• Digitales 300

    Lieblingsserien auch im Urlaub schauen: ab 1. April können Verbraucher Online-Inhalte, die sie zu Hause abonniert haben, überall in der EU nutzen. EU-Kommission, Europäisches Parlament und die bulgarische Ratspräsidentschaft haben diese Neuerung heute (Dienstag) in einer gemeinsamen Erklärung begrüßt: „Bei all unseren digitalen Initiativen stehen die Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. Ab dem 1. April müssen sie auf Reisen in der EU nicht mehr auf ihre Lieblingsfilme, Fernsehserien, Sportsendungen, Spiele oder E-Books verzichten, die sie zu Hause digital abonniert haben. Die neuen Bestimmungen gelten für kostenpflichtige Dienste, aber auch Anbieter von kostenlosen Inhalten können sich beteiligen."

    In der gemeinsamen Erklärung von Andrus Ansip, Vizepräsident der Kommission, Kommissarin Mariya Gabriel, dem bulgarischen Minister für Verkehr, IT und Kommunikation, Ivaylo Moskovski, sowie Pavel Svoboda und Jean-Marie Cavada, Mitglieder des Europäischen Parlaments, heißt es weiter: „Von den Regelungen können auch Anbieter von Online-Inhalten profitieren. Sie müssen keine Lizenzen mehr für andere Hoheitsgebiete erwerben, in die ihre Abonnenten reisen.

    Die Beseitigung der Beschränkungen, die die Europäerinnen und Europäer daran gehindert haben, ihre Abonnements für digitale Medien und Inhalte auch auf Reisen zu nutzen, ist nach Abschaffung der Roaminggebühren, von der Verbraucher in ganz Europa seit Juni 2017 profitieren, ein weiterer Erfolg des digitalen Binnenmarkts für unsere Bürgerinnen und Bürger.

    Unsere neuen Bestimmungen tragen neuen Verhaltensweisen und Gewohnheiten der europäischen Bürgerinnen und Bürger bei der Nutzung neuer Technologien unmittelbar Rechnung. So sind beispielsweise die Ausgaben der Verbraucher für Video-Abonnementdienste zwischen 2010 und 2014 um 113 % pro Jahr und die Zahl der Nutzer zwischen 2014 und 2015 um 56 % gestiegen. Außerdem könnten schätzungsweise mindestens 29 Millionen Menschen, d. h. 5,7 % der Verbraucher in der EU, die grenzüberschreitende Portabilität in Anspruch nehmen, und ihre Zahl wird weiter wachsen –auf bis zu 72 Millionen Menschen im Jahr 2020.

    Rund 60 % der jungen Europäer erklären zudem, dass die Möglichkeit, auch auf Reisen über ihre Abonnements verfügen zu können, ein wichtiger Faktor bei der Auswahl eines Online-Abonnements ist. Die Verwirklichung der Portabilität wird diesem Anliegen gerecht, wodurch es wiederum den Anbietern erleichtert wird, die Zahl ihrer Abonnenten zu erhöhen.

    Die Einigung über die grenzüberschreitende Portabilität ist ein großartiges Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen den EU-Organen und den europäischen Unternehmen und Interessenträgern. Wir sind fest davon überzeugt, dass Sender und Plattformen dies als Chance sehen werden, die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Heute haben wir einen weiteren konkreten Schritt zur Schaffung eines echten digitalen Binnenmarkts und einer gemeinsamen europäischen digitalen Gesellschaft unternommen, die für alle Bürger zugänglich und für unsere Unternehmen rentabel ist.“

  • 16 11 09 RWTH Go Abroad FairVom 16. bis 20. Oktober 2017 findet die RWTH Go Abroad Fair 2017 statt, bei der Studierende über die Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes informiert werden. Neben der zentralen Infomesse zu studienbezogenen Auslandsaufenthalten am 16.10.2017 von 14:00 bis 18:00 Uhr im SuperC finden zahlreiche weitere Informations- und Netzwerkveranstaltungen im Lauf der Woche statt.

