt: Donnerstag, den 6. April und Freitag, den 7. April 2017. Die Teilnahme ist kostenlos Die Anmeldung ist noch bis zum 03. April möglich!

17 03 08 GleichberechtigungZum Internationalen Frauentag am Mittwoch bekräftigt die Europäische Kommission ihr Engagement für die Gleichstellung von Frauen in Europa und der ganzen Welt. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte: „Europa ist ein Pionier auf dem Feld der Gleichberechtigung der Geschlechter, und darauf sollten wir stolz sein. Wenn jedoch Intoleranz und Chauvinismus innerhalb und außerhalb unserer Grenzen an Zulauf gewinnt, müssen wir ihnen doppelt so energisch unsere einfache, durch und durch europäische Botschaft entgegenhalten: Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist kein anzustrebendes Ziel – sie ist ein Grundrecht.“

Innerhalb Europas ist die Gleichstellung von Männern seit den Römischen Verträgen von 1957 verankert. Inzwischen ist die Beschäftigungsquote der Frauen auf einem Rekordhoch. Jedoch verdienen Frauen EU-weit noch immer 16,3 Prozent weniger als Männer, in Deutschland sind es 22 Prozent weniger. Auch in den Führungsetagen stoßen Frauen weiterhin an eine gläserne Decke. Die Europäische Kommission ist indes auf gutem Weg, bis 2019 ihr internes Ziel zu erreichen, 40 Prozent aller höheren und mittleren Management-Positionen mit Frauen zu besetzen: bisher sind es nahezu 35 Prozent.

Juncker erklärte: „Frauen müssen gleichbehandelt werden, ob im Beruf, in der Ausbildung, bei der Sozialversicherung oder beim Zugang zu Waren und Dienstleistungen. So will es das Gesetz. Leider ist der Weg zur tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter noch mit einigen Hindernissen ausgestattet. Deswegen dürfen wir nicht nachlassen. Ich habe die Gleichstellung zu einem Leitprinzip meiner Behörde erhoben und bin stolz auf die enormen Fortschritte, die wir schon in den ersten beiden Jahren meiner Amtszeit in Richtung auf unser Ziel eines Frauenanteils von 40 Prozent in unserer Führungsebene erzielt haben.“

Anlässlich des Weltfrauentags hat die Kommission einen neuen Bericht über die Gleichheit der Geschlechter veröffentlicht. Er zeigt auf, dass die Rechtsvorschriften, Leitlinien, Maßnahmen und Finanzinstrumente zwar den Gleichstellungsprozess merklich voranbringen, dabei aber von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat Unterschiede festzustellen sind. In verschiedenen Bereichen gibt es demnach weiterhin Probleme.

So ist die Arbeitslosenquote von Frauen ist insbesondere in südlichen Ländern weiterhin sehr hoch im Vergleich zur Arbeitslosenquote der Männer. Nur in vier Ländern (Frankreich, Italien, Finnland und Schweden) erreicht der Frauenanteil in Managementpositionen großer Unternehmen mindestens 30 Prozent. Auch in der Politik sind Frauen unterrepräsentiert. In acht Ländern (Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Zypern, Lettland, Ungarn, Malta und Rumänien) sind weniger als 20 Prozent aller Mandatsträger weiblichen Geschlechts.

In der Europäischen Kommission wurde das von Präsident Juncker vorgegebene Ziel eines Frauenanteils von 40 Prozent auf der höheren und mittleren Führungsebene bis 2019 schon zwei Jahre nach Beginn der Amtszeit mit nahezu 35 Prozent fast erreicht. Auf der höheren Führungsebene (Direktorenstellen und höher) beträgt der Frauenanteil 32 Prozent. In den vergangenen beiden Jahren hat die Kommission zahlreiche Frauen an die Spitze ihrer Dienste (Generaldirektorin oder stellvertretende Generaldirektorin) berufen und damit den Frauenanteil auf dieser Ebene von 13 Prozent (Stand November 2014) auf 29 Prozent erhöht.

Europaregenschirm und BlumenDie Vertretung der EU-Kommission in Deutschland hat anlässlich des Jubiläums der Unterzeichnung der Römischen Verträge vor 60 Jahren eine Sammlung von 60 Gründen für das europäische Einigungswerk zusammengestellt: worauf Europa stolz sein kann, wie die EU die Wirtschaft stärkt und Konzerne kontrolliert und wie sich die EU für uns alle rechnet – auch hier in Deutschland.

Die Zusammenstellung zeigt, wie die EU sich in der Welt engagiert, wie sie für innere Sicherheit sorgt und in der Flüchtlingskrise hilft. Außerdem finden sich Argumente für die EU in den Bereichen Bildung und Forschung, Verbraucher und Umwelt.

Am 25. März 1957 unterzeichneten in Rom die Staats- und Regierungschefs von sechs europäischen Ländern die „Römischen Verträge“. Das war die Geburtsstunde der EU, die Grundlage des gemeinsamen Europas war geschaffen. Ein vereintes Europa muss in einer zunehmend multipolaren Welt sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und seine Zukunft gestalten. Es gibt zahlreiche Gründe, warum wir die EU dafür brauchen.

Das 60-jährige Jubiläum ist ein Anlass, sich bewusst zu machen, warum wir die EU trotz viel Kritik nach wie vor brauchen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat kürzlich in einem Weißbuch eine Debatte über die künftige Entwicklung der Europäischen Union mit 27 Mitgliedstaaten angestoßen.

Die „60 Gründe für die EU“ zeigen ganz konkret auf, was wir in Europa erreicht haben und warum die EU auch in Zukunft noch wichtig ist – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Wachstum Beschäftigung 30077 Prozent der Deutschen und 67 Prozent der Befragten in anderen Mitgliedstaaten fühlen sich laut aktueller Eurobarometerumfrage als Bürger der Europäischen Union.

Zur Vorstellung des nationalen Eurobarometers am 03.03.17 sagte Richard Kühnel, der Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland: „Der positive Umschwung in der Europastimmung in Deutschland bestätigt sich. Wohl auch wegen der geopolitischen Veränderungen wächst die Zustimmung zu Europa, gerade bei den jungen Menschen. Gleichzeitig sehen wir die Sorgen der Menschen über Entwicklungen in Europa: Arbeitslosigkeit, Zuwanderung, Sicherheit sind hier die Themen. Da gibt es nichts schönzureden. Umgekehrt darf man Europa nicht immer schlechtreden: die Erwartungen an Europa sind hoch, und die Menschen wünschen sich mehr Europa in den großen Politikbereichen. Für mich heißt das: Europa ist nicht im politischen Abwind, Europa ist wieder im Kommen!“

Die Deutschen sehen sich nicht nur mehrheitlich als Europäer: Auch das Ansehen der EU ist in Deutschland gestiegen: für 37 Prozent der Deutschen hat die EU ein gutes Image, ein Verbesserung um 8 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Eurobarometer-Umfrage.

