Interaktive Online-Diskussion 'Projekt Europa - eine kritische Geschichte'

Die Veranstaltungsreihe 'Europa am Dienstag' wird weiterhin online fortgesetzt. Die interaktive Online-Diskussion mit dem Titel 'Projekt Europa - eine kritische Geschichte' befasste sich mit der Hauptfrage, wie es um die Friedensleistung der Europäischen Union bestellt ist. Die 20 Teilnehmenden hörten zunächst einer kurzen Einführung des Referenten zu und konnten sich im Anschluss mit eigenen Fragen an der Diskussion beteiligen.

Videomitschnitt der Online-Diskussion, über YouTube:

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20 09 22 EaD Patel 1 300Als Referent für den Abend stand Prof. Kiran Klaus Patel, Professor für Europäische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, zur Verfügung. Die Moderation übernahm Eva Onkels, ehemalige Assistenzkraft bei EUROPE DIRECT Aachen und derzeit Volontärin beim Medienhaus Aachen.

Ist die EU nach Jahrzehnten des Erfolgs heute in ihrer Existenz bedroht? Hat die europäische Einigung früher wirklich zum Frieden beigetragen, kann das heute dagegen nicht mehr leisten? Wie sieht es mit der Bilanz der EU als Wertegemeinschaft aus und inwieweit stellt der Brexit die Union vor ganz neue Herausforderungen? Diese Fragen standen im Zentrum des Diskussionsabends. Als Grundlage diente das Buch von Prof. Kiran Klaus Patel mit dem Titel 'Projekt Europa - eine kritische Geschichte', an den auch der Titel der Veranstaltung angelehnt war. In seiner kurzen Einführung machte der Referent einen kurzen historischen Abrissüber die Geschichte der europäischen Integration, die wesentlich durch die soziale Friedenssicherung vorangetrieben wurde. Die Kernbotschaft des Referenten lautete, dass die Geschichte keine einfachen Lehren bereithalte, man aber auf abstrakter Ebene daraus lernen könne. Zusammenfassend blickte der Referent in die Vergangenheit, indem er die bisherige Arbeit der Europäischen Union kurz bewertete. Er betrachtete jedoch auch die Gegenwart und gab, angestoßen von der Moderatorin, einige Anregungen für die künftige Arbeit der EU.

20 09 22 EaD Patel 2 300Im Anschluss stieg die Moderatorin Eva Onkels in die Diskussion ein und präsentierte dem Referenten die Fragen der Zuschauer. Die Fragen waren teilweise tiefgehend und spezifisch, und für manche Fragen waren keine einfachen Antworten vorhanden. So entstand eine rege Diskussion zwischen dem Referenten, den Zuschauern und der Moderatorin.

Ideen für ein gutes Klima: Film- und Fotowettbewerb EuroVisions 2020

Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner hat den Schülerfoto- und Kurzfilmwettbewerb „EuroVisions 2020“ gestartet. Unter dem Jahresmotto „Gutes Klima für Europa!“ sind Schülerinnen und Schüler aus Nordrhein-Westfalen eingeladen, Fotos oder Kurzfilme einzureichen, die sich mit Klimaschutz oder Zusammenhalt in Europa befassen.

Der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales teilt mit:

Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner hat den Schülerfoto- und Kurzfilmwettbewerb „EuroVisions 2020“ gestartet. Unter dem Jahresmotto „Gutes Klima für Europa!“ sind Schülerinnen und Schüler aus Nordrhein-Westfalen eingeladen, Fotos oder Kurzfilme einzureichen, die sich mit Klimaschutz oder Zusammenhalt in Europa befassen.

Der Minister: „Klimaschutz und eine wettbewerbsfähige europäische Wirtschaft sind zentrale Herausforderungen unserer gemeinsamen europäischen Zukunft. Diese Ziele können nur erreicht werden, wenn Europa an einem Strang zieht. Ein gutes Klima im gegenseitigen Umgang ist daher ebenso wichtig. Europa ist dafür auf die Unterstützung und die Ideen aller Europäerinnen und Europäer angewiesen. Mit dem Wettbewerb werben wir für diese Gestaltungsmöglichkeit und fordern Schülerinnen und Schüler auf, ihre Ideen für die Europäische Union zu präsentieren. Ich freue mich auf viele kreative Beiträge!“

Teilnehmen können Jugendliche (Einzelpersonen, Arbeitsgruppen oder ganze Klassen) aller Schulformen der Sekundarstufen I und II aus Nordrhein-Westfalen. Die Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler: Was treibt Dich um – was möchtest Du verändern? Was sollen die gemeinsamen europäischen Schwerpunkte sein? Hast Du Vorschläge oder gute Ideen, wie wir das Klima in Europa verbessern können? Die besten drei Fotos und der beste Kurzfilmbeitrag jeweils in der Sekundarstufe I und II werden ausgezeichnet und erhalten ein Preisgeld. Einsendeschluss ist der 27. November 2020.

Der Wettbewerb ist angelehnt an die „Konferenz zur Zukunft Europas“. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat dazu eingeladen, sich im Rahmen der Konferenz an der Weiterentwicklung der EU zu beteiligen. Sie soll ein öffentliches Forum für eine transparente Debatte sein. In den nächsten zwei Jahren finden dazu Bürgerdialoge, Jugendforen, eine digitale Plattform, Veranstaltungen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene, Sportevents, Festivals und Hackathons statt.

Die Wettbewerbsbedingungen und das Teilnahmeformular zum Wettbewerb EuroVisions gibt es online. Dort können auch die Foto- und Filmbeiträge der letzten Jahre abgerufen werden. Das Land Nordrhein-Westfalen richtet den Schülerfoto- und Kurzfilmwettbewerb „EuroVisions“ seit 2006 aus.

Weitere Informationen:

Lage der Union - Rede und Diskussion

Im Rahmen der Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Lage der Europäischen Union organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen für Interessierte eine interaktive Online-Diskussion, bei der gemeinsam der Rede im Livestream zugehört wurde. Im Anschluss hatten die 5 Zuschauer die Möglichkeit, ihre ersten Eindrücke und Ansichten mitzuteilen.

20 09 16 SOTEU Screenshot 2 300Die Debatte im Europäischen Parlament zur Lage der Union findet jährlich im Rahmen der Plenartagung statt. Zu Beginn hielt die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen vor den Europaabgeordneten im Plenum eine Rede. Diese jährliche Rede zur Lage der Union ist eine wegweisende Erklärung der Präsidentin der Europäischen Kommission, die im Plenum des Europäischen Parlaments eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation und der Zukunftsaussichten der EU vornimmt.

In ihrer Rede sprach EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wichtige Themen an, die die EU zurzeit vor Herausforderungen stellen: die Corona-Pandemie und die Belastung der Gesundheitssysteme, der Klimawandel und die Zerbrechlichkeit der Welt sowie das Wiederaufbauprogramm "NextGenerationEU" und die Digitalisierung. Dabei erinnerte von der Leyen daran, dass die Pandemie und die damit einhergehende Unsicherheit noch nicht vorbei seien und rief weiterhin zu Solidarität auf. 20 09 16 SOTEU Screenshot 1 300Sie legte außerdem die Zukunftspläne für die Überwindung der Corona-Krise dar und skizzierte entsprechende Maßnahmen. "All dies wird dafür sorgen, dass Europa wieder zu seiner alten Form gelangt. Aber wir müssen nicht nur gemeinsam diese schweren Zeiten durchstehen, wir müssen auch für neuen Schwung sorgen, der uns in die Welt von morgen bringt", so von der Leyen.

Im politischen System der EU ist die Kommission als Exekutive gegenüber dem Parlament rechenschaftspflichtig. Als wichtiger Teil des demokratischen Prozesses in der EU ist die Debatte zur Lage der Union bereits zur Tradition geworden. Sie bietet Unionsbürgern die Gelegenheit, über die Pläne der Kommission zu diskutieren und gleichzeitig ihre Erwartungen zu formulieren, um die Zukunft der EU mitzugestalten. So teilten die 5 Zuschauer ihre ersten Eindrücke zur Rede über die Chatfunktion mit. Aus Sicht der Bürger erfordern viele der von der Kommission gesetzten Ziele für die EU eine schnelle Reaktionsfähigkeit. Diese könnte ihrer Meinung nach erhöht werden, indem die Ideen besser an die Bürger kommuniziert würden.