    Neben dem International Office der RWTH bieten auch einzelne Fakultäten, das Career Center, das Sprachenzentrum, das Alumni-Team und externe Organisationen Informationen rund um das Thema an. Auch das Team von EUROPE DIRECT Aachen ist mit einem Infostand bei der Messe vertreten.

    Die Messe findet von 14 bis 18 Uhr im 6. Obergeschoss des Super C statt. Darüberhinaus gibt es ein Rahmenprogramm vom 16. bis 20. Oktober: Es besteht aus zahlreichen Veranstaltungen, die sich mit speziellen Themen rund um Auslandsaufenthalte beschäftigen. Diese bieten zum Beispiel gezielte Beratung für Studierende der jeweiligen Fakultäten, spezielle Beratung für bestimmte Länder oder Kontinente, Beratung über die Art des Aufenthaltes und die Möglichkeit Personen mit Auslandserfahrung kennenzulernen.

  • 17 09 25 St Ursula 1Heute informierte das Team von EUROPE DIRECT Aachen 35 Oberstufenschüler am St. Ursula Gymnasium über mögliche Wege ins Ausland.

    Heute gehört es im Berufsleben zum guten Ton, in seiner Schulzeit, im Studium oder während der Ausbildung Zeit im Ausland verbracht zu haben. Doch viele scheuen diesen Schritt, da der Weg dorthin als zu schwierig angesehen wird. Aus diesem Grund ist es wichtig junge Menschen schon früh diesbezüglich zu informieren und ihnen so die Ängste zu nehmen.
    Zu diesem Thema fand am 25. September 2017 eine Infoveranstaltung im St. Ursula Gymnasium in Aachen statt, gehalten von Mitarbeitern des EUROPE-DIRECT Informationsbüro in Aachen.

    Die anwesenden Schülerinnen und Schüler wurden zuerst über EUROPE-DIRECT, dessen Aufgaben, Standort und Mitarbeiter, informiert. Anschließend wurden die verschiedenen Möglichkeiten eines Auslandsaufenthalts vorgestellt, und warum ein Auslandsaufenthalt gemacht werden sollte. Dabei wurden vorweg die Vorteile der europäischen Freizügigkeit betont, welche einen Auslandsaufenthalt innerhalb der Europäischen Union sehr einfach gestalteten.

    Die danach vorgestellten Möglichkeiten erstreckten sich von klar strukturierten Sprachreisen von ca. zwei Wochen Umfang, Auslandsstudium, Work and Travel, Freiwilligendienst, Au Pair, Praktika oder Ausbildungen im Ausland. Bei den jeweiligen Möglichkeiten wurden auch die zuständigen Veranstalter und Förderer genannt, deren Broschüren den Zuhören als Infomaterial zum Mitnehmen zur Verfügung standen.
    Das hohe Interesse der Schüler an dem Thema zeigte sich auch durch einige Nachfragen, insbesondere der Finanzierung durch Stipendien oder Auslands BAföG aber auch zu den Auswirkungen des Brexits auf das Erasmus-Programm.

    Der Vortrag bildete den Auftakt für die Reihe " Überbrückungsmöglichkeiten nach der Schule". Die folgenden Vorträge werden auch im St. Ursula Gymnasium an verschiedenen Tagen stattfinden und sich mit den einzelnen Bereichen wie Work and Travel, Au Pair, Freiwilligendienst etc. beschäftigen.

  • Urlaub EU 300Ab diesen Sommer können 15.000 jungen Menschen über die neue EU-Initiative „DiscoverEU“ einen Monat lang durch Europa reisen. Mit einem Budget von 12 Mio. Euro 2018 ausgestattet, soll die Initiative, die vom Europäischen Parlament vorgeschlagen wurde, insgesamt mindestens 20.000 jungen Menschen die Chance geben, die kulturelle Vielfalt unseres Kontinents und seine Menschen kennenzulernen und so herauszufinden, was Europa vereint.

