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15 04 09 Leuchtturm AktuellesAktuelle Informationen des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen

Hier erhalten Sie von unserem Team ausgewählte EU-Infos, regionale Europa-Aktivitäten und Neuigkeiten aus der Euregio.

Sie wollen bei den nächsten Veranstaltungen dabei sein und keine Information verpassen?
Infomieren Sie sich hier:

Europäischer Wettbewerb 300Kultur ist immer im Wandel, sie ist eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der 64. Europäische Wettbewerb 2017 schickt Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche in Europas reichen Kulturschatz und ermutigt sie, die kulturelle Vielfalt Europas selbstständig zu erforschen.

Die Sonderaufgabe fordert dazu auf, Europa aus der Perspektive neu zugewanderter Mitschüler/- innen zu betrachten. Europa, das ist für viele von uns einmal Neuland gewesen und bedeutet für alle, die ankommen etwas Anderes. Welche Ideen, Wünsche, Hoffnungen und Vorstellungen verbinden die Ankommenden mit Europa?

Die über die Schulen eingereichten Wettbewerbsbeiträge werden zuerst in den Ländern juriert. Nur die besten Arbeiten werden dann zur Bundesjurierung weitergeleitet. Die Bundesjury vergibt etwa 600 Preise, darunter viele attraktive Geld- und Sachpreise wie Bücher, Abonnements und Spiele für die jüngeren Teilnehmer. Die älteren Preisträger werden zu spannenden Besuchsprogrammen eingeladen und bekommen so die Möglichkeit, deutsche und europäische Politik und Kultur hautnah zu erleben.
Z.B. laden der Bundestagspräsident und die Bundeskanzlerin jedes Jahr je 30 Jugendliche zu Besuchsprogrammen nach Berlin ein – sie diskutieren mit Abgeordneten und entdecken die politische und kulturelle Vielfalt der Hauptstadt.

Flüchtlingszelte 300Die Außenminister der EU sind am Montag und Dienstag in Luxemburg zusammengetroffen. In den zweitägigen Sitzungen ging es insbesondere um die Lage in Syrien, Grundsatzfragen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik, Migration und Handel.

(17.10.2016) - Am ersten Tag standen die jüngsten Entwicklungen in Syrien im Zentrum der Beratungen. Außerdem stand die Globale Strategie der EU und deren Umsetzung auf der Agenda. Hierbei ging es um die wesentlichen Interessen, Werte und Grundsätze, die das außenpolitische Handeln der EU leiten sollen. Weiterhin haben die Außenminister über Maßnahmen und Prioritäten der EU-Migrationspolitik beraten und die EU-Hilfen für Tunesien erläutert.

Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, hob bei ihrer Ankunft in Luxemburg den Fokus auf Syrien am ersten Tag des Außenministerrates hervor: "Ich werde den Ministern einige Vorschläge vorlegen, warum und wie die Europäische Union die Anstrengungen zur Zukunft Syriens unterstützen kann. Wir werden hierbei mit [dem UN-Sondergesandten] Staffan de Mistura zusammenarbeiten, den ich eingeladen habe, sich uns für einen Teil unserer Sitzung anzuschließen, denn die Europäische Union unterstützt die Arbeit der UN uneingeschränkt. Wir werden uns insbesondere auf die Maßnahmen fokussieren, die die Europäische Union auf der humanitären Ebene vorschlägt, vor allem in Aleppo, wo die Situation dramatisch ist, aber auch auf die politische Zukunft Syriens."

Am zweiten Tag des Außenministerrats ging es um Handelspolitik. Es wurde ein Beschluss über den Abschluss, die Unterzeichnung und die vorläufige Anwendung des umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommens mit Kanada (CETA) erwartet. Durch das Abkommen sollen mehr als 99 Prozent der Zölle beseitigt werden, die derzeit für den Handel zwischen der EU und Kanada gelten. Die EU Außenminister haben außerdem über die Annahme einer Gemeinsame Auslegungserklärung beschlossen, die die EU zuvor mit Kanada ausgearbeitet hatte. In dieser geht es um verbindliche Auslegungen für spezifische umstrittene Sachverhalte des Abkommens, wie etwa Schadensersatzklagen vor Investitionsgerichten.

Armut 300Zum Welttag der Überwindung der Armut am Montag, den 17.10.2016 haben Valdis Dombrovskis, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für den Euro und den sozialen Dialog und Marianne Thyssen, Kommissarin für Beschäftigung und Soziales, darauf hingewiesen, dass sich die Mitgliedstaaten zwar von der Krise erholen, Armut und soziale Ungleichheit aber auch Realität seien.

„EU-weit sind 119 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Besonders stark haben Kinder und junge Menschen darunter zu leiden: In Europa leben 25 Millionen Kinder in Armut.
Die wirksamsten Instrumente, um Armut und soziale Ausgrenzung zu überwinden, sind Wachstum und Arbeitsplätze. Dies spiegelt sich von Anfang an in den Prioritäten dieser Kommission wider: Wir haben die Investitionsoffensive für Europa auf den Weg gebracht und ein sozialeres Europa in den Mittelpunkt unserer Agenda gestellt.

Die Kommission hat verschiedene konkrete Initiativen vorgelegt und wird dies auch weiterhin tun. So konnten bereits 9 Millionen junge Bürgerinnen und Bürger die Jugendgarantie in Anspruch nehmen, und gerade erst haben wir das Budget um 2 Milliarden Euro aufgestockt, damit die Garantie weiteren 2 Millionen jungen Menschen zugutekommt. Beim Europäischen Sozialfonds reservieren wir mindestens 20 Prozent der Mittel für Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung, und auch im Europäischen Semester rückt die Kommission soziale Prioritäten immer stärker in den Vordergrund. Die Errichtung einer europäischen Säule sozialer Rechte wird ebenfalls dazu beitragen, dass wir unserem Ziel der sozialen Gerechtigkeit durch weitere konkrete Maßnahmen näherkommen.

Durch den Wandel der Arbeitswelt und unserer Gesellschaften entstehen viele Herausforderungen, die wir durch gemeinsames Handeln in Chancen verwandeln müssen. Die Kommission, die Mitgliedstaaten, die Sozialpartner, Nichtregierungsorganisationen und andere Interessenträger haben den gemeinsamen Auftrag, auf ein Europa hinzuarbeiten, in dem niemand auf der Strecke bleibt."

Der Internationale Tag für die Beseitigung der Armut wird jährlich weltweit am 17. Oktober begangen. Alles begann am 17. Oktober 1987, als sich mehr als einhunderttausend Menschen am Trocadéro in Paris versammelten – dem Ort, an dem 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen unterzeichnet worden war – um den Opfern extremer Armut, extremer Gewalt und extremen Hungers die Ehre zu erweisen.

Mit der am 22. Dezember 1992 verabschiedeten Resolution 47/196 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 17. Oktober zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut und rief alle Staaten dazu auf, den Gedenktag konkreten Aktivitäten zur Bekämpfung von Armut und Elend zu widmen. Auch zwischen- und nichtstaatliche Organisationen wurden aufgefordert, die Regierungen der Länder bei Ihren Bemühungen zu unterstützen.

Nachdem der Anteil der Personen in der EU, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, zwischen den Jahren 2009 und 2012 dreimal in Folge gestiegen war und fast 25 Prozent erreicht hatte, ist er seither stetig gesunken und auf das Niveau von 2008 (23,7 Prozent) zurückgekehrt.
Die Verringerung der Anzahl der Personen in der EU, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, ist eines der Kernziele der Strategie Europa 2020. 1,25 US-Dollar pro Tag zur Verfügung haben.

