• Flagge Großbritannien 300
    Die Brexit-Chefverhandler der Europäischen Union und des Vereinigten Königreichs haben eine politische Einigung über ein Abkommen für eine Übergangszeit nach dem Brexit bis Ende 2020 erzielt. „Auf der Seite der Union ist es nun Sache der Mitgliedstaaten, diese Fortschritte zu bewerten“, sagte EU-Chefverhandler Michel Barnier bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem britischen Chefverhandler David Davis. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen Ende der Woche die Leitlinien verabschieden, anhand derer die EU mit dem Vereinigten Königreich den Rahmen für die künftigen Beziehungen verhandeln wird.
     
    „Unsere Absicht ist es, so schnell wie möglich voranzukommen und, sobald mir das Mandat durch die   Leitlinien des Europäischen Rates erteilt wurde, mit allen Themen der künftigen Beziehungen parallel zu beginnen. Und ich glaube sogar, dass es möglich ist, dass wir uns in diesem Zeitraum auf eine ehrgeizige künftige Partnerschaft im Bereich der Außenpolitik und der äußeren Sicherheit einigen können“, sagte Barnier weiter.
     
  • eu vertrag

    Die Europäische Kommission hat den Entwurf des Austrittsabkommens zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich veröffentlicht. Mit dem Entwurf des Austrittsabkommens wird der Gemeinsame Bericht der Verhandlungsführer beider Seiten über die Fortschritte in der ersten Phase der Verhandlungen vom 8. Dezember 2017 in konkrete Rechtsbestimmungen umgesetzt.

    Es wird ein Text für die noch offenen Fragen des Austritts vorgeschlagen, die in dem Gemeinsamen Bericht erwähnt, jedoch noch nicht im Einzelnen dargelegt sind. Darüber hinaus enthält der Entwurf den Text zum Übergangszeitraum, der auf den am 29. Januar 2018 vom Rat angenommenen Verhandlungsrichtlinien (Artikel 50) basiert.

    Der Entwurf des Austrittsabkommens besteht aus sechs Teilen – den einleitenden Bestimmungen, Bestimmungen zu den Bürgerrechten, Bestimmungen zu anderen Fragen, die im Zuge des Austritts zu klären sind, wie vor dem Austritt in Verkehr gebrachte Waren, der Finanzregelung, den Übergangsregelungen und institutionellen Bestimmungen – sowie einem Protokoll über Irland/Nordirland.
    Notfalllösung zur Vermeidung einer harten Grenze auf der Insel Irland
    Dieses Protokoll konkretisiert die dritte Option im Gemeinsamen Bericht zur Vermeidung einer harten Grenze auf der Insel Irland. Dies ist die im Gemeinsamen Bericht dargelegte Notfalllösung, die zur Anwendung kommt, wenn keine anderen gemeinsamen Lösungen gefunden werden. Dieser Entwurf des Protokolls greift den Beratungen über die beiden anderen Optionen nicht vor.
    In Artikel 49 des Gemeinsamen Berichts werden in der Tat drei Optionen aufgezeigt, um eine harte Grenze auf der irischen Insel zu vermeiden und die Nord-Süd-Kooperation, die gesamte Inselwirtschaft und den Schutz des Karfreitagsabkommens zu sichern.
    Da zwei der drei Optionen nur im Rahmen der Erörterungen über die künftigen Beziehungen in die Praxis umgesetzt werden können, wurde ein Protokoll aufgenommen, in dem rechtlich festgelegt ist, wie die dritte Option operationalisiert werden kann. Diese Option bedeutet, dass das Vereinigte Königreich die vollständige Angleichung an die Vorschriften des Binnenmarkts und der Zollunion beibehält, die jetzt oder in Zukunft die Nord-Süd-Kooperation, die Wirtschaft auf der gesamten Insel und den Schutz des Abkommens von 1998 sichern.
    Der Entwurf des Austrittsabkommens wird im Einklang mit der Transparenzpolitik der Kommission im Internet veröffentlicht. Die Kommission hat diesen Textentwurf nun vorgelegt, um zu gewährleisten, dass Zeit für Konsultationen mit den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament und anschließend für die Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich bleibt. Angesichts der Tatsache, dass das Austrittsabkommen vor dem Austritt des Vereinigten Königreichs vereinbart und ratifiziert werden muss, ist es wichtig, ausreichend Zeit für die Verhandlungen einzuplanen.

  • Europa gestalten 1 300'Europa gestalten' - Flyer laden...Europa gestalten!
    Wie soll Dein Europa in Zukunft aussehen?
    Workshops, Kneipenquiz, Talkrunde mit jungen Europa-Gestaltern und mehr

    Trotz aller Schwierigkeiten und trotz allem, was es gerade jetzt zu tun gibt: Wir leben im freisten, sozialsten und stärksten Europa, das es je gab. Was ist Europa für uns - Wertegemeinschaft, Wirtschaftsraum, Herzenssache oder etwas ganz anderes?

    18.04.2018 - Überblick...

    17 05 08 Aufbruch 10Europa-Quiz und mehr...Viele fragen sich: Kann ich Europa verändern? Wir sagen an diesem Tag: Na klar! Und wir packen wir es einfach an: In drei kreativen Workshops – Kunst, Kultur und Politik – kannst Du Dich und Deine Sicht auf Europa einbringen.
    Eingeladen sind alle Interessierten zwischen 16 und 28 Jahren.

    • Mittwoch, 18.04.2018
    • drei verschiedene Workshops um 16:00 Uhr
      in der Aachener Innenstadt
    • Abendveranstaltung und Party ab 19:00 Uhr im KingzCorner,
      Königstraße 46, 52064 Aachen

    Workshop #1 Demokratie

    'Demokratie und Verantwortung in Europa'
    Demokratie - was geht mich das an? Wo und wie erleben wir Demokratie im Alltag?
    Workshop u.a. mit Hörstationen im alten Urkundensaal
    16 bis 18 Uhr im Grashaus, Fischmarkt 3, Aachen
    Mehr Infos und Anmeldung

    Workshop #2 Kulturepochen

    'Europäische Kulturepochen'
    Welches Kulturerbe teilen wir miteinander in Europa und wie können wir dieses für die Zukunftsgestaltung nutzen?
    16 bis 18 Uhr Workshop im Haus Löwenstein, Markt 39, Aachen, danach bis 19 Uhr Stadtrundgang
    Mehr Infos und Anmeldung

    Workshop #3 Kreativität

    'Mein Europa gestalten'
    Du und Europa – was habt Ihr miteinander zu tun? Bring es kreativ zum Ausdruck und schaffe mit anderen zusammen ein Kunstwerk.
    16 bis 19 Uhr gestalterischer Workshop im Didaktikraum des Centre Charlemagne, Katschhof 1, Aachen
    Mehr Infos und Anmeldung

    Party, Pub-Quiz & mehr

    Party, Pub-Quiz, Getränke, Snacks, Musik
    Abends erwarten Dich spannende Einblicke in das, was junge Europa-Gestalter denken und tun. Dazu gibt es Musik, ein Europa-Kneipenquiz mit tollen Preisen, Austausch mit netten Leuten und vieles mehr. Wie sieht Dein Europa aus? Eingeladen sind alle Interessierten zwischen 16 und 28 Jahren.