In Deutschland gibt es allerdings einen deutlichen Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschen. 80 Prozent der Westdeutschen fühlen sich als Bürger der EU, in Ostdeutschland sind das mit 66 Prozent (-3 Pp) bedeutend weniger. „Dieser Unterschied in der Identifikation mit Europa zwischen dem deutschen Westen und Osten ist auch ein Arbeitsauftrag für uns als Europäische Kommission. Wir wollen unsere Dialogaktivitäten in diesen Regionen besonders verstärken, um allen Bundesbürgern das Gefühl zu geben: wir gehören dazu in Europa“, erklärte Richard Kühnel.

Am besten kommt die EU bei den 15 bis 24-Jährigen an. Hier haben 45 Prozent ein gutes Bild von der Europäischen Union. Europaweit ist die EU bei den unter 25-Jährigen ebenfalls am beliebtesten: 42 Prozent haben ein positives Bild von der Europäischen Union.

Flüchtlinge zu Fuß 300Im Vorfeld des Gipfeltreffens der EU-Staats-und Regierungschefs in der kommenden Woche hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk am Donnerstag die Beschlüsse der EU-Kommission im Bereich Migration dargelegt. Dazu gehören konkrete Empfehlungen für effizientere Rückkehrverfahren und aktuelle Fortschrittsberichte zu den zentralen Bereichen der Europäischen Migrationsagenda, darunter die Umverteilung von Flüchtlingen in der EU. Statt neuer Gesetzesvorschläge müsse der Schwerpunkt auf der Umsetzung bereits getroffener Entscheidungen liegen, so Juncker in seinem Brief.

 „Die Glaubwürdigkeit unseres Handelns innerhalb der Union, an unseren Grenzen und bei unserem Migrationsmanagement ist von zentraler Bedeutung, um gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und ermöglicht es uns, gemeinsam zu handeln, wenn ein Mitgliedstaat einem hohen Migrationsdruck ausgesetzt ist.  Je effektiver wir mit Drittstaatspartnern an einer gemeinsamen Agenda zusammenarbeiten können, um die Ursachen der Migrationsströme an ihren Wurzeln anzupacken, desto größer ist der Raum, um ein faires und effektives Asyl- und Migrationsmanagement hier in der EU zu schaffen“, so Juncker in seinem Schreiben. „Alle diese Initiativen haben gemeinsam, dass sie auf Solidarität beruhen, dass sie Verantwortung einfordern, und, dass sie zusammen einen Umschwung bewirken in unserer Fähigkeit, Migration zu bewältigen und unsere humanitären Verpflichtungen zu erfüllen.“

1. Maßnahmen für eine wirksame und glaubwürdige Rückkehrpolitik der EU

Nachdem die Staats-und Regierungschefs auf dem Gipfel in Malta am 3. Februar 2017 betont haben, dass eine Überarbeitung der Rückkehrpolitik der EU erforderlich ist, hat die Kommission heute einen neuen EU-Aktionsplan für die Rückkehr und eine Reihe von Empfehlungen vorgelegt, wie die Mitgliedstaaten die Rückkehrverfahren effizienter gestalten können. Schwerpunktmäßig geht es darum, Schlupflöcher zu schließen und die bestehenden Vorschriften so streng und realistisch anzuwenden, dass sie in der Praxis funktionieren. Gleichzeitig muss aber die Einhaltung der Grundrechte sichergestellt werden.

Konkrete Empfehlungen an die Mitgliedstaaten

Insbesondere empfiehlt die Kommission den Mitgliedstaaten:

  • die Koordinierung zwischen allen am Rückkehrprozess beteiligten Dienststellen und Behörden zu verbessern;
  • die Fristen für das Einlegen von Rechtsbehelfen zu verkürzen, systematisch Rückkehrentscheidungen ohne Ablauffrist zu erlassen und Entscheidungen über die Beendigung eines legalen Aufenthalts mit einer Rückführungsentscheidung zu kombinieren, um Doppelarbeit zu vermeiden;
  • den Missbrauch des Systems zu bekämpfen, indem sie die Möglichkeit, Asylanträge im beschleunigten Verfahren oder – wenn dies für angemessen erachtet wird – im Grenzverfahren zu prüfen, nutzen, wenn der Verdacht besteht, dass Asylanträge nur gestellt werden, um die Vollstreckung einer Rückkehrentscheidung zu verzögern;
  • die Flucht von Personen zu verhindern, indem sie Personen in Haft nehmen, gegen die eine Rückkehrentscheidung ergangen ist und bei denen Anzeichen dafür vorliegen, dass sie dieser Entscheidung nicht Folge leisten werden, beispielsweise wenn sie sich weigern, bei der Identifizierung zu kooperieren, oder sich einer Rückführungsmaßnahme gewaltsam oder betrügerisch widersetzen;
  • die Wirksamkeit von Rückkehrverfahren und -entscheidungen zu erhöhen, indem sie unter Berücksichtigung der jeweiligen Gegebenheiten eine freiwillige Ausreise nur dann gewähren, wenn dies notwendig ist und ein entsprechender Antrag gestellt wird, wobei möglichst kurze Fristen für die freiwillige Ausreise festzulegen sind;
  • bis zum 1. Juni 2017 einsatzbereite Programme zur Unterstützung der freiwilligen Rückkehr einzurichten und für eine weite Verbreitung von Informationen über die freiwillige Rückkehr sowie die Programme zur Unterstützung der freiwilligen Rückkehr und die Wiedereingliederungsprogramme zu sorgen.

2. Stand der Umsetzung der Migrationsagenda

Die Kommission hat die Mitgliedstaaten im Vorfeld des Gipfels in der kommenden Woche zudem mit drei Fortschrittsberichten erneut aufgefordert, zügig ihren Anteil zur Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU zu leisten, um Italien und Griechenland zu entlasten. Insgesamt wurden bisher 13.546 Personen umverteilt, 3936 aus Italien und 9610 aus Griechenland. Bislang sind nur Malta und Finnland auf dem besten Weg, ihre Verpflichtungen gegenüber den beiden Staaten einzuhalten.

Dagegen sind die Fortschritte bei der Neuansiedlung weiterhin vielversprechend. Die Mitgliedstaaten haben bisher 14.422 Personen sichere und legale Wege in die EU geöffnet, was mehr als der Hälfte der im Rahmen der EU-Neuansiedlungsregelung vereinbarten 22.504 Personen entspricht. Dies umfasst auch die Neuansiedlung von 3565 syrischen Flüchtlingen im Rahmen der Erklärung EU-Türkei.