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen leitet die gesammelten Eindrücke anonymisiert und zusammengefasst an die EU-Kommission weiter.

Infomail: Projekt Europa - Rückblick und Ausblick

21 05 03 ED Infomail Head 1024Projekt Europa - Rückblick und Ausblick
EUROPE DIRECT Aachen - Infomail vom 15.09.2020
 
Liebe Europa-Interessierte,

ist die EU nach Jahrzehnten des Erfolgs heute in ihrer Existenz bedroht? Hat die europäische Einigung früher wirklich zum Frieden beigetragen, kann das heute dagegen nicht mehr leisten? Wie sieht es mit der Bilanz der EU als Wertegemeinschaft aus und inwieweit stellt der Brexit die Union vor ganz neue Herausforderungen?

Wir laden Sie am 22.09. zur Diskussion bei 'Europa am Dienstag' ein.
Der Referent Prof. Kiran Klaus Patel stellt die Geschichte der europäischen Integration in ein ganz neues Licht. Eine Reihe gängiger Vorstellungen über die EU und ihre Geschichte erweisen sich dabei als Mythen. Der Vortrag verspricht überraschende Einblicke in das Projekt Europa sowie in die Lehren, welche die Geschichte für Gegenwart und Zukunft bereithält. (YouTube Trailer)

Bereits morgen (Mittwoch) können Sie über die Lage der Europäischen Union diskutieren.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird um 9 Uhr dem EU-Parlament das Programm der Kommission für das kommende Jahr sowie ihre Zukunftsvisionen für Europa vorstellen. Wir laden Sie ein, die Rede in einem Online-Meeting gemeinsam anzuschauen. Sie können dabei Ihre Ansichten und ersten Eindrücke zur Rede schriftlich in den gemeisamen Chat eingeben. EUROPE DIRECT Aachen wird dies anonymisiert und zusammengefasst an die EU-Kommission weiter leiten.

Veranstaltungen von EUROPE DIRECT und Partnern  alle | frühere

Mi. 16.09. - 9 Uhr: Lage der EU - Rede und Diskussion
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird in ihrer Rede vor dem EU-Parlament das Programm der Kommission für das kommende Jahr sowie ihre Zukunftsvisionen für Europa vorstellen. EUROPE DIRECT Aachen lädt Sie dazu ein, die Rede in einem Online-Meeting gemeinsam anzuschauen und  Rückmeldungen zu geben.
Infos und Anmeldung

Di. 22.09. - 19 Uhr: Europa am Dienstag: Projekt Europa - eine kritische Geschichte
Interaktive Online-Diskussion: Prof. Kiran Klaus Patel, Professor für Europäische Geschichte, gibt in einem Vortrag überraschende Einblicke in das Projekt Europa sowie in die Lehren, welche die Geschichte für Gegenwart und Zukunft bereithält.
Infos und Anmeldung

Do. 24.09. - 19 Uhr: EU-Infoabend in Würselen
Wer macht eigentlich was in Europa? Diese Fragestellung wollen wir in Kooperation mit dem Geschichtskreis St. Sebastian in Würselen und der VHS Nordkreis Aachen bei einem kostenlosen EU-Infoabend klären. Winfried Brömmel bietet viele anschauliche Informationen über die EU.
Infos und Anmeldung

Di. 29.09. - Do. 01.10.: EU-Seminar mit Übernachtung in Luxemburg - Nur noch wenige freie Plätze!
Wir bieten ein dreitägiges Informationsseminar zur Funktionsweise und Arbeit der Europäischen Union mit Exkursion nach Luxemburg an. Die Teilnehmenden erhalten einen umfassenden Einblick in die Politik der Europäischen Union.
Infos und Anmeldung

So. 08.11. - Di. 10.11.: Studienfahrt zum EU-Parlament in Straßburg - Jetzt Platz sichern!
Das vereinigte Europa in der Krise - Wie soll es nach Corona weitergehen?
Seminar und Studienfahrt vom 08.-10.11.2020 in Lichtenau-Scherzheim (D) und Straßburg (F)
Die aktuelle Corona-Krise hat gezeigt, dass die Europäische Union leider doch nicht so vereinigt ist, wie von vielen gewünscht war. Die Mitgliedstaaten verfolgen unterschiedliche Anlässe, gemeinsame Kompromisse erweisen sich als schwierig. Also: Wie soll es mit Europa weitergehen?
Infos und Anmeldung


 
Nachrichten von EUROPE DIRECT Aachen

Kampf gegen Antisemitismus
Kommissionsvizepräsident Margaritis Schinas hat zu mehr Anstrengungen beim Kampf gegen Antisemitismus aufgerufen. "Antisemitismus hat keinen Platz in der Europäischen Union. Zusammen mit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft verstärken wir unsere Bemühungen, um die Sicherheit jüdischer Gemeinden zu gewährleisten, den zunehmenden antisemitischen Verschwörungstheorien im Netz entgegen zu wirken und in Bildung, Sensibilisierungsmaßnahmen und Forschung zu investieren".
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Umweltprobleme tragen zu 13 Prozent aller vorzeitigen Todesfälle in Europa bei
Eine niedrige Umweltqualität trägt zu 13 Prozent aller vorzeitigen Todesfälle in Europa bei. Das zeigt der von der Europäischen Umweltagentur veröffentlichte Bericht zum Einfluss der Umwelt auf die Gesundheit. Demnach verursacht die Luftverschmutzung jährlich mehr als 400.000 vorzeitige Todesfälle in der EU und ist damit weiterhin die größte Umweltbedrohung für die Gesundheit.
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Vestager in Berlin: „Historische Chance für digitalen und grünen Übergang“
Margrethe Vestager, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, hat im Bundestag für eine rasche Ratifizierung des europäischen Aufbauprogramms nach der Corona-Pandemie geworben. „Wir haben eine historische Chance, den digitalen und grünen Übergang zu beschleunigen“, sagte Vestager vor den Abgeordneten der Ausschüsse für Europa und Digitales.
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Covid-19-Impfstoff für alle: Kommission unterstützt Initiative COVAX
Die Europäische Kommission hat ihr Interesse bekräftigt, der COVAX-Fazilität für einen fairen, weltweiten Zugang zu einem bezahlbaren COVID-19-Impfstoff beizutreten. Ziel ist es, einen Impfstoff zu entwickeln und für alle, die ihn benötigen, verfügbar zu machen.
Mehr Infos

Einladung: 'EU-Infoabend' in Würselen am 24.09.

20 09 24 EU Infoabend 600

EU-Infoabend: Wer macht eigentlich was in Europa?
in Kooperation mit dem Geschichtskreis St. Sebastian in Würselen und der VHS Nordkreis Aachen

Europäisches Parlament, Wettbewerbsregeln, Verbraucherschutz, Agrarsubventionen, Klimaschutz und so weiter: Die Europäische Union greift immer mehr in das alltägliche Leben ihrer Bürger*innen ein. Mehr als 60 % aller Entscheidungen auf kommunaler Ebene sind von europäischen Verordnungen mitbestimmt.

Ist es ein bürokratischer Dschungel, der uns immer stärker überwuchert, oder handeln in Brüssel kluge Köpfe im Interesse der Bürger*innen Europas? Was heißt das eigentlich, wenn von "Kommission", "Ministerrat" oder "Rat der Regionen" die Rede ist?

Der Leiter des EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen, Winfried Brömmel, bietet viele anschauliche Informationen hierzu, so dass Sie beim nächsten Mal genau Bescheid wissen, wenn wieder über "die da in Brüssel" gemeckert wird.

  • Do. 24.09.2020 von 19:00 - 20:30 Uhr
  • Evangelische Christusgemeinde
    Gemeindehaus Grevenberger Straße 55-57
    (neben der Martin-Luther-Kirche)
  • Kostenlos! Eine Anmeldung bei der VHS Nordkreis Aachen ist notwendig.

Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/EU-Infoabend-Wuerselen

LUX-Filmpreis: Publikum und Europaabgeordnete wählen den Gewinner

Der LUX-Filmpreis wurde vor 13 Jahren vom Europäischen Parlament ins Leben gerufen, um den Vertrieb europäischer Filme zu fördern. Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass wie in der Politik die Beteiligung der Bürger*innen entscheidend für den Erfolg der prämierten Filme ist. Deshalb werden die Zuschauer in Zukunft direkt an der Auswahl des Gewinnerfilms beteiligt. Die Europäische Filmakademie ist zudem mit an Bord, um ein noch breiteres Publikum zu erreichen.

Neue Abstimmung, neues Branding, neue Partner, neuer Ablauf

Ab sofort trägt der Preis einen neuen Namen, nämlich „LUX - der europäische Publikumsfilmpreis“. Außerdem werden ab kommendem Jahr nun insgesamt 5 statt bisher 3 Filme in den 24 Amtssprachen der EU untertitelt. Aufgrund der Corona-Krise und ihrer Auswirkungen auf die Filmindustrie werden in diesem Jahr jedoch ausnahmsweise nur 3 Filme für den Preis nominiert.

„Bisher lautete die Botschaft des LUX-Filmpreises: ‚Das Europäische Parlament engagiert sich für Kultur‘ und darauf können wir stolz sein“, sagte die Vorsitzende des Kulturausschusses Sabine Verheyen bei der Vorstellung des neuen Filmpreises im Rahmen der 77. Internationalen Filmfestspiele von Venedig. „Nun setzen wir unsere Reise gemeinsam mit neuen Partnern fort. Wir wollen unseren LUX-Preis mehr und mehr Europäern nahebringen“, so Verheyen.

Der vollständige Name des LUX-Preises spiegelt diese Partnerschaften wider: „LUX – der europäische Publikumsfilmpreis des Europäischen Parlaments und der European Film Academy in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und Europa Cinemas“.

Was bleibt gleich?

Der LUX-Filmpreis wird an europäische Koproduktionen verliehen, die sich mit aktuellen politischen und sozialen Fragen befassen und Diskussionen über unsere Werte anregen. Durch die Untertitelung in anderen Sprachen werden die Filme einem größeren Publikum zugänglich gemacht.

Die feierliche Preisverleihung in Anwesenheit von Regisseuren*innen und Schauspieler*innen wird auch weiterhin im Plenarsaal des Europäischen Parlaments stattfinden. Nur eine kleine Änderung gibt es: Statt im November wird der Preis nun im April vergeben.

Stolz auf Kino aus Europa

„Wir sind stolz darauf, das einzige Parlament der Welt zu sein, das einen Filmpreis verleiht“, erklärte Parlamentspräsident David Sassoli in einer Videobotschaft auf den Filmfestspielen in Venedig. Der neue Preis sei ein Schritt nach vorn, um europäische Produktionen zu fördern und die Arbeit von Künstler*innen zu unterstützen, die von der Corona-Krise schwer getroffen wurden. Die für Kultur zuständige EU-Kommissarin Mariya Gabriel hob die Bedeutung der Vielfalt des europäischen Kinos hervor; insgesamt 130 Filme wurden in den vergangenen Jahren für den LUX-Filmpreis nominiert.

LUX-Preis: Das neue Drehbuch

Herbst: Ein Auswahlgremium aus Kinofachleuten wählt die nominierten Filme aus, die in allen 24 EU-Amtssprachen untertitelt werden.

12. Dezember 2020, Reykjavik: Die 3 nominierten Filme werden bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises (EFA) bekannt gegeben.

Dezember 2020 – April 2021: Die nominierten Filme können in ganz Europa bei Vorführungen oder online gesehen werden.

Publikum und Europaabgeordnete wählen den Gewinner online mit jeweils 50 % der Stimmen.

28. April 2021: Der Gewinnerfilm wird während der Preisverleihung im Europäischen Parlament vorgestellt.

Weitere Informationen:

Einladung: 'Und jetzt? Die neue Normalität in Europa'

'Die EU-Afrikastrategie: Neuanfang für eine Partnerschaft auf Augenhöhe?'

Die hessischen EUROPE DIRECT Informationszentren laden gemeinsam mit der hessischen Staatskanzlei zu einer Online-Diskussion zur Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und Afrika ein am 17. September 2020 von 18:30 bis 20:00 Uhr.

Mit der Neuauflage der EU-Afrika-Strategie sollten 2020 die Weichen für eine gleichberechtigte Partnerschaft gestellt werden. COVID-19 hat dieses Vorhaben ins Stocken gebracht. Die Teilnehmenden diskutieren mit

  • Landrat Oliver Quilling
  • Hessischer Staatssekretär für Europa Mark Weinmeister
  • Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Pierrette Herzberger-Fofana (Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz)
    • Stellvertretende Vorsitzende des Entwicklungsausschuss und der Delegation für die Beziehungen zum Panafrikanischen Parlament
    • Mitglied der Delegation im Parlamentarischen Ausschuss Cariforum-EU
  • Mitglied des Europäischen Parlaments Michael Gahler (EVP-Fraktion)
    • Stellvertretender Vorsitzender der Delegation in der Paritätischen Parlamentarischen Versammlung AKP-EU
    • Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten, dem Unterausschuss für Sicherheit und Verteidigung sowie der Delegation für die Beziehungen zu Südafrika

die folgenden Fragen:

Welche Auswirkungen hat die COVID-19 Pandemie auf die Handelsbeziehungen zwischen der EU und Afrika und wie sollen die künftigen Beziehungen vor dem Hintergrund der aktuellen globalen Herausforderungen und deren geopolitischer Bedeutung gestaltet werden?

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet im Rahmen der diesjährigen Reihe der Hessischen Staatskanzlei und der hessischen Europe Direct Informationszentren statt.

Weitere Informationen:

Einladung: 'Die Zukunft Europas: Welche Rolle spielen junge Leute dabei?'

Im Rahmen eines Treffen des Präsidiums des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR) im Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf am 11. September soll eine Online-Veranstaltung mit Studierenden, jungen Leuten und jungen Lokalpolitikern*innen aus ganz Europa stattfinden.

Die Beteiligten sind eingeladen, Fragen zur Zukunft Europas und die Rolle junger Menschen mit Politiker​*innen zu diskutieren, die sowohl vor Ort als auch auf EU-Ebene tätig sind: ​

Podiumsteilnehmende:

Apostolos Tzitzikostas, Präsident des Europäischen Ausschusses der Regionen
Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes- und Europaangelgenheiten sowie Internationales des Landes NRW
Gabriele Bischoff, Mitglied des Europäischen Parlaments​

Moderator:

Prof. Dr. Michael Kaeding, Universität Duisburg-Essen.

Die Veranstaltung findet ausschließlich online statt und wird vom Plenarsaal des Landtags in Düsseldorf aus via Youtube gestreamt werden.

Zeitlicher​ Ablauf

14:30-14:35

Begrüßung durch Prof. Dr. Kaeding, Vorstellung der Podiumsteilnehmenden und Informationen zum Ablauf

14:35-15:00

Thema 1: Ist Europa fit für die Zukunft?

15:00-15:25

Thema 2: Was soll die "Konferenz zur Zukunft Europas" leisten und wie können junge Leute sich engagieren?

15:25-15:50

Thema 3: Was sollen Lokalpolitikerinnen konkret tun, um junge Leute für Politik im Allgemeinen und Europa im besonderen zu interessieren?

15:50-16:00

Schlußwort Moderator

Anmeldung und Fragen

Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmelduung erforderlich. Zusammen mit der Anmeldung können Interessierte auch Fragen oder Anliegen formulieren. Es werden zwischen 10 und 15 Fragen ausgewählt werden, die von den Politiker*innen beantwortet werden.