    Im Kurzinterview werden sein:
    Martin Mödder, JEF NRW
    Florian Weyand, StädteRegion Aachen, Büro für Jugendpartizipation
    Johanna und Niklas Schiffers, Europäisches Jugendparlament
    Benjamin Fadavian, DNG Young Professionals
    Arne Bratz, Pulse of Europe, Aachen
    Alexandra Decker, AEGEE-Aachen

    Eintritt frei!

    ab 19:00 Uhr im KingzCorner,
    Königstraße 46, 52064 Aachen
    Google-Maps

    PKW-Parkmöglichkeiten im Parkhaus Annastraße und beim RWTH Gebäude Semi Temp

     

    Gut zu wissen...

    QR Code Europa gestalten 4 blau 300 webZu einem der kostenlosen Workshops bitte bis zum 18.04.2018 anmelden

    • 'Demokratie und Verantwortung in Europa'
      Demokratie - was geht mich das an? Wo und wie erleben wir Demokatie im Alltag?
      Workshop u.a. mit Hörstationen im Urkundensaal des Grashauses
      Mehr Infos und Anmeldung
    • 'Europäische Kulturepochen'
      Welches Kulturerbe teilen wir miteinander in Europa und wie können wir dieses für die Zukunftsgestaltung nutzen?
      Workshop und Stadtrundgang, beginnend im Haus Löwenstein
      Mehr Infos und Anmeldung
    • 'Mein Europa gestalten'
      Du und Europa – was habt Ihr miteinander zu tun? Bring es kreativ zum Ausdruck und schaffe mit anderen zusammen ein Kunstwerk. Gestalterischer Workshop im Didaktikraum des Centre Charlemagne.
      Mehr Infos und Anmeldung

    Veranstalter:
    EUROPE DIRECT Aachen, Karlspreisstiftung, JEF Aachen, Hochschulradio Aachen, KreaScientia, Pulse of Europe Aachen, Jugendvertreter aus dem Bildungsbüro der StädteRegion Aachen, AEGEE-Aachen e.V., Europa-Union Aachen

  • Studieren 1 300Die Kommission will im nächsten langfristigen EU-Haushalt 2021-2027 die Mittel für das Erasmus-Programm erhöhen und hat am 30. Mai eine Verdoppelung auf 30 Mrd. Euro vorgeschlagen. Das Programm bietet bereits jetzt mehreren Millionen junger Menschen in Europa die Möglichkeit, im Ausland zu studieren, eine Ausbildung zu absolvieren oder Lernerfahrungen zu sammeln – dabei erweitern sie ihren Horizont, entwickeln ein Bewusstsein für Europa und verbessern gleichzeitig ihre Zukunftschancen auf dem Arbeitsmarkt.

    Mit den doppelten Mitteln kann das Programm wichtige politische Ziele unterstützen, etwa einen europäischen Bildungsraums bis 2025 zu schaffen und die europäische Identität durch Jugend-, Bildungs- und Kulturpolitik zu stärken. Aus dem Erasmus-Haushalt im Zeitraum 2021-2027 sollen 25,9 Mrd. Euro in die allgemeine und berufliche Bildung, 3,1 Mrd. Euro in den Jugendbereich und 550 Mio. Euro in den Sport fließen.

    Jyrki Katainen, für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zuständiger Vizepräsident der Kommission, erklärte: „Wir müssen Erasmus stärken. Seit mehr als dreißig Jahren ist Erasmus eines der wichtigsten EU-Programme, weil es jedem vor Augen führt, worum es bei der Integration geht. Es ist der Inbegriff eines Europas ohne Grenzen. Mit Erasmus geben wir den jungen Menschen mehr Möglichkeiten. Deshalb schlagen wir vor, die Mittel des Programms zu verdoppeln. Jeder Euro, den wir in Erasmus investieren, ist eine Investition in unsere Zukunft – in die Zukunft eines jungen Menschen, einer Lehrkraft oder eines Auszubildenden – und in die Zukunft Europas. Als ehemaliger Erasmus-Student spreche ich aus eigener Erfahrung.“

    Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, ergänzte: „Ich bin sehr stolz, dass diese Kommission die Verdopplung des Erasmus-Haushalts vorgeschlagen hat – das ist die höchste Aufstockung von allen Programmen in unserem EU-Haushaltsvorschlag. Wir müssen etwas wagen. Ich fordere die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament auf, uns zu unterstützen, damit wir unseren Bürgerinnen und Bürgern die bestmögliche Zukunft bieten können.“

  • Studieren 3 300Zum 9. Mal lädt die Deutsche Gesellschaft e. V. Studentinnen und Studenten dazu ein, sich in einem Essay mit einer aktuellen und gesellschaftsrelevanten Fragestellung zu beschäftigen. In diesem Jahr geht es um Europa, um seine Gegenwart und Zukunft, aber auch um 100 Jahre seiner Geschichte.

    Kaum ein Thema polarisiert in den letzten Jahren so sehr wie die Gestaltung Europas und der Europäischen Union. Dabei ist die Idee eines geeinten, auf gleichen Werten basierenden Europas nicht neu und hatte bereits nach dem Ersten Weltkrieg Hochkonjunktur. So stellen viele nicht erst seit den Flucht- und Migrationsbewegungen nach Europa das Konzept eines einigen, grenzenlosen Europa in Frage.

    1918-2018: Wohin strebt Europa? So lautet die diesjährige Fragestellung des akademischen Essaywettbewerbs, zu deren Teilnahme die Deutsche Gesellschaft e. V. alle Studierenden herzlich einlädt.

    Einsendeschluss ist der 1. September 2018. Aus den eingegangenen Essays, die anonymisiert werden, wählt eine sechsköpfige Jury bis Mitte Oktober die besten Essays aus. Zu den Bewertungskriterien gehören: Originalität, Analysekraft und sprachlicher Ausdruck.

    Die drei besten Texte werden prämiert: Der 1. Platz ist mit 2.000,- €, der 2. Platz mit 1.000,- € und der 3. Platz mit 500,- € dotiert.
    Die 20 besten Essays werden im Jahr der Europawahl 2019 in einem Band als Printpublikation veröffentlicht.

  • Entwicklungshilfe 300

    Die Europäische Union wird weitere 107,5 Mio. Euro an humanitärer Hilfe für die notleidende Zivilbevölkerung im Jemen bereitstellen. Dies gab der für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides bei einer Geberkonferenz in Genf bekannt. Damit beläuft sich die Gesamthilfe der EU für den Jemen auf 438,2 Mio. Euro.

    „Alle Konfliktparteien müssen den sicheren, ungehinderten und dauerhaften Zugang der humanitären Helfer zu allen betroffenen Gebieten im Jemen sicherstellen, um Leben vor Ort zu retten. Die Einfuhr von Gütern über alle Häfen des Jemen ist unerlässlich. Es muss dringend eine politische Lösung gefunden werden, um den Konflikt, der millionenfaches Leiden erzeugt, zu beenden“, forderte Stylianides.

    Auch Neven Mimica, Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung bekräftigte die Unterstützung der EU: „Wir werden die schwächsten Gebiete unterstützen und insbesondere die Binnenflüchtlinge, indem wir sie mit lebenswichtigen Mitteln zu Überwindung der derzeitigen Krise ausstatten.“

    Die neuen Finanzmittel dienen zur Versorgung der Zivilbevölkerung mit Lebensmitteln, Unterkünften, Wasser und medizinischen sowie sanitären Einrichtungen.

    Im Jemen herrscht seit 2015 ein Krieg, der die Wirtschaft und die Infrastruktur des Landes zerstört hat. An die 22,2 Millionen Menschen sind seitdem auf Schutz und humanitäre Versorgung angewiesen.

  • Das fünfte Gipfeltreffen von Europäischer und Afrikanischer Union findet am Mittwoch und Donnerstag, den 29. und 30. November 2017 in Abidjan in der Elfenbeinküste statt. Die EU-Kommission wird durch Präsident Jean-Claude Juncker, die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und den Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, vertreten. Juncker hob vor seiner Abreise die beiderseitige Abhängigkeit bei der Bewältigung von drängenden Fragen wie Migration und Sicherheit hervor: „Was in Afrika geschieht, betrifft Europa und was in Europa geschieht, betrifft Afrika. Unsere Partnerschaft ist eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft. Es ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe, bei der wir uns gegenseitig unterstützen und dabei helfen, zu wachsen und die Welt zu einem sicheren, stabileren und nachhaltigeren Ort  zum Leben machen.“

    Die EU ist der wichtigste Partner Afrikas. Das Gipfeltreffen steht unter dem Motto „Jugend“ und widmet sich auch den besseren Berufschancen für junge Menschen auf dem Kontinent. Dies ist für Afrika und die EU eine zentrale Priorität, da 60 Prozent der Bevölkerung Afrikas jünger als 25 Jahre sind. Der Gipfel schließt damit an den Jugendgipfel vom 9. bis 11. Oktober in Abidjan an, bei dem sich junge Delegationsmitglieder mit konkreten Forderungen an die Staats- und Regierungschefs gewandt haben. Daraus ging die gemeinsame Initiative „AU-EU Youth Plug-In" hervor.

    Ziel des Gipfels ist die Intensivierung der Beziehungen, um die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben, den Frieden und Sicherheit zu stärken und für eine bessere  Zukunftsperspektive der Menschen die Investitionen in Afrika anzustoßen. Kommissionspräsident Juncker hat die Palette der traditionellen Kooperationsinstrumente um neue, innovative Instrumente erweitert und somit einen bedeutenden Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der EU und Afrika ermöglicht.

    Darüber hinaus finden verschiedene Begleitveranstaltungen im Vorfeld des Gipfeltreffens statt. So auch das 6. Wirtschaftsforum EU-Afrika am 27./28. November 2017 in Abidjan, an dem Kommissionsvizepräsident Andrus Ansip teilnehmen wird. Unternehmer, Investoren innovative Startups und auch Unternehmerinnen haben hier eine Plattform zum Austausch und für Geschäftsinvestitionen.

    Unter Präsident Junckers Führung hat die Kommission ihre traditionellen Kooperationsinstrumente um neue, innovative Instrumente erweitert und so die Zusammenarbeit der EU mit Afrika auf ein neues Niveau gebracht.

    EU übernimmt weltweite Führungsrolle bei Investitionen in die Menschen in Afrika

    Die EU ist der weltweit größte Geber von Entwicklungshilfe und humanitärer Hilfe. Bei der EU-Hilfe geht es nicht um Wohltätigkeit, sondern um eine konkrete Investition in Menschen, die im gegenseitigen Interesse liegt. Allein die Europäische Kommission wird im Zeitraum 2014-2020 insgesamt 31 Mrd. Euro an öffentlicher Entwicklungshilfe für Afrika bereitstellen. Mit dieser Unterstützung soll die Wirtschaft Afrikas gefördert werden, damit junge Menschen die Möglichkeit haben, sich eine Zukunft aufzubauen. Ferner geht es darum, die Nahrungsmittelsicherheit und den Zugang zu Energie sicherzustellen sowie eine gute Regierungsführung und die Wahrung der Menschenrechte fest zu verankern. So hat die EU-Entwicklungshilfe beispielsweise 18 Millionen Menschen in Afrika den Zugang zu Energie ermöglicht.

    EU-Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika

    In seiner Rede zur Lage der Union 2015 hat Präsident Juncker die Einrichtung dieses speziellen Fonds angekündigt, um die Ursachen von Instabilität und irregulärer Migration durch die Förderung von Geschäfts- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie der Sicherheit und Entwicklung anzugehen. Zwei Jahre später ist der mit 2,7 Mrd. Euro ausgestattete Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika mit insgesamt 117 Programmen voll in Funktion. Sein Schwerpunkt liegt bislang auf den Bereichen wirtschaftliche Entwicklung, Schaffung von Arbeitsplätzen, Regierungsführung, Ernährungssicherheit und Gesundheitsfürsorge sowie Migrationssteuerung. Präsident Juncker hat die Mitgliedstaaten aufgefordert, ergänzend zu dem Beitrag aus dem EU-Haushalt ebenfalls Mittel in Höhe von 2,7 Mrd. Euro bereitzustellen, doch bislang wurden nur 227,7 Mio. Euro zugesagt und 152,5 Mio. Euro bereitgestellt. Die Kommission hat ihre Maßnahmen zur Finanzierung auf den Tisch gelegt. Nun ist es an den Mitgliedstaaten, dasselbe zu tun.

    Investitionsoffensive für Drittländer

    Die Investitionsoffensive für Drittländer bietet moderne, neue Rahmenbedingungen zur Verbesserung der Investitionen in Afrika und der Europäischen Nachbarschaft. Mit einem Beitrag von 4,1 Mrd. Euro aus dem EU-Haushalt und dem Europäischen Entwicklungsfonds wird die Investitionsoffensive für Drittländer innovative Garantien und vergleichbare Instrumente zur Förderung privater Investitionen unterstützen, wodurch Investitionen von insgesamt bis zu 44 Mrd. Euro mobilisiert werden sollen. Wenn die Mitgliedstaaten und andere Partner ebenso viel beitragen wie die EU, könnten 88 Mrd. Euro mobilisiert werden. Die Investitionen werden in erster Linie darauf ausgerichtet sein, die soziale und wirtschaftliche Infrastruktur zu verbessern, beispielweise die kommunale Infrastruktur und bürgernahe Dienste, sowie darauf, kleine und mittlere Unternehmen sowie Projekte zur Mikrofinanzierung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen, insbesondere für junge Menschen, zu unterstützen.