Die Kommission fordert die Mitgliedstaaten zudem auf, ihre weitreichenden politischen Zusagen einzulösen und bis Ende März die bei der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache bestehenden Lücken bei Personal und Ausstattung zu füllen. Ein Jahr nach ihrem Inkrafttreten wird die Erklärung EU-Türkei weiterhin umgesetzt, um irreguläre Grenzübertritte unter Kontrolle zu halten, doch liegt die Zahl der Neuankömmlinge immer noch über der Zahl der Rückführungen. Deshalb fordert die Kommission auch Griechenland und alle anderen Mitgliedstaaten auf, die weiterhin intensiv daran zu arbeiten, Lage auf den Inseln zu verbessern.

Dimitris Avramopoulos, EU-Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft, erklärte: „Verantwortung kann ohne Solidarität nicht gerecht aufgeteilt werden. All unsere Maßnahmen sind miteinander verknüpft, und die Mitgliedstaaten können sich im Hinblick auf ihre Bringschuld nicht einfach die Rosinen herauspicken. Mittlerweile sind in Griechenland und Italien alle operativen Voraussetzungen für das Funktionieren der Umverteilung erfüllt. Die Mitgliedstaaten müssen nun handeln und ihren Verpflichtungen nachkommen, damit alle in Betracht kommenden Personen zeitnah umverteilt werden. Gleichzeitig sollten die Mitgliedstaaten auch weiterhin ihre Verpflichtungen zur Neuansiedlung aus der Türkei erfüllen, die notwendige Unterstützung für die Bearbeitung von Asylanträgen in Griechenland leisten und die volle Einsatzfähigkeit der Europäischen Grenz- und Küstenwache gewährleisten.“

 

17 02 02 MimicaNeven Mimica, EU-Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, hat sich am Donnerstag bei einer internationalen Konferenz im Rahmen der Initiative „She Decides" klar für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen positioniert. „Der Zugang zu Familienplanung ist ein zentrales Element in unserem Kampf für Gleichstellung und für Frauenrechte und die Stärkung von Frauen. 225 Millionen Frauen in Entwicklungsländern haben noch ungedeckten Bedarf an moderner Familienplanung und dem Zugang zu Informationen. Die  Europäische Kommission prüft derzeit die tatsächlichen Bedürfnisse vor Ort und die Finanzierungslücken, um gemeinsam mit unseren Partnern zusätzliche Fördermittel bereitzustellen“, sagte Mimica.

„She Decides" ist eine neue Initiative in Reaktion auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die „Mexico City Policy“ wiedereinzuführen, die Nichtregierungsorganisationen US-Finanzmittel versagt, wenn sie Beratungen zu Schwangerschaftsabbrüchen durchführen. An der Konferenz heute in Brüssel, die die Entwicklungsministerien Belgiens, der Niederlande, Schwedens und Dänemarks organisiert haben,  nehmen Vertreter zahlreicher Staaten teil. „She Decides" will Geld für Organisationen sammeln, die Frauen Unterstützung bei der Familienplanung anbieten.

Die EU unterstützt mit erheblichen finanziellen Mitteln Gesundheits- und Gleichstellungsprogramme auf der ganzen Welt. Ziel ist es, die Diskriminierung von Frauen und die damit verbundenen Auswirkungen zu bekämpfen. Diese Arbeit wird die Kommission auch weiterhin mit ihren Partnern fortsetzen.

EU Flagge 2Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, und die EU-Kommission haben am Donnerstag über weitere Fortschritte beim Migrationspartnerschaftsrahmen mit afrikanischen Staaten informiert. Außerdem legten sie erste Schritte zur Durchführung von Maßnahmen entlang der zentralen Mittelmeerroute fest. Die Partnerschaften mit den Ländern Äthiopien, Niger, Nigeria, Mali und Senegal erzielten deutliche Fortschritte. So hat sich zum Beispiel in Niger die Zahl der Migranten, die in den von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) betriebenen Zentren Unterstützung erhalten, 2016 auf über 15.000 verdoppelt.

 „Partnerschaft ist der Schlüsselbegriff in allen Politiken der Europäischen Union. Zusammen mit unseren Partnern bewältigen wir die zentralen Herausforderungen unserer Zeit“, sagte Mogherini in Brüssel. „Mit den Partnerschaftsrahmen und den in der Erklärung von Malta vorgesehenen Schritten haben wir eine wirklich umfassende Migrationspolitik geschaffen, die auf Partnerschaft und den erforderlichen Investitionen und Ressourcen beruht und es uns erlaubt, gemeinsam weiterhin für die Rettung von Menschleben, die Zerschlagung von kriminellen Netzwerken und die Schaffung von besseren Perspektiven zu arbeiten und gemeinsam die Migrationsströme auf eine nachhaltige, respektvolle und menschliche Art zu bewältigen“, fügte Mogherini hinzu.

Am 3. Februar hatten sich die Staats- und Regierungschefs der EU bei ihrem Gipfel auf Malta auf eine Erklärung von Malta geeinigt, in der konkrete kurz- und mittelfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Lage entlang der Mittelmeerroute und vor Ort in Libyen und den Nachbarländern festgelegt wurden.

Durch die Maßnahmen erhielten fast 5000 Menschen Hilfe bei ihrer freiwilligen Rückkehr in ihre Herkunftsgemeinschaften, und mit neun Projekten wurde im Rahmen des EU-Treuhandfonds für Afrika die Entwicklung Nigers insgesamt gefördert. Mit Nigeria wurden Verhandlungen über ein Rückübernahmeabkommen aufgenommen und sollen bis Juni 2017 abgeschlossen werden. Weitere Projekte wurden für Senegal und Mali angenommen, um die Wiedereingliederung und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern. In Vorbereitung sind außerdem Programme zur Unterstützung der Flüchtlinge und der Aufnahmegemeinschaften in Äthiopien, und in alle fünf prioritären Länder wurden europäische Verbindungsbeamte für Migration entsandt.

Insgesamt wurden im Dezember 2016 im Rahmen des Treuhandfonds für Afrika 42 Programme im Wert von 587 Mio. Euro aufgelegt, so dass jetzt insgesamt 106 Projekte im Wert von 1,5 Mrd. Euro angenommen wurden. Der EU-Treuhandfonds kommt in 26 Ländern zum Einsatz und stellt Finanzmittel in Höhe von mehr als 2,5 Mrd. Euro bereit, einschließlich der bisherigen Zusagen von EU-Mitgliedstaaten und anderen Gebern in Höhe von 152 Mio. Euro.

eu Kommission 300Wie Präsident Juncker in seiner Rede zur Lage der Union im Jahr 2016 angekündigt hat, legt die Europäische Kommission jetzt ein Weißbuch zur Zukunft Europas vor - ihr Beitrag zum Gipfel am 25. März 2017 in Rom.