Weitere Informationen:

Einladung: 'Die deutsche Ratspräsidentschaft – Schwerpunkte und Perspektiven'

Am Mittwoch, dem 02. September lädt die Europa-Union NRW von 18:30 bis 20 Uhr herzlich zu einer Online-Diskussion zum Thema 'Die deutsche Ratspräsidentschaft – Schwerpunkte und Perspektiven' ein. Zu Gast sind Dr. Linn Selle, Präsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland, Dr. Mark Speich, Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten im Land NRW, und Dr. Jörg Wojahn, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland. Die Moderation übernimmt Dr. Sigrid Fretlöh, Mitglied im TEAM EUROPE Rednerpool der europäischen Kommission.

Thematisch wird ein Bogen gespannt werden, der die verschiedenen Arbeitsschwerpunkte der Ratspräsidentschaft umfasst und auch die Interessen der Zivilgesellschaft und des Landes NRW berücksichtigt.

Die Veranstaltung wird aufgrund der COVID-19-Epidemie online über Zoom stattfinden. Ansonsten entspricht sie aber dem Format der üblichen Podiumsdiskussion, bei dem es nach dem Gespräch mit den Experten auch Raum für Ihre Fragen und Anmerkungen gibt.

Die Veranstaltung dient auch als Auftakt der Dialogreihe zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft, welche von der Europa-Union NRW im Herbst gemeinsam mit Ihren Kreisverbänden durchgeführt wird. Im Rahmen dieser Reihe werden in den nächsten Monaten noch 4 weitere Online-Konferenzen zu verschiedenen Schwerpunktthemen der Ratspräsidentschaft folgen.

Die Dialogreihe ist auch Teil der bundesweiten Kampagne der Europa-Union Deutschland unter dem Motto #BesserZusammen!

Weitere Informationen:

Videomitschnitte von 'Europa am Dienstag' online

Sie konnten bei der letzten Veranstaltung 'Europa am Dienstag' nicht dabei sein? Kein Problem, die Veranstaltungen gibt es jetzt als Videomitschnitt auf YouTube zum Nachgucken!

20 06 09 EaD Russland Video 300Aufgrund der Corona-Pandemie findet unsere erfolgreiche Veranstaltungsreihe 'Europa am Dienstag' nunmehr online statt. In den Webinaren erläutern eingeladene Experten die Funktionsweise der EU, aktuelle außenpolitische Aspekte und weitere europäische Fragen. Dabei sind die Zuschauer aufgerufen, Fragen zu stellen und so in die interaktive Online-Diskussion mit den Referenten zu gehen.

Alle Videos vergangener und künftiger Online-Veranstaltungen von 'Europa am Dienstag' sind unter www.europa-dienstag.de zu finden (nach unten scrollen).

Interaktive Online-Diskussion 'Wie viel Solidarität braucht Europa?'

Die Veranstaltungsreihe 'Europa am Dienstag' wurde online fortgesetzt. Thema war die Solidarität in Europa. Schon während der Euro-Krise stellte sich die Frage: Welches Maß an Solidarität braucht Europa? Wie viel Divergenz toleriert Europa? Die Pandemie verschärft die institutionelle Krise innerhalb der Europäischen Union noch erheblich.

Videomitschnitt der Online-Diskussion, über YouTube:

Datenschutzhinweis

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20 08 25 EaD Diskussionsteilnehmer 300Das Publikum wurde durch den Abend geleitet von der Moderatorin Eva Onkels, ehemalige Assistenzkraft bei EUROPE DIRECT Aachen. Sie studierte Literatur- und Politikwissenschaft an der RWTH und ist derzeit als Volontärin beim Medienhaus Aachen angestellt. Nach ihrer Begrüßung führte die Moderatorin eine Umfrage unter den 16 Teilnehmenden durch, bei der diese angaben, wie solidarisch sich die Europäische Union ihrer Meinung nach in der Corona-Krise verhalten habe. Die meisten fanden: wenig solidarisch.

Im Anschluss an die Umfrage begann der Referent Richard Stock seinen Impulsvortrag über den europäischen Solidaritätsgedanken. Als Direktor des Europazentrums Robert Schuman in Metz - Scy-Chazelles und internationaler Dozent für europäische Grundsatzfragen beleuchtete er in einem ersten Abschnitt den Epochenwechsel der EU mit der Einführung des Aufbauinstruments "NextGenerationEU". Es folgte eine weitere kurze Umfrage, diesmal zur Rolle Deutschlands in Europa. Vor dem Hintergrund der aktuellen deutschen EU-Ratspräsidentschaft konstatierte Richard Stock, dass der Schulterschluss zwischen Deutschland und Frankreich maßgeblich sei für die künftige Gestaltung Europas. In einem zweiten Abschnitt klärte der Referent Mythen und Vorurteile über Europa und Deutschlands Rolle in der EU auf und rief dazu auf, diese zu überwinden und einen unverstellten Blick auf Europa zu werfen.

Der dritte Teil seiner Präsentation befasste sich mit Herausforderungen der fortschreitenden europäischen Integration über die Corona-Krise hinaus. Darunter fallen die Klimaveränderung und der European Green Deal, die Finanzierung und Reformierung des europäischen Sozialmodells, der Aufstieg des Populismus, Migrationsströme, die Zersplitterung Europas u.a. durch den Brexit, die digitale Umgestaltung sowie die Sicherheit Europas. Auch müsse die Jugend stärker involviert werden, um diese für das Projekt "EU" zu begeistern.

Die Zuschauer brachten sich online mit vielen Fragen ein, Eva Onkels ergänzte mit ihren Fragestellungen, so dass ein breites Spektrum an europäischen Fragen diskutiert wurde.

DOKULIVE Open Air: '70 Jahre Europa' mit Politologe Ingo Espenschied

In Kooperation mit den EUROPE DIRECT Zentren in Aachen und Eupen, dem Europäischen Klassenzimmer im Grashaus sowie Pulse of Europe Aachen lud die Regionalvertretung der EU-Kommission in Bonn ein, um die Wiedereröffnung der europäischen Grenzen nach den Corona-bedingten Schließungen zu feiern. Auf der Café-Außenterrasse des deutsch-belgischen Vereins KuKuK e.V./V.o.G. an der deutsch-belgischen Grenze präsentierte der Mainzer Politologe Ingo Espenschied seine Live-Dokumentation '70 Jahre Schuman-Plan', in der der Vortragsprofi die spannende Geschichte der Gründung Europas durch den Schuman-Plan am 9. Mai 1950 sowie den Prozess der europäischen Einigung bis heute erzählte. Im Anschluss an die multimediale Zeitreise konnten die 67 Gäste Fragen an den Referenten stellen.

20 08 27 Dokulive Poettgen 300Der Leiter der Regionalvertretung der EU-Kommission in Bonn, Herr Jochen Pöttgen, begrüßte die Gäste zusammen mit Winfried Brömmel von EUROPE DIRECT Aachen und Elena Schommers von EUROPE DIRECT Ostbelgien. Zudem gab es Video-Grußworte des Europaministers des Landes NRW, Herrn Stephan Holthoff-Pförtner, und von Oliver Paasch, dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Holthoff-Pförtner sah die Euregio während der Corona-Krise in einer Vorbildfunktion, da Belgien, Deutschland und die Niederlande während der Pandemie-bedingten Grenzschließung weiterhin zusammengearbeitet haben. Paasch hätte sich die Fortführung der europäischen Zusammenarbeit auch während der Krise gewünscht.

Nach der Begrüßung begann Ingo Espenschied seine multimediale Zeitreise durch die Geschichte der Gründung der Europäischen Union, die mit Kurzvideos und O-Tönen gespickt war. Der Politologe betonte, dass man besser verstehen kann, wie die EU funktioniert, wenn man ihre Geschichte kennt. So blickte er in seinem Vortrag auf die Reichsgründung des deutschen Kaiserreichs im 19. Jahrhundert zurück, erwähnte die erste pan-europäische Bewegung, um bis zum Beginn der heutigen EU mit dem Schuman-Plan am 9. Mai 1950 zu gelangen. Für Espenschied ist die EU heute noch eine "moderne und erfolgreiche Idee".

Der Politologe legte anschaulich den langen Verhandlungsprozess hin zur Unionsgründung, Fortschritte wie die Europawahlen sowie den Integrationsprozess mit Höhen und Phasen der Stagnation dar. "Die Europäische Union von heute ist kein fertiger Staat, sondern ein Prozess", so Espenschied. Heute geben die Nationalstaaten freiwillig Kompetenzen und Rechte an die supranationale Ebene ab, um die Handlungsfähigkeit der EU zu sichern. Da dies den Mitgliedsstaaten nicht immer leicht fällt, kann dieser Prozess nur langsam voranschreiten. Doch der Prozess lohnt sich: Alle großen Fragen von heute wie der Klimaschutz, Migration und Wirtschaft sind globale Fragen, deshalb ist die europäische Zusammenarbeit in dieser globalisierten Welt vorteilhaft.

20 08 27 Dokulive Espenschied Poettgen 300Im Anschluss an den Vortrag stellten die Gäste viele Fragen. Es wurde deutlich, dass sie die Zukunft der EU beschäftigt: Wie geht es weiter? Gibt es noch große europäische Politiker wie die Gründungsväter der EU? Wie können Bürger in die Gestaltung der EU einbezogen werden? Diese und weitere Fragen diskutierten die Teilnehmenden mit dem Referenten Espenschied sowie mit Pöttgen von der Regionalvertretung der EU-Kommission in Bonn.

Interaktiver Online-Vortrag "EU-Kommission LIVE"

Das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte einen virtuellen Besuch bei der Europäischen Kommission. Sechs Teilnehmende konnten in einem interaktiven Online-Vortrag etwas über die Aufgaben, Struktur und Ziele des EU-Organs mit Sitz in Brüssel lernen.

20 08 26 EU Kom Screenshot TrautmannThema des Online-Vortrags war die Rolle der EU-Kommission als politische Exekutive der Europäischen Union. Den Vortrag hielt Ulrich Trautmann, Mitarbeiter der Kommission, Generaldirektion Handel, u.a. Beauftragter zur Durchsetzung von Handelsabkommen. Trautmann erklärte den sechs Teilnehmenden zunächst den Unterschied zwischen den europäischen Institutionen, um einen gemeinsamen Informationsstand der Besucher sicherzustellen. Anschließend lag der Fokus auf der EU-Kommission, deren Aufgabe die Interessenvertretung der gesamten Europäischen Union ist.

Trautmann betonte, dass der Begriff "Exekutive" nicht ganz auf die EU-Kommission zutrifft, da ihr dazu die Macht über polizeiliche und militärische Gewalt sowie finanzielle Verfügungen fehlen. Beispielsweise ist das Budget von 160 Mrd. Euro, das der gesamten EU zur Verfügung steht, nur halb so groß wie das deutsche Bundesbudget. Auch kann die EU nur im Rahmen von Verträgen agieren, die von allen Mitgliedsstaaten ratifiziert wurden. Bislang haben die Mitglieder nur wenige exklusive Kompetenzen an die europäische Ebene abgegeben. So kann die EU in den Bereichen Außenhandel, Wettbewerbsrecht, Fischerei und Euro agieren. Darüber hinaus verfügt die EU über das Gleichbehandlungsrecht, welches allen EU-Bürgern die gleiche Behandlung vor dem Recht garantiert.

20 08 26 EU Kom Screenshot PraesiInsgesamt unterscheidet sich die Arbeit der EU-Kommission von der Regierungsarbeit auf nationaler Ebene, zum Beispiel hinsichtlich politischer Mehrheiten. Da die Kommissare meistens den Regierungen der Nationalstaaten nahestehen, ergibt sich in der EU-Kommission eine breite politische Vielfalt. In den EU-Organen spielen Sachargumente meist eine größere Rolle als politische Zugehörigkeiten, weshalb die EU-Kommission immer möglichst nach einer großen Koalition strebt.

Darüber hinaus erklärte Trautmann dem Publikum die verschiedenen Aspekte des EU-Rechts: Während Verträge das Primärrecht darstellen, setzt sich das Sekundärrecht aus verbindlichen Verordnungen, Richtlinien und Beschlüssen sowie unverbindlichen Empfehlungen zusammen. Auch hier wird ein Unterschied zu den Mitgliedsstaaten sichtbar: Auf europäischer Ebene ist die EU-Kommission das einzige Organ, das das sogenannte Initiativrecht innehat, also Gesetzesvorschläge einbringen kann. Auf nationaler Ebene hingegen können mehrere politische Akteure Gesetzesentwürfe erstellen.

Das Publikum konnte zwischendurch und bei Unklarheiten Fragen an den Referenten richten und eine offene Diskussion mit ihm führen.

Interview mit Dr. Peter Fisch über das EU-Hilfs- und Finanzierungspaket

Wie geht es weiter mit dem EU-Hilfs- und Finanzierungspaket?

Erst kürzlich haben sich die EU-Mitgliedsländer während des EU-Gipfels mit zwei großen Themen auseinandergesetzt: Corona-Hilfen für wirtschaftlich angeschlagene Staaten in einer Höhe von insgesamt 750 Milliarden Euro sowie den mehrjährigen Finanzrahmen des EU-Haushalts. Dabei geht es um die Mittel, die der EU von 2021 bis 2027 zur Verfügung stehen. Insgesamt ist dafür eine Summe von 1074 Milliarden Euro eingeplant.

Der Coburger EU- Experte Dr. Peter Fisch war von 1992 bis 2014 Beamter bei der Europäischen Kommission in Brüssel, unter anderem als Referatsleiter für die Forschung in den Sozial- und Geisteswissenschaften. Heute lebt er wieder in Coburg. Die europäische Politik auf dem Kontinent verfolgt er immer noch mit großem Interesse.

Herr Fisch, wo kommen die 750 Milliarden Euro für das Corona-Hilfspaket eigentlich her?

Das Geld wird über Anleihen als Kredit am Kapitalmarkt aufgenommen. Es ist das erste Mal, dass die Europäische Union eigene Anleihen ausgibt. Da hinter der EU aber Mitgliedstaaten mit sehr guter Bonität stehen, wie etwa auch Deutschland, dürften diese Kredite in der derzeitigen Situation zu einem sehr günstigen Zinssatz zu bekommen sein – bei vergleichbaren Bundesanleihen liegt der Zinssatz sogar bei Null Prozent.

Die EU macht also Schulden – birgt das nicht hohe Risiken für die Mitgliedsstaaten?

Wie das harte Ringen beim Gipfel gezeigt hat, braucht es einen einstimmigen Beschluss der Staats- und Regierungschefs um „europäische“ Schulden aufzunehmen – die einzelnen Mitgliedstaaten behalten also die volle Kontrolle über die Höhe der Gesamtverschuldung. Krasser formuliert: Die Europäische Kommission unter Ursula von der Leyen kann nicht „einfach so“ mehr Geld ausgeben und neue Schulden machen.

Andererseits erhöhen die neuen „europäischen“ Schulden die Gesamtverschuldung der öffentlichen Haushalte in allen Mitgliedstaaten. Das ist grundsätzlich natürlich keine gute Nachricht, aber es gibt einen weitgehenden Konsens, dass die ungewöhnliche Dramatik der derzeitigen Situation einen solchen schwerwiegenden Schritt rechtfertigt.

Halten Sie die Summe für ausreichend, um von der Corona-Pandemie besonders belastete EU-Staaten zu unterstützen?

Die Corona-Krise hat große Länder wie Italien, Frankreich und Spanien hart erwischt – mit deutlich höheren Opferzahlen als in Deutschland und auch mit massiven wirtschaftlichen Konsequenzen. Angesichts der Dimension dieser Belastungen ist der Ansatz „Klotzen, nicht kleckern“ sicherlich grundsätzlich richtig: Europa muss jetzt schnell und wuchtig zeigen, dass wir uns gegenseitig helfen. Langwieriges Klein-Klein wäre der falsche Weg und würde in der jetzigen Situation keinen Schub aus der Krise ermöglichen.

Wichtig ist aber auch, nicht nur den Gesamtbetrag im Auge zu behalten, sondern auch darauf zu achten, was mit dem vielen Geld geschieht. Das bleibt grundsätzlich den nationalen Regierungen überlassen, und es bleibt zu hoffen, dass dort die Mittel intelligent eingesetzt werden – um einerseits die akuten Schwierigkeiten zu überwinden, andererseits aber auch Politik für die Zukunft zu gestalten.

Wer bzw. welche Länder sind aus Ihrer Sicht Gewinner oder Verlierer der Vereinbarung?

Es ist gerade erst vier Monate her, dass in Europa die meisten Grenzen geschlossen waren und jedes Land Angst davor hatte, von „draußen“ neue Infektionen einzuschleppen. Verglichen damit ist es ein großer Erfolg, dass jetzt 27 Staaten eine gemeinsame Grundlage gefunden haben, um solidarisch diese Herausforderung anzugehen. Von daher gab es nur Sieger – und gleichzeitig gab es nur Verlierer, denn eine alte Diplomaten-Weisheit besagt, dass ein Kompromiss nur dann gut ist, wenn er allen Beteiligten gleichermaßen weh tut ...

Im Mittelpunkt der Diskussionen während des Sondergipfels stand immer wieder das Rechtsstaatlichkeitsprinzip – wie wurde das letztendlich in die Entscheidungen eingebunden?

Europa ist mehr als eine große Bürokratie und eine gewaltige Geldverteilungs-Maschine – Europa ist auch eine Gemeinschaft, in der wir über alle kulturellen und politischen Grenzen hinweg Überzeugungen und Werte teilen. Wenn wir diese Dimension vernachlässigen oder gar ganz unter den Tisch fallen lassen, gefährden wir das gesamte Projekt Europa.

Während die Europäische Kommission und das Europa-Parlament dieses Thema konsequent verfolgen und Missstände in einigen Mitgliedstaaten offen ansprechen und kritisieren, sind die Staats- und Regierungs-Chefs im Umgang untereinander sehr viel zurückhaltender und vermeiden eine deutliche Sprache. Die jetzt vereinbarten Regelungen greifen die Thematik zwar auf, aber sie erfüllen meiner Meinung nach nicht ihren Zweck. Eine Umsetzung des Rechtsstaatlichkeitsprinzips muss bedeuten: Wer in seinem Land grundlegende Rechte wie die Unabhängigkeit der Justiz oder die Freiheit der Presse beschneidet, der hat in Brüssel massive Konsequenzen zu befürchten. Und idealerweise sollten diese Konsequenzen so direkt und so unangenehm sein, dass derartige Eingriffe in die demokratische Grundordnung für jede Regierung zum „No-Go“ werden. Alle Regelungen die es erlauben, durch ein Hintertürchen ungeschoren davon zu kommen, verfehlen ihren Zweck.

Bevor die Gelder aus dem geplanten Corona-Aufbaufonds oder aus der ab 2021 beginnenden neuen siebenjährigen EU-Finanzvorausschau fließen können, muss neben den nationalen Parlamenten auch das EU-Parlament zustimmen. Wie geht es jetzt also weiter und welchen Einfluss können die Parlamentarier ausüben?

Das EU-Parlament muss der Vereinbarung zustimmen – und die großen Fraktionen haben bereits klargemacht, dass es dazu nicht kommen wird. Es wird also zu intensiven Verhandlungen kommen, um den jetzt vorgestellten „Deal“ auch für das Parlament akzeptabel zu machen. Grundsätzlich dürfte dabei das heikle, aber wichtige Thema des Rechtsstaatlichkeits-Prinzips eine zentrale Rolle spielen. Im Detail dürfte das Parlament darauf pochen, dass der Finanzrahmen bis 2027 wieder mehr Mittel für den Klimaschutz vorsieht, als dies nach einem „Streichkonzert“ in der letzten Gipfelnacht aktuell noch der Fall ist. Und auch die Forderung nach mehr Geld für Forschung und Innovation ist sehr plausibel, wenn man Europa weltweit wettbewerbsfähig halten will. Es sind also durchaus noch wichtige Aspekte in der Diskussion, aber auch das EU-Parlament kann kein Interesse daran haben, die Vereinbarungen komplett platzen zu lassen und weitere Verzögerungen zu riskieren.

Zur Person

20 08 27 Dr Peter FischDr. Peter Fisch war von 1992 bis 2014 Beamter bei der Europäischen Kommission in Brüssel, unter anderem als Referatsleiter für die Forschung in den Sozial- und Geisteswissenschaften. Heute lebt er wieder in Oberfranken in seiner Heimatstadt Coburg. Als Referent stellt er europäische Themen vor und freut sich über rege Diskussionen vor allem mit jungen Leuten in Schulen. Seine Schwerpunkte sind die Europäische Forschungspolitik, Europapolitik und die Coburger Geschichte.

Infomail: Interesse an Europa? - Schauen Sie doch mal rein ...

21 05 03 ED Infomail Head 1024Interesse an Europa? - Schauen Sie doch mal rein ...
EUROPE DIRECT Aachen - Infomail vom 21.08.2020
 
Liebe Europa-Interessierte,

die Schule hat wieder begonnen und somit auch unsere Europa-Veranstaltungen. Wir starten am 25.08. mit der Fortsetzung von 'Europa am Dienstag': Stellen Sie Ihre Fragen an den Europa-Experten Richard Stock. Es gibt auch noch freie Plätze für einen virtuellen Live-Besuch bei der EU-Kommission. Sehr interessant wird am Donnerstag eine Live-Doku auf der schönen Außenterrasse des Café KuKuK an der Grenze. Dazu haben wir einen YouTube-Trailer erstellt.
Hier finden Sie alle Infos:

Veranstaltungen von EUROPE DIRECT und Partnern  alle | frühere

Di. 25.08. - 19 Uhr: Europa am Dienstag: Nach der Pandemie - Wie viel Solidarität braucht Europa?
Interaktive Online-Diskussion: Die derzeitige deutsche Ratspräsidentschaft steht im Zeichen der Pandemie und ihrer gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen. Angesichts der Meinungsverschiedenheiten zwischen den Mitgliedstaaten ist dies eine schwere Aufgabe.
Infos und Anmeldung

Mi. 26.08. - 14 Uhr: EU-Kommission LIVE - virtueller Informationsbesuch
Wir werden die EU-Kommission besuchen - live und in Farbe, aber wegen der Corona-Pandemie leider nicht persönlich in Brüssel sondern virtuell am Bildschirm. Ein Mitarbeiter der EU-Kommission wird auf Deutsch die Rolle der Kommission als "ausführendes Organ der Europäischen Union" erklären.
Infos und Anmeldung

Do. 27.08. - 20 Uhr: Dokulive Open Air: 70 Jahre Europa
Terrasse des Café KuKuK an der Grenze: In einer live kommentierten, multimedialen Zeitreise auf Großbildleinwand erzählt der Politologe Ingo Espenschied die spannende Geschichte der Gründung Europas durch den Schuman-Plan am 9. Mai 1950 sowie den Prozess der europäischen Einigung bis heute.
Infos und Anmeldung

Di. 29.09. - Do. 01.10.: EU-Seminar mit Übernachtung in Brüssel
Wir bieten ein dreitägiges Informationsseminar zur Funktionsweise und Arbeit der Europäischen Union mit Exkursion nach Brüssel an. Die Teilnehmenden erhalten  einen umfassenden Einblick in die Politik der Europäischen Union.
Infos und Anmeldung

So. 08.11. - Di. 10.11.: Studienfahrt zum EU-Parlament in Straßburg
Das vereinigte Europa in der Krise – Wie soll es nach Corona weitergehen?
Seminar und Studienfahrt vom 08.-10.11.2020 in Lichtenau-Scherzheim (D) und Straßburg (F)
Die aktuelle Corona-Krise hat gezeigt, dass die Europäische Union leider doch nicht so vereinigt ist, wie von vielen gewünscht war. Die Mitgliedstaaten verfolgen unterschiedliche Anlässe, gemeinsame Kompromisse erweisen sich als schwierig. Also: Wie soll es mit Europa weitergehen?
Infos und Anmeldung