    Unterstützung der Jugend

    Bei ihrer Zusammenarbeit mit den afrikanischen Partnern legt die Europäische Union einen besonderen Schwerpunkt darauf, die Jugend zu stärken und zu unterstützen. Dies umfasst Jugendförderprogramme im Rahmen bilateraler und regionaler Zusammenarbeit und das Intra-AKP-Programm für akademische Mobilität, mit dem die Zusammenarbeit in der Hochschulbildung zwischen den Staaten in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (AKP) unterstützt wird. Ziel dabei ist es, die Ausbildung und Qualifikation hochkarätiger Fachkräfte und somit letztlich die nachhaltige Entwicklung und die Armutsbekämpfung zu fördern. Das Projekt „Young People Across Borders, Cultures and Diversities“ zielt beispielsweise darauf ab, die Solidarität und die Toleranz unter jungen Menschen sowohl auf europäischer als auch auf internationaler Ebene zu fördern.

    EU-Beitrag zu Frieden und Stabilität

    Im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU werden derzeit sieben Operationen und Missionen auf dem afrikanischen Kontinent durchgeführt, um Afrika bei der Friedenserhaltung, der Konfliktverhütung, der Förderung der Rechtsstaatlichkeit sowie bei der Bekämpfung der Piraterie und des Menschenhandels zu unterstützen.

  • Bei einem Bürgerdialog mit Schülern und einer Preisverleihung der Schwarzkopf-Stiftung in Berlin hat Margrethe Vestager, EU-Kommissarin für Wettbewerbspolitik, mehr Vertrauen der Mächtigen in Europas Jugend gefordert. „Manchmal höre ich, dass junge Menschen egoistisch sind und sich ausklinken. Dass es ihnen mehr darum geht, das beste Selfie zu machen als einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Ich glaube nicht, dass das stimmt“, sagte Vestager. „Die jungen Leute geben die Demokratie nicht auf. Aber manchmal haben sie das Gefühl, dass die Demokratie sie aufgibt. Dass ihr Gefühl der Dringlichkeit nicht von denen geteilt wird, die die Macht haben.“

    Am Dienstag, 30. Januar, erhielt Vestager im Europäischen Haus in Berlin den Schwarzkopf-Europa-Preis 2018 für ihre Arbeit zum fairen Wettbewerb und zur Bürgerbeteiligung in der EU. Die Schwarzkopf-Stiftung arbeitet daran, junge Menschen für Politik zu interessieren und für den europäischen Einigungsprozess zu begeistern. 

    Jungen Menschen reiche es zum Beispiel nicht, wenn Politiker sich selbst beglückwünschen, nur weil es ihnen gelungen ist, das Pariser Weltklimaabkommen zu unterzeichnen, sagte Vestager in ihrer Dankesrede. Niemand verdiene Lob dafür, das  Offensichtliche anzuerkennen. „Die jungen Menschen wollen Maßnahmen zur Umsetzung des Abkommens in die Praxis – und genau das versuchen wir in Europa“, sagte Vestager. Junge Menschen wollen auch nicht hören, dass Ungerechtigkeit einfach zum Leben dazugehört. Sie merken, dass so etwas vor allem Mächtige sagen, die ihre Macht nicht teilen wollen. Junge Menschen „wollen, dass ihre Politiker für eine gerechtere Gesellschaft kämpfen. Und ich denke, sie haben Recht.“ 

    Der Schwarzkopf-Europa-Preis sei für sie eine „sehr große Ehre“, sagte Vestager. „Er bedeutet mir sehr viel. Denn niemand hat einen größeren Anteil an der Zukunft Europas als unsere jungen Menschen. Und diese Stiftung trägt dazu bei, dass ihre Stimmen Gehör finden.“

    Zuvor hatte Vestager in einem Bürgerdialog im „Erlebnis Europa“, der Dauerausstellung  im Europäischen Haus in Berlin, das Gespräch gesucht mit Schülerinnen und Schülern über das Thema „Die Europäische Union und Du – Demokratie lebt von Einmischung“. 

    Auf die Frage, ob die Europäische Union demokratisch sei, antwortete Vestager mit einem entschiedenen „Ja, absolut“. „Europa ist keine Kopie von irgendetwas, weder des Römischen Reiches noch der USA. Europa ist keinem Lehrbuch entsprungen. (…) Aber es funktioniert erstaunlich gut, wenn man sieht dass wir mindestens 28 verschiedene Sprachen – einschließlich der kleineren Sprachen – haben, und dass wir alle eine unterschiedliche politische Kultur haben“, sagte Vestager.

    „Wir sollten unsere Art, Europa zu organisieren, nicht als Hindernis sehen, sondern als Teil einer einzigartigen Konstruktion, durch die wir so ein wunderbarer Kontinent geworden sind.“

    Um Europa den Bürgerinnen und Bürgern näher zu bringen, müsse man zeigen, dass Europa funktioniert. Als Beispiel nannte sie die Fortschritte im Kampf gegen Steuervermeidung – auch durch das Wettbewerbsrecht. „Viele Leute denken, dass Europa nur redet und nichts tut. Ich kümmere mich auch um Steuern – die meisten Unternehmen bezahlen Steuern, aber nicht alle. Manche habe Steuervorteile von den nationalen Regierungen erhalten. Da gab es Apple, Amazon, Starbucks, oder Fiat. Offen sind derzeit Fälle mit McDonalds, Ikea und Engie. Wir sagen, Sie müssen genauso Steuern zahlen wie alle anderen. Und wenn die Menschen sehen, dass wirklich etwas geschieht, dann verändert sich die Diskussion.“

    „Die Mitgliedstaaten ändern sich“, sagte Vestager. „Länder wie Luxemburg, Zypern und Irland ändern ihre Vorgehensweise. Alle Mitgliedsstaaten haben eingewilligt, Schlupflöcher zu schließen und die Steuerbehörden enger zusammenarbeiten zu lassen.“

  • Wachstum Beschäftigung 300Eine wachsende Mehrheit der Deutschen und der Europäer schätzt die Zukunft der Europäischen Union positiv ein. Auch das Vertrauen in die Europäische Union wächst – es ist auf dem höchsten Stand seit 2010. Der Anteil der Europäerinnen und Europäer, die die Wirtschaftslage ihres Landes optimistisch beurteilen, ist deutlich gestiegen. Gleichzeitig ist die Unterstützung für den Euro so hoch wie seit 2004 nicht mehr.

    Auch in elf Nicht-EU-Ländern, wo erstmals eine solche Umfrage durchgeführt worden ist, hat die Mehrheit der Teilnehmer ein positives Bild von der EU. Richard Kühnel, der Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland, sagte zu den  Zahlen: „Das heute veröffentlichte Eurobarometer zeigt, dass das Bewusstsein der Menschen über Bedeutung und Gestaltungsmöglichkeiten der EU wieder deutlich gestiegen ist. Der Trend zu einer positiven Sichtweise auf die Zukunft Europas verfestigt sich.“

    Die Standard-Eurobarometer-Umfrage vom Frühjahr 2017 (EB 87) wurde vom 20. bis 30. Mai 2017 in persönlichen Befragungen durchgeführt. Insgesamt wurden 33.180 Personen in allen EU-Mitgliedstaaten sowie den Kandidatenländern befragt.Die Flash-Eurobarometer-Umfrage 450 „Zukunft Europas - Meinungen außerhalb der EU“ wurde in Telefoninterviews vom 20. bis zum 25. Februar 2017 durchgeführt. Es wurden insgesamt 11.035 Personen in elf Ländern außerhalb der EU befragt, darunter in China, Russland, den Vereinigten Staaten und der Türkei.

    „Mit 59 Prozent blicken mehr als die Hälfte der Deutschen optimistisch auf die Zukunft Europas. 82 Prozent der Deutschen fühlen sich als EU-Bürger“, sagte Richard Kühnel. „Dieser positive Trend zu einem gestiegenen europäischen Selbstvertrauen wird auch von Menschen außerhalb der EU bestätigt. Drei Viertel der Befragten in elf Ländern außerhalb der EU haben eine positive Meinung von Europa.“

    „Der Ansatz von Präsident Juncker, mit den Bürgern Europas über die künftige Gestaltung der EU zu reden, hat sich als richtig erwiesen. Mit zahlreichen Bürgerdialogen in Deutschland und europaweit und dem im März vorgelegten Weißbuch zur Zukunft der Union haben wir einen Prozess angestoßen, in dem die Europäer selbst darüber entscheiden, welchen Weg sie künftig einschlagen werden. Die Bürgerinnen und Bürger zeigen uns, dass sie zuversichtlich sind, dass wir unsere Zukunft zusammen gestalten können“, so Kühnel.

  • EU Flagge in Falten 300René Benden, Redakteur beim Zeitungsverlag Aachen und Moderator der Abendveranstaltung "Welches Europa wollen wir?", stellte direkt zu Anfang seinen beiden Gästen, dem Politikwissenschaftler und Armutsforscher Prof. Christoph Butterwegge und Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank, eine existenzelle Frage zur EU: "Erkennen die EU-Institutionen, dass Sie möglicherweise auf einen Abgrund zugehen?"

    Schon die Antworten auf diese Frage zeigte am Freitag, 13. April, wie deutlich die Ansichten von Butterwegge und dem ehemaligen Staatsminister der FDP in Ihren Meinungen auseinanderlagen. Butterwegge, der sich deutlich für eine soziale Europäische Union aussprach, sieht ein Versagen vor allem darin, dass die EU sich zu sehr auf die Wirtschaft und zu wenig auf die sozialen Fragen konzentriert.Im Gegensatz dazu betonte Hoyer, dass zunächst die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden müsse, um überhaupt eine stärkere Fokussierung auf soziale Fragen zulassen zu können. Hoyer führte darüber hinaus aus, dass die EU zwar generell als positiv wahrgenommen würde, nicht aber unbedingt ihre Institutionen und die Nationalstaaten zu wenig dafür täten, die EU in einem positiven Licht darstehen zu lassen. Butterwegge sprach von einer "Entfremdung der Bürger von der EU". Für ihn ist darüber hinaus im Wirtschaftszentrismus auch die Antwort auf die Frage des Erstarkens rechtspopulistischer und rechtsextremistischer Parteien überall in Europa zu finden. Die dauerhafte Stärkung des (liberalen) Marktes und die damit immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich seine ein Grund, weshalb sich immer mehr Menschen übeall in Europa dem Populismus zuwenden würden.

    In kaum einem Punkt kamen an dem Abend der Armutsforscher und der wirtschaftsliberale Hoyer zu einer Übereinkunft. Dieselben Gräben zogen sich auch durch das Publikum. Bekam Butterwegge für seine in Teilen sehr langen Ausführungen zum Sozialstaat und zu den Diskrepanzen zwischen Arm und Reich Applaus, applaudierte die andere Hälfte des Publikums bei Hoyers marktwirtschaftlich geprägten Antworten.

  • Juncker 2 300Am 13. September 2017 hält der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine Rede zur Lage der Europäischen Union vor dem EU-Parlament in Straßburg.

    Der Präsident wird die Ideen aufgreifen, die in den vergangenen Monaten in der breit angelegten Debatte über die Zukunft Europas zur Sprache gebracht wurden. Auf dieser Grundlage wird er seine persönlichen Vorstellungen zur Zukunft Europas und die Prioritäten der Kommission für die kommenden Monate darlegen. Im Anschluss findet eine Debatte mit den Abgeordneten des Europäischen Parlaments zur Lage der Union statt.

    Die Rede wird live im Ereigniskanal Phoenix (link is external) in deutscher Sprache und bei EbS live in allen Amtssprachen übertragen. Auf der Website zur Rede werden im Anschluss der autorisierte Redetext und alle weiteren Materialien veröffentlicht.

    Die Rede kann auch live mit deutscher Dolmetschung auf der Facebook-Seite der Vertretung der Kommission in Deutschland (link is external) verfolgt und kommentiert werden. Die Diskussion auf Twitter läuft unter dem Hashtag #SOTEU.

    Die im Vertrag von Lissabon verankerte Rede zur Lage der Union ist Teil der Rahmenvereinbarung über die Beziehungen zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2010, die zudem vorsieht, dass sich der Präsident in einer Absichtserklärung an den Präsidenten des Europäischen Parlaments und den amtierenden Ratsvorsitz wendet und einen detaillierten Überblick über die gesetzlichen und sonstigen Maßnahmen und Initiativen gibt, die die Kommission bis zum Ende des folgenden Jahres (in diesem Fall 2018) durchführen will.

    Die Rede zur Lage der EU wird jedes Jahr gehalten und ist eine Anlehnung an das  "State of the Union Address" in den USA. Dabei soll die Kommunikation und die Transparenz der EU verbessert und wichtige Themen angesprochen werden. In der Rede 2016 sprach Jean-Claude Juncker Themen wie Investitionen in Afrika, Europäische Grenz- und Küstenwache und Investitionen in die Jugend Europas an.

    Die Broschüre zur Rede 2016 kann unter dem Link bestellt bzw. heruntergeladen werden oder bei uns im EUROPE DIRECT Büro im Grashaus in Aachen abgeholt werden. 

     

  • Am 10. Mai wird Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron mit dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet. Das Karlspreisdirektorium würdigt damit einen mutigen Vordenker für die Erneuerungdes Europäischen Traums, der mit Leidenschaft und Zuversichtder Debatte über eine vertiefte Einigung unseres Kontinents neueDynamik gibt. Präsident Macron hat gezeigt, dass sich auch mit einer Pro-Europäischen Kampagne wieder Wahlen gewinnen lassen.

    „Wir haben vergessen, Europa zu verteidigen, wir haben vergessen uns für Europa einzubringen und zugelassen, dass sich Zweifel breitmachen“, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron letzten September in Paris in einer leidenschaftlichen Rede an der Sorbonne-Universität. Am 17. April präsentiert Macron seine Vision für die EU auch im Europäischen Parlament in Straßburg.

