Wünsche zur Europapolitik übergeben
Im Rahmen der Aktion „@aachener.wunschbaum“ strickten von September bis Dezember vergangenen Jahres über 100 Aachener Bürger und Bürgerinnen ungefähr 400 einzelne Quadrate für einen großen Wunschbaum mit Wünschen zur Europapolitik. Begleitet wurde das Projekt, eine Kooperation des Europe Direct Büros Aachen mit Görg & Görg – Wolle und Knöpfe, von der Aachener Künstlerin Monika Nordhausen.
Mittels dieses „Urban Knittings“ entstand nicht nur ein imposanter textiler Wunschbaum, sondern es kamen auch rund 60 individuelle Wünsche zur Europapolitik zusammen: von Kritik an der Asylpolitik und die Einhaltung demokratischer Werte über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer bis hin zur Abschaffung der Sommerzeit. Auf regionaler Ebene wurden zum Beispiel die Stichworte „umweltfreundliche Mobilität“, „Stärkung der Grenzregion“ und die Wahl des Erasmus-Austauschprogramms als „volksnaher“ Karlspreisträger genannt. Eine entsprechende Auflistung ist aktuell im Internet unter www.europa-sprechstunde.de zu finden.
Jetzt wurde die Wunschliste an Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen übergeben.
Sie zeigte sich begeistert von der Aktion und berichtete, dass sie selbst auch ein Quadrat für den Wunschbaum gestrickt habe. Sibylle Keupen sagte: „Dieser bunte Baum ist ein wundervolles Gesamtwerk von vielen Aachener Bürgerinnen und Bürgern. Ich bin beeindruckt von den Wünschen der Teilnehmenden, die sich allgemein auf die EU, aber auch in unserer Euregio beziehen. In meiner Arbeit werde ich mit Sicherheit diejenigen Themen aufgreifen, die lokal und regional umsetzbar sind. Indem wir den Blick über den Tellerrand riskieren, können wir viel von unseren europäischen Nachbar*innen lernen. Als sehr schön und anspornend empfinde ich den Wunsch, dass in Aachen das Dreiländereck noch mehr spürbar wird. Das kann ich nur unterstreichen.“
Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Europawünsche auf schriftlichem Wege auch an die beiden Aachener Europa-Abgeordneten übergeben. Europaparlamentarierin Sabine Verheyen erklärte in einer Reaktion: „Der Wunschbaum mit Wünschen an die zukünftige Europapolitik ist eine klasse Aktion! Vielen Dank für dieses großartige Engagement. Unsere europäische Gemeinschaft lebt genau davon – dass sich die Menschen einbringen, beteiligen, mitwirken und so gemeinsam Europas Zukunft gestalten. Als Europaabgeordnete für die Region Aachen nehme ich die vielen Wünsche der Bürgerinnen und Bürger natürlich als Anregung für meine Arbeit ins EU-Parlament mit und werde mich für die Interessen auf europäischer Ebene stark machen!“
Daniel Freund, seit 2019 Mitglied des Europaparlaments: „Der Europa-Wunschbaum schafft in Zeiten, in denen persönliche Treffen nicht möglich sind, ein Stück Bürger*innennähe für die europäische Politik. Dafür gilt den Organisator*innen mein Dank. Die aufgeschriebenen Wünsche verdeutlichen, wo unsere Baustellen auf europäischer Ebene liegen: Rechtsstaatlichkeit, Solidarität und eine menschenwürdige Asylpolitik müssen die Grundpfeiler unseres Handelns sein.“
Sabine Verheyen und Daniel Freund stehen übrigens am 28. Januar um 19 Uhr in einer Online-Veranstaltung von Europe Direct Aachen für Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. „Was macht eigentlich das Europaparlament (für mich)?“ ist der Titel des kostenlosen Informationsabends, zu dem man sich bereits jetzt unter www.europa-dienstag.de anmelden kann.
- Europa-Wünsche lesen und eintragen
- Kurzlink auf diesen Artikel: https://ogy.de/europa-wunschbaum

"Athens EU Model 2021" wird eine zweitägige Simulation (17.-18. März) der Europäischen Kommission sein. Eingeladen sind 30 fortgeschrittene Studenten und Doktoranden sowie Absolventen von griechischen und ausländischen Universitäten verschiedener Fachrichtungen. Die Teilnehmer werden in die Rollen der EU-Kommissare schlüpfen, die über die "Kohlenstoffneutralität und das europäische Klimagesetz im Rahmen des europäischen Grünen Deals" verhandeln. Vertreter internationaler Institutionen (UN-Klimarahmenkonvention und Internationale Arbeitsorganisation) und der Zivilgesellschaft (Lobbyisten für Umwelt und fossile Brennstoffe) werden simuliert.
Im Rahmen von PANDEMRIC werden die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen und die Auswirkungen auf die Euregio Maas-Rhein (EMR) sowie auf die Gesundheit der Bürger in der Grenzregion analysiert. Das Projekt dient ebenfalls dazu, Möglichkeiten auszuarbeiten, um die Vorteile der Grenzlage bei solchen Großkrisen zu nutzen. Durch dieses Projekt ist die Euregio Maas-Rhein in Zukunft besser gewappnet, sodass man beim Ausbruch einer Pandemie grenzüberschreitend noch besser vorgehen kann.

Ein Team von 50 jungen internationalen Interviewern spricht mit ihren älteren Landsleuten in ihrer Muttersprache über die Vergangenheit und die Zukunft des Kontinents, über ihre Erfahrungen, Ängste und Hoffnungen.
