Die FibreCoat GmbH gehört mit dem Projekt PolyCoat zu den neun Unternehmen, die im Juli 2026 in der vierten Runde des Förderaufrufs „Produktives.NRW“ ausgewählt wurden. Das Programm wird im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 umgesetzt.
Die FibreCoat GmbH entwickelt preisgünstige Hochleistungsfasern für industrielle Anwendungen. Eine an der RWTH Aachen University entwickelte und patentierte Technologie ermöglicht es, einzelne Filamente bereits während der Herstellung mit einer homogenen Polymer- oder Aluminiumschicht zu versehen. Dabei werden Produktionsgeschwindigkeiten von mehr als 1.500 Metern pro Minute erreicht.
Die beschichteten Glas- und Basaltfasern können mit wenigen Verarbeitungsschritten zu Bauteilen beispielsweise für Elektrofahrzeuge weiterverarbeitet werden. Sie helfen, Gewicht und Kosten von Faserverbundkomponenten zu reduzieren. Auch bei elektromagnetischer Abschirmung sowie elektrischer und thermischer Leitung können die Kosten deutlich sinken.
Die Technologie entstand ab 2014 im Umfeld der RWTH Aachen; 2020 wurde die FibreCoat GmbH gegründet. Heute kommen die Materialien weltweit unter anderem in der Mobilität, Raumfahrt, Verteidigung sowie im Wärme- und Brandschutz zum Einsatz. Mit der EU-Förderung trägt PolyCoat dazu bei, nachhaltige und wettbewerbsfähige Materiallösungen in Nordrhein-Westfalen industriell weiterzuentwickeln.