    Aus Macrons Sicht ist die EU in ihrem jetzigen Zustand „zu langsam, zu schwach, zu ineffizient“. Bereits letzten September machte Macron konkrete Vorschläge um Europa „krisensicherer und schlagkräftiger“ zu machen. Dazu gehören ein gemeinsamer Finanzminister für die Eurozone, eine Grenzpolizei, die überall in Europa einen wirksamen Grenzschutz gewährleisten soll, eine europäische Asylbehörde, ein europäisches Verteidigungsbudget, eine gemeinsame Interventionstruppe mit einer gemeinsamen Einsatzdoktrin, ein EU-Programm zur Finanzierung und Ausbildung von Flüchtlingen sowie eine „vollständige Integration" der Märkte Deutschlands und Frankreichs bis zum Jahr 2024.

    Emmanuel Macron, der jüngste Präsident, den Frankreich je hatte, schaffte es 2017 in wenigen Monaten, die Wähler zu mobilisieren und die Präsidentschaftswahlen mit einem pro-europäischen Kurs zu gewinnen.
    Für Macron und Frankreich ist Deutschland der wichtigste Partner in Europa.
    Zusammen mit der deutschen Kanzlerin will er beim nächsten EU-Gipfel im Juni einen gemeinsamen Fahrplan zur Reform der EU vorstellen.

    Im Rahmen der Karlspreisverleihung wird Macron auch seine Idee einer Europäischen Universität mit Studierenden der RWTH Aachen diskutieren.

  • Studieren 1 300Die Europäische Kommission hat am 22. Mai mehrere Initiativen zu Lernmobilität, stärkerer Beteiligung junger Menschen, frühkindlicher Bildung, Fremdsprachenerwerb und Kultur vorgestellt. Damit will die Kommission die Bildungsmöglichkeiten in der EU verbessern und junge Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten stärken, damit sie sich aktiver in das demokratische Leben einbringen können. Auch das Potenzial der Kultur soll stärker für den sozialen Fortschritt genutzt werden. Laut Umfragen wünschen sich die Europäerinnen und Europäer mehr Unterstützung und Austausch bei der Aus- und Weiterbildung.

    So sind mehr als 90 Prozent der Befragten in allen EU-Ländern der Ansicht, dass Studierende die Möglichkeit erhalten sollten, mit Menschen aus anderen Ländern in Netzwerken europäischer Hochschulen an Innovationsprojekten zusammenzuarbeiten. 84 Prozent der befragten jungen Menschen gaben außerdem an, dass sie ihre Kenntnisse in einer bereits erlernten Fremdsprache gerne verbessern würden und 77 Prozent würden gerne eine neue Fremdsprache lernen. Das ergab eine ebenfalls heute vorgestellte Eurobarometer-Umfrage zur Einrichtung eines europäischen Bildungsraums bis 2025.

    Jyrki Katainen, für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zuständiger Vizepräsident der Kommission, erklärte: „Nach dem Agenda-Treffen der Staats- und Regierungschefs zum Thema Bildung und Kultur auf dem Göteborger Sozialgipfel im letzten Jahr und den Schlussfolgerungen des Europäischen Rates vom Dezember hat die Kommission rasch Initiativen zu Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen, zu digitalen Kompetenzen sowie zur Förderung gemeinsamer Werte und inklusiver Bildung vorgelegt. Heute tun wir einen zweiten Schritt, mit dem wir uns auf Lernmobilität, Jugend, frühkindliche Bildung, Fremdsprachenerwerb und Kultur konzentrieren – lauter wichtige Bausteine für die Zukunft Europas.“

    Die Initiativen setzen die Arbeiten am Europäischen Bildungsraum fort, der bis 2025 abgeschlossen werden soll. Die Mitteilung skizziert Pläne für die Einführung eines Europäischen Studierendenausweises, der die Lernmobilität fördern soll, indem der Verwaltungsaufwand und die Kosten für Studierende und Bildungseinrichtungen gesenkt werden. Die Kommission plant die Umsetzung bis 2021 als sichtbares Symbol für die europäische Identität der Studierenden.

    Die Mitteilung unterstreicht auch die laufende Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und dem Bildungssektor zur Entwicklung europäischer Hochschulen. Diese europäischen Hochschulen bestehen aus nach dem Bottom-up-Prinzip errichteten Netzwerken von Universitäten und sollen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mittels langfristiger institutioneller Strategien intensivieren. Sie werden Innovation und Exzellenz vorantreiben, die Mobilität von Studierenden und Lehrkräften verstärken sowie den Fremdsprachenerwerb erleichtern. Dadurch dürfte auch die europäische Hochschulbildung wettbewerbsfähiger werden. Die Kommission plant Pilotprojekte in den Jahren 2019 und 2020 im Rahmen des Programms Erasmus+, bevor die Initiative 2021 flächendeckend ausgeweitet wird.

  • pulse of europe aachen 300Man könnte meinen, dass Pulse of Europe sich nach den vielen Karlspreis-Aktionen im Mai erst einmal zurücklehnen und erholen. Aber Europa braucht uns alle und die Aktivisten von Pulse of Europe werden nicht müde, Zeichen zu setzen und daran zu erinnern, wie wichtig dieses einzigartige Friedensprojekt ist.

    Deshalb merkt Euch jetzt schon einmal den 3. Juni 2018 vor! Wie immer treffen sich die Teilnehmenden um 14 Uhr auf dem Katschhof zu einer Kundgebung und freuen sich schon auf hochkarätige Redner - zum Beispiel auf Städteregionsrat Helmut Etschenberg und auf Euch! Das offene Mikro steht Euch wie immer zur Verfügung.

    Wenn Ihr zwischendurch Sehnsucht nach #PulseofEurope habt, trinkt doch auf das Wohl Europas - mit einem leckeren Gläschen Pulse of Europe-Sekt. Im Ratskeller gibt es für Euch noch einige Flaschen des besonderen Cuvée Vaux Brut Sekts, deren Etikett der Aachener Künstler Detlev Kellermann für Pulse of Europe gestaltet hat. Alle beteiligten Unterstützer - die Sektkellerei, der Ratskeller und der Künstler - verzichten vollständig auf ihren Gewinn, so dass fünf Euro des Kaufpreises (12,50 Euro) für jede Flasche als Spende an Pulse of Europe Aachen gehen.

  • Die diesjährige, 23. UN-Klimakonferenz in Bonn schloss am 18. November mit dem Beschluss konkreter Schritte für die Umsetzung des Pariser Abkommens. Fast 200 Länder kamen auf der Klimakonferenz zusammen, die unter dem Vorsitz Fidschis stand. Die Parteien haben konkrete Fortschritte bei der Umsetzung des historischen Abkommens von 2015 erzielt und Vorbereitungen für die UN-Klimakonferenz im kommenden Jahr in Kattowitz getroffen. Im Rahmen des Pariser Abkommens hat sich die EU verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 (Stand 1990) um mindestens 40 Prozent zu reduzieren.

    Das Pariser Abkommen legt einen globalen Rahmen für Klimaschutzmaßnahmen und den notwendigen Übergang zu einer kohlenstoffarmen Zukunft fest, um die globale Erwärmung auf deutlich unter 2°C zu begrenzen. Wie Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in seiner Rede zur Lage der Union 2017 erklärte, will die EU im Kampf gegen den Klimawandel weltweit führend bleiben. Um dieses Engagement für ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen zu bekräftigen, wird Präsident Juncker die Kommissionsdelegation auf dem „One Planet Summit" leiten, das am 12. Dezember in Paris von dem französischen Präsidenten Emanuel Macron, den Vereinten Nationen und der Weltbank ausgerichtet wird.