Der Online-Dialog beschäftigte sich mit der EU-Migrationspolitik und ihren direkten Auswirkungen vor Ort in Lesbos und Samos und den neuen Vorschlägen der EU-Kommission für ein Migrations- und Asylpaket. Neuendorf erzählte etwas aus dem Alltag einer Flüchtlingshelferin. Sie zeigte dem Publikum eindrucksvolle Fotos, die sie selbst bei Hilfsaktionen in Flüchtlingscamps gemacht hatte. Die ausgebildete Rettungssanitäterin schilderte den interessierten Zuhörern unter anderem, wie Materialspenden für Flüchtlinge wie Kleidung, Hygieneartikel und Medikamente in Lagern sortiert und dann von den Sammelstellen zu den Flüchtlingslagern transportiert werden.
Der Politikwissenschaftler Kleist gab der EU-Asylpolitik einen kontextuellen Rahmen und zeigte die Entwicklung des Europäischen Asylsystems auf. Den neuen EU-Asylpakt kritisierte Kleist unter anderem dafür, dass er die zivile Seenotrettung erschwert.
Euregioprofilschulen weiten ihr Profil aus und bekommen noch mehr Unterstützung!
Nachdem der Leiter des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen Winfried Brömmel die rund 29 Gäste begrüßt hat, übernahm der Moderator Jochen Lehye in der digitale Veranstaltung das Wort. Nach einer kurzen Einführung gab er das Wort an den Referenten Siebo Janssen, der zu Beginn den Veranstaltungstitel erklärte.
Die EU und ihre Institutionen sind ein sehr interessanter Arbeitgeber in einem internationalen Netzwerk. Der Weg in die Institutionen Europas ist jedoch anspruchsvoll und sollte gut vorbereitet sein. Wie ein solcher Weg aussehen kann, erklärten die Referentinnen Rita Hinek, Mitarbeiterin der Kommunikationsabteilung des Europäischen Amts für Personalwesen, und Praktikantin Monique Hampton den rund 64 Teilnehmenden des digitalen Formates.
Der damalige französische Außenminister Robert Schuman schlug am 9. Mai 1950 die Zusammenlegung der deutschen und französischen Kohle- und Stahlproduktion vor, um einen Krieg in Europa um einen Krieg in Europa „nicht nur undenkbar, sondern materiell unmöglich“ zu machen. Mit der daraufhin gegründeten Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) hat Schuman den Grundstein der heutigen Europäischen Union gelegt.
2020 ist alles etwas digitaler. So auch die jährliche "Go Abroad Fair" der RWTH Aachen. Mit einem digitalen Messestand und einer offenen Zoom-Konferenz stand das EUROPE DIRECT Informationsbüro dieses Jahr für Fragen zu Auslandsaufenthalten bereit.
Der Online-Dialog "Europa – Flucht – Migration" am 3. Dezember 2020 von 18:30 bis 20:00 Uhr beschäftigt sich mit der EU-Migrationspolitik und ihren direkten Auswirkungen vor Ort in Lesbos und Samos und den neuen Vorschlägen der EU-Kommission für ein Migrations- und Asylpaket.
Moderiert wurde der Veranstaltungsabend von Florian Weyand, Assistent des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen. Der Moderator hieß die Teilnehmenden im digitalen Format herzlich willkommen und übergab das Wort an den Referenten. In einem kurzen Vortrag skizzierte Dr. Flader die Situation in den USA nach der Präsidentschaftswahl. Dabei ging er auf die Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Europa ein. Der Politikwissenschaftler konstatierte, dass sich das Verhältnis unter Präsident Trump deutlich abgekühlt habe. Er erwarte jedoch, dass das Verhältnis wieder freundschaftlicher und die USA unter Biden Europa die Hand reichen werde. Unabhängig von der Situation in den USA müsse Europa und vor allem die EU ihre eigenen Interessen stärker verfolgen und andere internationale Beziehungen ausweiten, um nicht abhängig von den USA zu sein. Damit die EU eine starke Rolle einnehmen könne, müsse sie ihren Platz in der Welt finden, so Dr. Flader.
In einer Umfrage ließ der Referent die Teilnehmenden ihre Einschätzung zu den Folgen von Donald Trumps klagen bezüglich des Wahlprozesses abgeben. Mit 93 % ging die Mehrheit der Zuschauer davon aus, dass die Auszählungen in den umstrittenen Staaten rechtens sind und Joe Biden am 20. Januar 2021 als 46. Präsident vereidigt wird. Nur wenige Teilnehmende erwarteten, dass die Klagen erfolgreich sind und Trump im Amt bleibt oder dass Neuwahlen durchgeführt werden.
Nach Jahren der gegenseitigen Blockade und des Streits soll ein neuer Asyl- und Migrationspakt die Europäische Union aus der politischen Sackgasse führen. Doch was beinhaltet der von der EU-Kommission vorgeschlagene Pakt genau? Kann es unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft noch gelingen, wichtige Kompromisse zwischen den Mitgliedsstaaten zu verhandeln? Wie kann ein Neustart in der europäischen Asyl- und Migrationspolitik gestaltet werden, ohne dabei fundamentale Grundwerte und Menschenrechte auszubooten? Sind die Mitgliedstaaten bereit, ihrer europäischen Solidarität und humanitären Verantwortung Rechnung zu tragen?
1. Interaktive Online-Gespräche für Gruppen (Schulklassen, Hochschulgruppen, politisch interessierte Gruppen, etc.)
Die Online-Variante des Europaquiz kann entweder mit einer Klasse im Klassenraum oder mit Schüler*innen im Home schooling durchgeführt werden. Bisher hat der Verein die Anwendungen Skype (Klasse) und Google Teams (einzelne Schüler*innen im Home schooling) genutzt. Andere technische Möglichkeiten wären abzusprechen.
Tagung zu den Kernfragen der Zukunft in Europa
Aktivitäten von EUROPE DIRECT Aachen
Aktivitäten des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen