Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens:
Leben und Leiden einer Grenzbevölkerung

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21 12 07 EaD Screenshot 2 300Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (DG) liegt direkt neben dem Raum Aachen und an der Sprachgrenze zwischen germanischem und romanischem Raum. Bei 'Europa am Dienstag' beleuchtete Dr. Herbert Ruland heute das ständige politische Hin und Her dieses Gebietes und wie die einheimische Bevölkerung dies erlebt und oft erlitten hat. Häufige Staatenwechsel bedeuteten auch die Zugehörigkeit zu verschiedenen Sozial- und Kulturkreisen. Das hat maßgebliche Auswirkungen auch auf das Alltagsleben der hiesigen Bevölkerung.

Der Referent Dr. Herbert Ruland war bis 2017 wissenschaftlicher Leiter der Abteilung GrenzGeschichteDG an der Autonomen Hochschule in Eupen. Er gilt als der wohl profundeste Kenner der Alltagsgeschichte der Menschen im belgisch-deutsch-niederländischen und luxemburgischen Grenzland. Er erläuterte bei der Online-Veranstaltung die Veränderung der Staatsstrukturen in Belgien nach dem Zweiten Weltkrieg, durch die das Land zusehends von einem Zentral- in einen Föderalstaat umgewandelt wurde. Von diesem Prozess profitierte auch die deutschsprachige Grenzbevölkerung.

21 12 07 EaD Screenshot 1Bei der Online-Diskussion haben die 53 Gäste ihre Fragen und Kommentare per Tastatur eingegeben und der Moderator Andreas Düspohl griff die Fragen auf. Dabei ging es u.a. über den Themenkomplex "Identität und Sprache" und die Bedeutung von Regionen innerhalb der EU.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist heute ein Bestandteil des föderalen Belgiens mit weitestgehenden Autonomierechten. Sie ist mit etwa 80.000 Einwohner*innen eines der kleinsten "Bundesländer", nicht nur in der EU, sondern höchstwahrscheinlich sogar weltweit!

Abgerundet wurde der informative Abend mit der Möglichkeit, dass die Zuschauer*innen die neue Auflage der Broschüre "Belgien verstehen" über EUROPE DIRECT Aachen kostenfrei erhalten können. An dieser Broschüre im Umfang von 112 Seiten wirkte der Referent des Abends mit.