 

EU Karte aus Steine 300Novi Sad in Serbien wird 2021 Europäische Kulturhauptstadt und ist damit die erste Kulturhauptstadt eines Beitrittslandes. Die EU-Kommission ist mit der Wahl dem Vorschlag eines unabhängigen Expertengremiums gefolgt. Bildungskommissar Tibor Navracsics begrüßte die Wahl.

Die Öffnung des Programms der Europäischen Kulturhauptstadt für die Länder, die der EU beitreten wollen, biete die Möglichkeit, diese Länder näher an die EU heranzuführen und die kulturellen Bindungen mit der EU zu stärken. „Ich gratuliere Novi Sad zu der erfolgreichen Bewerbung. Ich bin zuversichtlich, dass Novi Sad seinen europäischen und weltweiten Besuchern die Möglichkeit geben wird, die Stadt und ihre kulturellen Reichtümer zu entdecken, aber auch die Vielfalt der europäischen Kulturen und unsere gemeinsamen Werte zu würdigen.“

(14.10.2016) - Der Wettbewerb um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt in einem Beitrittskandidatenland wurde von der Kommission im Dezember 2014 gestartet. Er stand für Städte aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien, Montenegro und Serbien offen.

Mit dem Programm Kulturhauptstädte Europas sollen die kulturelle Vielfalt in Europa, die Gemeinsamkeiten europäischer Kulturen und das Gefühl der gemeinsamen europäischen Zugehörigkeit gefördert werden. Die Initiative wird durch das europäische Kulturförderprogramm Kreatives Europa unterstützt – für jede Kulturhauptstadt Europas sind 1,5 Mio. Euro aus dem Programm Kreatives Europa vorgesehen, die im Rahmen des „Melina Mercouri Preises“ an die ausgewählte Städte verliehen werden können.

Das Programm wurde 1985 unter dem Namen Kulturstadt Europas auf Initiative der griechischen Kulturministerin Melina Mercouri ins Leben gerufen und erfreut sich großer Beliebtheit. Seit dem Beginn des Programms wurde jährlich mindestens eine europäische Stadt zur Kulturhauptstadt Europas ernannt - Deutschland hat sich bis mit Berlin (1988), Weimar (1999) und mit der Region „Essen für das Ruhrgebiet“ (2010) an der Initiative beteiligt. Deutschland ist erneut im Jahr 2025 an der Reihe.

In einem Vorauswahlverfahren prüft ein Ausschuss aus unabhängigen Sachverständigen aus dem kulturellen Bereich die eingereichten Vorschläge anhand eines vorab festgelegten Kriterienkatalogs. Der Ausschuss einigt sich auf eine Auswahlliste von Städten, die dann aufgefordert werden, detailliertere Bewerbungen einzureichen.
Anschließend tritt der Ausschuss erneut zusammen, um die endgültigen Bewerbungen zu bewerten, und schlägt eine Stadt für jedes ausrichtende Land für die Ernennung vor. Die vorgeschlagene Stadt wird dann formell zur Kulturhauptstadt Europas ernannt.

Flaggen vor EU Kommission 300Die EU-Kommission will die Betroffenen der Überschwemmungen in Bayern im Frühjahr 2016 finanziell unterstützen. Dazu sollen Hilfsmittel in Höhe von 31,5 Mio. Euro aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union bereitgestellt werden.

Die EU-Kommissarin für Regionalpolitik, Corina Creţu, sagte hierzu: „Diese finanzielle Unterstützung wird der deutschen Bevölkerung helfen, die unter den weitläufigen Überschwemmungen in diesem Frühjahr zu leiden hatte. Dies ist EU-Solidarität in Aktion.“

Am Freitag, den 14.10.2016 wurde festgelegt, dass die vorgeschlagene Hilfe aus dem EU-Solidaritätsfonds (EUSF) in Höhe von 31,5 Mio. Euro für die Wiederherstellung wichtiger Infrastruktur sowie zur Deckung der Kosten für die Hilfsmaßnahmen und einen Teil der Aufräum- und Reinigungsarbeiten verwendet werden soll.

Die vorgeschlagene Unterstützung muss jetzt noch vom Europäischen Parlament und vom Rat gebilligt werden.

Starke Regenfälle ließen im Mai und Juni 2016 in Niederbayern die Flüsse über die Ufer treten und führten zur Überflutung mehrerer Dörfer. Die Folge waren Schäden an öffentlicher Infrastruktur, an öffentlichen Gebäuden und Wohnhäusern, bei Unternehmen und in der Landwirtschaft.

Der Solidaritätsfonds der Europäischen Union wurde eingerichtet, um Mitgliedstaaten und Beitrittsländer nach Naturkatastrophen auf nationaler oder auf regionaler Ebene finanziell zu unterstützen. Eingerichtet wurde der Fonds nach den schweren Überflutungen in Mitteleuropa im Sommer 2002.
Die jährliche Mittelzuweisung an den Solidaritätsfonds der Europäischen Union für das Jahr 2016 beträgt 552 Mio. Euro. Rechnet man die nicht in Anspruch genommenen Mittel aus dem Vorjahr hinzu, so verfügt der Solidaritätsfonds für 2016 insgesamt über mehr als 1 Mrd. Euro.

An Deutschland wurden aus dem Fonds seit seiner Einrichtung im Jahr 2002 insgesamt 971,4 Mio. EUR ausbezahlt.


Waage 300Die neuen Regeln über die Gewährung von Prozesskostenhilfe in Strafverfahren haben mit der Verabschiedung vom Donnerstag, den 13.10.2016 im Ministerrat die letzte Hürde genommen.

Der Erste Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans erklärte dazu: „Jeder, der in ein Strafverfahren verwickelt ist, hat das Recht auf Verteidigung und auf einen bezahlbaren Anwalt. Genau das ist gemeint, wenn von Rechtsstaatlichkeit die Rede ist. Die heutigen Regeln werden diesem Recht unionsweit Geltung verschaffen.“

Die Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie binnen 30 Monaten nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Union in innerstaatliches Recht umsetzen. Die neuen Rechte gelten ab Mai 2019.

Die neue Richtlinie enthält folgende Garantien:

  • Rasche Bereitstellung von Prozesskostenhilfe
    Prozesskostenhilfe wird spätestens vor einer Befragung insbesondere durch die Polizei bzw. vor bestimmten Ermittlungs- oder Beweiserhebungshandlungen gewährt.
     Klare Kriterien für die Gewährung von Prozesskostenhilfe:
    Die Mitgliedstaaten befinden über den Anspruch auf Prozesskostenhilfe anhand folgender Prüfungen: einer Bedürftigkeitsprüfung (Einkommen und Vermögen des Betroffenen) und/oder einer Begründetheitsprüfung (ob die Prozesskostenhilfe notwendig ist, um angesichts der Fallumstände den Zugang zur Justiz zu garantieren). Für diese Prüfungen enthält die Richtlinie klare Vorgaben.
  • Prozesskostenhilfe in Verfahren zur Vollstreckung eines Europäischen Haftbefehls:
    Auch in Verfahren zur Vollstreckung eines Europäischen Haftbefehls sieht die Richtlinie einen Anspruch auf Prozesskostenhilfe vor. Dieses Recht gilt sowohl in dem Mitgliedstaat, der einen solchen Haftbefehl vollstreckt, als auch – bei strafrechtlichen Ermittlungen – in dem Mitgliedstaat, in dem er ausgestellt wurde.
  • Bessere Bewilligungsverfahren:
    Die Richtlinie gewährleistet, dass über die Bewilligung von Prozesskostenhilfe bedachtsamer entschieden wird und Antragstellern schriftlich die Gründe mitgeteilt werden, wenn ihr Antrag ganz oder teilweise abgelehnt wird. Sie enthält auch Regeln zur Qualitätssicherung und zur Schulung der Personen, die über den Anspruch auf Prozesskostenhilfe entscheiden, sowie zur Schulung der einschlägig tätigen Anwälte. Bei Verstößen gegen die aus dieser Richtlinie erwachsenden Rechte müssen wirksame Rechtsbehelfe zur Verfügung stehen.

Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse einer unabhängigen Bewertung der von der EU im Zeitraum 2007-2013 getätigten Investitionen sowie Länderberichte für alle EU-Mitgliedstaaten veröffentlicht.

EU fördert Jobs 300Über die EU-Struktur- und Investitionsfonds entstanden in Deutschland zwischen 2007 und 2013 über 108.000 neue Jobs, davon ca. 45.000 in kleinen und mittleren Unternehmen und 5.400 im Bereich Forschung. 8.294 Forschungsprojekte und 750 Start-up-Firmen erhielten Unterstützung.

Insgesamt wurden in der EU mit Hilfe der Struktur- und Investitionsfonds eine Million neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Bilanz zeigt, dass die Kohäsionspolitik der EU der Wirtschaft in allen EU-Mitgliedstaaten zugute kam und Unterstützung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bot. Investiert wurde in knapp 400.000 kleine und mittlere Unternehmen und Start-up-Unternehmen.

Zu den besten Erfolgsbeispielen in den Mitgliedstaaten gehören:
• mehr als 100 000 neue Arbeitsplätze in Deutschland
• 21 000 geförderte Start-up-Unternehmen in Schweden
• Förderung von rund 3900 Forschungsprojekten in Ungarn
• Ausbau von 630 km Straßen, vor allem des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V), in Lettland.

Bei der Umsetzung der Programme im Zeitraum 2014-2020 versucht die Europäische Kommission angesichts neuer Herausforderungen in den Städten wie beispielsweise der Integration von Migranten verstärkt, Interessenträger von dort (lokale Behörden, NRO oder Geschäftspartner) in die Gestaltung der EU-Städtepolitik einzubinden, zum Beispiel durch Partnerschaften im Rahmen der EU-Städteagenda oder durch den direkten Dialog mit den Stadtverwaltungen.

Vortrag: Ist Europa noch zu retten?

EU Flagge 300Die Deutschsprachige Gemeinschaft in Eupen lädt am Dienstag, den 8. November 2016 zu dem Vortrag "Ist Europa noch zu retten?" ein.

Dazu wird der ehemalige Staatssekretär Willy Wimmer im Plenarsaal des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen referieren. Wimmer war von 1976 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages, sowie von 1988 bis 1992 parlamentarischer Staatssekretär.

Willy Wimmer ist – seit er sich 2009 nicht mehr zur Wahl stellte – in manchen Punkten auf Distanz zur deutschen Bundeskanzlerin gegangen. Das verleiht seiner Sicht auf die Dinge Originalität und regt zur Diskussion an. Dabei schöpft der mehrfache Buchautor aus seinem großen politischen Erfahrungsschatz, der sich in mehreren Publikationen (u.a. zum Ersten Weltkrieg und seinen Folgen oder zum Verhältnis
zwischen dem Westen und Russland) niedergeschlagen hat.

Infos und Anmeldungen unter +32 87 31 84 00 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft
Platz des Parlaments 1
B-4700 Eupen

Sozialpreis für Brigitte Averdung-Häfner

Europa und Menschen Zeichnung 300Dieses Jahr wird zum 20. Mal der Europäische Sozialpreis vom GPB Europaverein aus Eschweiler verliehen. Dieses Jahr sollte es, wie schon bei der allerersten Verleihung, als die Indestädter Petra und Heinz Brocks ausgezeichnet wurden, wieder ein Preisträger aus Eschweiler sein. Genau wie im letzten Jahr ist der Leitgedanke des Europäischen Sozialpreises "Für ein Europa des Friedens, der Toleranz und Solidarität". Für den Präsidenten Peter Schöner und die Geschäftsführerin Annelene Adolphs ist das Ziel des Sozialpreises, sich für Menschlichkeit einzusetzen. Dies trifft in besonderem Maße für die diesjährige Preisträgerin zu.

Für Brigitte Averdung-Häfner, Fotografenmeisterin, Indestädterin und fünffache Mutter, ist es eine Herzensangelegenheit, anderen zu helfen. Ihr Ziel ist die Sensibilisierung für Umwelt, Gesellschaft und Menschlichkeit. Zusätzlich zu mehreren ehrenamtlichen Tätigkeiten engagiert sie sich besonders in der Flüchtlingshilfe. Aus diesem Grund wurde sie am 3. Oktober 2016 mit dem Sozialpreis ausgezeichnet.

Fischerei: Minister einigen sich auf Fangquoten für die Ostsee im kommenden Jahr

Urlaub EU 300Mehr Scholle, weniger Dorsch: Die für Fischerei zuständigen Minister der EU-Staaten haben sich am Montag, den 10.10.2016, am späten Abend auf die Fischfangquoten für die Ostsee im kommenden Jahr geeinigt. Die Bestände von Scholle, Hering, Lachs und Sprotte stünden nach den Bemühungen um eine nachhaltige Befischung in den vergangenen Jahren gut da, erklärte der zuständige EU-Kommissar Karmenu Vella nach dem Treffen. Die Fangquoten für diese Bestände steigen deshalb 2017 überwiegend an, für die Scholle sogar um 95 Prozent. Dagegen steht es um den Dorsch in der westlichen Ostsee sehr schlecht. Die Fangquote sinkt deshalb entsprechend der gestrigen Einigung um 56 Prozent. „Da hat es schwierige Diskussionen gegeben. Es gibt keine einfache Entscheidung“, so Kommissar Vella.

Zum ersten Mal fanden die Diskussionen um die Fangquoten auf Basis des neuen Mehrjahresplans für die Ostsee statt. Er soll dazu beitragen, die nachhaltige Befischung der Ostsee auf Basis des sogenannten „größtmöglichen Dauerbetrags“ (maximum sustainable yield, MSY) zu gewährleisten. Ziel ist es, die Fischbestände und damit auch die wirtschaftliche Grundlage der Fischer langfristig zu sichern. „Wissenschaftliche Daten, Nachhaltigkeit und die sozioökonomischen Auswirkungen auf Fischer und Küstengemeinden waren die Grundlage für die Diskussionen. Ich bin froh, dass wir eine Einigung haben, die dem Mehrjahresplan für die Ostsee voll entspricht und gleichzeitig unsere Fischerei auf kurze und lange Sicht schützt“, erklärte Kommissar Vella.

Vorgeschlagen hatte die Kommission mit Blick auf den schlechten Zustand der Bestände eine Senkung der Fangquote für den Dorsch (oder Kabeljau) um 88 Prozent. Die gestrige Einigung zum Dorsch sieht neben einem Absenken der Fangmengen um 56 Prozent verbindliche Einschränkungen für die Freizeitfischerei vor (sogenannte „bag limits“). Die EU-Kommission hat den EU-Staaten zudem vorgeschlagen, EU-Fördergelder zur temporären Unterstützung der am stärksten betroffenen Fischer zu nutzen.

Die Arbeitslosigkeit in Europa ist auf dem niedrigsten Stand seit 2009.

