Austausch des EUROPE DIRECT Netzwerks in Antwerpen
Vom 25. bis 27.10.2010 waren Vertreterinnen und Vertreter aller 480 EUROPE DIRECT Informationsbüros aus ganz Europa zur jährlichen Hauptversammlung nach Antwerpen in Belgien eingeladen. Die Tagung stand inhaltlich unter dem Thema "Bürgerrechte", die von vielen Seiten beleuchtet wurden.
Begrüßt wurden die EUROPE DIRECT Mitarbeiter u.a. von Dr. Lieve Fransen (Generaldirektion Kommunikation) und Viviane Reding (Vizepräsidentin der Europäischen Kommission), die eine viel beachtete Grundsatzrede zu den europäischen Bürgerrechten hielt. Aus dem Gastgeberland Belgien stellte Willy Helin (Leiter der EU-Kommissionsvertretung in Belgien) die Arbeit des EUROPE DIRECT Netzwerks in Belgien vor.
In Vorträgen und Workshops wurden das Tagungsthema und weitere relevante Bereiche vertieft. U.a. ging es um Aufbau von Netzwerken und um die Entwicklung von innovativen Projekten und kreativen Denkansätzen. Darüber hinaus wurde das EU-Förderprogramm "Europa für Bürgerinnen und Bürger", das EU-Jahr 2011 der Freiwilligentätigkeit, die 2020 Leitinitiative "Jugend in Bewegung" und die Arbeit mit dem neuen Internetportal "Your Europe" vorgestellt.
Aus Aachen nahm der Leiter von EUROPE DIRECT Winfried Brömmel teil, der die Tagung zum Ausbau des europaweiten Netzwerks von Kollegen nutzte. Zudem war er Sprecher einer Arbeitsgruppe, die in einem Workshop Ideen für die grenzüberschreitende Jugendarbeit entwickelte.
- EUROPE DIRECT Netzwerk in Europa
- EUROPE DIRECT Netzwerk in Deutschland
- Charta der Grundrechte der Europäischen Union
- Grundrechte in der Europäischen Union
- Viviane Reding
- Europa für Bürgerinnen und Bürger
- EU-Jahr 2011 der Freiwilligentätigkeit
- Leitinitiative Jugend in Bewegung
- Internetportal Your Europe (Ende 2010 auch auf Deutsch verfügbar)

Aktivitäten des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit empfängt europainteressierte Bürger
Manfred Reichel, Mitarbeiter der Zulassungsabteilung, erläuterte anhand kurzer Videos gängige Testverfahren der EASA, z.B. zur Notevakuierung von Flugzeugen oder zur Entwicklung von Reifen gegen Aquaplaning. Die Tests dienen dazu nach dem EASA-Motto "Your safety is our mission - Ihre Sicherheit ist unser Auftrag", den EU-Bürgern die höchstmögliche Flugsicherheit zu bieten.
Die Aufgaben der Agentur wurden in letzter Zeit um weitere Schlüsselbereiche ausgeweitet: Zum einen um Luftoperationen, Pilotenlizenzen und Drittlandbetreiber; zum anderen um Flugverkehrsmanagement, Flugnavigationssysteme und Flugplätze. Die EASA startet regelmäßig Sicherheitsinitiativen und organisiert Konferenzen zu aktuellen Themen der Luftfahrt. So veranstaltete EASA im September 2010 die erste Internationale Konferenz über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Flugsicherheit.
EUROPE DIRECT informiert die neuen Studenten
Der offizielle Beginn der Veranstaltung war 17 Uhr. Den Anwesenden wurde ein buntes Programm aus Tanz, Musik und Poetry Slam geboten. Bis zum Ende bestand dabei die Möglichkeit, an den zahlreichen Ständen Informationen einzuholen und Antworten auf seine Fragen zu finden.
EUROPE DIRECT Aachen zu Gast in der Gesamtschule Langerwehe
Zunächst erläuterte Winfried Brömmel den Anwesenden die Hintergründe zum EU-Grundrecht auf Freizügigkeit und Mobilität und stellte direkte Bezüge zum Alltag der Schüler her. Besonders die europaweit eingeführten Bachelor- und Master-Studiengänge ermöglichen die Vergleichbarkeit der Leistungen. Auch der 'gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen' trägt zu einer Vereinfachung der Mobilität bei.
