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15 04 09 Leuchtturm AktuellesAktuelle Informationen des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie von unserem Team ausgewählte EU-Infos, regionale Europa-Aktivitäten und Neuigkeiten aus der Euregio.

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Wachstum Beschäftigung 300Vor fünf Jahren ist das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Südkorea in Kraft getreten. Es hat dazu beigetragen, ein Handelsdefizit in einen Handelsüberschuss zu verwandeln. Durch die Zollsenkungen haben sich die Autoexporte aus der EU nach Südkorea verdreifacht. Insbesondere Deutschland gehört mit zu den großen Gewinnern. So konnte allein die Maschinenbauindustrie ihre Ausfuhren um neun Prozent steigern.

Seit Inkrafttreten des Abkommens am 1. Juli 2011 sind die EU-Ausfuhren nach Südkorea um 55 Prozent gestiegen. Gleichzeitig konnten die europäischen Unternehmen dank der Abschaffung oder Senkung von Zöllen Einsparungen in Höhe von 2,8 Mrd. Euro erzielen. Der bilaterale Warenhandel zwischen der EU und Südkorea nimmt seit 2011 stetig zu und erreichte mit einem Volumen von über 90 Mrd. Euro im Jahr 2015 ein Rekordniveau.

„Die Zahlen sprechen für sich. Unsere Erfahrungen mit dem Korea-Abkommen dürften dazu beitragen, auch Skeptiker davon zu überzeugen, dass Europa in hohem Maße von mehr Freihandel profitiert. Wenn unsere Unternehmen leichter exportieren können oder wenn die durch den Wegfall von Zöllen eingesparten Beträge in die Unternehmen reinvestiert werden können, wird das Wachstum in Europa angekurbelt. Dies wiederum bedeutet, dass Arbeitsplätze gesichert und geschaffen werden. Der heutige Jahrestag liefert viele Gründe, die Ärmel hochzukrempeln und alle anderen noch ausstehenden Handelsvereinbarungen der EU zum Abschluss zu bringen“, sagte Cecilia Malmström, Kommissarin für Handel.

Durch die Zollsenkungen konnte in Deutschland beispielsweise das mittelständisches Maschinenbauunternehmen Meypack Verpackungssystemtechnik die Kosten seiner Maschinen um acht Prozent senken und dies an seine koreanischen Kunden abgeben.

Ausfuhren von EU-Waren, die zuvor mit besonders hohen Zöllen belegt wurden, wie etwa bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse, kommen nun in den Genuss niedrigerer Zollsätze, und die Ausfuhren solcher Waren sind um mehr als 70 Prozent gestiegen.

Es gibt Wirtschaftszweige, die mit noch besseren Ergebnissen aufwarten können: So haben sich die Autoverkäufe aus der EU nach Südkorea in den letzten Jahren verdreifacht. Außerdem ist es den EU-Unternehmen gelungen, den Wert der von ihnen in Südkorea erbrachten Dienstleistungen um elf Prozent und die bilateralen Investitionen um 35 Prozent zu steigern.

EU Kind Strand Ball 300Wenn sich die Eltern streiten oder trennen, leiden Kinder oft am meisten. Leben die Elternteile in verschiedenen europäischen Ländern, werden mögliche Folgen einer Trennung wie Sorgerechtsfragen, Umgangsrecht und Kindesentführung noch komplizierter. Mit neuen am Donnerstag, 30. Juni, vorgeschlagenen Regeln will die EU-Kommission den Schutz von Kindern in grenzüberschreitenden Familiensachen verbessern.

Der Erste Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans erklärte dazu: „Die vereinfachten neuen Vorschriften, die wir angenommen haben, werden Familien und Kindern Vorteile bringen. Dazu gehören kürzere Fristen für den Abschluss von Verfahren und die Vermeidung der hohen finanziellen Kosten, die häufig im Zusammenhang mit solchen Verfahren anfallen. Wir müssen dafür sorgen, dass die verschiedenen Rechtsordnungen miteinander vereinbar sind, um Komplikationen und Verzögerungen sowie Sorge und Unsicherheit zu reduzieren.“

Die neuen Vorschriften beruhen auf der Bewertung der bestehenden Vorschriften und sollen die festgestellten Mängel beheben. Ein wichtiges Ziel besteht insbesondere darin, die Verfahrensdauer zu verkürzen, da der Zeitfaktor für den Schutz des Kindeswohls in grenzüberschreitenden Verfahren betreffend die elterliche Verantwortung von entscheidender Bedeutung ist. Im Einzelnen werden folgende konkrete Änderungen vorgeschlagen:

Effizientere Verfahren in Fällen grenzüberschreitender Kindesentführung durch einen Elternteil

Die Fristen für die verschiedenen Phasen des Kindesrückgabeverfahrens werden auf eine maximale Gesamtdauer von 18 Wochen beschränkt (höchstens sechs Wochen für die Zentrale Behörde zur Bearbeitung des Antrags, sechs Wochen für das erstinstanzliche Gericht und sechs Wochen für das mit dem Rechtsbehelf befasste Gericht). Gegen eine Entscheidung über die Rückgabe eines Kindes kann nur einmal ein Rechtsbehelf eingelegt werden, und es wird im Ermessen des Richters liegen, diese Entscheidung in der Zwischenzeit für vollstreckbar zu erklären.

Unter uneingeschränkter Wahrung der Struktur der nationalen Rechtssysteme wird sichergestellt, dass nur eine begrenzte Anzahl von Gerichten für Fälle von elterlicher Kindesentführung zuständig ist, damit Richter die erforderliche Fachkompetenz aufbauen können.

Anhörung des Kindes

Ein Kind, das fähig ist, sich seine eigene Meinung zu bilden, wird die Möglichkeit haben, diese in jedem Verfahren zu seinem Fall zu äußern. Dies wird insbesondere für die Verfahren über das Sorge- und Umgangsrecht und über die Rückgabe von Kindern im Falle einer Entführung durch einen Elternteil gelten.

Zügige Vollstreckung von Entscheidungen in anderen Mitgliedstaaten

Zurzeit müssen Eltern häufig beantragen, dass eine Entscheidung über das Sorge- oder Umgangsrecht in einem anderen Mitgliedstaat vollstreckt wird. Mit den neuen Vorschriften wird das Exequaturverfahren, ein Zwischenverfahren für die Vollstreckung einer Entscheidung in einem anderen Mitgliedstaat, abgeschafft. In Fällen, in denen die Entscheidung nach sechs Wochen noch nicht vollstreckt wurde, wird das Gericht die ersuchende Zentrale Behörde im Ursprungsmitgliedstaat oder direkt den Antragsteller darüber informieren, warum die Vollstreckung nicht fristgerecht erfolgt ist. Um die Vollstreckung zu beschleunigen, kann das Gericht, das die Entscheidung erlassen hat, diese für vorläufig vollstreckbar erklären.

Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Behörden der Mitgliedstaaten

Die gute Zusammenarbeit zwischen den Zentralen Behörden in Kindschaftssachen ist eine zwingende Voraussetzung für das gegenseitige Vertrauen zwischen den Behörden verschiedener Mitgliedstaaten. Mit den neuen Vorschriften wird eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Zentralen Behörden gefördert, da diese die direkte Anlaufstelle für Eltern darstellen und eine Schlüsselrolle einnehmen, wenn es darum geht, die Richter bei der Anwendung der Vorschriften zu unterstützen. Darüber hinaus werden Kinderschutzbehörden besser in die grenzübergreifende Zusammenarbeit einbezogen.

Kornfeld 300Da die Mitgliedstaaten sich nicht mehrheitlich für oder gegen eine weitere Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat einigen konnten, hat die Kommission die Genehmigung von Glyphosat bis höchstens Ende 2017 verlängert.

Dabei wurde die äußerst gründliche und streng wissenschaftliche Bewertung des Wirkstoffs durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sowie durch zuständige Behörden der Mitgliedstaaten berücksichtigt. Bis Ende 2017 wird ein weiteres Gutachten der Europäischen Agentur für chemische Stoffe (ECHA) erwartet, das wegweisend für weitere Schritte sein soll. Es obliegt den EU-Staaten, selbst zu entscheiden, ob sie in ihrem Land Glyphosat-basierte Pflanzenschutzmittel zulassen, verbieten oder deren Nutzung einschränken.

Deutschland hatte sich bei der Entscheidung im Rat enthalten. 20 Mitgliedstaaten hingegen wollten die Zulassung verlängern, erreichten aber nicht die notwendige qualifizierte Mehrheit. Hätte die EU-Kommission die Zulassung nicht verlängert, hätten diese Mitgliedstaaten die Nutzung von Glyphosat in ihrem nationalen Gebiet nicht erlauben dürfen.

Glyphosat ist ein Wirkstoff, der breiten Einsatz in Pflanzenschutzmitteln findet. Auf Glyphosat basierende Pflanzenschutzmittel (d.h. Formulierungen, die Glyphosat und weitere chemische Stoffe enthalten) werden in Landwirtschaft und Gartenbau vor allem zur Bekämpfung von Unkräutern verwendet, die mit Kulturpflanzen konkurrieren. Die Ausbringung erfolgt in der Regel vor der Aussaat und zur Trocknung vor der Ernte, was die Pflanzen schneller und gleichmäßiger reifen lässt.