    Die Teilnehmer können bis zu 30 Tage unterwegs sein und ein bis vier Ziele im Ausland besuchen. Da 2018 das Europäische Jahr des kulturellen Erbes ist, können die Reisenden auch an den vielen europaweiten Veranstaltungen zum Kulturerbe teilnehmen.

    In einer ersten Bewerbungsrunde werden die ersten 15.000 Teilnehmer ausgewählt. Wer Interesse hat, kann sich im Zeitraum von zwei Wochen im Juni über das Europäische Jugendportal bewerben. Bewerber müssen 18 Jahre alt sein am 1. Juli 2018, Bürgerinnen oder Bürger eines EU-Landes und bereit sein, diesen Sommer auf Reisen zu gehen.

    Eine Jury wird die ersten 15.000 Teilnehmer auswählen. Eine zweite Auswahlrunde wird möglicherweise in der zweiten Jahreshälfte organisiert, auf der Basis der verbliebenen Mittel und dem Feedback der Teilnehmer in diesem Sommer.

  • Urlaub EU 300An der ersten Runde der von der EU-Kommission ins Leben gerufenen Initiative DiscoverEU haben über 100.000 Jugendliche aus allen Mitgliedstaaten teilgenommen. 15.000 von ihnen haben gewonnen und können mit den DiscoverEU-Reisepässe 30 Tage lang ein bis vier Ziele in anderen EU-Ländern besuchen. Eine zweite Bewerbungsrunde mit bis zu 10.000 Tickets findet im Herbst 2018 statt. „Ich freue mich, dass in Kürze 15.000 junge Menschen die frohe Nachricht von ihren erfolgreichen Angeboten für einen DiscoverEU-Reisepass erhalten werden. Ich bin zuversichtlich, dass ihre Erfahrungen in diesem Sommer eine positive Veränderung in ihrem Leben bewirken werden“, sagte der Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Tibor Navracsics.

    Die Gewinner erhalten am 28.Juni von der EU-Kommission die Gewinn-Benachrichtigung. Kommissar Navracsics freute sich über die große Entdeckungslust der jungen Menschen: „Das Interesse junger Menschen in ganz Europa an dieser Initiative ist enorm, und ich hoffe, dass noch viel mehr von ihnen diese Reisemöglichkeit im Laufe dieses Jahres und darüber hinaus nutzen werden.“

    Die 15.000 Empfänger werden nun kontaktiert, damit sie ihre Reisen buchen können. Sie reisen allein oder in Gruppen von maximal fünf Personen bis zu 30 Tage lang zwischen einem und vier europäischen Zielen außerhalb ihres Heimatlandes. Alle Reisen beginnen zwischen dem 9. Juli und dem 30. September 2018. In der Regel reisen die Jugendlichen mit der Bahn, in Ausnahmefällen auch mit alternativen Verkehrsmitteln.

    Da 2018 das Europäische Jahr des Kulturerbes ist, haben die Reisenden die Möglichkeit, an den Veranstaltungen teilzunehmen, die im Rahmen des Jahres im Sommer organisiert werden.

    Interessierte konnten sich vom 12. bis 26. Juni 2018 bewerben. Dazu mussten sie einige Angaben zur Person und zu ihrer geplanten Reise machen. Danach mussten sie fünf Quizfragen beantworten, die alle mit dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 und den EU-Jugendinitiativen zusammenhängen. Abschließend musste noch eine Stichfrage beantwortet werden, um der Kommission für den Fall, dass es mehr Bewerbungen mit richtigen Antworten als Travel-Pässe gibt, die Erstellung einer Rangfolge zu ermöglichen

  • Air Berlin: Airline stellt Insolvenzantrag - Damit müssen Fluggäste jetzt rechnen
    Hinweise vom Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ)

    Deutschlands zweitgrößte Fluglinie ist pleite. Ein entsprechender Antrag wurde am 15.08.2017 beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg gestellt. In einer ersten Stellungnahme sicherte die Bundesregierung der Fluggesellschaft einen Übergangskredit in Höhe von 150 Millionen Euro zu, mit dem der Flugverkehr für die nächsten drei Monate gesichert sei. Was Reisende jetzt wissen müssen.

