In der Euregio Maas-Rhein können ausländische Hilfsdienste häufig schneller zur Stelle sein als die eigenen Dienste. Doch wir wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rettungsdienst und bei der Polizeiarbeit koordiniert? Wie reibungslos funktionieren die Kooperationen? Diese Frage diskutierten die 24 Teilnehmenden mit dem Geschäftsführer der Euregio Maas-Rhein Michael Dejozé im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa am Dienstag" im Grashaus.
Winfried Brömmel von EUROPE DIRECT Aachen hieß die Teilnehmenden herzlich willkommen und übergab an Michael Dejozé für seine 45-minütigen Vortrag zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in unserer Region. Mit 4 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 11.000 Quadratkilometern ist die Euregio Maas-Rhein (EMR) eine starke Region, die seit 1976 besteht. Insbesondere durch die rund 43.000 Grenzpendler haben sich die fünf Regionen Provincie Limburg (B), Province de Liége (B), Deutschsprachige Gemeinschaft (B), Provincie Limburg (NL) und der Region Aachen-Zweckverband (D) auf eine enge Zusammenarbeit verständigt. Die Themen sind divers und reichen von Wirtschaftt und Innovation über Kultur und Tourismus bis hin zum Arbeitsmarkt.
Auch die Sicherheit und die Gesundheitsversorgung stehen für die EMR im Fokus und das ist schon aufgrund von drei verschiedenen Sprachen nicht immer einfach. Die Zusammenarbeit deckt jedoch die großen Abteilungen Polizei, Justiz, Administration und Rettungskräfte ab und das ist bei jährlichen 1.300 grenzüberschreitenden Einsätzen auch nötig. Vom Adapter für Feuerwehrschläuche als Grundausstattung in der Region bis hin zu gemeinsamen Übungseinsätzen führte Michael Dejozé die Teilnehmenden durch die vielen gemeinsam Strukturen und Kooperation zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden.
Im Anschluss an den Vortrag hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit für Rückfragen und die waren zahlreich. Wie funktioniert die Abstimmung bei grenzüberschreitenden Demonstrationen? Wer kümmert sich um Fahrraddiebstahl im Ausland? Wo muss es noch mehr Zusammenarbeit geben?
Das Team von EUROPE DIRECT bedankt sich noch einmal ganz herzlich bei Michael Dejozé und allen Teilnehmenden für den interessanten Abend. Europa am Dienstag findet wieder am 21.01.2020 zum Thema "2020: Neues Jahr - Neue Herausforderungen für Europa" statt.
- Unsere nächste Veranstaltung: "Neue Herausforderungen für Europa' am 21.01.2020"
- Zur Veranstaltungsreihe: Europa am Dienstag

Aktivitäten des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen
Zwei intensive englischsprachige Workshops in Stolberg
Durch kreative und partizipative Methoden wie beispielsweise einem Institutionenpuzzle und einem Europaquiz sowie durch die persönliche Ansprache jedes einzelnen Schülers kamen die Jugendlichen ins Gespräch über europäische Themen und Probleme, sodass ein lebendiger Austausch über aktuelle gesellschaftspolitische Fragen der EU stattfand. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Frage, was Deutschlands Aufgabe bei der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft 2020 ist und was es tun muss, um Freiheit, Demokratie und Menschenrechte in Europa zu stärken.
Die Schülerinnen und Schüler lernten nicht nur die wichtigsten Institutionen und deren Aufgaben kennen, sondern entwickelten durch die Auseinandersetzung mit den aktuellen politischen Themen ein europäisches Bewusstsein, was die Grundlage für die Europakompetenz von Schülern ist - gerade in Zeiten von Europaskepsis ein wichtiger Baustein für die Zukunft Europas.
Die Europäische Union braucht eine neue, gemeinsame Flüchtlingspolitik.
Heutzutage ist es nicht nur viel einfacher sondern auch beruflich gefordert während seines Studiums, eine gewisse Zeit im Ausland zu verbringen.
Interessanter Vortrag und angeregte Diskussion: 30 Jahre Mauerfall - welche Herausforderungen warten auf Europa?
Geballte EU-Informationen für Sekundarschule Jülich
Winfried Brömmel von EUROPE DIRECT Aachen hieß die Teilnehmenden herzlich willkommen und übergab sodann das Wort an Moderator Jochen Leyhe. Dieser leitete den Abend mit der Frage nach der Definition von Populismus ein. Siebo Janssen erklärte, dass es keine einheitliche Definition von Populismus gäbe, da Populismus vieles sein kann. Grundlegend zeichnen sich populistische Parteien durch die artikulierte Angst vor Zuwanderung, Ablehnung des europäischen Integrationsprozesses und von Europa sowie durch die Leugnung des Klimawandels aus.