Seminar: Europa vor Ort entdecken
Im Jahr 2011 soll wieder ein Klimaparcours stattfinden
„Nur gemeinsam ist Europa stark“
Einige Oberstufenschüler der Gesamtschule hatten Fragen an die Politiker vorbereitet. Beispielsweise ging es um die Frage „Inwieweit beeinflusst die EU die Kommunalpolitik?“. Aber auch die Leistungen der EU in den Bereichen erneuerbare Energien und Bildung wurden thematisiert. Dabei wiesen vor allem die beiden Abgeordneten des Europäischen Parlaments darauf hin, dass das Problem in vielen Politikbereichen auf europäischer Ebene immer noch das Fehlen von Geschlossenheit sei. „Europa ist immer noch kein hundertprozentig einheitliches Gebilde“, sagte Sabine Verheyen. Nationalstaatliche Souveränität und Subsidiarität hätten Vorrang. „Nur gemeinsam ist Europa stark!“ betonte die Europaparlamentsabgeordnete. Alexander Alvaro stimmte zu: „Wenn die EU erst einmal mit einer Stimme spricht kann auch mehr erreicht werden“.
Schüler informieren sich über ‚Wege ins Ausland'
Im Anschluss erläuterte Sarah Dorow die verschiedenen „Wege ins Ausland". Neben einer Sprachreise als Möglichkeit Auslandserfahrung zu sammeln kamen auch Work and Travel, Freiwilligendienste, Au-pair-Tätigkeiten, Auslandssemester und andere zur Sprache. Die Schüler berichteten von ihren eigenen, bereits vorhandenen Auslandserfahrungen und stellten Fragen zum Thema.
EUROPE DIRECT zeigt 'Wege ins Ausland' für junge Leute
Stadtführung für die neuen RWTH-Professoren
„Uni im Rathaus"- Vortrag und Diskussion zu den Bausteinen des Universums
Das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, ist eine Großforschungseinrichtung bei Meyrin im Kanton Genf in der Schweiz. Derzeit hat das CERN 20 Mitgliedstaaten, davon 18 EU-Mitgliedsstaaten, zudem die Schweiz und Norwegen. Gastwissenschaftler aus 85 Nationen arbeiten an CERN-Experimenten.
Vortrag für Studieninteressenten
Darüber hinaus präsentiert die Stadt Aachen die Region als hochwertigen Raum zum Leben, Studieren und Arbeiten. EUROPE DIRECT Leiter Winfried Brömmel referierte vor etwa 40 Interessenten aus ganz Deutschland über Aachen als Europastadt. Unter dem Titel "Aachen - you will love it" berichtete er über europäische Zusammenarbeit, die Euregio Maas-Rhein, den Service von EUROPE DIRECT und über das Europäische Wissenschaftsparlament. Auch die anschaulichen Webportale www.iOecher.de und www.aachen-emotion.com wurden vorgestellt, da diese den angehenden neuen Studierenden viele gute Informationen liefern.
Prof. Dr. Dietrich Thränhardt referierte über das "Einwanderungsland Deutschland"
Prof. Dr. Pollack referierte über "Kirchlichkeit, Religiosität und Spiritualität in Europa"
Als zweiten Ansatz benannte Prof. Dr. Pollack das ökonomische Marktmodell, wonach ein Wettbewerb auf dem religösen Markt stattfindet. Hierbei fordert ein pluralistisch religöses Feld die einzelnen religiösen Gemeinschaften dazu auf sich vital und aktiv zu präsentieren.
Prof. Dr. Rainer Prätorius referierte über "Religion und Politik in den USA"
Wie kann es sein, dass deutsche Familien in den USA - erfolgreich - politisches Asyl beantragen mit der Begründung, dass sie in Deutschland ihre Religion nicht ausleben können? Warum gibt es in den USA keine Konflikte um Moscheebauten?
Das große Interesse am Thema und seinen vielfältigen Aspekte zeigten sich in einer regen Diskussion im Anschluss, bei der die Rolle des Staates insbesondere zu Zeiten der Präsidentschaft George W. Bushs kritisch beleuchtet wurde.
Prof. Krämer über die Säkularisierung im Islam
Prof. Krämer stellte dar, dass im Islam die Säkularisierung Jahrhunderte lang zurückzuverfolgen und auch heute noch aktuell ist. Der Begriff der Säkularisierung wird oft in Verbindung mit der Identitätsberaubung von Muslimen gebracht. Selbst viele Vertreter in der islamischen Welt selbst kennzeichnen die Säkularisierung als nicht wünschenswert. In der Fragerunde zeigte sich Frau Prof. Krämer kompetent, ehrlich und offen. In der westlichen Welt werde der Islam leider immer öfter als Problem gesehen. Die Referentin hielt es für wichtig, dass Nicht-Muslime sich ausführlich und vertiefend über den Islam informieren sollten, um ein differenziertes Bild zu erhalten.
Erfolgreicher Start der Veranstaltungsreihe "Glaubensfrage"
Den Auftakt machte heute Prof. Claus Leggewie, der Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen. Der Politikwissenschaftler und Konfliktforscher fesselte im Super C der RWTH Aachen gut 180 Gäste mit seinem Vortrag über "Moscheekonflikte". Er skizzierte die islamkritische Bewegung in Europa und entwickelte ausführlich zwei Thesen: Erstens seien Moscheekonflikte gut und wichtig für unsere Gesellschaft, solange diese friedlich ausgelebt werden. Zweitens stellte Leggewie fest, dass die deutsche Religionslandschaft sich in Richtung der nordamerikanischen Religionslandschaft entwickelt.
Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum griff Prof. Leggewie auf und stellte einigen falschen Behauptungen Zahlen und Fakten aus seiner Forschung entgegen. Zuschauer und Veranstalter waren mit dem Vortrag und der Diskussion hochzufrieden. Der Informationsstand von EUROPE DIRECT mit thematisch passenden Materialien wurde zudem stark frequentiert.
EUROPE DIRECT Aachen betreut Gruppe um den Jugendkarlspreis
Ein Team des EUROPE DIRECT Informationsbüros betreut die Gruppe während der Zeit in Aachen und führt im Auftrag der Karlspreisstiftung ein Rahmenprogramm durch. Am Montag stand natürlich das Kennen lernen und der Austausch über die nationalen Projekte im Vordergrund. Dienstag ging es zur Verleihung der 3 Hauptpreise des Jugendkarlspreises, gefolgt von Führungen durch den Dom und der Teilnahme am "Kaschubischen Abend".
EUROPE DIRECT mit Infos, Europa-Quiz und europäischer Atmosphäre
Zudem haben hunderte Interessenten am Europa-Quiz teilgenommen. Es mussten acht Fragen zu Europa richtig beantwortet werden, dann nahm man teil an der Verlosung von tollen Preisen. Die meisten schafften es mit Hilfe der ausgelegten Infomaterialien oder mit Hilfe des EUROPE DIRECT Teams, so dass die Tagesfahrt nach Brüssel, diverse Eintrittskarten, verschiedene Europa-Bücher bzw. -Comics und 100 kleine Europa-Überraschungen vergeben wurden.
Die Jugendkarlspreisträger aus 27 EU-Ländern wurden ebenfalls durch EUROPE DIRECT betreut. Die Gruppe wurde am Mittwoch auf der Bühne dem Aachener Publikum vorgestellt. Später feierten die jungen Leute bei der Live-Musik von Forest Fay, einem musikalischen Streifzug zwischen Polka und Balkan Beat, und rissen mit ihrer Begeisterung viele Aachener Bürger und die polnische Delegation mit. Trotz des kühlen Wetters war somit auf dem Katschhof eine sehr lebendige, europäische Atmosphäre zu spüren.