EU fördert Jobs 300Drei Millionen mehr Beschäftigte als vor einem Jahr, eine gesunkene Rate bei der Langzeitarbeitslosigkeit und weniger junge Arbeitslose sind die Bilanz des am Dienstag, 28. Juni, von der Europäischen Kommission vorgestellten vierteljährlichen Berichts zur Beschäftigung und sozialen Lage.

Sozialkommissarin Marianne Thyssen sagte zu dem Bericht: „Diese positive Daten zeigen, dass unsere Bemühungen bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit auf EU- und nationaler Ebene anfangen, Früchte zu tragen. Aus dem Bericht ergibt sich allerdings auch, dass es nach wie vor eine Herausforderung ist, die Menschen zu erreichen, die am weitesten vom Arbeitsmarkt entfernt sind, auch wenn sich die Langzeitarbeitslosenquote verbessert hat. In Bezug auf inaktive junge Menschen, die weder eine Arbeit haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren und auch nicht aktiv nach einer Beschäftigung suchen – ist zum Beispiel weder auf EU-Ebene noch auf Ebene der Mitgliedstaaten eine Verbesserung zu beobachten. Ich hoffe daher, dass wir möglichst bald von Initiativen wie der Empfehlung zur Langzeitarbeitslosigkeit und der neuen europäischen Kompetenzagenda profitieren können.“

Der Bericht zeigt einen Anstieg der Beschäftigungsrate insgesamt, sowohl für die EU als auch für den Euroraum, drei Millionen Menschen mehr als vor einem Jahr hatten eine Arbeit. Das höchste Beschäftigungswachstum hatten Ungarn, Luxemburg, Malta und Spanien. Die Langzeitarbeitslosenrate insgesamt ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte gesunken und liegt jetzt bei 4,3 Prozent. Dies ist der stärkste Rückgang seit 2014, als ein erstes Absinken der Langzeitarbeitslosenzahlen festgestellt wurde. Zum ersten Mal seit Beginn der wirtschaftlichen Erholung ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen stärker gefallen als die Zahl derjenigen, die weniger als zwei Jahre ohne Arbeit waren. Der aktuelle Bericht zeigt auch eine kontinuierliche Verbesserung der Mitgliedstaaten bei der Jugendarbeitslosigkeit, die in den EU-Ländern, die von der Wirtschaftskrise am besonders betroffen waren, stärker zurückgegangen ist. So sank die Jugendarbeitslosigkeit z.B. in Spanien von 55,9 Prozent im April 2013 auf 44,8 Prozent im April 2016.

EU Flagge 300Präsident Schulz, Präsident Tusk und Premierminister Rutte sind am Freitag, 24. Juni, auf Einladung des Präsidenten der Europäischen Kommission Juncker in Brüssel zusammengekommen. Sie berieten das Ergebnis des Referendums im Vereinigten Königreich und gaben die folgende gemeinsame Erklärung ab.

„In einem freien und demokratischen Prozess hat das britische Volk den Wunsch geäußert, die Europäische Union zu verlassen. Wir bedauern diese Entscheidung, aber respektieren sie.

Dies ist eine noch nie da gewesene Situation, doch wir sind vereint in unserer Antwort. Wir stehen zusammen und halten die Werte der Europäischen Union hoch, um Frieden und das Wohl der Menschen zu fördern. Die Union der 27 Mitgliedstaaten wird fortbestehen. Die Union ist der Rahmen unserer gemeinsamen politischen Zukunft. Geschichte, Geographie und gemeinsame Interessen haben uns zusammengeschweißt und auf diesem Fundament werden wir unsere Zusammenarbeit weiterentwickeln. Vereint werden wir die gemeinsamen Herausforderungen anpacken, um Wachstum zu erzeugen, Wohlstand zu schaffen und ein sicheres und geschütztes Umfeld für unsere Bürger zu gestalten. Die Institutionen werden hierbei ihren vollen Beitrag leisten.

Wir erwarten nun von der Regierung des Vereinigten Königreichs, dass sie die Entscheidung des britischen Volkes so schnell wie möglich umsetzt, so schmerzhaft der Prozess auch sein mag. Jede Verzögerung würde die Unsicherheit unnötig verlängern. Wir verfügen über die Regeln, um auf geordnete Weise damit umzugehen. Das Prozedere für den Fall, dass sich ein Mitgliedstaat entscheidet, die Europäische Union zu verlassen, ist in Artikel 50 des Vertrages über die Europäische Union festgeschrieben.

Wir stehen bereit, die Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich über die Voraussetzungen und Bedingungen seines Rückzugs aus der Europäischen Union zügig zu beginnen. Bis dieser Prozess der Verhandlungen zu Ende ist, bleibt das Vereinigte Königreich Mitglied der Europäischen Union, mit allen Rechten und Pflichten, die sich daraus ableiten. Nach den Verträgen, die das Vereinigte Königreich ratifiziert hat, ist EU-Recht solange vollumfänglich im Vereinigten Königreich anzuwenden, bis es nicht länger Mitglied ist.

Die „Neue Regelung für das Vereinigte Königreich innerhalb der Europäischen Union”, die beim Europäischen Rat vom 18. und 19. Februar 2016 beschlossen wurde, wird wie vereinbart nicht in Kraft treten und ist damit hinfällig. Es wird keine Neuverhandlung geben.

Wir hoffen, dass das Vereinigte Königreich auch in Zukunft ein enger Partner der Europäischen Union sein wird. Wir erwarten, dass das Vereinigte Königreich seine Vorschläge in diesem Sinne zum Ausdruck bringen wird.

Jede Vereinbarung, die mit dem Vereinigten Königreich als Drittstatt beschlossen wird, muss die Interessen beider Seiten widerspiegeln und in Bezug auf Rechte und Pflichten ausgewogen sein.“

jungeleute6 6002017 feiern das Partnerschaftskomitee und die Stadt Reims den 50. Jahrestag der Partnerschaft zwischen Reims und Aachen. Deshalb sucht die Stadtverwaltung Reims im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienst nach einem/einer deutschen Freiwilligen, der/die von November 2016 bis Juni 2017 bei der Umsetzung der Feierlichkeiten zu diesem Jubiläum der Städte-Partnerschaft zwischen Reims und Aachen helfen möchte.

Dabei hat man speziell an eine Aachener/eine Aachenerin gedacht. Kosten für Unterkunft, Anreise und Versicherung werden im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes übernommen, außerdem werden ein monatliches Taschengeld und Verpflegungsgeld gezahlt. Der Europäische Freiwilligendienst ist ein informelles Austausch- und Bildungsprogramm, das zum Programm Erasmus + gehört. Bei einer Teilnahme am Europäischen Freiwilligendienst besteht darüber hinaus Kindergeldberechtigung.

Die Hauptaufgabe des/der Freiwilligen ist es Aktionen zu organisieren, die darauf abzielen, das Interesse der Reimser Bevölkerung an Europa und den deutsch-französischen Beziehungen zu wecken. Der/Die Freiwillige kann auch Aktivitäten organisieren, die sich an die Bevölkerung im Allgemeinen oder auch an junge Leute in Reims richten und zum Ziel haben, sein Heimatland authentisch zu präsentieren.

Er/Sie nimmt auch an gemeinsamen Projekten mit anderen Freiwilligen in Reims und den studentischen Mitbewohnern teil.

Der/Die Freiwillige sollte kommunikativ, positiv und dynamisch sein. Er/Sie sollte gut mit Menschen umgehen können und bereit sein, Initiative zu ergreifen. Ein Minimum an französischen Sprachkenntnissen ist wünschenswert um seine Integration zu erleichtern, ebenso wie Kenntnisse über die Stadt Aachen, um Projekte zur Stadt zu verwirklichen.

Für die Bewerbung sollte ein Motivationsschreiben und Lebenslauf bis spätestens 10. Juli an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geschickt werden.

Flaggen China EU 300Die EU-Kommission möchte die Zusammenarbeit mit dem Reich der Mitte vertiefen. Unternehmen, Bürger und Organisationen sollen von einer vertiegenden, präzisierten Zusammenarbeit mit China profitieren. Die Hauptziele der Zusammenarbeit sollen darin bestehen, Beschäftigung und Wachstum in Europa zu fördern, dafür soll energischer auf eine Öffnung des chinesischen marktes für europäische Unternehmen geforder werden.

Die Europäische Kommission hat sich am Mittwoch, 22. Juni, für eine ehrgeizige Ausgestaltung der künftigen Beziehungen zu China ausgesprochen. In einer Gemeinsamen Mitteilung „Elemente für eine neue China-Strategie der EU“  haben Kommission und die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, ihre Strategie für die Beziehungen der EU zu China in den nächsten fünf Jahren vorgestellt.

