Diskussion über Europa im Klimawandel

Europa im Klimawandel

Zusammen mit der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen organisierte EUROPE DIRECT Aachen heute eine spannende Diskussion zum "Green Deal". 77 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich online bei diesem spannenden Abend.

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21 04 21 Klimawandel 1 300Was taugt der "Green Deal" für Europa und die Regionen?

Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit hat die EU-Kommission einen Vorschlag für einen "European Green Deal" vorgelegt, um bis zur Mitte des Jahrhunderts klimaneutral zu werden. Doch kann damit die dringend notwendige ökologische Transformation der europäischen Wirtschaft gelingen? Unterstützt die deutsche Bundesregierung den europäischen Plan ausreichend? Und was bedeutet das für die Menschen und Unternehmen vor Ort?

Mit diesen und weiteren Fragen befasste sich heute der Referent Sven Giegold. Er ist Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion für Wirtschafts- und Finanzpolitik und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Er engagiert sich für die Regulierung der Finanzmärkte im Interesse der Realwirtschaft und Bürger*innen und für die ökologische Transformation der europäischen Wirtschaft. Seit über 20 Jahren ist der Wirtschaftswissenschaftler in sozialen und ökologischen Bewegungen aktiv. Er ist Mitglied des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentags.

21 04 21 Klimawandel 2 300Die Begrüßung übernahmen Martin Stankewitz von der Bischöflichen Akademie und Winfried Brömmel von EUROPE DIRECT Aachen. Nach Sven Giegolds fundierter Einführung in das Thema des Abends schrieben die Online-Gäste viele Fragen in den Frage- & Antwortbereich. Die Moderatorin Eva Johanna Onkels griff die Fragen auf, so dass ein lebendiger Dialog mit dem Referenten entstand.

Dabei ging es u.a. um Fragen wie: Wie kann die Sozialverträglichkeit des Green Deal oder des ökologischen Wirtschaftswandels gestaltet werden? Ist die EU im Verhältnis zu Deutschland eher Bremser oder Treiber des Klimaschutzes? Soll es im Europäischen Grünen Deal und Next Generation EU Fördermittel auch für Privatpersonen oder Bürgerenergiegenossenschaften geben, die lokal autark erneuerbare Energien aufbauen wollen? Welche Rolle wird "grüner Wasserstoff" auf dem Weg zur Klimaneutralität in Europa spielen? Was kann die EU tun, damit nicht nur Industrieländer, sondern auch Länder des globalen Südens bis 2050 Klimaneutralität erreichen? Müssen wir nicht in Europa wieder eine Industrie aufbauen, die Photovoltaik-Anlagen produziert, anstelle alles aus China zu kaufen?

Auf die Frage, ob der "Green Deal" und das noch immer postulierte Wirtschaftswachstum zusammen passen, meinte Sven Giegold: Es gehe darum, ob wir in den ökologischen Grenzen wirtschaften und den Planeten nicht "übernutzen". Die Ressourcenprobleme beträfen vor allem die Bereiche Landwirtschaft, Flächen und Artenvielfalt usw., nicht aber Energieprobleme. Der Referent stellte dar, dass 1 % der globalen Sonneneinstrahlung (theoretisch) den Energiebedarf der gesamten Menschheit decken würde. Giegold strebt danach, dass wir mit der Bekämpfung der Klimakrise eine Hoffnungsgeschichte erzählen und eine Veränderung der Art wie wir wirtschaften erreichen.

 

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