Das Europafest in Brüssel und der 60. Jahrestag der Schuman-Erklärung
Bereits zum vierten Mal organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen eine kostenlose Fahrt zum Europafest. Das Europaparlament war wie jedes Jahr eine der besonderen Attraktionen des Europäischen Fests. Unter anderem nahmen die Gäste aus Aachen im Plenarsaal an einer öffentlichen Debatte mit Abgeordneten über den Vertrag von Lissabon teil. Anschließend fand ein informeller Austausch mit dem EU-Beamten Niels Fischer statt, der von der Aachener Gruppe sehr rege wahrgenommen wurde. Herr Fischer stammt ursprünglich aus Aachen und berichtete sehr lebendig von der Arbeit im EU-Parlament. Das Informationsbüro des EU-Parlaments versorgte die Aachener zudem mit Getränkegutscheinen für die Cafeteria.
Das Europäische Parlament und die anderen europäischen Institutionen und Organe, d.h. der Ministerrat, die Europäische Kommission, der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss und der Ausschuss der Regionen, boten umfangreiche Informationen. Das Europaviertel hatte darüber hinaus zahlreiche Animationen und Überraschungen parat. Auf dem Programm standen Musik und Tanz, Straßenshows und Aktivitäten für Kinder. Die Veranstaltungen fanden in diesem Jahr auf der Esplanade vor dem Europäischen Parlament statt.
EU-Planspiel Klimawandel im Goethe-Gymnasium Stolberg
Nach einer Einführung von Birgit Ladwig-Tils und Dr. Ralf Hell, die das Planspiel als Mitglieder des "Team Europe" der Europäischen Kommission moderierten, arbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler in ihre jeweiligen Rollen ein. Anschließend ging es zügig in die Verhandlungen, wobei Koalitionen geschmiedet und Kompromisse geschlossen wurden. Bis zum Ende des Planspiels war nicht abzusehen, ob ein Abkommen zustande kommen würde oder nicht. Bei der abschließenden Abstimmung über die Nachfolge des Kyoto-Protolls im Plenum prallten die unterschiedlichen Interessen und Positionen der einzelnen Gruppen nochmals aufeinandner. Zwar wurden weitere Kompromisslinien ausgelotet, eine Einigung auf ein Abkommen gelang aber nicht. Übrig blieben lediglich Eckpunkte für ein Abkommen und einseitige Absichtserklärungen, die sich in weiten Teilen mit den auf dem Klimagipfel von Kopenhagen tatsächlich erzielten Ergebnissen deckten.
Im Rahmen der Auswertung des Planspiels sprachen sich nahezu alle Schülerinnen und Schüler dafür aus, das Planspiel auch in anderen Schulen durchzuführen, weil sie während des Planspiels viel gelernt und dabei auch noch Spaß gehabt hätten.
EU-Projekttag zusammen mit EUROPE DIRECT gestaltet
Herr Brömmel führte auch einige Beispiele des EU-Video-Kanals "EUtube" vor. Die Schüler stellten fragen und bedienten sich in großem Umfang an den bereitgestellten Infomaterialien, wobei die Tipps für die "Wege ins Ausland" besonders gefragt waren.
Jugendparlamentstag in der Europaschule Herzogenrath
Nach einer Begrüßung der etwa 100 Teilnehmenden durch Schulleiter Daniel Bick, Bürgermeister Christoph von den Driesch und EUROPE DIRECT Leiter Winfried Brömmel erfolgte die Aufteilung in die sechs Ausschüsse und ein kurzes „ice-breaking". Anschließend legten die Ausschüsse unter Anleitung der Moderatoren ihr Thema endgültig fest und sammelten Ideen und erste Forderungen. Später kamen die Ausschüsse zur ersten Debatte im Parlament zusammen. Am Abend wurden die so genannten Resolutionshefte vorbereitet und gedruckt.
Am zweiten Tag bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler durch die Resolutionshefte auf die zweite Debatte vor, indem z.B. Reden geschrieben wurden. Den Hauptteil des Tages nahm dann die Parlamentarische Vollversammlung ein. Sprecher der Ausschüsse verteidigten die Papiere, dann wurde nach festen Regeln argumentiert, gestritten, um den Kompromiss gerungen und schließlich abgestimmt. Die Moderatoren des Europäischen Jugendparlaments bildeten das "Präsidium" des kleinen Parlamentes und sorgten dafür, dass alles fair ablief.