Spannendes EU-Planspiel zu den Themen Jugendbeschäftigung und Bildungsprogrammen
Auch dieses Jahr organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen einen Informationsabend mit dem Thema "Europäische Union als Arbeitsplatz".
So haben Präsident Macron und Bundeskanzlerin Merkel im Jahr 2018 wiederholt den Aufbau einer europäischen Armee gefordert und 25 EU-Staaten haben bereits Ende 2017 eine ständige strukturierte Zusammenarbeit (PESCO) auf dem Gebiet der Verteidigung beschlossen. Dieses Thema diskutierte Prof. Ralph Rotte vom Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen mit den 42 Teilnehmern heute im Grashaus im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa am Dienstag".
Zunächst gab Winfried Brömmel einen kurzen Überblick über die Geschichte und Bedeutung des Grashauses, um daran anschließend die Arbeit des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen als Teil eines europaweiten Netzwerks darzulegen. Anaïs Morel und Anna-Louisa Lobergh teilten sodann die 21 Jugendlichen in Untergruppen ein, welche an drei Tischen verschiedene Themen zur Zukunft der EU bearbeiteten. Während sich die erste Station mit den künftigen Herausforderungen für die EU beschäftigte, wurden am zweiten Tisch Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen in Europa diskutiert. Die dritte Station zeigte spielerisch auf, welche möglichen Formen die Union in Zukunft annehmen könnte.
Viele Jugendliche sehen im Klimawandel, in der Beziehung zu Großbritannien und im demografischen Wandel Herausforderungen für die EU. Außerdem wünschen sie sich bessere Möglichkeiten, wie sie sich in der EU und im politischen Entscheidungsprozess einbringen können. Dazu würden sie gerne bereits im schulischen Unterricht politische Themen häufiger ansprechen und diskutieren. Hinsichtlich der zukünftigen Form der EU gibt es unterschiedliche Tendenzen: Ob gemeinsame Zukunft, ein stärkeres Miteinander oder "Tür an Tür"-Szenario − insgesamt ist die Gruppe gegenüber der EU positiv gestimmt.
Nach einer kurzen Begrüßung wurden die 29 Schülerinnen und Schüler ins Europäische Klassenzimmer geführt. Auf dem Weg dorthin nahmen sie im Treppenhaus die emotionalen, schwarz-weißen Zeichnungen an den Wänden wahr, die zum Thema Europa gestaltet sind.
Winfried Brömmel gab zunächst einen Überblick über das Grashaus, welches die Kinder bereits aus der Nachbarschaft kannten und wofür die sich sehr interessiert haben. Er erklärte zudem, was die Aufgaben des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen sind.
Winfried Brömmel führte den Vortrag dann weiter und brachte der Klasse die Institutionen und die Vorteile der EU näher. Besonders der Euro interessierte die Schülerinnen und Schüler: Sie wollten mehr zur Geschichte der gemeinsamen Währung wissen und wissen, warum bestimmte EU-Länder nicht den Euro als Währung haben. Abschließend lösten die Kinder mit ihren Nachbarn eine zweite Aufgabe im Heft. Hierbei mussten sie die Länderflaggen anhand der Landessprachen richtig zuordnen.
Heute startete die Exkursion der Schülerinnen und Schülern und ihren italiensichen Austauschpartnerinnen und -partnern des Aachener Couven-Gymnasiums nach Brüssel zum Europäischen Parlament, um die Inhalte des Unterrichts hautnah erleben zu können. Es nahmen insgesamt 52 Schülerinnen und Schüler und vier Begleitpersonen teil; Veranstaltungspartner war das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen.
Weitere Eindrücke konnte die Gruppe bereits im Besucherzentrum des Europäischen Parlaments, dem Parlamentarium, sammeln. Ausgestattet mit Multimedia-Guides in deutscher und italienischer Sprache, konnten die Schülerinnen und Schüler über die europäische Geschichte, ihre Entstehung und die Arbeitsweise des EU-Parlaments in vielfältiger Form, bis hin zu möglichen Zukunftsvorstellungen des europäischen Zusammenlebens lernen.
18 Bürgerinnen und Bürger lernten innerhalb von drei Tagen die Funktionsweise und die Herausforderungen und Chancen der Europäischen Union kennen. Das von der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen und vom EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen organisierte Seminar fand in Aachen und Brüssel statt.
Ebenso interessant ging es im Europäischen Parlament zu. Bevor die Abgeordnete Sabine Verheyen und ihre Kollegin ihre Tätigkeit erklärten und Fragen entgegennahmen, wurde die Arbeitsweise des Parlaments und besonders die schwierige Arbeit der Dolmetscher anschaulich dargestellt. Nach dem Abgeordnetengespräch konnte das Seminar auf der Besuchertribüne einen Blick auf die Reihen der Abgeordneten werfen und selbst der Arbeit der Dolmetscher lauschen.