EU fördert Jobs 300In fast allen EU-Staaten ist die Beschäftigungsrate gestiegen, zwischen August 2015 und August 2016 fanden weitere 3,2 Millionen Menschen eine Arbeit, davon 2,2 Millionen in Ländern des Euroraums. Auch die Zahl der unbefristeten Stellen und Vollzeitjobs ist gestiegen. Die Arbeitslosigkeit ist mit 8,6 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit März 2009. Dies geht aus dem am Dienstag, den 11.10.2016, von der EU-Kommission veröffentlichten Vierteljahresbericht zur Beschäftigung und sozialen Entwicklungen hervor. „Die steigenden Beschäftigungszahlen zeigen, dass sich unsere Bemühungen auszahlen. 1,6 Millionen Menschen weniger als letztes Jahr um diese Zeit sind arbeitslos, 381.000 davon junge Menschen“, sagte Sozialkommissarin Marianne Thyssen.

„Dies bestätigt die positiven Ergebnisse, die wir in unserem Bericht zur Jugendgarantie und zur Jugendbeschäftigungsinitiative letzte Woche veröffentlicht haben. Wir sind jedoch noch nicht da, wo wir hinwollen. 4,2 Millionen junge Menschen suchen weiterhin eine Arbeit und können nicht außen vorgelassen werden“, so Thyssen weiter.

Die Arbeitslosigkeit ging in 24 Mitgliedstaaten zurück, es bestehen jedoch starke Unterschiede zwischen den EU-Ländern, so schwanken die Beschäftigungsraten zwischen 56 Prozent in Griechenland und 81 Prozent in Schweden. Die Rate der Arbeitslosen zwischen 15 und 24 Jahren ging seit August 2015 um 1,5 Prozentpunkte zurück und lag im August 2016 bei 18,6 Prozent, im Euroraum bei 20,7 Prozent.

Seit Einführung der Jugendgarantie und der Jugendbeschäftigungsinitiative 2013 ging die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen um 1,4 Millionen zurück. Auch in der Altergruppe der 55 bis 64-jährigen stieg der Anteil der Beschäftigten: im ersten Quartal 2016 arbeiteten drei von vier Menschen dieser Altersklasse noch.

Europäischer Filmsonntag (mit Imbiss) - drei Finalistenfilme des LUX-Filmpreises

Die Stadt Aachen, u.a. mit dem EUROPE DIRECT Informationsbüro, die Karlspreisstiftung und das Capitol Aachen laden am Sonntag, 20. November, in der Zeit von 11 bis 19 Uhr zum "Europäischen Filmsonntag - LUX-Filmpreis 2016" in das Capitol in Aachen ein. In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament und unter Schirmherrschaft der Aachener Europaabgeordneten Sabine Verheyen freuen sich die Veranstalter, zum 10. Jubiläum des LUX-Filmpreises mit dem Europäischen Filmsonntag in Aachen etwas ganz Besonderes präsentieren zu können.

Mit dem Filmsonntag haben sich die Organisatoren zum Ziel gesetzt, einem breiten Aachener Publikum die Vielfalt der europäischen Filmkunst zu präsentieren. Getreu dem Motto der Europäischen Union "In Vielfalt geeint" soll anhand der drei Finalistenfilme des LUX-Filmpreises die Universalität der europäischen Werte, die kulturelle Vielfalt und der Prozess der europäischen Integration veranschaulicht werden. Der Film als wesentlicher Bestandteil europäischer Kultur ist aus ihrer Sicht ein äußerst geeignetes Medium, um in Zeiten steigender Europaskepsis auf die Bedeutung der europäischen Wertegemeinschaft und den sprachlichen und kulturellen Reichtum innerhalb dieser Gemeinschaft aufmerksam zu machen.

Die drei Finalisten-Filme des LUX-Filmpreis-Wettbewerbs werden am 20. November nacheinander in Originalfassung mit deutscher Untertitelung gezeigt. "A peine j'ouvre les yeux" von Leyla Bouzid, "Ma vie de courgette" von Claude Barras und "Toni Erdmann" von Maren Ade sind die Finalisten im Rennen um den Filmpreis. Mit einem ergreifenden Porträt einer jungen Frau in Tunesien kurz vor dem "Arabischen Frühling", einem Stop-Motion-Animationsfilm über das Leben in einem Waisenhaus sowie einer politischen Tragikomödie im Rahmen der zeitgenössischen Unternehmenskultur sind somit verschiedene Genres und Themen vertreten. Im Anschluss an die Filmvorführungen haben die Zuschauer die Möglichkeit, ihren Favoriten unter den drei Finalisten zu wählen.

Die Abgeordneten des EP wählen den Gewinner
Mit dem LUX-Filmpreis zeichnet das Europäische Parlament seit 2007 jährlich einen Film aus, der auf besondere Weise das europäische Publikum berührt und mit Blick auf die aktuellen sozialen und politischen Herausforderungen in Europa zum Nachdenken anregt. Eine 21-köpfige Fachjury wählt unter allen Teilnehmern zehn Filme für die offizielle Auswahl und schließlich drei Filme ins Finale des Wettbewerbs. Die drei Finalisten-Filme werden in allen 24 Amtssprachen der EU untertitelt und im Zuge der "LUX Film Days" in den 28 EU-Mitgliedstaaten gezeigt. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments wählen schließlich den Gewinner des LUX-Filmpreises und zeichnen diesen im Rahmen einer Plenartagung in Straßburg aus. Der Film, der den LUX-Filmpreis erhält, wird auch für hör- und sehbehinderte Menschen produziert und beim internationalen Vertrieb unterstützt.

Eintrittskarten zum Preis von 9 Euro pro Person sind ab sofort an den Kassen der Filmhäuser Capitol, Cineplex und Eden Palast erhältlich.

16 10 10 eu usaNach der Wahl: Wie steht es um das Verhältnis USA und EU?

Der umstrittene Kandidat der Republikaner, Donald J. Trump, wird Präsident der Vereinigten Staaten. Für viele Politiker, aber auch Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und der Welt war dies ein Schock. Die Fragen, die sich jetzt stellen, sind groß:
Was bedeutet das für uns in Europa?
Wie geht es weiter mit der Bekämpfung von Terror, mit TTIP und dem Daten- und Verbraucherschutz?

In der Veranstaltung vom EUROPE DIRECT Informationsbüro wird ein Rückblick auf den Vorwahlkampf und Wahlkampf sowie auf die programmatischen Aussagen der beiden Kandidaten Trump und Clinton gegeben.

TTIP Handshake 300Der Politikwissenschaftler und Historiker Siebo Janssen und Moderator Jochen Leyhe diskutieren zudem die Konsequenzen für die EU und die transatlantischen Beziehungen.

Grashaus 1 300EUROPE DIRECT Büro vom 07.10. bis 10.10 geschlossen

Wegen des städtischen Betriebsausfluges bleibt das EUROPE DIRECT Büro am Freitag, 7. Oktober, geschlossen.

Aus organisatorischen Gründen bleibt das EUROPE DIRECT Büro auch am Montag, 10. Oktober, geschlossen

Ab Dienstag, 11. Oktober, sind wir wieder wie gewohnt für Sie da.

 

Sie erreichen uns per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Waage 300Die EU will die Handelsregeln für Waren, die zur Vollstreckung der Todesstrafe oder zur Folter verwendet werden, weiter verschärfen.

Auf Vorschlag der Europäischen Kommission hat das Europäische Parlament am Dienstag, 04. Oktober, entsprechende Beschränkungen beschlossen. Nach der Abstimmung im Parlament müssen die Änderungen nun vom Rat genehmigt werden, bevor die ursprüngliche Verordnung (1236/2005) geändert im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und damit zu EU-Recht wird.

„Die Abstimmung des Europäischen Parlaments unterstreicht die Bedeutung, die die Europäische Union der Achtung der Grundrechte beimisst. Als Europäische Union setzen wir uns mit allen Mitteln, Instrumenten und Möglichkeiten für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe ein“, sagte Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik. „Die Abschaffung von Folter erfordert ebenso wie die Abschaffung der Todesstrafe weltweit politischen Willen und eine gemeinsame Anstrengung von Parlamenten und Zivilgesellschaft. Heute zeigen wir, das unsere Europäische Union an vorderster Linie bei dieser Aufgabe bleiben wird“, so Mogherini weiter.