Federica Mogherini, erklärte dazu: „Die Europäische Union und China kooperieren bereits in so vielen Bereichen – wir arbeiten gemeinsam an den globalen und politischen Themen unserer Zeit, wie Iran, Syrien, Afghanistan, Migration und Klimawandel. Doch wir können und müssen noch mehr tun, um die Europäische Union und China miteinander zu verbinden. Von engeren, verbesserten und präziser definierten Beziehungen zwischen der EU und China, die auf gemeinsamer Verantwortung beruhen, können unsere Bürger, Unternehmen und Organisationen nur profitieren. Ich bin überzeugt, dass die Gemeinsame Mitteilung, die wir heute angenommen haben, uns in die Lage versetzen wird, das große Potenzial unserer Beziehungen zu China voll auszuschöpfen.“

Das in der heutigen Mitteilung aufgeführte Hauptziel besteht darin, für Beschäftigung und Wachstum in Europa zu sorgen, energisch eine größere Öffnung des chinesischen Markts für europäische Unternehmen zu fördern und damit einen Beitrag zur Verwirklichung der ersten Priorität der von Präsident Juncker geführten Kommission zu leisten.

Zu diesen Chancen zählen u. a. der Abschluss eines ehrgeizigen und umfassenden Investitionsabkommens, ein Beitrag Chinas zum Europäischen Fonds für strategische Investitionen, gemeinsame Forschungs- und Innovationsvorhaben sowie der Aufbau eines den eurasischen Kontinent umspannenden physischen und digitalen Netzwerks für Handels- und Investitionsströme und direkte Kontakte zwischen den Menschen.

Nach dem Abschluss eines weitreichenden Investitionsabkommens zwischen der EU und China und nach der Umsetzung von Reformen in China zur Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen für einheimische und ausländische Unternehmen können auf längere Sicht ehrgeizigere Ziele wie die Aushandlung eines vertieften und umfassenden Freihandelsabkommens ins Auge gefasst werden.

Die Gemeinsame Mitteilung wird nun dem Rat und dem Europäischen Parlament vorgelegt werden.

Die letzte Mitteilung der Europäischen Kommission zu China wurde im Jahr 2006 angenommen. Seitdem haben sich die EU und China beide stark verändert. China verstärkt seine politische und wirtschaftliche Präsenz in allen Regionen der Welt. Für den Umgang mit dieser neuen Realität braucht die EU ein neues Konzept. Aus diesem Grund wird in der neuen Strategie der EU dargelegt, wie in den kommenden fünf Jahren die EU im Rahmen ihrer Beziehungen zu China ihre eigenen Interessen fördern und ihre eigenen Werte zur Geltung bringen kann.

Frontex Küstenschutz Grenzschutz 300Das Europäische Parlament, der Rat und die Europäische Kommission haben eine Einigung zum Gesetzentwurf der Kommission für einen neuen Europäischen Grenz- und Küstenschutz erzielt. Damit kann eine gestärkte Agentur für den Grenz- und Küstenschutz ab Sommer ihre Arbeit aufnehmen.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wies darauf hin, dass das Übereinkommen zu einem Europäischen Grenz- und Küstenschutz zeige, dass Europa in der Lage sei, schnell und resolut auf gemeinsame Herausforderungen zu reagieren. Die Kommission habe bereits im Mai 2014 erklärt – und er habe dies auch während seiner Präsidentschaftswahlkampagne gesagt – das Frontex deutlich gestärkt werden und zu einem voll einsatzfähigen Europäischen Grenz- und Küstenschutz weiterentwickelt werden muss.

Die Europäische Kommission hatte im Dezember 2015 Vorschläge zum Management der EU-Außengrenzen und zum Schutz des Schengen-Raums ohne Binnengrenzen vorgelegt. Die Vorschläge beinhalteten die Einrichtung eines europäischen Grenz- und Küstenschutzes, um ein starkes und gemeinsames Management der Außengrenzen der Europäischen Union zu gewährleisten. Der europäische Grenz- und Küstenschutz wird sich aus einer Europäischen Agentur, die aus der EU-Grenzschutzbehörde Frontex hervorgeht, und den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten zusammensetzen.

Die Europäische Agentur soll zudem europäische Grenzschutz- und Küstenwache-Teams einsetzen können, damit vor Ort auch dann gehandelt wird, wenn ein Mitgliedstaat nicht in der Lage ist, die erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Die Mitgliedstaaten werden weiterhin ihre Kompetenzen ausüben und Souveränität über ihre Grenzen haben. Von entscheidender Wichtigkeit ist, dass der Europäische Grenz- und Küstenschutz alle Mitgliedstaaten unterstützen wird und in der Lage sein wird, Schwachstellen im voraus zu identifizieren und einzugreifen, und nicht erst dann, wenn es zu spät ist.

Euro 600Ein Erfolg im Kampf gegen Steuervermeidung kann die EU vermelden. Eine neue Richtlinie soll die Steuervermeidung von Großkonzernen erheblich erschweren, so dass die Unternehmen nicht länger Unterschiede zwischen den Steuersystemen zur Steuervermeidung nutzten können. Dies soll durch neue Standards zur Bekämpfung von Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung gewährleistet werden.
 
Die Kommission begrüßt die am Dienstag, 21.06, erzielte politische Einigung der Mitgliedstaaten über weitreichende neue Vorschriften zur Beseitigung der gängigsten Praktiken zur Steuervermeidung von Unternehmen. „Zu lange konnten einige Unternehmen die Unterschiede zwischen den Steuersystemen verschiedener Mitgliedstaaten nutzen, um die Zahlung von Steuern in Milliardenhöhe zu vermeiden“, sagte EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici am Dienstag, 21.06, am Rande seines Besuchs in Berlin. „Ich beglückwünsche die Mitgliedstaaten, die sich nun zur Wehr setzen und zusammenarbeiten, um die erforderlichen Veränderungen zu veranlassen, damit diese Unternehmen ihren fairen Steueranteil zahlen.“

Nach der Vorlage der Vorschläge der Kommission im Januar einigte man sich nach nur fünf Monaten auf diese rechtsverbindlichen Vorschriften, um die internationalen Bemühungen zur Bekämpfung der aggressiven Steuerplanung voranzubringen. Diese Vorschriften kommen angesichts der jüngsten Enthüllungen der Panama Papers genau zur richtigen Zeit.  

Die Maßnahmen der Richtlinie zielen auf die wichtigsten, von multinationalen Großunternehmen praktizierten Arten der Steuervermeidung ab und basieren auf den von der OECD im vergangenen Jahr entwickelten Standards zur Bekämpfung von Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung (base erosion and profit shifting – BEPS).

Obwohl einige Maßnahmen aufgrund von Umsetzungsfragen in den Mitgliedstaaten geändert werden mussten, ist die Kommission nach wie vor überzeugt, dass ohne eine rasche Einigung über diese Richtlinie kein schnelles Handeln möglich wäre. Da das Europäische Parlament seine Stellungnahme bereits abgegeben hat, werden die neuen Vorschriften in Kürze vom Rat verabschiedet.

Durch die Anwendung dieser Rechtsvorschriften wird den am häufigsten genutzten Schlupflöchern und aggressiven Steuerplanungsstrategien ein Ende gesetzt, die einige Großunternehmen derzeit nutzen, um einer angemessenen Besteuerung zu entgehen. So werden alle Mitgliedstaaten nun die Möglichkeit haben, Gewinne zu besteuern, die in Niedrigsteuerländer verlagert werden, in denen das Unternehmen keine echte wirtschaftliche Tätigkeit ausübt (CFC-Regeln). Zuvor unbesteuerte Gewinne aus Vermögenswerten wie Rechten am geistigen Eigentum, die aus dem Gebiet der EU ausgelagert wurden, können ebenfalls besteuert werden (Wegzugsbesteuerung), und gleichzeitig erhalten die Länder die Möglichkeit, gegen Steuervermeidungsstrategien vorzugehen, für die keine spezifischen Steuervermeidungsvorschriften gelten (allgemeine Vorschrift zur Verhinderung von Missbrauch).

Im Laufe der Verhandlungen wurden einige Änderungen an dem ursprünglichen Vorschlag vorgenommen, etwa beim Anwendungsbereich der sogenannten Zinsschranke.

Hintergrund

Mit den heute vereinbarten bindenden Maßnahmen übernimmt die EU eine Vorreiterrolle bei der politischen und wirtschaftlichen Herangehensweise an die Unternehmensbesteuerung nach der Einigung der OECD-Länder über Empfehlungen zur Eindämmung von Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung (BEPS).

Die Kommission macht rasche Fortschritte bei der Umsetzung der Zusage von Präsident Juncker, Möglichkeiten zur Bekämpfung der Steuervermeidung auf Ebene der Unternehmen vorzuschlagen, einen faireren Binnenmarkt zu gewährleisten und für mehr Wachstum, Arbeitsplätze und Investitionen in Europa zu sorgen.

Die von der Juncker-Kommission vorgelegten größeren Initiativen zur Förderung der Steuertransparenz und zur Reform der Unternehmensbesteuerung haben bereits Ergebnisse vorzuweisen. Der von der Kommission im Januar vorgelegte Vorschlag für eine länderbezogene Berichterstattung zwischen EU-Steuerbehörden wurde im März genehmigt und wird multinationale Großunternehmen mit Sitz in der EU verpflichten, den Steuerbehörden detaillierte Steuerinformationen zu übermitteln. Die Mitgliedstaaten einigten sich im Oktober vergangenen Jahres nach nur sieben Monaten auf den Vorschlag der Kommission über den automatischen Austausch von Informationen über Steuervorbescheide.

Darüber hinaus wurden einige weitere bedeutende Unternehmenssteuerreformen auf den Weg gebracht. 2016 wird die Kommission ihre Kampagne zur Reform der Unternehmensbesteuerung mit wichtigen Vorschlägen wie der Neubelebung der gemeinsamen konsolidierten Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB) fortsetzen. Ferner haben die Mitgliedstaaten ihre Absicht signalisiert, eine gemeinsame EU-Liste von Steuergebieten außerhalb der EU zusammenzustellen, die nicht die Standards für verantwortungsvolles Handeln im Steuerbereich erfüllen.

Camp Idomeni 300Auch wenn immer weniger Flüchtlinge Deutschland erreichen, sind immer noch über 65 Millionenen Menschen auf der Flucht. Die EU möchte sich weiterhin den Herausforderungen stellen und mit der #SupportRefugee-Kampagne auf die Situationen dieser Menschen aufmerksam machen.

Zum Weltflüchtlingstag am Montag, 20.  Juni, hat sich die EU-Kommission zu internationaler Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Schutz von Menschen auf der Flucht bekannt. In einer gemeinsamen Erklärung der Vizepräsidenten Timmermans und Mogherini mit den EU-Kommissaren Mimica (Internationale Zusammenarbeit), Avramopoulos (Migration und Inneres) sowie Stylianides (Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement) fordern die EU-Politiker zudem eine globale Aufgabenverteilung und Solidarität bei der Umsiedlung von Migranten.

 „Flüchtlinge zu unterstützen und  zu schützen und die Migration wirksam zu steuern ist eine Herausforderung, die eine globale Antwort verlangt“, so die EU-Kommissionsmitglieder. „Entwicklungsländer haben mit 85 Prozent die weit überwiegende Zahl der weltweiten Flüchtlinge aufgenommen, aber auch wir spüren mit einer Millionen Schutz in der EU suchenden Menschen die Auswirkungen näher unserer Heimat.“

Laut aktuellen Zahlen der Vereinten Nationen befinden sich derzeit über 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Die EU gehört zu den weltweit größten Gebern in der Entwicklungszusammenarbeit. Zur Bewältigung der Migrationskrise hat sie 2015 und 2016 über 10 Mrd. Euro aus ihrem Etat bereit gestellt.

Viele hilfsbedürftige Menschen seien  skrupellosen Menschenschmugglern zum Opfer gefallen, litten auf ihrer Reise oder hätten ihr Leben verloren, so die EU-Kommissare.  Der Weltflüchtlingstag erinnere an ihre Notlage, daher wolle die EU mit der #SupportRefugee-Kampagne darauf aufmerksam machen und zeigen, wie sie konkrete Hilfe leistet.

„Die EU wird der Krise nicht stillschweigend zuschauen und sie wird weiterhin die weltweiten Anstrengungen zu deren Bewältigung unterstützen. Wir suchen fortwährend nach Wegen, um unsere humanitäre Antwort zu verstärken und unsere Unterstützung für die Flüchtlinge, Binnenvertriebenen und Millionen von der Krise Betroffenen weltweit zu erhöhen.“

Die EU-Kommission bekräftigte ihren Aktionsplan, zu dem die kürzlich vorgestellten Migrationspartnerschaften als Teil der außenpolitischen Antwort auf die Krise zählen: „ Migration wird bedeutender für das außenpolitische Handeln durch die neuen Partnerschaften, die wir diesen Monat vorgestellt haben. Wir wollen in unseren Partnerländern das Wachstum durch gesteigerte Finanzmittel und technische Unterstützung ankurbeln, aber gleichzeitig dabei die Rechtstaatlichkeit und Menschenrechte stärken.“

Autobahn 600Connecting Europe - neue Projekte sollen Infrastrukturen in Eurpa für Fahrgäste und Unternehmer sicherer und effizienter machen. In Deutschland sind zwanzig Projekte ausgewählt worden, die insgesamt mit 189,2 Millionen Euro gefördert werden sollen. Die EU erhofft sich durch die Investitionen zudem bis 2030 100.000 neue Arbeitsplätze.

Noch klaffen große Lücken bei den Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland und Europa. Um diese ein Stück weiter zu schließen und das europäische Verkehrsnetz voranzubringen, sollen 195 Verkehrsprojekte in ganz Europa mit insgesamt 6,7 Mrd. Euro unterstützt werden. Das hat die EU-Kommission am Freitag, 17. Juni, bekannt gegeben. Diese EU-Förderung wird durch private und öffentliche Gelder ergänzt und erreicht damit insgesamt 9,6 Mrd. Euro. In Deutschland fließen hohe Beträge unter anderem in die Modernisierung grenzüberschreitender Zugverbindungen und des Luftverkehrsmanagements, die Entwicklung des vernetzten Autos und der Elektromobilität.

„Die Projekte werden die europäische Infrastruktur sowohl für Fahrgäste als auch für Unternehmen sicherer, nachhaltiger und effizienter machen“, sagte EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc bei der Vorstellung der Ergebnisse des Ausschreibung zur Fazilität „Connecting Europe“ heute in Brüssel. Zudem könnten mit den Investitionen bis 2030 bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Der für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zuständige Vizepräsident Jyrki Katainen ermutigte potentielle Projektträger,  auch die im Rahmen der Investitionsoffensive für Europa bestehenden Investitionsmöglichkeiten zu prüfen und insbesondere vom neu geschaffenen Portal für Europäische Investitionsvorhaben (EIPP) Gebrauch zu machen, um weltweit um Investoren zu werben.

Förderung für Deutschland

Von den 47 förderfähigen Projekten aus Deutschland wurden zwanzig Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 189,2 Mio. Euro ausgewählt. Mit dabei ist unter anderem die Modernisierung des Eisenbahnsystems auf dem Seehafen in Bremerhaven, die Anbindung des Hafens in Regensburg an den Rhein-Donau-Korridor (einer der 9 Korridore, die das europäische Verkehrskernnetz bilden), die Modernisierung der Flugverkehrsüberwachung in Saarbrücken, Erfurt und Dresden sowie eine Studie für eine neue Eisenbahnverbindung zum Münchner Flughafen.

Hohe Beträge fließen in die Entwicklung neuer Radartechnologien im Luftverkehrsmanagement in Deutschland, den Aufbau des einheitlichen Europäischen Luftraums sowie in die Modernisierung grenzüberschreitender Zugverbindungen. Fast 5 Millionen Euro werden für die Entwicklung des vernetzten Autos (C-IST) verwendet. Damit soll EU-weit die Kommunikation zwischen Fahrzeugen untereinander sowie mit der Verkehrsinfrastruktur ausgebaut werden soll. Deutschland will die C-ITS Dienste in zwei Regionen anwenden: in dem bestehenden C-ITS Korridor in Hessen und in einem Pilotprojekt in Niedersachsen.

Außerdem werden Studien zur Bereitstellung von Flüssiggas für die Schifffahrt gefördert, unter anderem in Duisburg und Mannheim. Mit 2 Mio. Euro soll die Installation leistungsfähigerer Ladestationen in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Österreich unterstützt werden, um die Distanz, die Elektrofahrzeuge erreichen können, auf bis zu 500 km zu steigern.

Finanzierung

Die finanzielle Beteiligung der EU erfolgt in Form von Finanzhilfen, wobei der Kofinanzierungssatz je nach Art des Projekts 20 Prozent bis 50 Prozent der förderfähigen Kosten des Projekts beträgt. In Bezug auf Projektvorschläge für aus dem Kohäsionsfonds finanzierbare Vorhaben kann der maximale Kofinanzierungssatz bis zu 85 Prozent der förderfähigen Kosten betragen.

Nächste Schritte

Der vorgeschlagene Finanzierungsbeschluss muss nun vom Koordinierungsausschuss der Fazilität „Connecting Europe“, der am 8. Juli 2016 zusammentritt, förmlich angenommen werden. Mit der Annahme des Beschlusses durch die Kommission wird Ende Juli 2016 gerechnet. Die einzelnen Finanzhilfevereinbarungen werden dann von der Exekutivagentur für Innovation und Netze (INEA) aufgesetzt und im zweiten Halbjahr 2016 mit den Projektbegünstigten unterzeichnet.