 
Nachrichten von EUROPE DIRECT Aachen

COVID-19-Impfstoff: Kommission und CureVac schließen Sondierungsgespräche ab
Die EU-Kommission hat Sondierungsgespräche mit dem Tübinger Unternehmen CureVac über den Ankauf eines potenziellen Impfstoffs gegen COVID-19 abgeschlossen. Auf der Grundlage des geplanten Vertrags könnten alle EU-Mitgliedstaaten den Impfstoff erwerben, und er könnte Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen gespendet oder an europäische Länder weitergegeben werden.
Mehr Infos

Beihilfen für coronageschädigten öffentlichen Nahverkehr
Unternehmen des öffentlichen Nah- und Regional-Personenverkehrs in Deutschland können für Ausfälle aufgrund der Coronavirus-Pandemie entschädigt werden. Die Europäische Kommission hat am Freitag nach den EU-Beihilfevorschriften eine deutsche Regelung über 6 Mrd. Euro genehmigt.
Mehr Infos

EU-Tool zur Bewertung ihres Online-Unterrichts
Die Europäische Kommission hat eine neue Version des Selbstbewertungstools SELFIE vorgestellt, das Schulen dabei helfen soll, digitale Technologien für das Lehren und Lernen optimal zu nutzen. Zur Wiedereröffnung der Schulen in ganz Europa wurde SELFIE aktualisiert, um die Schulen bei der Bilanz zum bisherigen Fernunterricht während der Pandemie zu unterstützen und um das kommende Schuljahr für Schüler und Lehrer besser planbar zu machen.
Mehr Infos

EU koordiniert Einsatz von europäischen Feuerwehrleuten in Beirut
Die Europäische Kommission hat als unmittelbare Reaktion auf die Explosionen in Beirut und auf Ersuchen der libanesischen Behörden das EU- Katastrophenschutzverfahren aktiviert. Derzeit wird der dringende Einsatz von über 100 hochqualifizierten Feuerwehrleuten mit Fahrzeugen, Hunden und Ausrüstung koordiniert.
Mehr Infos

Anleitung Online-Veranstaltung

20 06 09 EaD Russland 1Interaktive Online-Veranstaltungen

Bei einer Online-Veranstaltung von EUROPE DIRECT Aachen können Sie ganz einfach zu Hause oder mobil teilnehmen, wenn Sie eine Internetverbindung haben und die folgenden Schritte durchlaufen.

Vorab: Anmeldung

Wie bei jeder Veranstaltung von EUROPE DIRECT Aachen sollten Sie sich zunächst auf unserer Homepage anmelden.

Sie erhalten sodann direkt per E-Mail den Zugangslink und die Zugangsdaten für die Online-Veranstaltung.

Bitte bewahren Sie die Zugangsdaten bis zur Veranstaltung auf und leiten Sie diese nicht weiter.
Sie sind ausschließlich für Sie bestimmt. Weitere Personen müssen sich separat registrieren.

Schritt 1: Installieren

Sie können an der Online-Veranstaltung entweder am Rechner oder mit einem mobilen Endgerät (z.B. Smartphone oder Tablet) teilnehmen.Ein Account bei Zoom ist nicht zwingend notwendig.
Es ist jedoch dringend zu empfehlen, dass Sie sich für den Rechner die Software von Zoom installieren.Auf mobilen Endgeräten ist eine Teilnahme nur mit der App von Zoom möglich.

Hier finden Sie die passende kostenlose Software
- für Rechner (genannt "Zoom-Client für Meetings"): https://zoom.us/download#client_4meeting
- bzw. für mobile Endgeräte: https://zoom.us/download#mobile_app

Schritt 2: Teilnehmen

Klicken Sie einige Minuten vor der Veranstaltung auf diesen Zugangslink, den Sie von uns per E-Mail gesendet bekommen haben.
Die Software / App wird automatisch aufgerufen bzw. Sie müssen das Öffnen nur kurz bestätigen und können teilnehmen.

Auch die manuelle Eingabe von "Webinar-ID" und "Kenncode" bei Zoom ermöglicht die Teilnahme. Auch diese Daten stehen in der E-Mail, die Sie nach der Anmeldung von uns erhalten haben.

Bitte haben Sie etwas Geduld, wenn Sie sich kurz noch einem "Warteraum" befinden, Sie werden pünktlich der Veranstaltung automatisch hinzugefügt, wenn es los geht.

Privatsphäre und interaktive Teilnahme

Ihre Privatsphäre bleibt gewahrt: Sie sind während der Online-Veranstaltung weder zu sehen noch zu hören. Sie benötigen deshalb auch keine Kamera und kein Mikrofon an Ihrem Gerät.
Fragen an den Referenten können Sie schriftlich in ein vorhandenes F&A-Tool (Frage und Antwort) eingeben.Der Moderator wird die Fragen lesen und an den Referenten weiter leiten.

Da ein Video-Mitschnitt der Veranstaltung erstellt wird, würden Ihre Fragen somit ggf. in diesem Video vorkommen.Sie können jedoch auch anonym Fragen in das Tool eingeben.

Übrigens werden alle Daten des Events bei Aachener IT-Unternehmen verarbeitet und nicht bei Zoom.

Planspiel "Einmal Zukunft und zurück: Was macht die EU von morgen aus?"

Die Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn führt im Herbst 2020 eine digitale Planspielreihe zur europäischen Klima- und Umweltpolitik durch.

Im Rahmen des moderierten Online-Planspiels erhalten die Schüler nicht nur die Möglichkeit lebhafte Diskussionen über das brandaktuelle Thema des Green Deals zu führen, sondern gleichzeitig die EU-Institutionen und Prozesse kennenzulernen und zu verstehen.

Für die Durchführung des 90-minütigen Rollenspiels benötigen die Teilnehmenden einen PC, Laptop oder ein Tablet mit Ton- und Videofunktion sowie eine stabile Internetverbindung. Termine zur Durchführung können ab sofort für das Schuljahr 2020/21 vergeben werden. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Organisation und Durchführung übernimmt Valentum Politische Bildung.

Ein digitales Rollenspiel zur europäischen Klima- und Umweltpolitik

Wo stehen wir in Europa heute und was ist uns für die Zukunft wichtig?
Können sich die europäischen Länder in wichtigen Fragen einigen oder sind die nationalen Interessen zu unterschiedlich? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Teilnehmenden im Rollenspiel anhand der europäischen Klima- und Umweltpolitik. Während sich einige Länder für eine radikale Politikwende aussprechen, verweisen andere auf damit einhergehende Probleme für Wirtschaft und Gesellschaft. Klar ist jedoch allen Akteuren: Es muss ein europäischer Green Deal ausgehandelt werden!

Die 15-30 Teilnehmenden diskutieren im Rollenspiel über verschiedene Ansätze in der Energiegewinnung, der Mobilität, der Abfallwirtschaft und der Landwirtschaft und erarbeiten sich so gemeinsam eine eigene Perspektive auf die Thematik.

Weitere Informationen:

Quiz: Teste Dein EU-Wissen!

Wie gut weißt Du über die EU Bescheid? Finde es heraus, indem Du am EU-Quiz für Anfänger teilnimmst.

EU Quiz ScreenshotWie viele Abgeordnete hat das Europäische Parlament? Wie viele Sterne hat die EU-Flagge? Wie viele Amtssprachen hat die EU? Die Antwort auf diese und weitere Fragen gibt es direkt im Anschluss an deren Beantwortung.

Zu einfach für Dich? Dann teste Dein Wissen im Quiz für Fortgeschrittene!

Infomail: Europa-Veranstaltungen in Aachen, Brüssel und Straßburg

21 05 03 ED Infomail Head 1024Europa-Veranstaltungen in Aachen, Brüssel und Straßburg
EUROPE DIRECT Aachen - Infomail vom 30.07.2020
 
Liebe Europa-Interessierte,

in diesem Juli 2020 streben viele nach Entspannung und Sommerfreuden. Wir von EUROPE DIRECT Aachen haben bereits viele Veranstaltungen für die Zeit nach den Sommerferien organisiert. Es gibt digitalen Austausch, z.B. als Premiere einen virtuellen Live-Besuch bei der EU-Kommission. Aber es gibt auch "analoge" Events unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen: eine Live-Doku auf der Terrasse des Café KuKuK an der Grenze, dazu zwei spannende EU-Seminare mit Fahrten nach Brüssel bzw. Straßburg.

Am besten umgehend Plätze sichern, denn "voll ist voll".
Hier finden Sie alle Infos:

Veranstaltungen von EUROPE DIRECT und Partnern  alle | frühere

Di. 25.08. - 19 Uhr: Europa am Dienstag: Nach der Pandemie - Wie viel Solidarität braucht Europa?
Interaktive Online-Diskussion: Schon während der Euro-Krise stellte sich die Frage: Welches Maß an Solidarität braucht Europa? Die derzeitige deutsche Ratspräsidentschaft steht im Zeichen der Pandemie und ihrer gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen. Angesichts der Meinungsverschiedenheiten zwischen den Mitgliedstaaten ist dies eine schwere Aufgabe.
Infos und Anmeldung

Mi. 26.08. - 14 Uhr: EU-Kommission LIVE - virtueller Informationsbesuch
Interaktiver Online-Vortrag über Aufgaben, Struktur und Ziele der Europäischen Kommission. Wir werden die EU-Kommission besuchen - live und in Farbe, aber wegen der Corona-Pandemie leider nicht persönlich in Brüssel sondern virtuell am Bildschirm. Eine Mitarbeiterin der EU-Kommission wird auf Deutsch die Rolle der Kommission als "ausführendes Organ der Europäischen Union" erklären.
Infos und Anmeldung

Do. 27.08. - 20 Uhr: Dokulive Open Air: 70 Jahre Europa
Terrasse des Café KuKuK an der Grenze: Mit einem Open Air-Event der besonderen Art weisen wir auf die Wiedereröffnung der europäischen Grenzen nach den Corona-bedingten Schließungen hin. In einer live kommentierten, multimedialen Zeitreise auf Großbildleinwand erzählt der Politologe Ingo Espenschied die spannende Geschichte der Gründung Europas durch den Schuman-Plan am 9. Mai 1950 sowie den Prozess der europäischen Einigung bis heute.
Infos und Anmeldung

Di. 29.09. - Do. 01.10.: EU-Seminar mit Übernachtung in Brüssel
Wir bieten ein dreitägiges Informationsseminar zur Funktionsweise und Arbeit der Europäischen Union mit Exkursion nach Brüssel an. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen und des EU-Ratsvorsitzes von Deutschland im 2. Halbjahr 2020 erhalten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Politik der Europäischen Union.
Infos und Anmeldung

So. 08.11. - Di. 10.11.: Studienfahrt zum EU-Parlament in Straßburg
Das vereinigte Europa in der Krise – Wie soll es nach Corona weitergehen? Seminar und Studienfahrt vom 08.-10.11.2020 in Lichtenau-Scherzheim (D) und Straßburg (F)
Die aktuelle Corona-Krise hat gezeigt, dass die Europäische Union leider doch nicht so vereinigt ist, wie von vielen gewünscht war. Die Mitgliedstaaten verfolgen unterschiedliche Anlässe, gemeinsame Kompromisse erweisen sich als schwierig. Also: Wie soll es mit Europa weitergehen? Eine Antwort soll auch unser Studienseminar bieten.
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Nachrichten von EUROPE DIRECT Aachen

EU erleichtert Kreditaufnahme von Kleinunternehmen in der Coronakrise
Die EU-Kommission und der Europäische Investitionsfonds (EIF) wollen die Kreditaufnahme für Kleinunternehmen in der Coronakrise weiter erleichtern. Dazu nutzen sie die InnovFin-Eigenkapitalfazilität, eine Initiative des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020. Ziel ist es, die Liquidität und die Kapitalbasis europäischer KMU zu stärken.
Mehr Infos

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft
Deutschland hat zum 1. Juli 2020 turnusgemäß für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft übernommen, zum ersten Mal seit 2007. Mit dem Motto 'Gemeinsam. Europa wieder stark machen.' stellt die deutsche Bundesregierung die Bewältigung der Corona-Pandemie und die Beantwortung aktueller Zukunftsfragen in den Mittelpunkt ihrer Präsidentschaft.
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Ergebnis des EU-Gipfels
Der Europäische Rat hat sich in auf den Finanzrahmen 2021-2027 in Höhe von 1074 Mrd. Euro und das Aufbauinstrument „Next Generation EU“ in Höhe von 750 Mrd. Euro geeinigt. Damit habe das Paket den beachtlichen Umfang von mehr als 1,8 Billionen Euro, betonte von der Leyen. "Europa hat immer noch den Mut und die Fantasie, groß zu denken."
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Neue Leitlinien zu digitalen Kompetenzen nach der Pandemie
Was bedeutet es, im Alltag, Beruf und beim Lernen digital kompetent zu sein? Der Europäische Referenzrahmen für digitale Kompetenzen 'DigComp' beschreibt dafür Kompetenzfelder, wie Medienkompetenz, digitale Zusammenarbeit, Erstellung digitaler Inhalte, der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien und digitales Problemlösen.
Mehr Infos

 

Neue Ausgabe der EU-Nachrichten

Hiermit erhalten Sie den Link zu den aktuellen EU-Nachrichten der Europäischen Kommission, Vertretung in Deutschland.
Darin u.a.:

Aufbaufonds und EU-Haushalt
Von der Leyen sieht "historischen Moment für Europa"
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Einigung der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten auf das Corona-Aufbauprogramm Next Generation EU und den mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für die Jahre 2021 bis 2027 begrüßt. "Wir haben vier lange Tage und Nächte durchverhandelt. Aber es war es wert", erklärte von der Leyen und fügte hinzu: "Das Ergebnis ist ein Signal des Vertrauens und es ist ein historischer Moment für Europa."

Kurz & Knapp
EuGH
Privacy-Shield-Abkommen für ungültig erklärt

Im Fokus
Corona-Pandemie
EU rüstet sich für mögliche weitere Infektionswelle

Brexit
Ratgeber für Unternehmen und Behörden vorgelegt

Einladung: Online-Veranstaltung zu Corona-Apps

Die EUROPE DIRECT Informationszentren Baden-Württembergs in Ulm, Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und der Ostalb laden herzlich ein zur Online-Veranstaltung "Meine Gesundheit, Meine Daten: Corona-Apps und Datenschutz in Europa" am 16. Juli 2020 um 18:30 Uhr.

In immer mehr Ländern Europas kann man sie schon herunterladen Corona-Tracing-Apps. Auch in Deutschland ist seit fast einem Monat eine App verfügbar, doch funktioniert diese, wenn wir spontan einen Ausflug auf die andere Seite der Grenze nach Frankreich, in die Schweiz oder nach Österreich machen wollen? Benötigt man für jedes EU Land eine eigene App oder gibt es europäische Lösungen? Diskutieren Sie mit den Experten Thomas Zerdick, Referatsleiter für Technologie und Privatsphäre beim Europäischen Datenschutzbeauftragten, und dem Netzaktivisten Thomas Lohninger, wie europäische Apps funktionieren, was wir beachten sollten, wenn wir dieses Jahr in den Urlaub fahren und wie die europäische Strategie im Umgang mit unseren Daten aussieht.

Sollten Sie vorab Fragen an die Referenten haben, können Sie diese unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einreichen. Die Veranstaltung wird auch auf Facebook live gestreamt.

Weitere Informationen:

21 12 20 ED Aktivitaeten 300x300Aktivitäten von EUROPE DIRECT Aachen

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Unser Newsletter: EUROPE DIRECT Infomails

Unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter, genannt "Infomail", versenden wir ca. 1-3 Mal pro Monat.

Darin finden Sie aktuelle Entwicklungen der EU-Politik, (eu)regionale Neuigkeiten und Einladungen zu unseren Veranstaltungen z.B. Europa am Dienstag, Mein Europa oder kostenlose Studienfahrten.

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