Mit dem bevorstehenden 60. Jubiläum der EU blicken wir auf sieben Jahrzehnte Frieden zurück und schauen auf eine erweiterte Union mit 500 Millionen Bürgern, die in Freiheit in einer der Regionen mit dem größten Wohlstand der Welt leben. Gleichzeitig muss die EU nach vorne blicken und darüber nachdenken, welche Vision sie sich für ihre Zukunft mit 27 Mitgliedstaaten geben will. Das Weißbuch setzt sich mit den größten Herausforderungen und Chancen für Europa in den nächsten zehn Jahren auseinander. In fünf Szenarien wird skizziert, wo die Union 2025 stehen könnte – je nachdem, welchen Kurs sie einschlägt.

Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, erklärte hierzu: „Vor 60 Jahren haben die Gründerväter der EU beschlossen, den Kontinent mit der Macht des Rechts und nicht durch den Gebrauch von Waffen zu einen. Wir können stolz auf das sein, was wir seitdem erreicht haben. Selbst unser dunkelster Tag in 2017 wird heller sein als jeder Tag, den unsere Vorväter auf den Schlachtfeldern verbracht haben. Zum 60-jährigen Jubiläum der Römischen Verträge gilt es, für ein geeintes Europa der 27 eine Vision für die Zukunft zu entwickeln. In diesen Zeiten sind Führungsstärke, Einheit und gemeinsamer Wille gefragt. Im Weißbuch der Kommission werden verschiedene Wege skizziert, die dieses geeinte Europa der 27 künftig einschlagen könnte. Das ist der Beginn und nicht das Ende eines Prozesses, und ich hoffe nun auf eine ehrliche und umfassende Debatte. Die Form wird dann der Funktion folgen. Die Zukunft Europas liegt in unserer Hand.“

Im Weißbuch wird der Frage nachgegangen, wie Europa sich in den nächsten zehn Jahren verändern wird; von den Auswirkungen neuer Technologien auf Gesellschaft und Beschäftigung, über Bedenken hinsichtlich der Globalisierung, bis hin zu Sicherheitsfragen und dem zunehmenden Populismus. Das Weißbuch macht deutlich, vor welcher Wahl wir stehen: Entweder werden wir von solchen Entwicklungen überrollt oder wir stellen uns ihnen und ergreifen die neuen Chancen, die sie mit sich bringen. Europas Bevölkerung und wirtschaftliches Gewicht schrumpfen, während andere Teile der Welt wachsen. Im Jahr 2060 entfällt auf jeden einzelnen EU-Mitgliedstaat ein Anteil von weniger als 1 Prozent an der Weltbevölkerung – ein guter Grund, zusammenzuhalten, um auf diese Weise mehr zu erreichen. Europa ist eine positive globale Kraft. Sein Wohlstand ist nach wie vor von der Öffnung und von starken Beziehungen zu seinen Partnern abhängig.

Im Weißbuch werden fünf Szenarien beschrieben; jedes einzelne bietet einen Ausblick, wo die Union im Jahr 2025 stehen könnte – je nachdem, welchen Kurs Europa einschlägt. Die Szenarien decken verschiedene Möglichkeiten ab und dienen der Veranschaulichung. Sie schließen sich daher weder gegenseitig aus, noch sind sie erschöpfend.

Das Weißbuch wird den 27 Staats- und Regierungschefs bei ihrer Debatte als Leitfaden  dienen und dabei helfen, die Gespräche beim Gipfeltreffen in Rom am 25. März und darüber hinaus zu strukturieren. Es ist zudem der Ausgangspunkt einer breiteren öffentlichen Debatte über die Zukunft unseres Kontinents.

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen unterstützt die folgende Initiative:

Überzeugte Europäer/innen und Demokrat/innen müssen jetzt positive Energie aussenden, die den aktuellen Tendenzen entgegenwirkt. Der europäische Pulsschlag.

'Pulse of Europe' ist eine Bürgerinitiative für Europa, die Anfang 2017 entstanden ist und keine parteipolitischen Ziele verfolgt. Jeden ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr finden in immer mehr Städten gleichzeitig friedliche Kundgebungen für den Erhalt Europas statt.

Wir wollen in den Straßen Europas sichtbar und hörbar sein.

Die in Europa wachsende pro-europäische und überparteiische Kundgebung für Europa findet seit dem 5. März 2017 in Aachen auf dem Katschhof statt (bis Mai 2017 jede Woche, danach jeden ersten Sonntag im Monat, außer im Juni 2017). Beginn der ca. einstündigen Veranstaltung ist um 14 Uhr. Die Rednerliste für jeden offen!

Die Veranstaltung startet um 14 Uhr auf dem Katschhof (Rathausseite). Redebeiträge von maximal 3 Minuten länge sind willkommen und können gerne vorab angemeldet werden: https://goo.gl/forms/TnBB5tOnD5a5FUXa2

Bringt Freunde und Verwandte mit. Setzt mit ein Zeichen - auch wenn ihr selber nicht vor Ort sein könnt: Teilen, Teilen, Teilen!

  • Facebook: https://www.facebook.com/PulseofEurope/
  • Kontakt zum Aachener Team von 'Pulse of Europe': Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Homepage: http://pulseofeurope.eu
  • Interview mit dem Gründer von 'Pulse of Europe' im Deutschlandfunk
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Pulse-of-Europe_Aachen

Flaggen vor EU Kommission 300Um die europäische Stahlbranche vor unfairen Handelspraktiken zu schützen, hat die Europäische Kommission am 28.02.17 die Einführung endgültiger Antidumpingzölle auf Importe von schweren Stahlplatten aus China beschlossen.

Die Untersuchungen der Kommission hatten ergeben, dass chinesische Hersteller ihre Produkte weit unter den Produktionskosten anbieten. Die Dumpingspannen bewegen sich hierbei zwischen 120 und 127 Prozent. Die ungleichen Wettbewerbsbedingungen wirken sich negativ auf die Rentabilität und Kapitalrendite europäischer Stahlproduzenten aus.

Die endgültigen Aufschläge für chinesische Produzenten von schweren Stahlplatten liegen zwischen 65 und 73 Prozent. Dies entspricht den Strafzöllen, die die EU-Kommission im vergangenen Oktober als vorläufige Maßnahme gegen die wettbewerbsverzerrenden Praktiken bei schweren Stahlplatten verhängt hatte.