„Von Einspritzsystemen für tödliche Mittel über elektrische Stühle bis hin zu Schlagstöcken mit Stacheln - so schreckliche Geräte haben keinen Platz in unserer Gesellschaft“, sagte Handelskommissarin Cecilia Malmström. „Neben dem Verbot von Verkauf und Export verbieten wir jetzt die Bewerbung dieser Waren auf Messen und Ausstellungen und führen einen Fast-Track-Mechanismus ein, um sicherzustellen, dass neue Produkte dieser Art schnell verboten werden können. Es ist zwingend notwendig, dass wir mit den neuen Entwicklungen Schritt halten können.“

Die EU hatte bereits 2005 eine Verordnung auf den Weg gebracht, die die Ausfuhr von zur Vollstreckung der Todesstrafe und zur Folter dienenden Gütern untersagt. Zudem hat sie Exportkotrollen für diese Waren festgeschrieben. Im Januar 2014 hat die EU-Kommission vorgeschlagen, die Gesetzgebung in diesem Bereich zu verschärfen. Im Trilogverfahren zwischen EU-Kommission, Rat und EU-Parlament hat es dann eine Einigung gegeben.

Weitere Informationen:

jungeleute6 600„Die Maßnahmen und Reformen im Rahmen der Jugendgarantie haben für mehr als 9 Millionen junge Menschen etwas zum Positiven verändert. Die Jugendgarantie hat wichtige Reformen der Bildungssysteme und der Arbeitsverwaltungen in den Mitgliedstaaten unterstützt und Partnerschaften gefördert, die jungen Menschen bessere Chancen eröffnen sollen. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit weiterem politischem Engagement, ausreichenden Ressourcen und Entschlossenheit die Früchte der bisherigen Arbeit ernten und die Ziele erreichen können, die wir alle anstreben. Deshalb hat die Kommission vor kurzem vorgeschlagen, die Haushaltsmittel für die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen bis 2020 zu erhöhen", so beschreibt Marianne Thysssen, Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, den bisherigen Erfolg der Jugendgarantie.

Rund neun Millionen junge Menschen haben seit 2013 ein Angebot der Europäischen Jugendgarantie angenommen, die meisten davon waren Stellenangebote. Die Europäische Kommission hat am Dienstag, 04. Oktober, eine vorläufige Bilanz der wichtigsten Erfolge der Jugendgarantie und der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen (Youth Employment Initiative – YEI) seit dem Start 2013 vorgelegt und daraus Schlussfolgerungen für die Verbesserung der nationalen Jugendgarantie-Programme gezogen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte in seiner Rede zur Lage der Union am 14. September 2016 seine Entschlossenheit bekräftigt, sich für die weitere Verbreitung der Jugendgarantie einzusetzen. Die Kommission werde sich dabei auf die Regionen und Jugendlichen konzentrieren, die am dringendsten Unterstützung benötigen.

Die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen, für die auf EU-Ebene Mittel in Höhe von 6,4 Mrd. Euro für gezielte Maßnahmen mobilisiert wurden, hat die schnelle Umsetzung der Jugendgarantie in den Mitgliedstaaten und die direkte Unterstützung von 1,4 Millionen jungen Menschen in der EU ermöglicht, die weder eine Beschäftigung haben noch eine Ausbildung absolvieren (so genannte NEETs - Not in Employment, Education or Training), und in den Regionen mit der höchsten Jugendarbeitslosigkeit leben. Die von der Kommission 2015 vorgenommene 30-prozentige Erhöhung der Vorauszahlungen im Rahmen der Initiative an die förderfähigen Mitgliedstaaten – insgesamt rund 1 Mrd. Euro – hat dazu beigetragen, die Maßnahmen vor Ort schneller in Gang zu setzen.

Was ist die Jugendgarantie?

Die Jugendgarantie soll jungen Menschen längere Phasen der Beschäftigungslosigkeit ersparen. Ihr Ziel ist, dass alle jungen Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten nach Abschluss ihrer Ausbildung oder nachdem sie arbeitslos geworden sind, ein konkretes und qualitativ hochwertiges Angebot erhalten. Dieses Angebot – eine Arbeitsstelle, ein Ausbildungsplatz, ein Praktikum oder eine Fortbildung – sollte auf die persönliche Situation und die Bedürfnisse abgestimmt sein. Dabei sollen insbesondere Regionen unterstützt werden, in denen die Jugendarbeitslosigkeit über 25 Prozent liegt. Darüber hinaus nutzen alle Mitgliedstaaten die ihnen zugewiesenen Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Unterstützung der Jugendbeschäftigung.

Die EU-Länder befürworteten das Konzept im April 2013.

Alle Mitgliedstaaten haben Umsetzungspläne für die Jugendgarantie vorgelegt und die notwendigen Schritte unternommen, um ihre Jugendgarantie-Programme aufzustellen. In diesen Plänen werden die Schritte zur Umsetzung der Jugendgarantie aufgeführt, der Zeitrahmen für die wichtigsten Reformen und Maßnahmen abgesteckt, die Rolle der Behörden und anderer Partner sowie die Finanzierung beschrieben.

Die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen wurde 2013 gestartet, um junge Menschen unter 25 in Regionen, in denen 2012 die Jugendarbeitslosigkeit über 25 Prozent lag, gezielt zu unterstützen. Die YEI ist eine der Hauptfinanzierungsquellen für die Umsetzung der Jugendgarantie. Gegenwärtig erfüllen 20 Mitgliedstaaten die Kriterien für die YEI-Förderung.

Zentraler Ansprechpartner für die Umsetzung der Jugendgarantie in Deutschland ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Es ist für die Einrichtung und Verwaltung sowie für die Koordinierung der Partnerschaften auf allen Ebenen und in allen Branchen zuständig. Auch die Bundesagentur für Arbeit spielt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Strategie. In manchen Städten gibt es Jugendberufsagenturen als lokale Anlaufstellen für Jugendliche, die Hilfe beim Übergang von der Schule in den Beruf brauchen.

Nächste Schritte

Die Mitteilung der Kommission zeigt, dass die Jugendarbeitslosigkeit zwar nach wie vor in vielen Mitgliedstaaten ein gravierendes Problem ist, dass sich die Arbeitsmarktsituation junger Menschen in der EU aber seit 2013 insgesamt günstiger entwickelt hat als erwartet. Die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen in der EU ist seit 2013 um 1,4 Millionen zurückgegangen, und die derjenigen, die weder eine Beschäftigung haben noch eine Ausbildung absolvieren (NEETs - Not in Employment, Education or Training), ist um 900.000 gesunken.

Angesichts dieser Fortschritte hat die Kommission vor kurzem vorgeschlagen, die Haushaltsmittel für die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen zu erhöhen und zusätzlich 1 Mrd. Euro für die YEI bereitzustellen, die mit einer weiteren Milliarde aus dem Europäischen Sozialfonds aufgestockt wird. Mit diesen 2 Mrd. Euro könnten bis 2020 eine Million mehr junge Menschen in den Mitgliedstaaten unterstützt werden, in denen die Jugendarbeitslosigkeit am höchsten ist.

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Flaggen 28 EU Staaten 400Für Lehrerinnen und Lehrer: das Inda-Gymnasium möchte in diesem Jahr im Rahmen des eTwinning-Programms wieder das Projekt "Christmas Card Exchange" aufgreifen und durchführen. Ein riesiger Weihnachtsbaum mit Grußkarten aus ganz Europa schmückte 2015 die Aula des Gymnasiums. Das Angebot ist insbesondere für jüngere Schüler interessant.

