Stadt Aachen

logo stadt aachen1Das Europäische Wissenschaftsparlament wurde gemeinsam vom ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Aachen, Dr. Jürgen Linden, und dem damaligen Rektor der RWTH Aachen, Prof. Dr. Burkhard Rauhut, initiiert. Während nichts leichter ist als die inhaltliche Verbindung einer Universität zu einer Veranstaltung rund um Wissenschaft zu beschreiben, bedarf es bei der Frage, warum eine Stadt, d.h. ihre Politik und Verwaltung, sich so sehr für ein wissenschaftliches Ereignis einsetzt, einer Erläuterung: Aachen ist nicht allein eine Stadt mit viel Geschichte und Charme, sondern seit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert stets mit den fortschrittlichsten Entwicklungen in Wissenschaft und Technik verbunden.

hosts aachenOb es im 19 Jahrhundert neue Technologien der Kohlegewinnung und Stahlproduktion waren oder ob in den letzten Jahrzehnten die Hochtechnologie in Aachen einen wichtigen Standort fand, immer war es für die Bewohner der Stadt und die hier ansässigen Unternehmen und Forschungsinstitute wichtig, im Wettbewerb mit anderen Wirtschaftsstandorten exzellent dazustehen. Seit der schwierigen Umwandlung der Aachener Wirtschaftsregion von den alten Industrien (Kohle, Stahl) hin zu neuen Hochtechnologien (IT, Life Sciences, automotive, Neue Werkstoffe) ist jedem in Aachen bewusst, dass unsere Zukunft nur durch den „Rohstoff“ Wissen zu sichern ist. Daher rührt die traditionell enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und RWTH, die immer zum Ziel hat, Aachen als exzellenten Standort der wissensbasierten Wirtschaft nach vorne zu bringen.

Es gibt Kenner der europäischen Geschichte, die sagen, dass die Bildung als Motor der Entwicklung bereits durch Alkuin am Hofe Karls des Großen zu Bedeutung gelangt sei, dass also die heutige Verpflichtung zur wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Ertsklassigkeit eine ganz alte Geschichte hat. Tief in der Geschichte Aachens als Heimat des „ersten Einigers Europas“ wurzelt auch das besondere europäische Bewusstsein dieser Stadt. Wer nur 3 Kilometer von zwei Nachbarkulturen lebt, weiß um die Wichtigkeit von Toleranz, Austausch und grenzüberschreitender Mobilität. Ein „europäisches Wissenschaftsparlament“ beinhaltet deshalb drei Begriffe, die für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger seit jeher sehr wichtig sind: das besondere europäische Engagement Aachens, seine Angewiesenheit auf exzellente Wissenschaft und das Parlament als die herausragende Organisationsform für Diskurs und Toleranz in der europäischen Kultur.

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RWTH Aachen

logo rwth aachen1Die RWTH Aachen gehört mit ihren 260 Instituten in neun Fachbereichen zu den führenden europäischen Universitäten. Derzeit sind 30.000 Studierende in über 100 Studiengängen eingeschrieben, davon über 5.500 ausländische Studenten aus 130 Ländern. Die Ausbildung an der RWTH ist vor allem anwendungsorientiert. Die Absolventen sind deshalb in der Wirtschaft gefragte Nachwuchs- und Führungskräfte. Jedes fünfte Vorstandsmitglied deutscher Konzerne kommt von der RWTH Aachen. Nationale Rankings und internationale Bewertungen bescheinigen den RWTH-Absolventen eine ausgeprägte Befähigung zur Bewältigung komplexer Aufgabenstellungen, zu konstruktiver Problemlösung in Teamarbeit und zur Übernahme von Leitungsaufgaben.

Die Arbeit der Forschungszentren der RWTH orientiert sich stark an den Erfordernissen der Industrie, wodurch zahlreiche Entwicklungen und Patente zustande kommen. Die Bandbreite der Forschung reicht dabei von der Idee bis zum Produkt. Bei einerseits starker fachlicher Spezialisierung praktizieren die Kompetenzzentren der RWTH andererseits eine sehr effektive fachübergreifende Zusammenarbeit in interdisziplinären Verbünden und Foren. Dadurch erhalten auch gesellschaftswissenschaftliche Studiengänge einen deutlichen Bezug zum ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkt der Hochschule.

Die dialogorientierte Vermittlung von Wissenschaft an der RWTH Aachen eine lange Tradition. Die allgemeinverständliche Präsentation von Forschung genießt an der RWTH einen hohen Stellenwert. Dies umfasst auch die kritische Reflexion heikler Themenbereiche. Das EWP bildet eine konsequente Fortsetzung dieser offensiven und zielgruppenorientierten Öffentlichkeitsarbeit. Das neue Veranstaltungsformat beweist gleichzeitig auch die Innovationskraft und den Willen, stets neue dialogorientierte Vermittlungsformen zu finden.

hosts rwthDie Innovationskraft der Hochschule drückt sich zudem in der hohen Anzahl von 1.250 Existenzgründungen aus, was in den letzten 20 Jahren rund 30.000 neue Arbeitsplätze in der Region Aachen entstehen ließ. Die RWTH ist darüber hinaus größte Arbeitgeberin und Ausbilderin der Region. Den erfolgreichen Strukturwandel vom Bergbaugebiet hin zur Hightech-Region wird die Hochschule auch weiterhin als Motor entscheidend prägen und mitgestalten.

Insofern unterstützt die RWTH nach Kräften alle Maßnahmen, um die Sichtbarkeit dieser Kompetenz und dieses Potentials noch deutlicher ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Durch die Vernetzung von europäischem Gedanken und Wissenschaft, zwei wesentlichen Faktoren am Standort, soll das EWP in diesem Sinne zu einem internationalen Botschafter für den Wissenschaftsstandort Aachen werden.

Hohe Qualität in Lehre und Forschung bilden auch den Ausgangspunkt für die internationale Zusammenarbeit der RWTH. In Netzwerken wie der IDEA League setzt die RWTH mit führenden Technischen Universitäten anderer Länder Qualitätsstandards. Mit Universitätsgründungen nach Vorbild der RWTH Aachen in Thailand und im Oman wird diese erfolgreiche Wissenschaftsstruktur auch international vermarktet. Im Rahmen der Exzellenzinitiative erhielt die RWTH Aachen durch die Bewilligung von insgesamt drei Exzellenzclustern, einer Graduiertenschule und des Zukunftskonzepts „RWTH Aachen 2020: Meeting Global Challenges“ weitere Impulse für die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Für weitere Informationen, besuchen Sie www.rwth-aachen.de

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