    Der EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie, Miguel Arias Cañete, erklärte: „Der Geist von Paris ist sehr lebendig. In Bonn haben wir in den für die EU wichtigen Fragen Fortschritte erzielt, wie zum Beispiel beim Pariser Arbeitsprogramm. Aber wir müssen in den kommenden Monaten weiter auf dieser Dynamik aufbauen, denn es liegt noch viel Arbeit vor uns, bevor wir uns im nächsten Jahr in Kattowitz treffen. Das Hauptziel muss es sein, die vor zwei Jahren in Paris vereinbarten Kurs zu halten."

    Die EU spielte auch in den zweiwöchigen Klimaverhandlungen in Bonn wieder eine zentrale Rolle. Als Zeichen der Führungsrolle bei Klimafragen hat die EU am Donnerstag angekündigt, dass sie beabsichtigt, den Doha-Abänderungsantrag des Kyoto-Protokolls bis Ende dieses Jahres zu ratifizieren. Die Doha-Änderung betrifft die zweite Periode des Kyoto-Protokolls, in der die Vertragsparteien verpflichtet werden, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 zu reduzieren. Die EU hat ihre Ziele für 2020 bereits 2016 übertroffen, indem sie ihre Emissionen um 23 % gesenkt hat.

    Konkrete Fortschritte wurden auch beim Arbeitsprogramm zur Umsetzung des Pariser Abkommens erzielt. Die Ausgestaltung des sogenannten Talanoa-Dialogs wurde in Bonn vereinbart, um eine solide Grundlage für ehrgeizige globale Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels zu schaffen. Der Dialog soll einen Raum für die Darstellung von Fortschritten und den Austausch bewährter Praktiken bei der Bekämpfung des Klimawandels bieten und Beiträge aus allen Teilen der Gesellschaft sammeln.

    Nächste Schritte

    Im Vorfeld der nächsten UN-Klimakonferenz (COP24) im Dezember 2018 in Kattowitz (Polen) wird die EU eine aktive Rolle bei einer Reihe wichtiger hochrangiger Klimaveranstaltungen spielen, beginnend mit dem "One Planet Summit" im kommenden Monat in Paris.

    Die EU wird im nächsten Jahr gemeinsam mit Kanada und China Gastgeberin des zweiten Ministertreffens über Klimaschutzmaßnahmen (MoCA) in Brüssel sein und am Petersberger Klimadialog 2018 teilnehmen.

  • Am 10. Oktober 2017 hat die EU-Kommission in Brüssel die innovativsten EU-geförderten Projekte mit den RegioStars-Awards ausgezeichnet. Diese Projekte zeigen, wie die Kohäsionspolitik die Menschen unterstützt, indem sie Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze auf regionaler Ebene schafft. Unter den fünf Gewinnern, die von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt wurden, sind auch Partner aus Düsseldorf und Dortmund.

    Der Cluster Industrielle Biotechnologie e.V. aus Düsseldorf ist Partner des prämierten Projektes "Bio Base North West Europe", in dem Experten im Bereich Bio-Innovation aus fünf Ländern zusammenarbeiten. Das Projekt unterstützt eine stärkere Kommerzialisierung von Innovationen, um Nordwesteuropa eine führende Rolle in der aufkommenden Bioökonomie einzuräumen. Das Projekt wurde mit rund 3,1 Millionen Euro aus Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

    Außerdem wurde das Dortmunder Projekt „Smart Service Power (link is external)“ ausgezeichnet. Es nutzt eine Reihe von IT-Technologien, um älteren Menschen dabei zu helfen, länger eigenverantwortlich zu Hause zu wohnen. Smart Service Power versucht, Funktionen aus den Bereichen e-Gesundheit, intelligente Haustechnik, umgebungsunterstütztes Wohnen, Notrufsysteme und Hausmeisterdienste zu integrieren. Das Projekt wurde mit 1,4 Millionen Euro aus Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Projektpartner sind die VIVAI Software AG, die Fachhochschule Dortmund, die inHaus GmbH, die Pflegedienst Hübenthal GmbH, die Dortmunder Gesellschaft für Wohnen mbH (DOGEWO21) und das Fraunhofer-inHaus-Zentrum, Duisburg.

    Von den 103 Bewerbungen wurden von einer unabhängigen Fachjury 24 Finalisten in die engere Auswahl gezogen. In der zweiten Phase wurden fünf siegreiche Projekte ausgewählt, denen die angesehene RegioStars-Trophäe von der EU-Kommissarin für Regionalpolitik Corina Creţu und dem Präsidenten der RegioStars-Jury MdEP Lambert Van Nistelrooij übergeben wurde. Dieses Jahr wurden außerdem 11937 Stimmen für den Publikumspreis abgegeben. Das Projekt Koordination zur Verbesserung der Integration von Opfern sexueller Gewalt am Arbeitsmarkt und ihrer sozialen Integration und ihrer sozialen Integration gewann auf der Grundlage der Stimmen, die es über die sozialen Medien und von den Teilnehmern der Veranstaltung erhielt. Projekt IPN TecBIS – Technology Business Innovation Sustainable Growth – Business Accelerator und Projekt  Together Beyond Silence (Don’t stay alone in the silence) erhielten eine besondere Erwähnung, weil sie großen Anklang gefunden hatten.

    Dieses Jahr traten die eingereichten Projekte in fünf Kategorien an: Intelligente Spezialisierung für Innovationen bei KMU, Energieunion: Klimaschutz, Stärkung der Position von Frauen und aktive Teilhabe, Allgemeine und berufliche Bildung und CityStars: Städte im digitalen Übergang.

    Die 24 ermittelten Finalisten stammen aus Regionen und Städten in 20 Mitgliedstaaten und einem Nachbarland: Aus Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowenien, Spanien, der Türkei und dem Vereinigten Königreich. Viele von ihnen gehen gemeinsame Herausforderungen durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit an.

    Alle Informationen zu den Projekten und den RegioStars: http://ec.europa.eu/regional_policy/de/regio-stars-awards/#1

     
  • 18 04 24 Europakonzeptionen1 300Wie soll die Zukunft für Europa aussehen? Brauchen wir ein Europa der Regionen, das Projekt 'Kerneuropa' oder gar die Vereinigten Staaten von Europa nach dem Vorbild der USA? Um diese und andere Fragen drehte sich die von Jochen Leyhe moderierte Diskussionsrunde zwischen Historiker und Politologe Siebo Janssen und den über 40 anwesenden Europa-Interessierten in der Reihe 'Europa am Dienstag'.

    Nach einer kurzen Begrüßung durch Andreas Düspohl, Leiter des Grashauses und Winfried Brömmel, Leiter von EUROPE DIRECT Aachen, begann Siebo Jansen mit einer kurzen und pointierten Einführung in die verschiedenen Europakonzeptionen. Dabei ging es vor allem um die großen Entwürfe und Zukunftsmodelle, aber auch um die vielen dafür nötigen kleineren Schritte, die zu gehen sind.