    Schon seit einigen Monaten kriselt es bei der Fluggesellschaft. Leidtragende waren dabei viel zu oft die Passagiere, die die Probleme der Airline unmittelbar zu spüren bekamen. „Seit Jahresbeginn sind 176 Beschwerden von Air Berlin-Reisenden aus ganz Europa bei uns eingegangen. Neben Flugverspätungen und Annullierungen, sind vor allem immer wieder verlorengegangene Gepäckstücke der Hauptbeschwerdegrund“, erklärt André Schulze-Wethmar, Jurist beim Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ).

    EVZ fordert Insolvenzschutz bei selbstständig gebuchten Flügen

    Pauschalreisende kommen im Falle einer Insolvenz besser weg als Reisende, die den Flug selbstständig gebucht haben. Grund hierfür ist die EU-Pauschalreiserichtlinie. Kommt es zu einer Annullierung, muss der Reiseveranstalter, bei dem die Reise gebucht wurde, für Ersatz sorgen. Selbstbucher schauen hingegen in die Röhre und bleiben meist auf ihren Kosten sitzen.

    „Es wird endlich Zeit, dass der Verbraucherschutz, der seit 30 Jahren für Pauschalreisen eine Selbstverständlichkeit ist, auch auf einzeln gebuchte Flüge ausgedehnt wird. Es kann nicht sein, dass Verbraucher die Fehler bei Misswirtschaft der Airlines selbst ausbaden müssen“, sieht Bernd Krieger, Leiter beim Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland, dringenden Nachholbedarf.

    So sollten sich Verbraucher jetzt verhalten:

    • Bitte nicht voreilig stornieren. Der Flugbetrieb soll schließlich fortgeführt werden. Wenn man von sich aus storniert, kann der Ticketpreis in der Regel nicht zurückgefordert werden, sondern allenfalls die Steuern und Gebühren.
    • Die EU-Fluggastrechte bei Flugverspätung und Annullierung gelten weiterhin. Verbraucher können in der Regel die Zahlung einer Entschädigung verlangen.
    • Grundsätzlich sollten Verbraucher bedenken, dass es von nun an schwer wird, Geld zurückzubekommen. Abgesehen davon ist zurzeit noch nicht klar, wie das Insolvenzverfahren durchgeführt wird. Leider gehen Kunden insolventer Airlines oft leer aus.

    Weiterführende Internetlinks

  • EU Kind Strand Ball 300Pünktlich zu den Sommerferien möchte das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland auf seine kostenlosen Reise-Apps aufmerksam machen. Für alle EU-Länder sowie Norwegen und Island bieten sie viele Informationen und praktische Tipps. Der Vorteil: Die Apps funktionieren offline. Urlauber sind also nicht auf einen Internetzugang angewiesen.

    Urlaub sollte eigentlich Erholung bedeuten. Doch was, wenn der Flug verspätet, das Mitbringsel defekt ist, oder man nicht alles mitgenommen hat, was man als Autofahrer braucht? Diese drei Apps des Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e.V. helfen weiter:

    „ECC-Net: Travel App“ – Verbraucherrechte für unterwegs
    Ärger mit dem verspätetem Flug, dem Mietwagen oder einem nicht verfügbaren Hotelzimmer kann einem schnell die Urlaubsfreude nehmen. Für gut 100 verschiedene Situationen erklärt die App Verbrauchern ihre Rechte und was vor Ort zu tun ist. Das Besondere: Die passenden Sätze können in 25 europäischen Sprachen abgerufen werden.

    „Mit Erfolg reklamieren“ – App über Gewährleistung in Europa
    Wer den Auslandsurlaub zum Shoppen nutzt und im Anschluss Mängel an der Ware feststellt (beim gekauften Kleid geht z. B. die Naht auf, oder der Elektrorasierer ist defekt) findet in dieser App Antworten rund um das Thema Gewährleistung. Wenige Klicks genügen und der Kunde weiß, wie im jeweiligen Land die Reparatur einzufordern ist, wann es einen Preisnachlass gibt und welche Fristen eingehalten werden müssen.

