Weiterbildung einer chinesischen Delegation aus Fach- und Führungskräften

Die RWTH Aachen veranstaltete vom 13. bis 15. Dezember 2010 eine umfangreiche Weiterbildung zum Themenkomplex 'Industriewirtschaft und nachhaltige Entwicklung' und kooperierte dabei intensiv mit der Stadt Aachen. Zu Gast waren 25 Fach- und Führungskräfte aus der chinesischen Stadt Jiujiang, in der etwa 4,6 Millionen Menschen wohnen.

Zum Auftakt erläuterte heute Winfried Brömmel Hintergründe zu 'Wissenschaft und Europa in der Stadt Aachen'. Er zeigte den interessierten Gästen den Zusammenhang vom Europabild Karls des Großen über den Strukturwandel in der Region bis hin zur heutigen Vernetzung auf euregionaler und europäischer Ebene auf. Besonders die in der Region sehr gut genutzten EU-Fördermittel wie Interreg oder das Forschungsrahmenprogramm stießen auf großes Interesse.

EU-Planspiel zum KlimawandelEU-Planspiel zum KlimawandelEU-Planspiel Klimawandel in der Europaschule Langerwehe

Anlässlich der UN-Klimakonferenz von Cancún, Mexiko, simulierten heute 60 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 der Europaschule Langerwehe die Verhandlungen zum Abschluss eines weltweiten Klimaabkommens. Die Veranstaltung wurde von EUROPE DIRECT Aachen mit Referenten des Team Europe der Europäischen Kommission durchgeführt. In insgesamt acht Spielgruppen, darunter die UN, EU, die USA, China, Brasilien und die AOSIS, der Allianz der kleinen Inselstaaten, stellten die Teilnehmenden die Verhandlungen des Klimagipfels in Kopenhagen im Dezember 2009 nach. Ziel war es, am Ende des Planspiels über eine Nachfolgeregelung des Kyoto-Protokolls abzustimmen, das 2012 ausläuft.

Los ging es mit einem Quiz, in dem die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen im Bereich des Klimawandels testen konnten. Nach einer methodischen Einführung von Birgit Ladwig-Tils und Dr. Ralf Hell, die das Planspiel als Mitglieder von Team Europe moderierten, arbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler in ihre jeweiligen Rollen ein. Anschließend ging es zügig in die Verhandlungen. Wie auf der Konferenz von Cancún ging es lebendig und konträr zu Sache und wie in Mexiko war auch in Langerwehe bis zum Schluss nicht abzusehen, ob ein Abkommen zustande kommen würde. Auch wenn die meisten Delegationen während der Verhandlungen keine großen Hoffnungen äußerten, dass man sich würde einigen können - auf den letzten Metern wurden überraschend doch noch Lösungen für die drängendsten Fragen erzielt. Interessant war an diesem Ergebnis, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Abschlussdokument das Ende der Konferenz von Cancún vorweg genommen haben.

In der Auswertung sprachen sich fast alle Schülerinnen und Schüler dafür aus, das Planspiel auch in anderen Schulen durchzuführen, weil sie während der Simulation inhaltlich viel gelernt und dabei auch noch Spaß gehabt hätten.

Projektorientierter Austausch

Die Europagesamtschule Herzogenrath und Anne-Frank-Gymnasium Aachen führten im Herbst 2010 einen projektorientierten Schüleraustausch mit zwei Moskauer Schulen durch, der Staatlichen allgemeinbildende Anstalt Zentrumbildung n775 und der Secondary Comprehensive School n2012.

Die deutschen und russischen Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 begaben sich auf die Spuren eines gemeinsamen kulturellen Gedächtnisses. Dabei erhielt auch die europäische Vergangenheit und Gegenwart Bedeutung. Ein neues gemeinsames kulturelles Gedächtnis konnte durch Teilnahme an Teilprojekten im Bereich Musik, Kunst, Theater und Politik entwickelt werden.

Das EUROPE DIRECT Büro Aachen unterstütze die verantwortlichen Lehrer Bernd Frohn und Aloys Orlowski bei der Vorbereitung und führte heute im Anne-Frank-Gymnasium für die 44 Teilnehmenden des Schüleraustauschs eine Informationsveranstaltung zum Thema Europa durch. Winfried Brömmel erläuterte die geschichtlichen Grundlagen und die wichtigsten Aufgaben und Leistungen der heutigen EU. Der Vortrag wurde von einer russischen Lehrerin übersetzt. In der anschließenden Diskussion wurden v.a. Zuständigkeitsbereiche und Kompetenzebenen zwischen Nationalstaaten und der EU vertieft.