Das verstärkte Vorgehen dient dem Schutz der europäischen Stahlindustrie vor unfairen Handelspraktiken aufgrund weltweiter Überproduktion. Die Kommission nutzt damit die ihr zur Verfügung stehenden handelspolitischen Schutzinstrumente, um für Chancengleichheit in der unter internationalem Druck stehenden Stahlbranche zu sorgen.

Derzeit führt die Kommission im Bereich der Stahlbranche 41 Antidumping- und Antisubventionsuntersuchungen durch, wovon 18 Stahlprodukte aus China betreffen.

EU Flagge 2 300In einer Rede auf der internationalen Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona hat der für den Digitalen Binnenmarkt zuständige Kommissionsvizepräsident Andrus Ansip die Mitgliedstaaten aufgefordert, beim Ausbau des schnellen Mobilfunkstandards 5G besser zusammenzuarbeiten. Die 5G-Mobilfunktechnik soll bis 2020 aufgebaut und bis 2025 umfassend entlang der Transportwege eingerichtet werden. „Um 5G in koordinierter Weise in der gesamten EU ausrollen zu können, brauchen wir vor allem drei Dinge: Vision, Geschwindigkeit und Kooperation“, sagte Ansip. „Ich möchte die Mitgliedstaaten dringen dazu auffordern, damit zu beginnen, grenzüberschreitende 5G-Versuche durchzuführen. Wir können – und sollten – Vorreiter sein.“ 

Der Erfolg des 5G-Aktionsplans hängt von der Harmonisierung des 700 MHz-Bandes (694-790 MHz) für den mobilen Internetzugang ab, auf die sich die EU-Staaten politisch bereits geeinigt haben. Außerdem muss die vorgeschlagene Überarbeitung der Telekommunikationsvorschriften vorankommen, die ein besseres regulatorisches Umfeld schaffen soll, um Investitionen in hochqualitative Infrastrukturen in ganz Europa zu fördern und für eine bessere Koordinierung der Bandbreiten sorgt.

„Die Telekommunikation ist das Rückgrat des digitalen Binnenmarkts in Europa. Nur auf dieser Grundlage kann der digitale Binnenmarkt auch wirklich effizient funktionieren“, führte Vizepräsident Ansip weiter aus. „Die 5G-Technologie ist revolutionär; sie könnte  die Art, wie wir leben, arbeiten, spielen und kommunizieren völlig verändern. Dabei geht es nicht nur um höhere Geschwindigkeit und mehr Bandbreite für mobile Kommunikation. Es geht darum, die Kommunikationsplattform aufzubauen, die die digitale Revolution antreibt.

 

12 02 22 transportAm Mittwoch haben der Tschad, Jordanien, Oman und Ruanda das WTO-Übereinkommen über Handelserleichterungen ratifiziert. Damit ist die Schwelle von 110 WTO-Mitgliedern erreicht, die notwendig ist, damit das Abkommen in Kraft treten kann. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström begrüßte diesen Schritt: „Bessere Verfahren an den Grenzen und raschere, reibungslosere Handelsströme werden den Welthandel neu beleben und Bürgern wie Unternehmen in allen Teilen der Welt zugute kommen. Hauptgewinner werden kleine Unternehmen sein, für die es mitunter schwierig ist, sich im täglichen Dschungel der Bürokratie und komplizierter Vorschriften zurechtzufinden.“

Neven Mimica, EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, fügte hinzu: „Handel treibt eine nachhaltige Entwicklung entscheidend voran. Das neue Übereinkommen wird dabei behilflich sein, das gewaltige Potenzial des Handels auszuschöpfen. Ich bin bereit, unsere Partnerländer dabei zu unterstützen, die sich mit diesem Übereinkommen eröffnenden Chancen bestmöglich zu nutzen.“

Das Abkommen ist eines der bedeutendsten multilateralen Handelsabkommen, die seit Gründung der WTO verhandelt worden sind. Ziel des Abkommens ist es, die internationalen Import- und Exportregelungen sowie Zollformalitäten und Transitbestimmungen zu vereinfachen.

Den EU-Zollbehörden wird eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Übereinkommens zufallen: Sie werden nicht nur eine Vorbildfunktion erfüllen, sondern auch Motor für weitere Fortschritte in Bezug auf Handelserleichterungen in der EU und auf internationaler Ebene sein.

Außerdem wird das Übereinkommen für mehr Transparenz sorgen und besserer Möglichkeiten für die Einbindung kleiner und mittlerer Unternehmen in globale Wertschöpfungsketten schaffen sowie Korruption eindämmen. Das Übereinkommen war im Jahr 2013 auf der WTO-Ministerkonferenz in Bali vereinbart worden.

Die EU hat dem Übereinkommen eine wichtige Rolle dabei zugedacht, die Entwicklungsländer stärker in globale Wertschöpfungsketten einzubinden. Deshalb hat sie 400 Mio. Euro bereitgestellt, um diese Länder bei den Reformen zu unterstützen, die im Hinblick auf die Einhaltung der Regeln des Übereinkommens erforderlich sind.

Das Vertragswerk hat nicht nur eine entwicklungspolitische Dimension, sondern ist darüber hinaus Teil der von der EU unternommenen Anstrengungen, um kleinen und mittleren europäischen Unternehmen bei der Erschließung noch nicht ausgeschöpfter Potenziale der globalen Märkte zu helfen.

17 22 02 JourováAnlässlich des Europäischen Tages der Opfer von Straftaten hat die EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, Vera Jourová, alle EU-Staaten aufgerufen, die EU-Regeln zum Schutz der Opfer  von Straftaten umzusetzen. „Die Richtlinie über Opferrechte sollte seit bereits mehr als einem Jahr in allen Mitgliedstaaten umgesetzt sein und Verbrechensopfern in ganz Europa Schutz und Hilfe bieten. Rechte helfen jedoch nicht weiter, wenn sie nicht angewandt werden. Deshalb rufe ich alle Mitgliedstaaten, die die Richtlinie über Opferrechte noch nicht in ihr innerstaatliches Recht umgesetzt haben, einmal mehr auf, dies unverzüglich nachzuholen“, erklärte sie heute in Brüssel.

In der EU wird jedes Jahr eine von sieben Personen Opfer einer Straftat. Alle Opfer von Straftaten müssen mit Würde behandelt und entsprechend ihrem Bedarf unterstützt und geschützt werden. „Meine Botschaft an sie ist: Europa steht auf Ihrer Seite“, erklärte Jourová.