Interkultureller Workshop zum Thema Migration und Grenzen in Europa
Winfried Brömmel gab zunächst einen Überblick über das Grashaus, welches die Kinder bereits aus der Nachbarschaft kannten. Er erklärte zudem, was die Aufgaben des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen sind. Anschließend gab er das Wort an Anaïs Morel weiter, die den Schülerinnen und Schülern eine Einführung in die Geschichte der Entstehung der Europäischen Union gab. Zwischendurch konnten die Kinder eine Aufgabe aus dem Heft "Sophie und Paul entdecken Europa" lösen,
in der es darum ging, die europäischen Länder anhand ihrer Wahrzeichen zu erkennen. Anna-Louisa Lobergh führte den Vortrag weiter und brachte der Klasse die Institutionen und die Vorteile der EU näher. Besonders der Euro interessierte die Schülerinnen und Schüler: Sie wollten mehr zur Geschichte der gemeinsamen Währung wissen. Abschließend lösten die Kinder eine zweite Aufgabe im Heft. Hierbei mussten sie die Länderflaggen anhand der Landessprachen richtig zuordnen.
Dieses Thema diskutierte der Politologe und Historiker Siebo Janssen mit den 25 anwesenden Interessierten heute im Grashaus im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa am Dienstag". Moderiert wurde die Diskussion von Jochen Leyhe.
Während der Showeinlagen von asiatischen Löwentänzern bis hin zu spanisch-klassischem Flamenco lagen köstliche Düfte von bulgarischer bis hin zu eritreischer Küche in der Luft. Mitten drin: der Informationsstand von EUROPE DIRECT Aachen.
Herzstücke dieses Vertragswerks waren die Unionsbürgerschaft, die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und Zusammenarbeit in der Innen- und Rechtspolitik sowie die geplante Einführung des Euro im Rahmen der Wirtschafts- und Währungsunion, für die der Vertrag einen genauen Zeitplan und detaillierte Regeln aufgestellt hatte, welche im Jahr 2011 aufgrund der Staatsschuldenkrise nochmals verschärft wurden.
Danach besuchte die Gruppe das Gebäude der Provinzregierung Limburg, wo Eric Lemmens die Arbeit der Provinzregierung vorstellte. Dabei erklärte er unter anderem, in welchen Bereichen in der Euregio Maas-Rhein länderübergreifend zusammengearbeitet wird. Welche große Bedeutung der Austausch und die Kooperation über Landesgrenzen hinweg für die Provinz Limburg hat, lässt sich gut daran erkennen, dass Limburg eine längere Außengrenze mit Deutschland und Belgien hat, als mit dem Rest der Niederlande. Im Anschluss an den Vortrag stellten die Teilnehmenden noch Fragen an Herrn Lemmens.
Ein Höhepunkt war die Besichtigung des Plenarsaals ("Statenzaal"), in dem 1992 der Vertrag von Maastricht unterzeichnet wurde.
Spannender Workshop mit internationalen Teilnehmenden
Neben vielen Gemeinsamkeiten bezüglich der Geschichte und Kultur auf dem europäischen Kontinent wurden jedoch auch die großen Unterschiede in sozialen Bereichen deutlich, zum Beispiel im Arbeitsmarkt, der sozialen Sicherheit und den Lebenshaltungskosten. Auch Differenzen bei Pressefreiheit und Entfaltungsmöglichkeiten für Minderheiten wurden thematisiert, vor allem im Vergleich von EU-Ländern mit Nicht-EU-Ländern. Die Strategien der EU zur posititven Weiterentwicklung des sozialen Europas wurden vorgestellt und besprochen.
Kam zunächst einmal die Frage auf, inwiefern Mode überhaupt ein europarelevantes Thema sein könnte, wurde den 28 Schülerinnen und Schülern die europäische Dimension des Themas doch sehr schnell deutlich.
Heute startete die Exkursion der Q1 des Aachener Couven-Gymnasiums nach Brüssel zum Europäischen Parlament, um die Inhalte des Unterrichts hautnah erleben zu können. Veranstaltungspartner war das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen.
Eine zweite Gruppe durfte an einer Simulation zu Gesetzgebungs- und Entscheidungsprozessen im Europäischen Parlament und in der EU an den Beispielthemen Wasser und Tracking-Chips teilnehmen. Die Simulation wahr dynamisch und herausfordernd und gab somit einen guten Einblick hinter die Kulissen des EU-Parlaments. Darüber hinaus konnte eine dritte Gruppe eine Führung durch das Museum der Geschichte der EU genießen.