Hintergrund

Im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ (CEF) werden 24,05 Mrd. Euro aus dem EU-Haushalt 2014-2020 zur Kofinanzierung von TEN-V-Projekten in den EU-Mitgliedstaaten bereitgestellt. Von diesem Betrag sind 11,305 Mrd. Euro für Projekte in Mitgliedstaaten bestimmt, die die Förderkriterien des Kohäsionsfonds erfüllen. Die Prioritäten und der Gesamtbetrag für die finanzielle Unterstützung für jede dieser Prioritäten in einem bestimmten Jahr werden in jährlichen und mehrjährigen Arbeitsprogrammen festgelegt. 2014 war das erste Programmplanungsjahr der CEF.

Gemeinsam mit dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) und den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) spielt die Fazilität „Connecting Europe“ eine wichtige Rolle bei der Schließung der Investitionslücke in Europa – eine der obersten Prioritäten der Kommission.

Die EU-Kommission hat am Donnerstag, 16. Juni, ihre Kampagne #SupportRefugees gestartet, die während der Fußball-Europameisterschaft für die Situation der Flüchtlinge weltweit sensibilisieren soll.

Unterstützt wird die Kampagne von zwei internationalen Fußballern: dem belgischen Mittelfeldspieler Marouane Fellaini von Manchester United und der deutschen Nationalspielerin Anja Mittag von Paris Saint-Germain. Vor dem Weltflüchtlingstag am 20. Juni informiert die Kampagne über die Situation der 60 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind. Sie brauchen Hilfe, Schutz und dauerhafte Lösungen. Mit über 1 Mrd. Euro leistet die EU den größten finanziellen Beitrag. Damit werden Unterkünfte, Nahrungsmittel, medizinische Versorgung, sanitäre Anlagen, Bildung und andere zentrale Maßnahmen finanziert.

Christos Stylianides, EU-Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, erklärte zum Start der Kampagne: „Für Millionen Fans ist Fußball ihr Leben. Für Millionen Flüchtlinge dreht sich das Leben ums Überleben. Sport und besonders Fußball haben eine lange Tradition, den guten Zweck und soziale konstruktive Botschaften zu unterstützen. Die Fußballer, die ihre Zeit kostenfrei für die Kampagne zur Verfügung gestellt haben, werden uns helfen, die positive und wichtige Arbeit der EU zur Unterstützung von Flüchtlingen bekannt zu machen.“

Digitales 300Die Zeiten, in denen man im Urlaub große Beträge einkalkulieren musste, sollte man ein längeres Telefonat führen oder gar eine E-Mail abrufen sollen ab 2017 vorbei sein. Nun gibt es eine neue Studie zum Thema Roamingdienste und Roaming Märkte in der EU.

Ein Jahr vor dem beschlossenen Ende der Roaming-Gebühren 2017 hat die Europäische Kommission dem EU-Parlament und dem Rat eine weitere Begrenzung der Preise für die Bereitstellung von Roaming-Diensten vorgeschlagen. Netzbetreiber dürfen sich demnach untereinander nur noch 0,04 Euro pro Minute für die Nutzung ihrer Netze für Kunden im EU-Ausland in Rechnung stellen. Für Endkunden gilt bereits seit 30. April, dass eine Gesprächsminute aus dem EU-Ausland nur noch 0,05 Euro teurer sein darf als im Inland (vor Mehrwertsteuer). Ab dem 15. Januar 2017 fallen die Roaming-Gebühren in der gesamten EU weg, die Nutzer zahlen dann bei Reisen ins Ausland für Mobiltelefonieren, SMS und Surfen im Internet den gleichen Preis wie im Inland.

Damit diese Abschaffung der Roaming-Endkunden Zuschläge in der gesamten EU nachhaltig ist, müssen nationale Roaming Märkte wettbewerbsfähig sein und die Netzbetreiber der Lage sein, Roamingdienste anzubieten, ohne zusätzliche Aufschläge zu den Inlandspreisen zu erheben. Dazu hat die Kommission heute eine Studie vorgelegt. 

Flaggen 28 EU Staaten 400Am 21. Mai hat die „Gleichbehandlungsstelle für EU-Arbeitnehmer“ offiziell ihre Arbeit aufgenommen.
Ein Schwerpunkt des Referats wird sein, EU-Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie ihre Familienangehörigen durch Beratung und Information zu unterstützen.

Die Gleichbehandlungsstelle hat das Ziel, Bürgerinnen und Bürger der EU in den Rechten, die ihnen im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit in Deutschland zustehen, zu unterstützen. Die Gleichbehandlungsstelle wendet sich daher an Bürgerinnen und Bürger der EU, die in Deutschland von ihrem Recht auf Arbeitnehmerfreizügigkeit Gebrauch machen (Dauerbeschäftigte, Saisonarbeiter, Grenzgänger und Arbeitsuchende), und ihre Familienangehörigen, jedoch nicht an Bürgerinnen und Bürger der EU, die Unternehmen aus der EU vorübergehend nach Deutschland entsenden.

Die konkreten Aufgaben der Gleichbehandlungsstelle sind beispielsweise:

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der EU in Deutschland und ihren Familienangehörigen unabhängige rechtliche und/oder sonstige Unterstützung durch Beratung und Verweisberatung anzubieten.
  • Informationen über das Recht auf Arbeitnehmerfreizügigkeit in mehreren Amtssprachen der Mitgliedstaaten der EU bereitzustellen.

Die Unterstützung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der EU in Deutschland und ihrer Familienangehörigen umfasst Beratung und Information zu folgenden Bereichen:

  • Zugang zu Beschäftigung
  • Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen
  • Zugang zu sozialen und steuerlichen Vergünstigungen
  • Zugang zu beruflicher Bildung
  • Zugang zu Wohnraum
  • Zugang zu schulischer Bildung und Berufsausbildung
  • Zugehörigkeit zu Gewerkschaften und Wählbarkeit zu den Organen der Arbeitnehmervertretungen
  • Hilfe durch die Arbeitsagenturen

PutinDer Kreisverband Aachen der Europa-Union Deutschland lädt gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zu einer Lesung und Diskussion mit Boris Reitschuster zum Thema "Putins verdeckter Krieg - Gefahr für die Demokratie(n) Europas" am 23.06.2016 um 19:30 Uhr im Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen ein. Boris Reitschuster ist Journalist und Autor sowie ehemaliger Leiter des Moskauer FOCUS Büros.

War Russlands Handeln bis zur völkerrechtswidrigen Annektierung der Krim aus westlicher/europäischer Sicht weitgehend im Inneren und gegenüber vermeintlich abtrünnigen ehemaligen Sowjet-Republiken erkennbar „antidemokratisch“, so hat sich der Aktionsraum mit dem Eingreifen in Syrien einerseits und der Unterstützung z.B. des Front National bei den Europawahlen eindeutig verschoben, wenn nicht erweitert.

Die Europa-Union nimmt die These Boris Reitschusters – Wladimir Putin wolle Russland wieder zu einem Weltreich machen und arbeite an einer neuen »Internationalen« der Anti-Demokraten – zum Anlass, die Frage nach der neuen Rolle Putins in Europa zu stellen und diese mit den Gästen zu diskutieren.
In seinem neuen Buch beschreibt der Autor, wie zerstörerisch Putins Absichten sind und wie groß sein Einfluss im Westen ist: Moskau habe europaweit engste Kontakte zu rechts- und linksextremen Szenen geknüpft. Um seinen Einfluss geltend zu machen, bediene er sich manipulativer Methoden wie Propaganda, Parteispenden, und Druck auf Entscheidungsträger – eine alarmierende Bestandsaufnahme, die zeigt, wie gefährlich Putin für Europa und unsere Demokratie ist.

Donnerstag, 23.06.2016, 19:30 Uhr

Suermond-Ludwig-Museum
Wilhelmstraße 18
52070 Aachen

Eintritt frei!

Um Anmeldung wird gebeten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Flüchtlinge zu Fuß 300Die EU-Kommission hat sechs weitere Initiativen zur Beseitigung der Ursachen für irreguläre Migration in Höhe von 146 Mio. Euro beschlossen. Das Geld wird aus dem Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika bereitgestellt, um die Krisenregionen Sahelzone und Tschadbecken zu stabilisieren, den organisierten Menschenhandel zu bekämpfen und wirtschaftliche Perspektiven für junge Menschen aus den Regionen zu schaffen.

Neven Mimica, Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, sagte: „Mit diesen neuen Maßnahmen werden zwei Ziele verfolgt: Zum einen sollen wirtschaftliche Chancen für junge Menschen geschaffen werden, damit sie dort, wo sie leben, finden, was sie benötigen; zum anderen sollen der Grenzschutz und die Bekämpfung krimineller Netze, die illegalen Handel aller Art betreiben und dabei skandalöse Einnahmen erzielen, verstärkt werden. Um diese beiden Ziele zu verwirklichen, brauchen wird das Engagement unserer afrikanischen Partner, auf die wir zählen.“

Das Geld dient einer verbesserten Steuerung der Migrationsströme, der erhöhten Sicherheit in den Grenzgebieten sowie der Bekämpfung der organisierten Kriminalität und die Schaffung nachhaltiger wirtschaftlicher Chancen für die Jugend bereitgestellt. Die Maßnahmen unterstützen die internen Sicherheitskräfte sowie das Grenzmanagement in den am stärksten von Instabilität betroffenen Gebieten. Sie sind Teil einer umfassenden Reaktion der Europäischen Union auf die irreguläre Migration und das Ergebnis eines verstärkten politischen Dialogs mit ihren Partnern zum Thema Migration.