Insbesondere verwies Jourová auf Gewalt gegen Frauen. „Jede dritte Frau hat in ihrem Leben geschlechterspezifische Gewalt in der einen oder anderen Form erlebt. Frauen, gegen die Gewalt geübt wurde, dürfen nicht auch noch mit Vorwürfen bedacht werden. Deshalb die die Kommission 2017 eine Sensibilisierungskampagne ins Leben gerufen. Die betroffenen Frauen sollen wissen, dass sie sich an die Behörden wenden können und dass Polizisten, Staatsanwälte und Richter geschult sind, um ihnen zuzuhören. Sie sollten sich nicht nur vor Gericht sicher fühlen, sondern ebenso darauf vertrauen können, dass sie auch außerhalb des Gerichtssaals vor dem Täter geschützt werden. Sie sollen ein Anrecht auf individuelle, bedarfsgerechte Betreuung haben.“

Die Kommissarin verwies zudem auf neue in der vergangenen Woche verabschiedeten Vorschriften, mit denen Terroropfer besser geschützt werden sollen. Mit diesen Vorschriften würde sichergestellt, dass Terroropfer in der ganzen EU nach einem Anschlag unverzüglich und so lange wie nötig Schutz, Beratung und Beistand erhalten.

 

Flüchtlingshilfe 600Der Südsudan ist ein Land, in dem Hunger das Leben der Menschen bestimmt. 40 Prozent der fünf Millionen Einwohner benötigen dringend humanitäre Hilfe. Gleichzeitig muss auch den Nachbarstaaten geholfen werden, die einen massiven Zustrom von Flüchtlingen verzeichnen.

Die Europäische Kommission stellt Nothilfe in Höhe von 82 Mio. Euro für die von Hungersnot betroffenen Menschen im Südsudan bereit. Dies hat Christos Stylianides, EU-Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, am Dienstag, 21. Februar, angekündigt. Zuvor hatte der Südsudan offiziell in Teilen des Landes eine Hungersnot erklärt. Dort sind 100.000 Menschen akut vom Hunger bedroht.

„Die humanitäre Tragödie in Südsudan ist vollständig von Menschen verursacht. Es muss dringend gehandelt werden, damit nicht noch mehr Menschen an Hunger sterben. Es ist unerlässlich, dass alle Konfliktparteien den Hilfsorganisationen sofortigen und ungehinderten Zugang gewähren, damit sie ihre Arbeit machen und Hilfe bringen können“, forderte Stylianides.

Von den nahezu fünf Millionen Einwohnern des Landes benötigen 40 Prozent dringend humanitäre Hilfe. Mit der neuen Unterstützung können die grundlegenden Bedürfnisse gedeckt werden. Zudem kommt sie den Nachbarstaaten des Südsudan zugute, die einen massiven Zustrom von Flüchtenden bewältigen müssen.

Stylianides betonte, dass nur nach einem Niederlegen der Waffen das Land wieder aufgebaut werden könne und die mit der Unabhängigkeit des Landes verbundenen Hoffnungen erfüllt würden.

Die EU hat seit Dezember 2013 über 381 Mio. Euro für die Eindämmung der humanitären Krise im Südsudan bereitgestellt. Ein Team aus Experten der EU-Kommission ist permanent vor Ort, um die Arbeit der Partnerorganisationen zu erleichtern.

17 20 02 Pence JunckerDer US-amerikanische Vizepräsident Mike Pence ist am Montag in Brüssel. Er traf am Vormittag die Hohe Beauftragte der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, sowie EU-Ratspräsident Donald Tusk zu Gesprächen. Vor einem anschließenden Treffen zwischen Mike Pence und Jean-Claude Juncker erklärte der EU-Kommissionspräsident: „Die USA brauchen mit Blick auf eine Reihe von Themen eine starke und vereinte Europäische Union.“

Die US-Wirtschaft hänge stärker vom Austausch zwischen beiden Partnern ab, als mancher denke. Auch sei die globale Stabilität abhängig von guten transatlantischen Beziehungen, so Juncker.

Zuvor hatte Pence nach seinem Gespräch mit Ratspräsident Tusk im Auftrag von US-Präsident Trump erklärt, dass die Vereinigten Staaten sich der weiteren Zusammenarbeit und Partnerschaft mit der EU verpflichtet fühlten.

Im Gespräch mit Federica Mogherini ging es um die bilaterale Zusammenarbeit in Fragen der globalen Sicherheit, des Atomabkommens mit dem Iran und zur Terrorbekämpfung. Mogherini lobte die offene und warme Gesprächsatmosphäre, in der sich beide Seiten zu einer engen und auf klaren Werten und Interessen basierten Partnerschaft bekannt hätten.

13 07 15 FlaggenDie EU-Kommission stellt zusätzliche 18 Mio. Euro an humanitärer Hilfe für die Menschen in der Ukraine zur Verfügung, die von dem bewaffneten Konflikt im Osten des Landes geflohen sind. Dies gab Christos Stylianides, Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, am Montag bei seinem Besuch im Land bekannt. „Hier in Bachmut möchte ich den Ukrainern heute sagen: Ihr seid nicht allein.  Der Zivilbevölkerung in Not muss geholfen werden, auf beiden Seiten der Kontaktlinie“, sagte Styliandes.

Das Geld wird humanitären Partnern in der Ostukraine für dringend benötigte Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. „Unser neues Hilfspaket wird humanitäre Partner in der Ostukraine dabei unterstützen, medizinische Hilfe, Notunterkünfte, Wasserversorgung und sanitäre Bedürfnisse bereitzustellen“, betonte Stylianides.

In der Ostukraine mehren sich die Verstöße gegen die Waffenstillstandsvereinbarung mit besorgniserregenden Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung.

An die 50 Prozent der EU-Hilfsleistungen kommen notleidenden Menschen in nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten zu Gute. Die humanitäre Unterstützung der EU und ihrer Mitgliedstaaten beläuft sich auf über 399 Mio. Euro seit 2014.

EU Flagge hinter Weltkugel 300Viel hat sich seit Gründung der Montanunion geändert. Es lässt sich kaum abstreiten, dass diese und ihre Nachfolger bis hin zur Europäischen Union das Leben von Millionen von Menschen geprägt haben und viele Errungenschaften der EU heute für junge (und alte) Menschen in Europa selbstverständlich geworden sind.

Reisefreiheit, Arbeitnehmerfreizügigkeit, der Wegfall der Zollgrenzen sind nur einige wenige Beispiele. Aber: es ist nicht mehr der politische Narrativ der Gründergeneration, der die EU zusammenhält, sondern vielmehr "die Tatsache, dass Europa längst eine (bewusste oder unbewusste) Dimension von Lebensentwürfen geworden ist", so das Kulturwissenschaftliche Institut (KWI) Essen.
Im Rahmen der Thementage "Erfindung Europa" stellte Claus Leggewie, Leiter des KWI, am 17. Februar die neue Initiative des KWI, Praxis Europa, vor.