Ermöglicht wurde das Projekt durch die Arbeitmit der eTwinning Plattform, die auch mehr bietet als den Austausch von Karten – wir haben auch gegenseitig viele Informationen über Weihnachtsbräuche bekommen.

Die Verantwortlichen fanden dieses Projekt so schön, dass sie es dieses Jahr wieder starten und möchten die positiven Erfahrungen auch mit anderen Lehrern und Schülern teilen.
Vielleicht haben Sie auch Spaß an einem solchen Projekt, kennen sich aber noch nicht mit eTwinning aus oder wollen einfach noch etwas mehr über das Programm wissen?

Dann sind Sie herzlich eingeladen das Projekt und die Nutzung der Plattform eTwinning kennenzulernen.

  • Freitag, 28. Oktober 2016
    14.00-17.00
    Inda-Gymnasium
    Gangolfsweg 52
    52076 Aachen-Kornelimünster
    PC-Raum

Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen, die eine europäische Schulpartnerschaft über das Internet beginnen möchten und noch keine eTwinning-Projekterfahrung haben. Wesentliche Inhalte der Veranstaltung sind:

  • Einführung in die Werkzeuge des eTwinning-Portals
  • Pädagogisch-didaktischer Nutzen von eTwinning am Beispiel meines eTwinning-Projektes
  • Kurzvorstellung der Leitaktion 1 und 2 des Erasmus+-Programmes

Die Veranstaltung ist insbesondere für Anfänger im Bereich Arbeits- und Lernplattformen konzipiert. Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme sind allerdings grundlegende PC- und Internetkenntnisse. Um praktisch mit eTwinning zu arbeiten, ist es erforderlich, dass Sie sich vor der Veranstaltung bei eTwinning registrieren und zu der Fortbildung ihre Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) mitbringen.

Ich freue mich über eine rege Teilnahme und bitte um eine Anmeldung per Mai.

  • Anmeldungen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Einladung als PDF
  • eTwinning-Homepage (auch Link zur Anmeldung)
  • Inda-Gymnasium
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Inda-Gymnasium_eTwinning

Grashaus 1 300Interesse am Grashaus? Am kommenden Wochenende haben interssierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Aachens erstes Rathaus richtig kennenzulernen. Unter dem Titel „Das Grashaus – Geschichte und Architektur“ Eine wissenschaftliche Tagung im Centre Charlemagne Aachen gibt es am Samstag, 08. Oktober, von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr Vorträge rund um das Grashaus.


Das Grashaus ist das erste Aachener Rathaus – und als Station Europa in die Route Charlemagne integriert. Das Lehr- und Forschungsgebiet Denkmalpflege und Historische Bauforschung der RWTH Aachen und die Route Charlemagne Aachen wollen dieses für Aachen so bedeutende Gebäude einer wissenschaftliᆳchen Betrachtung unterziehen. Es soll über historische, architektonische und didaktische Aspekte diskutiert werden.
 
Das Grashaus hat für die Identität der Stadt Aachen einen hohen Stellenwert. Der Name bezeichnet das erste Aachener Rathaus, das um 1267 auf älteren Grundmauern erbaut wurde – zu einer Zeit, als ein schon Jahrzehnte währender Prozess hin zur städtischen Selbstverwaltung zu einem ersten Abschluss kam. Das Gebäude, das heute am Fischmarkt steht, entstammt jedoch dem späten neunzehnten Jahrhundert  und beruht nur auf den baulichen Überresten des mittelalterlichen Vorgängers. Seit dem Einzug des Aachener Stadtarchivs im Jahr 1889 hat das Bauwerk eine weiterhin wechselhafte Geschichte hinter sich. Zuletzt wurde es 2015 als Station Europa der „Route Charlemagne“ umgenutzt. In diesem Zusammenhang bot sich die Gelegenheit der wissenschaftlichen Betrachtung dieses bedeutenden Bauwerks aus der Sicht der Geschichte, Architektur und Denkmalpflege. Die Erkenntnisse der neuen Forschungen werden in diesem gemeinsam von der Route Charlemagne und dem Lehr- und Forschungsgebiet Denkmalpflege und Historische Bauforschung organisierten Kolloquium in neun
Fachvorträgen vorgestellt.
 
Die Tagung ist öffentlich. Nur der Museumseintritt muss bezahlt werden, Kaffee gibt es umsonst.

15 02 11 Grashaus ED 3Interview zur Studienfahrt nach Maastricht am 14. September

Radio @m Alex ist ein Internetradiosender und Newsportal aus Aachen. Der Sender versteht sich als Lokalradio und berichtet hauptsächlich über Themen aus der Euregio.
Bei Radio @m Alex sind 21 Redaktionsmitglieder in unterschiedlicher Häufigkeit, mit unterschiedlichem Stundenumfang beschäftigt und arbeiten an Beiträgen, die sie online zur Verfügung stellen.

Der Reporter Stefan Will führte während der Fahrt nach Maastricht zum Ort der Unterzeichnung des Maastrichter Vertrags, dem sogenannten Statenzaal im heutigen Gebäude der Provinzverwaltung Limburg, ein Interview mit Alina Güdden und Winfried Brömmel vom EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen.

Flaggen 28 EU StaatenSpannendes 3-tägiges Seminar über Europa und die Euregio Maas-Rhein - mit Studienfahrten in die Region

Die Europäische Akademie Nordrhein-Westfalen veranstaltet in Kooperation mit dem EUROPE DIRECT Informationsbüro und dem Leiter des Grashauses Andreas Düspohl ein spannendes dreitägiges Seminar, bei dem es sowohl um die aktuelle "große EU-Politik" als auch um das "Europa im Kleinen" geht, nämlich in der konkreten Zusammenarbeit in der Euregio Maas-Rhein.

Unter dem Titel "Brexit versus grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Beispiel der Euregio Maas-Rhein" findet dieses Seminar vom 08.11.2016 bis zum 10.11.2016 im Grashaus in Aachen statt, zudem wird es Studienfahrten nach Eupen, Heerlen und Alsdorf geben.

Der erste Seminartag steht zunächst im Zeichen der Auswirkungen der Brexit-Erklärung. Darüber hinaus sollen die Perspektiven der europäischen Integration näher erörtert werden. Referent ist Richard Stock, der Direktor des Centre Européen Robert Schuman in Metz.

Flaggen Dreiländereck DE NL BEAm zweiten Seminartag wird die Zusammenarbeit in der Grenzregion im Mittelpunkt stehen. Die Annäherung an das Thema wird zunächst in verschiedenen Arbeitsgruppen erfolgen. Mittags wird Herbert Ruland, Autor und Dozent an der Hochschule der deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen, über die Zusammenarbeit in der Grenzregion und ihre Probleme berichten. Ein Informationsbesuch bei der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft und bei der Stiftung Euregio Maas-Rhein folgt.

Am dritten Seminartag wird vor allem der Strukturwandel von der Vergangenheit des Aachener Kohlereviers in die Zukunft der Energieversorgung thematisiert. Dazu wird es auch eine Führung durch das Bergbaumuseum in Heerlen und das Energeticon in Alsdorf geben.

Die Teilnahmekosten für dieses Seminar betragen nur 10 Euro und werden in bar am ersten Seminartag bezahlt.
Darin enthalten sind die Seminarleitung, die Fahrten mit dem Reisebus und alle Führungen und Eintritte.
Für die Verpflegung während des Seminars ist jede/r Teilnehmende selbst verantwortlich.

Die verbindliche Anmeldung erfolgt per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! unter Angabe von Name, Postadresse und E-Mail-Adresse.

