Diskussion zu: Digitales Europa – Künstliche Intelligenz in Europa

Künstliche Intelligenz (KI) kann zur Lösung vieler gesellschaftlicher Probleme beitragen. Das gelingt allerdings nur bei qualitativ hochwertiger Technologie, die so entwickelt und genutzt wird, dass die Menschen Vertrauen zu ihr haben.

22 03 08 EaD KI Hoos 300Mit Prof. Dr. Holger Hoos sprachen wir in Teil zwei der Reihe "Digitales Europa" über die wichtigen Fragen des Themas KI. Professor Hoos kam Anfang 2022 mit einer Alexander von Humboldt-Professur für Künstliche Intelligenz an die RWTH Aachen. Er gilt als Pionier in der automatisierten Konfiguration und in der Auswahl und Leistungsvorhersage von Algorithmen für anspruchsvolle Probleme in der KI. Seine Forschung hat den Stand der Technik bei der Lösung eines breiten Spektrums anspruchsvoller Probleme der KI und verwandten Bereichen wie Operations Research und Bioinformatik erheblich verbessert.

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Moderiert wurde die Veranstaltung von Florian Weyand. Er ist studentische Hilfskraft bei EUROPE DIRECT Aachen und studiert Politikwissenschaften an der RWTH. 34 Gäste hörten einen kurzen Vortrag von Prof. Dr. Holger Hoos, in dem er die CLAIRE-Initiative vorstellte – eine Initiative zur Förderung von Forschung und Innovation auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz in Europa. In der anschließenden Diskussion äußerten die Teilnehmenden ihre Sorgen rund um KI, besonders das Risiko steigender Videoüberwachung, Missbrauch von KI und Netzüberlastung wurden angesprochen. Der Referent legte den Fokus der Diskussion bewusst auf gesellschaftliche Aspekte und soziale Auswirkungen von KI statt auf technische Hintergründe, um auf das Publikum einzugehen. Auch die Finanzierung von KI-Forschung im europäischen Rahmen interessierte die Zuschauenden. Weitere wichtige Themen für Prof. Hoos sind das nachhaltige Wirtschaften und der Klimawandel. KI könne trotz des hohen Stromverbrauchs bei effizientem Einsatz dem Klimawandel entgegenwirken. Natürlich gebe es das Risiko der Instrumentalisierung der Technologie, daher müsse laut Hoos die Demokratie als Firewall dienen, um zu vermeiden, dass die Technologie in die falschen Hände gerät. Für die breite Akzeptanz des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz im Alltag brauche es einen gesellschaftlichen Wandel. Doch Hoos ist optimistisch, dass die Gewöhnung an autonomen Personennahverkehr schnell geschehe.

Die Veranstaltungsreihe 'Europa am Dienstag' wird zusammen durchgeführt von EUROPE DIRECT Aachen, dem Europäischen Klassenzimmer der Route Charlemagne und der Bischöflichen Akademie Aachen.

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