17 11 17 Digitalisierung 1Fachbereichsleiter Dieter M. Begaß eröffnet die VeranstaltungKaum etwas hat die Entwicklung und die Technologie der letzten 20 Jahre so sehr geprägt wie die Digitalisierung in ihren unzähligen Ausprägungen. Mittlerweile ist die Digitalisierung aus den allermeisten Arbeitsbereichen nicht mehr wegzudenken. Auch in Europa sind Unternehmen, Insitutionen, Hochschulen und Privatpersonen gleichermaßen von verschiedenartigen Ausdrücken dieser Digitalisierung betroffen.

250 Besucher kamen heute zur Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Aachen digital", die gemeinsam vom Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Europa der Stadt Aachen, dem EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen sowie natürlich dem digitalHUB in der St. Elisabeth-Kirche organisiert worden war.

"Digitalisierung - schöne neue Welt?", so die Überschrift der Veranstaltung. Es ging darum, sowohl die Potenziale als auch die Gefahren aufzuzeigen, sowie Perspektiven zur nachhaltigen Entwicklung von Gesellschaft, Kommunikation, Arbeitswelt und Stadtplanung im Zusammenhang mit Digitalisierung zu beleuchten. Denn die Digitalisierung schreitet auch in Europa mit großen Schritten voran und ist einer der Schwerpunkte der EU-Kommission.

Vierzehn Sprecher stellten in jeweils sechs Minuten ihre spannenden Projekte vor. So beispielsweise Adriane Langela-Bickenbach vom St. Leonard Gymnasium. Die Lehrerin für Englisch und Niederländisch setzt in ihrem Unterricht einen Schwerpunkt auf die interkulturelle Kommunikation in der digitalen Mediennutzung und implementiert unter anderem regelmäßige Vidokonferenzen mit fremdsprachlichen Austausschülern in ihre Schulstunden. Hans Höfken, Geschäftsführerin der @-yet Industrial IT Secturity GmbH, referierte unter dem Titel "Ohne Sicherheit ist alles nichts" zum Thema IT-Sicherheit. Der "Mobilität der Zukunft" widmete sich Kai Kreisköther, Oberingenieur des Lehrstuhls für Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen. Neben eher typischen Themen für den Bereich Digitalisierung fanden sich auch eher ungewöhnliche Bereiche im Programm, wie Modedesign (Aicha Gerards), Architektur (Tobias Ell, Ina Marie Orawiec) und Medizin (Prof. Dr. Harald Schmidt).

Die Veranstaltung zeigt, wie digitale Themen das zivile und wirtschaftliche Leben in Europe beeinflussen (werden).

17 11 16 Kraus Ohler 1„Demokratie und Verantwortung" -  unter diesem  Motto erkundeten 26 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule für Gestaltung des Berufskollegs für Gestaltung und Technik der Städteregion Aachen heute das Grashaus.

Neben Informationen zur Historie sowie der stadtgeschichtlichen Bedeutung des Hauses erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 13 die Möglichkeit, in den Räumlichkeiten des Europäischen Klassenzimmer eigenständig in Kleingruppen sowohl digital als auch analog zum Thema "Demokratie und Partizipation in der Europäischen Union" zu recherchieren und sich in Hörstationen mit Songtexten zu dem Thema auseinanderzusetzen.

Auch wurden weitere Fragestellungen zur Demokratie bearbeitet: Welche institutionalisierten sowie nicht institutionalisierten Formen der politischen Beteiligung existieren? Wie und wo manifestiert sich Demokratie im Alltag? Welche Rolle spielt der Lobbyismus bei gesellschaftspolitischen Entscheidungen? Dies waren nur einige von vielen Fragen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler beschäftigten. Abschließend wurden die Ergebnisse im Plenum kurz vorgestellt und diskutiert. Ziel des Workshops war es, durch den Besuch dieses außerschulischen Lernortes, das Europa- und Demokratiebewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu schärfen.

EUROPE DIRECT Aachen führte den Workshop zusammen mit dem museumspädagogischen Dienst der Stadt Aachen durch.

17 11 08 RWTH SpinelliHeute trug das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen mit einem Infostand zum Bürgerdialog der Spinelli Gruppe des Europäischen Parlaments an der RWTH Aachen bei.

Ungefähr 40 interessierte Bürgerinnen und Bürger fanden sich im neuen Hörsaalzentrum C.A.R.L. der RWTH Aachen ein und folgten dem Bürgerdialog mit insgesamt fünf Abgeordneten des Europäischen Parlaments:

  • Danuta Hübner, Vorsitzende des Ausschusses für konstitutionelle Fragen im Europäischen Parlament, Vorstand der Spinelli-Gruppe
  • Arndt Kohn, Mitglied des Europäischen Parlaments
  • Mercedes Bresso, Mitglied des Europäischen Parlaments, ehemalige Präsidentin des Rates der Regionen, Vorstand der Spinelli-Gruppe
  • Jo Leinen, Mitglied des Europäischen Parlaments, Vize-Vorsitzender der Spinelli-Gruppe
  • Sabine Verheyen, Mitglied des Europäischen Parlaments

Darüber hinaus nahmen Vertreter aus der Zivilgesellschaft an der Podiumsdiskussion teil (JEF, AEGEE, Pulse of Europe). Nach einer kurzen Begrüßung durch Dr. Simone Günther, Geschäftsführerin des Masters Europastudien an der RWTH Aachen, begann der erste Teil der Debatte. In diesem diskutierten die Beteiligten über die Zukunft der Europäischen Union, über das Ideal der Vereinigten Staaten von Europa und über mögliche Reformen der EU-Verträge.

17 11 08 RWTH Spinelli 1In der zweiten Diskussionsrunde lag der inhaltliche Fokus auf der Zukunft der Europäischen Union in den Bereichen Wirtschaft und Währung sowie gemeinsame Verteidigung. Alle beteiligten sprachen sich für ein weitergehendes Voranschreiten der europäischen Integration aus, äußerten aber auch Bedenken und mögliche Hürden für diese Projekte.

Da mit Danuta Hübner aus Polen und Mercedes Bresso aus Italien internationale Gäste anwesend waren, fand die Diskussion in weiten Teilen auf Englisch statt. Eine Simultanübersetzung Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch wurde bereitgestellt.

Die Spinelli-Gruppe ist eine Initiative von Mitgliedern des Europäischen Parlaments, die Debatten auf nationaler und regionaler Ebene fördert um Vorschläge über die anstehenden Herausforderungen und Möglichkeiten der Europäischen Union zu diskutieren. Außerdem betont sie die Notwendigkeit das europäische politische Projekt zu vollenden.

17 11 15 St.Vith 2 300Am 15. November 2017 bot das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen eine kostenlose Busfahrt für 20 Interessierte aus Aachen zum Bürgerdialog in St. Vith in Ostbelgien an. An dem Dialog nahmen Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Oliver Paasch, Karl-Heinz Lambertz, Präsident des Ausschusses der Region und Pascal Arimont, Mitglied des Europäischen Parlaments teil. Die Veranstaltung wurde auf Deutsch durchgeführt, jedoch simultan ins Niederländische, Französische und Englische übersetzt.

Nach einem kurzen Eingangsstatement der Moderatorin, in der alle Bürger aufgefordert wurden, sich auf die europäische Grundidee zu besinnen, begann die Fragerunde, in der einige der ca. 700 anwesenden Bürger die Möglichkeit erhielten, Fragen zu stellen. Bei den gestellten Fragen ging es insbesondere um den Umgang mit der Flüchtlingskrise, die soziale Gerechtigkeit, den Brexit, den Populismus in Europa, Wirtschaft, Bildung und die Separationsbestrebungen in Katalonien.

Wenn man Bürgern die Möglichkeit gibt, mit EU-Repräsentanten zu diskutieren, ist Kritik an der EU nicht weit. Juncker wies einige Kritikpunkte aber auch entschieden zurück und konnte vor allem mit genauen Zahlen, Fakten und konkreten Projekten und Maßnahmen von der Arbeit der EU im Allgemeinen und der Kommission im Besonderen überzeugen und darstellen, was bisher in der Praxis erreicht wurde.

Zum Schluss wurde die Diskussion sehr aktuell, da das Thema Katalonien zur Sprache kam. Vor allem zwischen Pascal Arimont und Oliver Paasch wurde die Rolle Spaniens stark diskutiert. Alle Beteiligten konnten sich jedoch darauf einigen, dass sie die separatisitschen Bestrebungen kritisch sehen.

17 11 08 Justiz 1Infostand von EUROPE DIRECT Aachen

Die diesjährige zentrale deutsche Veranstaltung zum Europäischen Tag der Justiz fand im Justizzentrum in Aachen statt. Sie wurde vom Bundesamt für Justiz in Zusammenarbeit und Partnern organisiert. Schülerinnen und Schüler, Bürgerinnen und Bürger sowie Fachpublikum aus der Justiz waren eingeladen, sich mit Experten über Fragen rund um Europa, über die in Europa bestehenden Rechte sowie über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Justiz auszutauschen. Partnerländer waren die Niederlande und Belgien.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Recht im Zentrum" fand um 17 Uhr eine öffentliche Diskussion zum Thema "Ärger in der Luft – Probleme beim Fliegen" statt. Die Teilnehmer lenten die Europäische Fluggastrechteverordnung und ihre vielfältigen Möglichkeiten kennen und erfuhren, dass der Europäische Gerichtshof in Luxemburg schon häufig mit Flugreiseproblemen beschäftigt war.

Das Bundesamt für Justiz mit der "Schlichtungsstelle Luftverkehr" stellte dar, wie geschädigten Flugpassagieren in einem gemeinsam mit den jeweiligen Fluggesellschaften betriebenen Schlichtungsverfahren zu ihren berechtigten Ansprüchen verholfen werden kann.

Daneben stellte sich das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) aus dem badischen Kehl in Aachen vor. Es ist die deutsche Filiale des von der EU begründeten Netzwerks Europäischer Verbraucherzentren (ECC-Net) , die den deutschen Verbraucherinnen und Verbrauchern bei rechtlichen Auseinandersetzungen mit Unternehmen aus anderen EU-Staaten kostenlos zur Seite steht.

Das ERUOPE DIRECT Informationsbüro Aachen unterstützte die Veranstaltung mit Werbung und durch einen umfangreichen Infostand, bei dem passendes EU-Infomaterial zu den Bürger- und Verbraucherrechten sowie über den Aufbau der EU allgemein.