Das bereit gestellte Informationsmaterial fand bei den Schülern einen großen Anklang, besonders die Mini-Ausgabe der Charta der Grundrechte der Europäischen Union.

Die Veranstaltung diente der inhaltlichen Vorbereitung der Fahrt der Gruppe zum Europäischen Parlament nach Brüssel am Donnerstag 02.12.2010, die ebenfalls von EUROPE DIRECT Aachen unterstützt wird.

Russische und deutsche Schüler in BrüsselRussische und deutsche Schüler in BrüsselMoskaus Schülerinnen und Schüler zu Besuch in der Aachener Region

„Die Aachener Region ist wegen der historischen Bedeutung und der Grenznähe zu den Niederlanden und Belgien ein sehr interessantes Ziel", so die einhellige Meinung vieler russischer Schülerinnen und Schüler zweier Moskauer Schulen, die auf Einladung des Anne-Frank-Gymnasiums und der Europaschule Herzogenrath nach Deutschland geflogen sind. Der Besuch der 44 russischen Schülerinnen und Schüler und ihrer Begleiter ist Teil eines Schüleraustauschs, der zunächst mit einer Fahrt der deutschen Schüler nach Moskau Anfang Oktober 2010 begonnen hatte. Der Gegenbesuch der russischen Gäste aus dem Moskauer Stadtteil Lublino fand in der Zeit vom 29.11. bis 08.12.2010 statt.

In Aachen stand neben dem Besuch des Rathauses auch ein Besuch des Domes auf dem Programm. Neben kulturellen Aspekten kamen auch die politischen Aspekte nicht zu kurz. Heute besuchte die Gruppe in Kooperation mit dem EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen das Europäische Parlament in Brüssel. Zur Vorbereitung führte gestern Winfried Brömmel die Austauschgruppe im Anne-Frank-Gymnasium in die Entstehung der EU und in ihrer Arbeitsfelder ein.

„Wir werden wieder nach Moskau fahren", so Martha Klems und Bernd Frohn, begleitende Lehrkräfte des Anne-Frank-Gymnasiums und der Europaschule Herzogenrath. Und das Thema „Europa" wird bei den Gegenbesuchen in der Aachener Region sicherlich weiterhin eine große Rolle spielen.

Sabine Verheyen (MdEP)Sabine Verheyen (MdEP)Sabine Verheyen im Austausch mit der Stadt Aachen

Auf Einladung des EUROPE DIRECT Informationsbüros besuchte Sabine Verheyen, seit 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments, heute den Fachbereich Wirtschaftsförderung/ Europäische Angelegenheiten, bei dem EUROPE DIRECT angesiedelt ist.

Dieter Begaß (Fachbereichsleiter), Thomas Hissel (Abteilungsleiter) und Winfried Brömmel (Leiter EUROPE DIRECT) tauschten sich zwei Stunden mit Frau Verheyen aus, die Mitglied im Ausschuss für Kultur und Bildung (CULT) und Beauftragte der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament für die Kommunen ist.

Die Stadt Aachen stellte u.a. grenzkommunale Kooperationen, verschiedene Ebenen der Vernetzung und die (wirtschaftlchen) Herausforderungen und Handlungsansätze für die Zukunft vor. Frau Verheyen erläuterte u.a. die aktuellen Diskussionen über die zukünftige EU-Strukturförderung. Es wurde ein weiterer regelmäßiger Austausch vereinbart. Zudem werden gemeinsame Veranstaltungen mit dem neu besetzten NRW-Europaministerium und mit MItgliedern von EU-Parlament und EU-Kommission in Brüssel geplant.

Nach den Erläuterungen von Winfried Brömmel zu den Zukunftsperspektiven des europaweiten EUROPE DIRECT-Netzwerks sagte die EU-Parlamentarierin ihre Unterstützung zum Erhalt bzw. sogar zur Stärkung des wichtigen Europa-Informationsnetzwerks zu.