Seit Januar 2016 wurden im Rahmen des Fonds 30 Maßnahmen im Wert von 382 Mio. Euro angenommen (100 Mio. Euro im Januar und 280 Mio. Euro im April), die zu den heute angekündigten 146 Mio. Euro hinzukommen. Damit bestätigt der Fonds seine Fähigkeit, ergänzend zu den anderen Maßnahmen der Europäischen Union schnell und zielgerichtet mit spezifischen Maßnahmen auf die Herausforderungen der Region zu reagieren. Der operative Ausschuss bot außerdem Gelegenheit, den operativen Rahmen zu erörtern, der die Prioritäten für die Zukunft bestimmen wird.

Beschäftigung Arbeitsplätze Wachstum 300Am 21. April 2016 wurde in Mettmann die Kooperationsvereinbarung verlängert, die die EURES-Grenzpartnerschaften für die Euregio Maas-Rhein vertraglich regelt. Der gemeinsame Arbeits- und Ausbildungsmarkt soll so noch besser erschlossen werden.

Kernstück der von der Europäischen Union mit 671.000 Euro geförderten Vereinbarung sind die Grenzinfo-Punkte. Niederländer, Belgier und Deutsche erhalten hier Informationen, Beratung und Unterstützung, wenn es um Arbeitsvermittlung, Berufsorientierung, Studienberatung oder das Sozialversicherungsrecht der Nachbarländer geht. Dazu gehört auch die Anerkennung von im Nachbarland erworbenen Berufsabschlüssen. Grenzinfo-Punkte bestehen derzeit in Aachen, Mönchengladbach, Kleve und Gronau. Weitere dieser Anlaufstellen sollen schon bald entlang den Grenzen zu den Niederlanden und Belgien den Betrieb aufnehmen.

Die Kooperationsvereinbarung wurde von zwölf Partnern - darunter die Bundesagentur für Arbeit NRW und die Stichting Euregio Maas-Rhein - unterzeichnet. Zu den vereinbarten Maßnahmen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden gehört auch der grenzüberschreitende Ausbau und die Anpassung der Kommunikationsnetzwerke, darunter der Ausbau der Social-Media-Angebote, der Ausgleich von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt in der Grenzregion, der Ausbau der Beratung für Grenzpendler, die Intensivierung der Studienberatung, die Beschleunigung der Anerkennung von im Nachbarland erworbenen Berufs- und Studienabschlüssen und die Qualifizierung von Beratungsexperten.

Die Europäische Union fördert die Zusammenarbeit der belgischen, deutschen und niederländischen Partner bzw. Institutionen aus den Bereichen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt innerhalb des EURES-Netzwerks im Rahmen des Programms für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI). Ziel des Unterprogramms EURES (European Employment Services) ist die Förderung der beruflichen Mobilität. Das Portal bietet Arbeitgebern, Arbeitssuchenden und Bürgerinnen und Bürgern, die von ihrem Recht auf berufliche Freizügigkeit Gebrauch machen möchten, Informationen, Beratung und Hilfe bei der Vermittlung und Einstellung.

Flüchtlingsfrau 300Die Stadt Stolberg und der Europaverein GPB e.V. mit Förderung der Gleichstellungsbeauftragten und der ffis e.V. geben anlässlich des Weltflüchtlingstages eine Ausstellung über das Schicksal von Frauen und Kindern auf der Flucht heraus.

Frauen und Kinder befinden sich zwischen den Fronten. Heutzutage sind mindestens 50 Prozent aller Flüchtlinge Frauen und Mädchen. Angst ist der ständige Begleiter: Angst vor Hunger und Krankheit, dem Verlust der Angehörigen und einer ungewissen Zukunft. Die Ausstellung möchte die Schicksale von Frauen und Kindern auf der Flucht von und nach Europa aufgreifen.

Nach einer Idee der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Stolberg, Susanne Goldmann, hat sich Annelene Adolphs, Geschäftsführerin Europaverein GPB e.V., dieser Herausforderung gestellt, ihre Forschungsarbeit danach ausgerichtet und das Konzept für diese Ausstellung entwickelt. 15 großformatige Plakate zeigen Geschichte und Geschichten von Frauen und Mädchen zwischen den Fronten.

Flucht ist kein neues Phänomen. Tatsächlich begegnen uns Flucht und Vertreibung – also das von Chaos und Unordnung gekennzeichnete Verlassen der angestammten Heimat wegen einer existenziellen Gefahr (wie beispielsweise Krieg) oder aufgrund von direkter Gewaltandrohung und -durchführung – als globale historische Phänomene seit der Antike, die sich seitdem durch die Jahrtausende ziehen.

Die Ausstellung „Zwischen den Fronten - Frauen auf der Flucht von und nach Europa” ordnet die Themenkreise zunächst dem historischen Kontext zu, in den die einzelnen Frauenschicksale eingebunden sind. Dabei zeigt sich, dass auch unsere europäische Geschichte jahrhundertelang patriarchalisch geprägt war und Frauenschicksale oft als Randnotizen genannt bzw. aufgezeichnet wurden.

Die Ausstellung lädt zur Auseinandersetzung mit der Geschichte von Flucht und Vertreibung, insbesondere mit den Schicksalen von Frauen zwischen Fronten, ein.

Zu diesem Zweck wird die Ausstellung ergänzt durch Begleitmaterial wie Karten, Erläuterungen von Begriffen und Daten und Themenblätter. Zur Ausstellung gehört auch eine DVD mit ergänzenden Filmbeiträgen. Weiterhin halten wir auf Anfrage Hinweise auf bereitstehende Mediatheken oder Filmempfehlungen bereit.

Ausstellungseröffnung: 20. Juni 2016, 18.00 Uhr
durch den Bürgermeister der Stadt Stolberg, Herrn Dr. Tim Grüttemeier
1. Etage, Foyer des Ratssaales im Stolberger Rathaus, Rathausstr. 11-13

Sie ist vom 20. Juni bis 26. August 2016 zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu Stolberg zu sehen.

Hinweis: Es besteht auch die Möglichkeit, diese Ausstellung nach dem 26.8. auszuleihen. Anfragen richten Sie bitte an die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Stolberg: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Energie und Klimaunion Windräder 300Die Europäische Kommission hat den Weg für die zügige Ratifizierung des Pariser Klimaschutzabkommens durch die EU freigemacht. Nur wenige Wochen, nachdem die EU und 174 Länder das Abkommen in New York feierlich unterzeichnet haben, hat die Kommission einen Vorschlag zu seiner Ratifizierung vorgelegt. Dieser geht nun an das Europäische Parlament und den Rat der EU-Staaten.

Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie, erklärte: „Nach dem Gipfel in Paris macht die EU ihre Hausaufgaben. Wir sind entschlossen, den Schwung und den Geist von Paris fortzusetzen und die frühzeitige Ratifizierung – und damit die baldige Anwendung – dieses historischen Übereinkommens sicherzustellen. Ich bin überzeugt, dass das Europäische Parlament, der Rat und die Mitgliedstaaten die jeweiligen Ratifizierungsverfahren zügig abschließen werden.“

Der Vorschlag der Kommission zur Ratifizierung des Übereinkommens von Paris im Namen der EU liegt nun dem Europäischen Parlament und dem Rat zur Genehmigung vor. Formell handelt es sich um einen Beschluss des Rates. Der Rat kann ihn dann annehmen, wenn das Europäische Parlament seine Zustimmung erteilt hat. Parallel dazu wird jeder einzelne EU-Mitgliedstaat das Übereinkommen von Paris im Einklang mit seinen nationalen parlamentarischen Verfahren ratifizieren. Das Abkommen tritt in Kraft, sobald es von 55 Ländern, die mindestens 55 Prozent der weltweiten Emissionen verursachen, ratifiziert wurde.

In den kommenden Monaten wird die Kommission den Mitgliedstaaten weitere Vorschläge vorlegen, mit denen die EU ihre in Paris gemachten Zusagen umsetzen will. Das am 12. Dezember 2015 angenommene Pariser Übereinkommen ist ein globaler Meilenstein. Es stärkt und beschleunigt den weltweiten Übergang zu einer klimaresilienten Gesellschaft, die nur geringe CO2-Emissionen verursacht. Das Abkommen bietet zudem die Gelegenheit, die europäische Wirtschaft zu modernisieren sowie Arbeitsplätze und Wachstum zu schaffen. Es sieht ein langfristiges Ziel für Emissionssenkungen zur Begrenzung des Anstiegs der Erdtemperatur auf deutlich unter 2 Prozent und weitere Anstrengungen vor, um den Temperaturanstieg auf 1,5 Prozent zu begrenzen.

