Planspiel zur EU-Außenpolitik am Pius-Gymnasium Aachen

Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat sich die politische Realität in Europa schlagartig verändert. Fragen, die lange keine waren, stehen plötzlich wieder offen: Wie weit trägt europäische Solidarität? Wo enden gemeinsame Werte, wo beginnen nationale Interessen? Genau diesen Fragen widmete sich ein Workshop im Rahmen des Euregionalen Projekts am Pius-Gymnasium, durchgeführt am 20.3.2026 vom CIVIC-Institut und organisiert vom EUROPE DIRECT Informationszentrum Aachen. Eine Gruppe von gut 10 Schülerinnen und Schülern nahm an diesem Planspiel teil.

26 03 20 Pius Civic 2 300Der Workshop war methodisch abwechslungsreich gestaltet und wechselte zwischen Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit sowie Plenumsrunden. Nach einer kurzen Einstiegsphase, in der die Teilnehmenden spielerisch an die Thematik herangeführt wurden, erarbeiteten sie in Kleingruppen erste eigene Standpunkte. Diese dienten als Grundlage für die anschließenden Diskussionen im Plenum.

Ein zentrales Element des Workshops war die aktive Rollenübernahme: Die Schülerinnen und Schüler vertraten unterschiedliche europäische Positionen und Interessengruppen, was den Austausch besonders lebendig machte. In moderierten Gesprächsrunden mussten sie ihre Standpunkte vertreten, auf Gegenargumente eingehen und – das war die eigentliche Herausforderung – Kompromisse aushandeln.

Beim Thema Flucht und Verantwortung zeigte sich schnell, dass innerhalb der Gruppe ganz unterschiedliche Standpunkte vertreten wurden. Welche Pflichten hat Europa gegenüber Menschen auf der Flucht? Und wer trägt diese Pflicht konkret? Unter dem Schwerpunkt EU-Erweiterung und EU in der Welt rückten auch andere geopolitische Perspektiven in den Blick. Wie glaubwürdig ist die EU als globaler Akteur? Was bedeutet Erweiterung – Chance oder Überforderung? Diese und weitere Fragen wurden im Planspiel rege diskutiert.