    18 04 24 Europakonzeptionen2 300Im Anschluss öffnete Jochen Leyhe die Diskussion für das Publikum. Dabei ging vor allem um die im Rahmen der Karlspreisverleihung oft thematisierte "Initiative für Europa" des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

    Diese und viele weitere Ideen wurden von den Teilnehmenden kontrovers und engagiert diskutiert. Aufgrund der vielen Wortbeiträge aus dem Publikum und der sympathischen Moderation durch das Duo Leyhe/Janssen erlebten alle Anwesenden einen spannenden und kurzweiligen Abend im Grashaus.

  • 18 03 14 Scheitert Italien 300

    "Scheitert Italien, dann scheitert Europa? Die EU nach den Wahlen in Italien" zu dieser Fragestellung diskutierten heute 40 Teilnehmer der Veranstaltungsreihe "Europa am Dienstag" im Grashaus.

    Andreas Düspohl, Leiter des Grashauses und Winfried Brömmel, Leiter des EUROPE DIRECT Informationsbüros Aachen begrüßten zu Beginn die Anwesenden. Nachdem Historiker und Politologe Siebo Jansen einen kurzen Einblick in das italienische Wahlergebnis und die möglichen Konsequenzen für Italien, aber auch für Europa gegeben hatte, entstand schnell eine Diskussion unter den Teilnehmern, die souverän von Jochen Leyhe moderiert wurde.

    In der Diskussion beschäftigte man sich in einer sehr vielfältigen Art und Weise mit der Fragestellung, unter der die Veranstaltung angekündigt worden war. Die Teilnehmer beleuchteten das Themenfeld von allen Seiten: So wurde nach den Ursachen für das italienische Wahlergebnis gesucht, welches sich durch die drei Punkte Flucht, Wirtschaftskraft und Mafia erklären lässt, aber auch nach den möglichen Auswirkungen für Italiens Position in der EU.

    Die verschiedenen Hintergründe der Teilnehmer führte dazu, dass die Diskussion besonders lebhaft wurde, so waren neben dem ein oder anderen Italienurlauber auch fachkundige Bürger aus Politik und Kultur anwesend, die dazu beitrugen, die Problematik in einen gesamteuropäischen Kontext zu stellen. Durch die Anwesenheit einiger italienischer Staatsbürger war auch die Möglichkeit gegeben, Einblicke in das Innere der italienischen Seele zu erhalten und die Problematik aus der Perspektive der Landsleute zu erfassen.

    'Welche Zukunft für EUropa? - Europakonzeptionen 2018 und ihre Chance auf Durchsetzung' 

    Europa steht wieder einmal an einem Scheideweg. Wo geht die Reise hin? Ist das Konzept der Vereinigten Staaten von Europa überhaupt noch aktuell und realistisch? Wird es noch eine immer engere Union geben? Oder liegt die Zukunft doch in einem Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten mit einem Kern, der voran schreitet?

    Der Referent Siebo Janssen steht dazu Rede und Antwort, moderiert wird der Abend von Jochen Leyhe.

  • 18 04 18 Europa gestalten 1Europa gestalten! - Wie soll deine Zukunft in Europa aussehen?

    Workshops und eine Party, ein Angebot, speziell für junge Menschen, sich mit dem Thema Europa auseinanderzusetzten. In Kooperation mit mehreren Partnerorganisationen organisierte das EUROPE DIRECT Informationsbüro Aachen, die Veranstaltung 'Europa gestalten - Wie soll Dein Europa in Zukunft aussehen?'. Der Tag bestand aus einem vielseitigen Programm bei dem die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv zur Mitarbeit aufgerufen wurden.

    Die Veranstaltung begann am Nachmittag mit zwei Workshops. Während die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im ersten Workshop sich zum Thema 'Demokratie und Verantwortung in Europa' im Grashaus austobten, bot der zweite Workshop im 'Centre Charlemagne' die Möglichkeit sich mit der Frage 'Was verbindet mich mit Europa' kreativ auseinanderzusetzen.

    18 04 18 Europa gestalten 2Am Abend bot dann das 'KingzCorner' die Gelegenheit zum Austausch und Kennenlernen der anderen Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer. In lockerer Atmosphäre konnten dabei rund 40 junge Engagierte in verschiedenen Interviewrunden mit den unterschiedlichen Europa-Organisationen in Kontakt kommen und viele interessante Aspekte ihrer jeweiligen Arbeit erfahren. Dadurch wurde ein umfassender und vielfältiger Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten sich in Aachen pro-europäisch zu engagieren aufgezeigt.Viel Spaß bereite den Gästen vor allem auch das, von der JEF (Junge Europäische Förderalisten) organisierte, Pub-Quiz. Hierbei konnte jeder nochmal sein Wissen über die Europäische Union und die verschiedenen Fassetten ihrer Ausgestaltung aus den grauen Zellen hervorkramen.

    Zum Abschluss des Abends hatten alle Gäste die Gelegenheit sich bei kalten Getränken, warmem Essen sowie guter Musik noch weiter auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

  • macron2017 300Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüßt die Kernpunkte der Europa-Rede des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, die er am 26. September in der Pariser Sorbonne-Universität gehalten hatte. „Das war eine sehr europäische Rede“, schrieb Juncker gestern auf Twitter. „Europa braucht Mut.“ Für die Unterstützung der Arbeit der europäischen Institutionen gebühre Macron Dank. Nun brauche es einen gemeinsamen Fahrplan, um die Union mit 27 Mitgliedstaaten voranzubringen. Alle Ideen sollten breit diskutiert und bei einem Gipfel im rumänischen Hermannstadt nach dem Brexit und vor den Europawahlen im Frühjahr 2019 gemeinsam beschlossen werden.

    Kommissionsprecher Margaritis Schinas sagte am Mittwoch vor Journalisten in Brüssel, die Kommission habe sich für diese Debatte stark gemacht. Mit dem Weißbuch zur Zukunft der EU hatte die Kommission im März verschiedene Szenarien präsentiert, wohin sich Europa bewegen könnte.

    „Die Rede von Präsident Macron, seine Visionen und detaillierten Vorschläge entsprechen voll und ganz unseren ehrgeizigen Zielen“, sagte Schinas. „Die Diskussionen haben begonnen.“ Dies sei genau das, was die Europäische Kommission und Präsident Juncker durch die Einleitung einer gründlichen Reflexion über die Zukunft Europas mit dem Weißbuch und den fünf Diskussionspapieren erreichen wollten. „Wir freuen uns über alle Beiträge. Wir hoffen, dass dieser Prozess noch vor den Europawahlen 2019 zu ersten Ergebnissen gelangen wird“, sagte Schinas.

    Diese Diskussion solle ab jetzt in einen strukturierten Fahrplan mit präzisen Fristen für konkrete Vorschläge eingebettet und von öffentliche Debatten in ganz Europa begleitet werden. „Die Kommission und ihr Präsident werden ihren Teil dazu beitragen“, sagte der Kommissionssprecher.