Waage 300Trotz gefallener Grenzen und vereinfachter Bedingungen für das Arbeiten und Leben innerhalb der EU gab es immer noch Probleme, musste man beispielsweise vor einer Heirat gültige Urkunden vorweisen. Nun möchte die EU die Prozesse deutlich vereinfachen. Derzeit leben rund 13 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger in einem anderen Land als ihrem Herkunftsland.

Wer in einem anderen EU-Land lebt, ist bei der Anerkennung von Geburts- oder Heiratsurkunden  oft mit einem großen Verwaltungsaufwand konfrontiert. Mit der am Donnerstag, 09. Juni, vom Europäischen Parlament angenommenen neuen Regelung werden die Verwaltungsverfahren im Zusammenhang mit öffentlichen Urkunden vereinfacht.

„Das sind gute Neuigkeiten für Menschen, die in ein anderes EU-Land ziehen, um dort z. B. zu studieren oder zu arbeiten“, sagte Věra Jourová, Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, begrüßte die heutige Annahme des Kommissionsvorschlags. „Die Bürgerinnen und Bürger sind häufig mit kostspieligen und zeitaufwendigen Verwaltungsverfahren konfrontiert, wenn sie eine öffentliche Urkunde vorlegen müssen, um in dem Land, in dem sie wohnen, heiraten zu können oder einen Arbeitsplatz zu bekommen. Heute wird dieser Praxis ein Ende gesetzt. Damit helfen wir den Menschen, sich frei in der Europäischen Union zu bewegen.“

Rund 13 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger leben in einem anderen EU-Land als ihrem Herkunftsland. Laut einer Eurobarometer-Umfrage meinen 73 Prozent der Unionsbürgerinnen und ‑bürger, dass Maßnahmen ergriffen werden sollten, um die Nutzung öffentlicher Urkunden im EU-Ausland zu erleichtern. Die Bürgerinnen und Bürger beklagen sich oft über den bürokratischen Aufwand und die Kosten, die mit der Ausstellung einer öffentlichen Urkunde, die in einem anderen EU-Land als echt anerkannt werden soll, verbunden sind. Diese zeitaufwendigen Formalitäten sind unverhältnismäßig und unnötig und beeinträchtigen die Bürgerinnen und Bürger dabei, ihre Rechte gemäß den Verträgen auszuüben.

Mit der neuen Verordnung werden verschiedene Verwaltungsverfahren abgeschafft:

  • in einem EU-Land ausgestellte öffentliche Urkunden (z. B. Geburts- und Heiratsurkunden oder Urkunden zur Bescheinigung der Vorstrafenfreiheit) sind auch ohne Echtheitsvermerk (Apostille) in einem anderen Mitgliedstaat als echt anzuerkennen;
  • durch die Verordnung wird außerdem die Pflicht für Unionsbürgerinnen und -bürger abgeschafft, in jedem Fall eine beglaubigte Kopie und eine beglaubigte Übersetzung ihrer öffentlichen Urkunden beizubringen. Den Bürgerinnen und Bürgern stehen stattdessen auch mehrsprachige Standardformulare in allen EU-Sprachen zur Verfügung, die den öffentlichen Urkunden als Übersetzungshilfe beigefügt werden können, sodass keine Übersetzungen mehr erforderlich sind;
  • die Verordnung enthält Vorkehrungen zur Unterbindung von Betrug: hat die empfangende Behörde berechtigte Zweifel an der Echtheit einer öffentlichen Urkunde, kann sie deren Echtheit bei der ausstellenden Behörde des anderen EU-Mitgliedstaats über eine bestehende IT-Plattform (das Binnenmarkt-Informationssystem, IMI) prüfen.

Die Mitgliedstaaten haben ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung zweieinhalb Jahre Zeit, um alle Maßnahmen zu ergreifen, die für eine reibungslose Anwendung der Verordnung nach Ablauf dieser Frist erforderlich sind.

Glühbirne mit Baum 300Gleich zwei Aachener Einrichtungen, die Firma Gridhound und die RWTH Aachen, profitieren in der vierten Runde des Fördermechanismus für innovative Projekte (Fast Track to Innovation – FTI). Insgesamt sind sechs deutsche Firmen und eine Hochschule an den  insgesamt 16 ausgewählten Projekten beteiligt – neben der Kaiserstadt unter anderem aus Stuttgart, Karlsruhe und Schondorf.

Die erfolgreichen 16 Projekte mit 72 Partnern aus 16 Ländern erhalten insgesamt 36 Mio. Euro. Gefördert werden sie aus dem beim EU-Forschungsprogramm Horizont 2020 angesiedelten FTI-Instrument. Die Unternehmen habe damit die Möglichkeit, ihre vielversprechenden Ideen schneller erfolgreich zu vermarkten. Forschungskommissar Carlos Moedas sagte: „Mit Horizont 2020 wollen wir innovative Unternehmen beim Wettbewerb in den globalen Märkten unterstützen. Die Ergebnisse führen zu einer Gesamtinvestition von fast 135 Mio. Euro für den Schnellzugang zur EU-Förderung für marktreife Innovationen und tragen dazu bei, europäische Forschung und Entwicklung erfolgreich zu vermarkten.“

SBP Sonne GmbH aus Stuttgart ist Partner in einem Projekt zu solarthermischen Kraftwerken, die Firma Hitex aus Karlsruhe Koordinator eines Projekts zur besseren Steuerung von Zugtüren, Resuscitec, Koordinator eines Projekts zu einer neuen Therapie für Wiederbelebung nach Herzstillstand. An dem Projekt ist auch die Firma UKLFR beteiligt, beide Unternehmen haben ihren Sitz in Freiburg im Breisgau. Erfolgreich waren auch Gridhound aus Aachen und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule, Aachen, als Partner bei einem Projekt zu intelligenten Netzen zu erneuerbaren Energien und Nesscap Energy GmbH aus Schondorf als Partner in einem Projekt zur Energiespeicherung.

Das Ziel von Fast Track to Innovation (FTI) ist es, eine schnellere Vermarktung von Forschungsergebnissen zu ermöglichen. Als Querschnittsmaßnahme des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020 soll FTI das Antragsverfahren von der Einreichung bis zur Vertragsunterzeichnung auf maximal sechs Monate verkürzen.

FTI bietet für Antragstellende ein Sprungbrett, um fortgeschrittene neue Ideen schnell in marktfertige Produkte, Verfahren, Dienstleistungen, Geschäftsmodelle oder ähnliches zu transferieren. Gesucht werden interdisziplinäre und transsektorale Ansätze. Dabei zielt FTI auf technologische Durchbrüche und Service-Innovationen ab.

Das Instrument ist für alle Arten von Einrichtungen offen, wie z. B. Industrie (KMU und Großunternehmen), Hochschulen oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Mindestens 60 Prozent des Gesamtbudgets ist jedoch für Industriepartner vorzusehen oder eine Mindestzahl von Industriepartnern ist zu beteiligen. Alle 3-5 Partner müssen ihren Sitz in mindestens drei verschiedenen Staaten der EU oder den assoziierten Staaten haben. Die Forschung sollte abgeschlossen sein und die innovative Idee  sehr großes Marktpotenzial aufweisen und innerhalb von drei Jahren auf den Markt gebracht werden.

Die themenoffenen Anträge für die Bereiche der Grundlegenden und industriellen Technologien (LEIT) sowie der Gesellschaftlichen Herausforderungen können jederzeit eingereicht werden. An drei Stichtagen im Jahr trifft die Europäische Kommission Entscheidungen über die Förderung auf Basis der Arbeitsprogramme. Antragsberechtigt sind alle Rechtspersonen in kleinen Verbundprojekten mit maximal fünf Partnern. Die Fördergrenze liegt bei 3 Mio. Euro. Die Laufzeit des Projekts soll zwischen 12 und 24 Monate betragen. Der nächste Stichtag ist der 25.10.2016.

16 06 02 Onkels BrömmelInterview zur Studienfahrt nach Brüssel am 28. Mai

Radio @m Alex ist ein Internetradiosender und Newsportal aus Aachen. Der Sender versteht sich als Lokalradio und berichtet hauptsächlich über Themen aus der Euregio.
Bei Radio @m Alex sind 21 Redaktionsmitglieder in unterschiedlicher Häufigkeit, mit unterschiedlichem Stundenumfang beschäftigt und arbeiten an Beiträgen, die sie online zur Verfügung stellen.

Der Reporter Stefan Will führte nach der Fahrt zum Europafest und Tag der offenen EU-Insitutionen in Brüssel ein Interview mit Eva Onkels und Winfried Brömmel vom EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen. Die Fahrt fand am 28. Mai statt.

Euromünzen 600Die von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker angeschobene EU-Investitionsoffensive trägt auch in Deutschland dazu bei, Investitionslücken zu schließen. Bei einer hochrangigen Konferenz der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Berlin zogen zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Staat und Gesellschaft eine positive Bilanz des Juncker-Plans im ersten Jahr seines Bestehens.