Nach Auffassung der Kommission ist die geplante Pkw-Maut diskriminierend.

Stau Autos 300Die EU-Kommission hat am Donnerstag, den 29.09.2016, wegen der deutschen Mautpläne beschlossen, gegen Deutschland ein Verfahren vor dem Gerichtshof der Europäischen Union einzuleiten.

Die deutschen Vorschriften sehen für in Deutschland zugelassene Fahrzeuge einen Abzug von der jährlichen Kraftfahrzeugsteuer genau in Höhe der Maut vor. Dies würde – allerdings ausschließlich für die in Deutschland registrierten Fahrzeuge – zu einer De-facto-Befreiung von der Maut führen. Darüber hinaus sind die Preise von Kurzzeitvignetten (für Zeiträume unter einem Jahr), die es für in anderen Ländern zugelassene Fahrzeuge geben soll, in einigen Fällen unverhältnismäßig hoch.

Wie unlängst in der Europäischen Strategie für emissionsarme Mobilität bekräftigt, unterstützt die Kommission zwar faire und effiziente Preise im Verkehr. Doch die deutsche Regelung verstößt nach Ansicht der Kommission gegen die im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) verankerten Grundsätze der Nichtdiskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit sowie des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs.

Trotz zahlreicher Kontakte mit den deutschen Behörden seit November 2014 sind die grundsätzlichen Bedenken der Kommission nicht ausgeräumt worden. Daher verklagt die Kommission Deutschland vor dem Gerichtshof der Europäischen Union.

Es ist das Recht der Mitgliedstaaten, Straßenbenutzungsgebühren für Lkw und Pkw einzuführen. Wenn ein Mitgliedstaat von Ausländern Gebühren für die Nutzung nationaler Straßen verlangen möchte, müssen diese Gebühren gleichermaßen für alle Nutzer – Ausländer und Angehörige des Mitgliedstaats – gelten. Eine zentrale Voraussetzung für nichtdiskriminierende Straßenbenutzungsgebühren besteht darin, dass alle Nutzer gleich hohe Gebühren zahlen. Eine Straßenbenutzungsgebühr, die de jure oder de facto nur von Ausländern erhoben wird, würde eine Diskriminierung darstellen und somit gegen die Verträge der EU verstoßen.

Die Kommission hat das Vertragsverletzungsverfahren im Juni 2015 eingeleitet und den deutschen Behörden dann im April 2016 eine mit Gründen versehene Stellungnahme übermittelt.

Kommission schlägt verbindliches Transparenzregister für alle EU-Organe vor

Parlament von oben 1 300Die Europäische Kommission hat am Mittwoch, den 28.09.2016, ein verbindliches Transparenzregister für alle drei EU-Organe – Europäisches Parlament, Rat und Kommission – vorgeschlagen. Damit erfüllt sie eine der zentralen Zusagen, die die Juncker-Kommission in Bezug auf mehr Transparenz gegeben hat. Die Kommission selbst ist bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und erlaubt die Kontaktaufnahme mit ihren Entscheidungsträgern ausschließlich Interessenvertretern, die in ein öffentliches Transparenzregister eingetragen sind. Seitdem die Kommission im November 2014 diese Regel für ihre Zusammenarbeit mit Interessenvertretern einführte, wurden rund 4.000 neue Einträge in das bestehende Register vorgenommen. Heute werden Europäisches Parlament und Rat aufgerufen, diesem Beispiel zu folgen und das Register für alle Interessenvertreter, die Einfluss auf die Politikgestaltung in Brüssel nehmen wollen, verbindlich vorzuschreiben.

Frans Timmermans, Erster Kommissionsvizepräsident, erklärte hierzu: „Die EU-Organe müssen zusammenarbeiten, um das Vertrauen unserer Bürgerinnen und Bürger zurückzugewinnen. Wir müssen in allem, was wir tun, offener werden. Die heutigen Vorschläge zur Einführung eines verbindlichen Transparenzregisters für Parlament, Rat und Kommission sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die Bürgerinnen und Bürger haben das Recht zu erfahren, wer auf die Rechtsetzung der EU Einfluss zu nehmen versucht. Wir schlagen eine einfache Regel vor: keine Treffen mit Entscheidungsträgern ohne vorherige Registrierung. Über das Register kann die Öffentlichkeit einsehen, wer Lobbyarbeit betreibt, wen Lobbyisten vertreten und wie viel dafür ausgegeben wird."

Der heutige Vorschlag klärt zudem, welche Tätigkeiten und Einrichtungen unter die Bestimmungen fallen, stärkt die Überwachung und wirksame Durchsetzung des mit dem Register verbundenen Verhaltenskodexes für Interessenvertreter durch mögliche Sanktionen und wird die Qualität der Daten durch gestraffte Anforderungen an die Dateneingabe und eine strengere Qualitätskontrolle verbessern. Der Kommissionsvorschlag sieht vor, dass bei Verstößen gegen den Verhaltenskodex die Kontaktaufnahme zu den Organen vorübergehend untersagt oder eine Streichung aus dem Register vorgenommen werden kann.

Die interinstitutionelle Vereinbarung (IIV) soll auf dem bestehenden freiwilligen Transparenzregister des Europäischen Parlaments und der Kommission aufbauen und ein robustes System zur Gewährleistung einer transparenten Lobbyarbeit schaffen. Nach dem Vorschlag der Kommission sollen dieselben Mindeststandards zum ersten Mal für alle drei Organe – einschließlich des Rates – gelten.

Die Juncker-Kommission hat sich in ihren politischen Leitlinien zu mehr Transparenz verpflichtet und diese Absicht bereits mehrfach in die Praxis umgesetzt. Die Kommission veröffentlicht seit dem 1. Dezember 2014 Informationen über alle Treffen von Kommissionsmitgliedern, ihren Kabinettsmitgliedern und Generaldirektoren der Kommission mit Interessenvertretern. Generell sollten diese Treffen nur mit Personen und Einrichtungen stattfinden, die im Transparenzregister eingetragen sind.

Auch der Zugang zu Dokumenten über die Verhandlungen über die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) mit den Vereinigten Staaten wurde erweitert. Die im April unterzeichnete interinstitutionelle Vereinbarung über bessere Rechtsetzung förderte die Transparenz durch verschiedene Maßnahmen für mehr Offenheit der politischen Willensbildung in der EU, einschließlich der Verfahren des Sekundärrechts. Im Mai 2016 nahm die Kommission neue Vorschriften für Expertengruppen an, die strengere Transparenzanforderungen enthalten und Synergien mit dem Transparenzregister nutzen.

Das Transparenzregister ist eines der wichtigsten Instrumente für die praktische Umsetzung der Transparenzverpflichtung der Kommission. Es erfasst alle Tätigkeiten, mit denen auf die Rechtsetzung und Politikgestaltung der EU-Organe Einfluss genommen werden soll. Ein erstes Transparenzregister wurde im Jahr 2011 gemeinsam vom Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission eingerichtet und durch eine im April 2014 angenommene interinstitutionelle Vereinbarung (IIV) aktualisiert; es gilt derzeit nur für diese beiden Organe. Das heutige Register beruht auf Freiwilligkeit und erfasst über 9 800 Einrichtungen, die an den Verhaltenskodex gebunden sind. Die eingetragenen Einrichtungen decken ein breites Spektrum ab, das von Beraterfirmen für öffentliche Angelegenheiten über Anwaltskanzleien, Handelskammern und Berufsverbände, nichtstaatliche Organisationen, religiöse Organisationen bis hin zu akademischen Einrichtungen reicht.