In Zeiten des grassierenden Populismus, der Idee starker Nationalstaaten und dem Vorpreschen autoritärer Nationalisten muss sich Europa fragen: wie machen wir weiter? Welche Strategien können angewandt werden, diesen Entwicklungen, die massive Auswirkungen auf vor allem die Menschen hat, die mit einem geeinigten Europa aufgewachsen sind, aufzuhalten?

Praxis Europa ist ein Zusammenschluss verschiedener Menschen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Kultur und Wirtschaft die sich diesen und weiteren Fragen und Problemen stellen wollen.
Die Revitalisierung Europas steht im Mittelpunkt. Dafür hat sich die Initiative selbst sechs Praxisfelder gesetzt. In diesen geht es um eine bürgerschaftliche Erneuerung der EU oder um die Auseinandersetzung damit, wie man Europa sozialer und gerechter gestalten kann. Die Themenfelder im Detail sind:

  1. Transnationale Demokratie: Erneuerung der EU auf bürgerschaftlicher Ebene
  2. Neuer europäischer Gesellschaftsvertrag: Neudenken der EU abseits vom neoliberalen Wirtschaftsverständnis
  3. Das kosmopolitische Europa: Konvivalität und Solidarität zwischen neuen und alten EU-Staaten
  4. Globale Kooperation: Auseinandersetzung mit "globalen Menschheitsaufgaben", insbesondere dem Klimawandel
  5. Digitale Agenda à l'européenne: Vorschläge für eine menschenfreundliche und sozialverträgliche Digitalisierung
  6. Erasmus II: kosmopolitische Bildungsmöglichkeiten in Schule, Hochschule, Beruf und Alltag

In allen sechs Bereichen legt Praxis Europa einen besonderen Schwerpunkt auf die Bürger, auf ein soziales Europa, auf Solidarität, ein Handeln im Sinne globaler Menschheitsaufgaben und auch das Zusammenkommen der Bürger in Europa.

Praxis Europa ist kein Aktionsbündnis, sondern arbeitet an verschiedenen europäischen Orten in verschiedenen Formen als "Europa-Salon" oder Ideenschmiede, es soll ein Denk-Raum sein.

Praxis Europa möchte jährlich eine Konferenz abhalten, die erste soll vom 20. bis 22. Oktober 2017 in Salzburg stattfinden.

Juncker 300Am Vorabend der Münchner Sicherheitskonferenz hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Donnerstag eine Rede bei der Münchner Europa-Konferenz gehalten. Dabei hat Juncker über die Zukunft Europas und den Brexit gesprochen und klargestellt, was er über die Forderung der USA denkt, Europa müsse mehr Verantwortung – auch finanzieller Natur – für die europäische und atlantische Verteidigung übernehmen. „Ich habe nicht gerne, dass unsere amerikanischen Freunde den Sicherheitsbegriff verengen auf rein militärische Fragen“, sagte Juncker.

„Wenn man zusammenrechnet, was Europäer tun im Verteidigungsbereich plus Entwicklungspolitik plus humanitäre Hilfe, dann sieht das Vergleichsbild mit den USA schon wesentlich anders aus.“

Die Forderung nach höheren Verteidigungsausgaben in Europa sei nicht neu. „Das hat Clinton mir gesagt, das hat Bush – der zweite – mir gesagt, das hat Obama mir gesagt. Jetzt sagt es Trump. Wo ist der Unterschied? Das ist die amerikanische Message seit vielen, vielen Jahren. Und ich bin jetzt sehr dagegen, dass wir uns da ins Bockshorn jagen lassen“, sagte Juncker. Zu moderner Stabilitätspolitik gehöre auch Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe weltweit: „Moderne Politik kann ja nicht nur darin bestehen, dass man Verteidigungsausgaben erhöht, sondern es braucht eine globalere Annäherungsweise.“

Brexit-Verhandlungen in 24 Monaten kaum zu schaffen

Zum Austritt Großbritanniens aus der EU sagte Juncker, er wolle einen Austritt unter anständigen Bedingungen, ohne Rosinenpickerei. „Ich bin nicht in feindlicher Stimmung. Ich glaube nicht, dass es uns weiter bringt, wenn wir die Briten verprügeln, beschimpfen, sie niederverhandeln. Das ist überhaupt nicht meine Absicht. Aber ich hätte gerne, dass die europäischen Werte, die Prinzipien, auf denen die Europäische Union gründet, dass die vollumfänglich respektiert werden; und dazu gehört die Freizügigkeit der Arbeitnehmer. Diese Vorstellung, die Europäische Union könne eine gehobene Freihandelszone werden, wo nur Kapital, Markt und Waren eine Rolle spielen, ohne dass die Menschen überhaupt vorkommen in diesem europäischen Projekt – dieser Idee kann ich nicht freundlich entgegen treten. Europa ist zuerst ein Projekt für die Menschen, für jeden Menschen, der in Europa lebt – und dort gibt es keinen Unterschied zwischen Rasse, Farbe und Nation.“

Angesichts  der Komplexität der Verhandlungen über die Modalitäten des Austrittes und das Zukunftsverhältnis Großbritanniens mit dem Kontinent (u.a. müssen 20 000 Gesetze in Großbritannien geändert werden) glaubt Juncker nicht daran, dass 24 Monate für die Brexit-Verhandlungen reichen.

„Einsatz für Europa sind wir unseren Eltern schuldig“

Juncker erinnerte an die Ursprünge der europäischen Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg und an all das, was die europäische Zusammenarbeit trotz aller Probleme zustande gebracht habe. „Nicht wir haben Europa geschaffen – die Kriegsgeneration, die Generation unserer Eltern, hat das getan, und denen sollten wir ewig dankbar dafür sein“, sagte Juncker.

„Jeder Tag produziert kleine und große europäische Wunder; nur wir sehen sie nicht, weil wir sie nicht sehen möchten. Wir haben uns verliebt in das Scheitern; wir haben uns verliebt in das Nicht-Sein. Wir sind total verliebt in Weltuntergänge und sich jeden Tag erneuernde Tragödien. Ist Europa eine Tragödie? Nein. Europa ist ein Glücksfall für unseren Kontinent und diejenigen, die Europa schlecht reden, versündigen sich eigentlich einer großen Idee, die weltweit mehr Beachtung, Zustimmung, und Bewunderung findet als dies in Europa selbst der Fall ist“, so Juncker weiter. „Ich bin der Meinung, dass sich dieser Einsatz für Europa lohnt. Das sind wir unseren Eltern schuldig.“

13 07 15 FlaggenDer EU-Kommissar für Klimapolitik und Energie, Miguel Arias Cañete, hat die Entscheidung des Europäischen Parlaments zur Reform des EU-Emissionshandels ab 2021 begrüßt. Das Parlament hat sich am Mittwoch auf Basis des Kommissionsvorschlags vom Juli 2015 auf eine Verhandlungsposition geeinigt und macht damit den Weg für Verhandlungen mit dem Rat der EU-Staaten frei.