„Wir sind mit der Investitionsoffensive in Europa sehr gut unterwegs. Wir haben inzwischen rund 250 Projekte angeschoben, die mit Garantien des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) abgesichert sind. Damit stoßen wir Investitionen von 100 Mrd. Euro in der Realwirtschaft an“, sagte EIB-Präsident Werner Hoyer im Europäischen Haus in Berlin. „Mit der Initiative gehen wir besonders zwei entscheidende Schwachstellen der europäischen Wirtschaft direkt an, nämlich die mangelnde Risikotragfähigkeit der Investoren, und dabei insbesondere der Banken, sowie den geringen Finanzierungsspielraum der öffentlichen Hand. Im Kern zielt die Investitionsoffensive darauf ab, mit Hilfe von Risikokapital, dass die EIB-Gruppe zur Verfügung stellt, private Investoren für die Finanzierung zusätzlicher Projekte zu gewinnen.“

Beispiele für erfolgreiche Projekte mit EFSI-Krediten in Deutschland sind die Digitalisierung der Heidelberger Druckmaschinen AG, Kreditprogramme der KfW-Bankengruppe und des European Investment Fund, der Energiepark Bruck/Leitha oder das Gasmotorenheizwerk in Kiel-Dietrichsdorf. Der Europäische Fonds für strategische Investitionen hat im ersten Jahr seines Bestehens auch fast 150.000 kleinen und mittleren Unternehmen Zugang zu neuen Finanzmitteln verschafft.

Jens Spahn, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, stellte sich hinter den Juncker-Plan und sagte: „Die EU-Investitionsoffensive ist ein wichtiges Signal in der Krise um zu zeigen: Wir sind handlungsfähig in einem wichtigen Feld, der Investitionsschwäche.“

eyp jugendparlament 300Einladung zur Teilnahme am nationalen Auswahlprozess des Europäischen Jugendparlaments mit dem Thema "Die Kooperation der EU mit nicht-europäischen Transitstaaten in der Flüchtlingsfrage"

Das Europäische Jugendparlament in Deutschland e.V. (EJP) steht für spannende
Diskussionen, politisches Engagement, Spaß und eine europaweite Vernetzung - diese Kombination
macht eine „EJP“- Erfahrung einzigartig und unvergesslich.
Bei den Internationalen Sitzungen des Dachverbandes, dem European Youth Parliament (EYP),
kommen dreimal im Jahr jeweils rund 300 Jugendliche aus 40 europäischen Ländern für zehn Tage
zusammen, um einander kennenzulernen, europapolitische Fragen zu debattieren und Visionen für
ein gemeinsames Europa zu entwickeln und diese in Resolutionen festzuhalten.

In dem jährlich stattfindenden dreistufigen Wettbewerb wählt das EJP die Jugendlichen aus, die
Deutschland auf den nächsten Internationalen Sitzungen im Herbst 2017 und im Frühjahr 2018 vertreten werden. Der Nationale Auswahlprozess des Europäischen Jugendparlaments in Deutschland e.V. ist mittlerweile einer der traditionsreichsten und anspruchsvollsten Wettbewerbe für Jugendliche im Bereich Politik in Deutschland. In einem bundesweiten Vorentscheid werden zunächst 33 Schuldelegationen à sieben Personen und 33 Einzelbewerberinnen und Einzelbewerber durch eine unabhängige Jury ausgewählt und zu einer von drei Regionalen Auswahlsitzungen im März und April 2017 eingeladen. Auf die Regionale Auswahl folgt dann die Nationale Auswahlsitzung, die –inzwischen bereits zum 27. Mal – im Juni 2017 stattfinden wird. Wir laden euch hiermit herzlich dazu ein, euch im Rahmen des Vorentscheids um einen Platz auf den Regionalen Auswahlsitzungen zu bewerben. Hierzu müssen die Bewerberinnen und Bewerber zu dem unten stehenden Thema eine sogenannte Resolution in englischer Sprache verfassen und bis zum 01. November 2016 im Bewerbungsformular hochladen.
Das diesjährige Thema lautet: "With Europe being part of a globalised world, the current refugee question cannot be solved on European ground alone. How can the EU further cooperate with non-EU transit countries whilst attaining its migration and development policy objectives?"

Europakarte Güter 300Dienstleistungen und Portale der kollaborativen Wirtschaft sind in Europa in den vergangenen Jahren schnell gewachsen. Dazu zählen nicht nur bekannte Beispiele wieder Mitfahrdienst Uber und der Bettenvermittler Airbnb, sondern auch deutsche Portale wie der Wohnungsvermittler Wimdu oder der Paketdienst Sennder. Nationale und lokale Behörden reagieren hierauf mit einem Flickwerk verschiedener Regelungen. Die EU-Kommission will einer Zersplitterung des Binnenmarkts entgegenwirken und hat am Donnerstag Klarstellungen zu den wichtigsten rechtlichen Fragen vorgelegt.

Die am Donnerstag, 2. Juni, vorgelegte Mitteilung „Europäische Agenda für die kollaborative Wirtschaft“ enthält Leitlinien, wie das bestehende EU-Recht in diesem dynamischen und sich schnell entwickelnden Bereich angewandt werden sollte.

Nationale und lokale Behörden reagieren auf die neuen Geschäftsmodelle mit einem Flickwerk verschiedener Regulierungsmaßnahmen. Ein Beispiel hierfür sind Kurzzeitvermietungen. Städte wie London, Paris oder Amsterdam gehen mit diesen Dienstleistungen relativ flexibel um, während das deutsche Zweckentfremdungsgesetz die Nutzung von Wohneigentum für andere Zwecke als die beabsichtigte Verwendung verbietet und ein sehr striktes regulatives Umfeld für Kurzzeitvermietungen vorsieht.

Der für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Jyrki Katainen, erklärte zu den heute vorgestellten Leitlinien: „Die europäische Wirtschaft braucht Produkt- und Dienstleistungsinnovationen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben will. Der nächste Schritt könnte hier von der kollaborativen Wirtschaft ausgehen. Unsere Rolle ist, auf ein rechtliches Umfeld hinzuwirken, in dem sich neue Geschäftsmodelle entwickeln können und zugleich für Verbraucherschutz, gerechte Besteuerung und faire Arbeitsbedingungen gesorgt wird.“

EU-Kommissarin Elżbieta Bieńkowska, zuständig für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU, sagte: „Wenn wir eine Zersplitterung des Binnenmarkts auf der Ebene der Mitgliedstaaten oder sogar auf lokaler Ebene zulassen, besteht die Gefahr, dass ganz Europa dabei verliert. Wir bieten jetzt Behörden und Marktteilnehmern rechtliche Orientierungshilfen für die ausgewogene und nachhaltige Entwicklung dieser neuen Geschäftsmodelle. Wir rufen die Mitgliedstaaten auf, ihre Vorschriften vor diesem Hintergrund zu prüfen, und sind bereit, ihnen dabei Hilfestellung zu leisten.“

Die Mitteilung bietet Klarstellungen zu wichtigen Fragen, mit denen sowohl Marktteilnehmer als auch Behörden konfrontiert sind, z. B.:

  • Welche Marktzugangsanforderungen können auferlegt werden? Eine Genehmigungs- oder Zulassungspflicht für Dienstleistungsanbieter sollte nur dann bestehen, wenn es im Sinne relevanter, im Allgemeininteresse liegender Ziele unbedingt erforderlich ist. Absolute Verbote einer Tätigkeit sollten das letzte Mittel bleiben.
  • Wer ist haftbar, wenn es zu Problemen kommt? Gemeinsame Plattformen können von der Haftung für Informationen, die sie im Namen von Dienstanbietern speichern, ausgenommen werden. Sie sollten jedoch nicht von der Haftung für von ihnen selbst angebotene Dienstleistungen wie Zahlungsabwicklungen ausgenommen werden.
  • Wie werden die Nutzer durch das EU-Verbraucherrecht geschützt? Die Mitgliedstaaten sollten dafür sorgen, dass Verbraucher gut vor unlauteren Geschäftspraktiken geschützt werden, ohne dass unverhältnismäßige Pflichten für Privatpersonen entstehen, die nur gelegentlich Dienstleistungen erbringen.
  • Wann liegt ein Arbeitsverhältnis vor? Das Arbeitsrecht liegt überwiegend in der Zuständigkeit der Mitgliedstaaten und wird durch EU-Mindestsozialstandards und die EU-Rechtsprechung ergänzt.
  • Welche Steuervorschriften finden Anwendung? Wie andere Marktteilnehmer auch müssen Dienstleistungsanbieter und Plattformen der kollaborativen Wirtschaft Steuern zahlen. Dabei handelt es sich um Einkommen-, Körperschaft- und Mehrwertsteuer. Die Mitgliedstaaten sind aufgerufen, die Anwendung der Steuervorschriften in der kollaborativen Wirtschaft weiter zu vereinfachen und klarer zu gestalten.

In der Mitteilung werden die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, die bestehenden Rechtsvorschriften im Sinne der Leitlinien zu prüfen und gegebenenfalls zu ändern. Die Kommission wird das sich rasch ändernde rechtliche Umfeld und die wirtschaftlichen Entwicklungen überwachen.