EU-Kommissarin Jourová bekräftigt Kampf gegen illegale Hetze im Internet

Cyberkriminalität 300Věra Jourová, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, ist vom 26.09-27.09.2016 zu Besuch in Berlin. Nach einem bilateralen Treffen am Montagmorgen mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nahm sie gemeinsam mit Bundesjustizminister Heiko Maas an einer Konferenz zur Bekämpfung illegaler Hetze im Internet teil. In ihrer Rede betonte Kommissarin Jourová: „Rede, in der zu Gewalt oder Hass aufgestachelt wird, ist illegal. Wir alle erkennen die Macht und Bedeutung des Internets an und wissen es zu schätzen. Aber das Internet kann nicht außerhalb des Gesetzes stehen. Daher habe ich letztes Jahr beschlossen, zusammen mit IT-Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen als wichtige Verbündete gegen Hassreden vorzugehen. Und ich habe mich darüber gefreut, dass die Internetunternehmen eine verantwortungsvolle Rolle dabei übernommen haben.“

Die EU-Kommission hat im Mai dieses Jahres einen Verhaltenskodex mit Facebook, Twitter, YouTube und Microsoft vereinbart, mit dem die Verbreitung von illegalen Hassreden im Internet bekämpft werden soll. Mit dem Verhaltenskodex verpflichten sich die IT-Unternehmen dazu, klare und wirksame Verfahren für die Prüfung von Meldungen über illegale Hassreden in ihren Diensten einzuführen, damit die Mehrheit der stichhaltigen Anträge auf Entfernung illegaler Hasskommentare in weniger als 24 Stunden geprüft und diese erforderlichenfalls entfernt bzw. der Zugang dazu gesperrt werden kann.

Neben der Teilnahme an der Konferenz zur Bekämpfung illegaler Hetze im Internet trifft Kommissarin Jourová mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière, mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags sowie mit Vertretern der Deutschen Industrie- und Handelskammer und des Bundesverbands der Deutschen Industrie zusammen. Außerdem geplant sind ein Treffen mit der Verbraucherzentrale Bundesverband an die Teilnahme an der Konferenz „10 Jahre Schutz vor Diskriminierung in Deutschland“.

Flyer bearbeitet 300Die Zukunft Europas mitgestalten

Der AStA der FH Aachen veranstaltet in Kooperation mit EUROPE DIRECT Aachen eine Europawoche. Diese findet vom 24.10.2016 bis zum 28.10.2016 statt. Neben verschiedenen Fahrten stehen auch Diskussionsrunden und Filmvorführungen an.

24.10.2016 Den Auftakt der Europa Woche bildet die Fahrt zur Europäischen Agentur für Flugsicherheit am. Treffpunkt ist um 9:00 Uhr am Aachener Hauptbahnhof, wo die Fahrt auch wieder um ca. 15:00 Uhr endet. Die Anmeldefrist für diese Fahrt endet bereits am 11.10.2016.
Mehr Infos: http://bit.ly/EASA_2016

25.10.2016 Von 20:00 bis 22:00 Uhr zeigt das Apollo Aachen den Film "L'auberge espagnole". Karten sind im Vorverkauf beim AStA, jeweils Dienstags und Donnerstagt zwischen 10 und 12 Uhr für fünf Euro zu erstehen.

26.10.2016 Von 19:00 bis 21:00 Uhr sind Europainteressierte eingeladen am Diskussionscafe über die Zukunft Europas tielzunehmen. Ausrichter ist der AStA der FH Aachen in der Stephansstraße 58.

27.10.2016 Von 19:00 bis 20:30 findet im Haus Löwenstein ein Vortrag zum Thema "Laufbahn Europa - Arbeiten bei der EU" statt.
Mehr Infos: http://bit.ly/Laufbahn-EU-2016

28.10.2016 Den Abschluss der Europawoche bildet die Studienfahrt zum EuGH in Luxemburg. Treffpunkt ist der Theaterplatz um 8:00 Uhr, wo die Fahrt auch gegen 20:00 Uhr wieder endet. Die Anmeldefrist für diese Fahrt endet am 11.10.2016.
Mehr Infos: http://bit.ly/Luxemburg-2016

Anmeldungen für die Fahrten zur EASA und nach Luxemburg sind an das EUROPE DIRECT Büro zu richten, mit folgenden Angaben: Name, Geburtsdatum, Wohnort, NRW-Ticket ja/nein

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  • Veranstaltung bei Facebook: https://www.facebook.com/events/1659465144366701/
  • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/FH-Europawoche-2016

 

EU-Kommission verlangt Aufklärung

Digitales 300Mit Blick auf die jüngsten Enthüllungen im Rahmen der „Bahamas Leaks“- Affäre hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker von der ehemaligen EU-Kommissarin Neelie Kroes Aufklärung verlangt. „Wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, werden wir über weitere Schritte und Maßnahmen entscheiden“, sagte Kommissionssprecher Margaritis Schinas am Donnerstag, den 22.09.2016, in der täglichen Pressekonferenz der Kommission in Brüssel. Die Kommission habe strikte Regeln, die für alle ihre Mitglieder gelten.

„Die Kommission wusste darüber nichts“, so der Sprecher mit Bezug auf die Berichte über die ehemalige Kommissarin. „Frau Kroes hat uns nun informiert, und der Präsident hat weitere Klarstellungen verlangt. Wir haben strikte Regeln, beginnend mit dem Vertrag selbst, und es ist wichtig, dass diese Regeln von allen respektiert werden, die die Ehre haben, als Mitglieder der Kommission zu dienen. Gleichzeitig muss die Kommission darauf vertrauen können, dass die Erklärungen und Informationen, die Kommissare zur Verfügung stellen, richtig und vollständig sind.“

Pierre Moscovici, EU-Kommissar für Wirtschaft, Finanzen, Steuern und Zoll, bekräftigte erneut den Kampf der Europäischen Kommission gegen Steuervermeidung und Steuerhinterziehung. Er erklärte: „Die jüngsten Enthüllungen über die Bahamas beweisen einmal mehr das enorme Ausmaß der weltweiten Steuervermeidung und Steuerhinterziehung. Sie bestärken die Kommission in ihrem Kampf für mehr Steuertransparenz, insbesondere in Bezug auf die sogenannten Steueroasen. Erst in der vergangenen Woche haben wir eine erste Risikobewertung veröffentlicht, mit der mögliche Steueroasen in aller Welt ermittelt werden sollen. Die Bahamas wurden bei dieser Bewertung aufgrund gewisser Probleme ihres Steuersystems als Land mit hohem Risiko eingestuft. Heute rufe ich unsere Mitgliedstaaten erneut dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass wir bis 2017 über eine gemeinsame Liste von Steueroasen verfügen. Dabei müssen auch strenge und nachhaltige Sanktionen für Länder vorgesehen werden, die sich nicht an die Spielregeln halten und dabei helfen, Vermögenswerte einer Besteuerung zu entziehen.“

Die Europäische Kommission arbeitet mit Hochdruck an der Erstellung einer ersten gemeinsamen EU-Liste nicht kooperativer Steuergebiete. Sie hatte den EU-Staaten dazu in der vergangenen Woche die Ergebnisse einer auf Schlüsselindikatoren beruhenden Voruntersuchung für alle Drittländer („Scoreboard“) vorgelegt. Nun ist es Aufgabe der Mitgliedstaaten zu entscheiden, welche Länder in den nächsten Monaten genauer überprüft werden sollten, um gezielt jene Länder zu ermitteln, die sich nicht an Steuerregeln halten.

Im Juli hatte die Kommission Vorschläge unterbreitet, um für mehr Steuertransparenz zu sorgen. Konkret geht es dabei unter anderem darum, Steuerbehörden mehr Informationen zugänglich zu machen und mehr grenzüberschreitende Transparenz in Bezug auf wirtschaftliches Eigentum herzustellen.