„Diese wichtige Abstimmung liefert nach mehr als einem Jahr der Diskussionen im Parlament ein klares Ergebnis. Sie unterstreicht das Engagement der Europäischen Union, das Pariser Klimaabkommen durch konkrete Maßnahmen vor Ort umzusetzen“, erklärte Arias Cañete. „Jetzt liegt der Ball bei der Revision des EU-Emissionshandelssystems im Feld des Rates und wir hoffen dort auf eine schnelle Einigung, um die Verhandlungen beginnen zu können und bis Ende des Jahres zu einem Ergebnis zu kommen.“

Die Europäische Kommission hatte im Juli 2015 im Einklang mit dem von den Staats- und Regierungschefs vereinbarten Klima- und Energieziele für 2030 einen Legislativvorschlag zur Revision des Emissionshandelssystems der EU vorgelegt.

Die Abgeordneten stimmten dem Kommissionsvorschlag zu, die Zahl der CO2-Emissionszertifikate ab dem Jahr 2021 jährlich um 2,2 Prozent zu verknappen. Sie forderten zudem eine Stärkung der Marktstabilitätsreserve, die dem bestehenden Überschuss an Zertifikaten entgegenwirken soll.

Das EU-Emissionshandelssystem ist der weltweit größte CO2-Markt und der Eckpfeiler der Klimaschutzpolitik der EU.

Kanada EU 600Das Europäische Parlament hat am Mittwoch in seiner Plenarsitzung dem Umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada (CETA) mit großer Mehrheit zugestimmt. Auf EU-Ebene ist die Ratifizierung damit abgeschlossen – es können die Teile des Abkommens vorläufig in Kraft treten, die in die alleinige Zuständigkeit der EU fallen. In den Mitgliedstaaten kann nun der Ratifizierungsprozess durch die nationalen Parlamente beginnen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker freute sich über die Zustimmung der Abgeordneten. „Das Abkommen war Gegenstand einer umfassenden parlamentarischen Prüfung, die das gewachsene Interesse der Öffentlichkeit an der Handelspolitik widerspiegelt. Der intensive Meinungsaustausch bezüglich des CETA-Abkommens im Verlauf dieses Prozesses ist ein Beweis für den demokratischen Charakter der europäischen Verfahren der Entscheidungsfindung“, sagte Juncker.

Juncker unterstrich die Vorteile des Abkommens, das eines der fortschrittlichsten von der EU jemals ausgehandelten Abkommen sei. „Mit diesem fortschrittlichen Abkommen erhalten wir eine Chance zu einer gemeinsamen Gestaltung des Globalisierungsprozesses und zur Einflussnahme auf die Festlegung globaler Handelsregelungen. Das beste Beispiel hierfür sind die mit unseren kanadischen Freunden bereits eingeleiteten Arbeiten zur Festlegung multilateraler Regeln im Investitionsbereich“, sagte Juncker.

Er forderte die Mitgliedstaaten dazu auf, integrative und umfassende Diskussionen mit den einschlägigen Interessenträgern auf nationaler Ebene einzuleiten, um die nationalen Ratifizierungsverfahren in Gang zu setzen.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström fügte hinzu: „Diese Abstimmung stellt den Beginn einer neuen Ära in den Beziehungen zwischen der EU und Kanada dar – und gemeinsamen setzen wir heute ein wichtiges Zeichen. Die Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaften stehen, sind nicht durch Mauern, sondern durch die Errichtung von Brücken gemeinsam zu bewältigen. In diesen unsicheren Zeiten, in denen wir weltweit mit einem zunehmenden Protektionismus konfrontiert sind, unterstreicht das CETA-Abkommen unser starkes Engagement für einen nachhaltigen Handel.“

Was bietet das CETA-Abkommen?

CETA eröffnet neue Chancen für EU-Unternehmen. Es wird den EU-Unternehmen jährlich mehr als 500 Mio. Euro an Zöllen ersparen, die derzeit auf die Ausfuhren nach Kanada bezahlt werden. 99 Prozent dieser Einsparungen werden sich vom ersten Tag an ergeben. Es wird EU-Unternehmen den besten Zugang zu öffentlichen Aufträgen in Kanada eröffnen, den sie je hatten, und zwar auch zu den Aufträgen auf Provinzebene (ebenso wie auf nationaler und kommunaler Ebene).

Es wird in ganz enormem Ausmaß den kleineren Unternehmen zugutekommen, die sich bürokratischen Aufwand am wenigsten leisten können. Kleine Unternehmen werden Zeit und Geld sparen, indem beispielsweise doppelte Prüfanforderungen, langwierige Zollverfahren und hohe Rechtskosten vermieden werden.

Auch die 500 Millionen Verbraucher in der EU werden Vorteile des CETA-Abkommens nutzen können. Das Abkommen bringt uns eine größere Auswahl, behält aber gleichzeitig die geltenden europäischen Standards bei – schließlich können es Waren und Dienstleistungen nur auf den EU-Markt schaffen, wenn sie die EU-Vorschriften voll und ganz einhalten. Das heißt, dass sich die Vorgehensweise der EU bei der Regulierung der Lebensmittelsicherheit durch CETA nicht ändern wird; dies gilt auch für GVO-Produkte oder das Verbot von hormonbehandeltem Rindfleisch.

Das Abkommen wird die Rechtssicherheit in der Dienstleistungswirtschaft verbessern, Beschäftigten und Angehörigen der freien Berufe mehr Mobilität bieten und einen Rahmen zur Anerkennung von Qualifikationen von Berufsgruppen vom Architekten bis zum Kranführer schaffen.

Die Mitgliedstaaten werden weiterhin die Möglichkeit haben, öffentliche Dienstleistungen nach eigenem Ermessen zu organisieren. Diese und andere Fragen sind in einer Gemeinsamen Auslegungserklärung näher ausgeführt worden. Diese Erklärung wird Rechtskraft haben und klar und unmissverständlich darlegen, worauf sich Kanada und die Europäische Union bei bestimmten CETA-Artikeln geeinigt haben.