    „Mit dem Auto ins Ausland“ – Reisebegleiter für Autofahrer
    Damit bei Autofahrten ins Ausland keine Unsicherheit aufkommt, informiert die App zu Themen wie Tempolimit, Maut, Tanken, Verkehrsregeln oder Panne und Unfall. Nutzer können alle Informationen passgenau für das jeweilige Reiseland und ihre individuelle Situation auswählen (Fahrt mit PKW, Wohnwagen, Reisen mit Kindern oder Haustieren). Eine Checkliste hilft zudem dabei, sich gut vorbereitet auf den Weg zu machen.

    Die vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) geförderten Apps sind im iTunes Store und Google Playstore erhältlich.

  • EU Reisepass 2 300Kakerlaken im Zimmer? Baustelle statt Pool? Zug zum Flug verspätet? Dank der EU haben Sie Rechte, wenn Sie eine Pauschalreise gebucht haben. Diese ändern sich zum 1. Juli 2018. Dann gelten europaweit einheitliche Vorschriften. Was sich ändert und wie Sie zu Ihrem Recht kommen, erklärt die neue, kostenlose Broschüre „Auf Pauschalreise durch Europa – Ihre Rechte kurz und knapp“ des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland.


    Was gilt für Buchungen ab dem 1. Juli 2018?

    • Reisende können sich nun auch beim Reisevermittler, z. B. dem Reisebüro, beschweren.
      Der Reisepreis darf bis 20 Tage vor Reisebeginn um 8 % erhöht werden. Aber nur, wenn dies vertraglich vorgesehen ist und z. B. erhöhte Treibstoffkosten das erfordern. Im Gegenzug kann der Urlauber eine Preissenkung verlangen, falls die Preise fallen.
    • Ferienhäuser, die beim Reiseveranstalter gebucht werden, fallen nicht mehr unter das Pauschalreiserecht. Es gilt das Mietrecht des jeweiligen Landes.
    • Tagesreisen, die mehr als 500 Euro kosten, zählen als Pauschalreise.
    • Besserer Schutz bei verbundenen Reiseleistungen: Sie gehen ins Reisebüro, wählen z. B. Flug und Hotel getrennt voneinander aus, erhalten jeweils eine Rechnung. Wenn Sie direkt ans Reisebüro bezahlen, sind Sie gegen dessen Insolvenz geschützt. Aber nicht gegen die der Airline oder des Hotels.
    • Click-Through-Buchungen fallen unter das Pauschalreiserecht. Beispiel: Sie buchen über ein Buchungsportal eine Reiseleistung, z. B. den Flug, gelangen über einen Link auf die Seite eines anderen Anbieters. Hier buchen Sie innerhalb von 24 Stunden die nächste Leistung, z. B. das Hotel. Bei solchen Verträgen sind Sie sowohl gegen die Insolvenz des Buchungsportals, das in diesem Fall zum Reiseveranstalter wird, als auch der Airline und des Hotels geschützt.


    • Europäisches Verbraucherzentrum
    • Der neue Flyer zu Pauschalreisen
    • Kurzlink auf diesen Artikel: http://bit.ly/Pauschalreise_Rechte
  • Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz informiert

    Immer mehr Städte in Frankreich führen aufgrund zu hoher Feinstaubwerte Umweltzonen ein. Ab 1. November kommt die Plakettenpflicht nach Straßburg. Umweltzonen gibt es bereits in Paris, Lyon, Grenoble und Lille. Weitere Städte werden nachziehen. Auch deutsche Autofahrer benötigen die Plakette, die inklusive Versand 4,80 Euro kostet.

    Keine einheitliche Regulierung in Sicht
    "Wir bedauern es sehr, dass es keine einheitliche europäische Umweltplakette gibt, die in der gesamten EU ihre Gültigkeit hat", sieht Dr. Martine Mérigeau, Vorstand beim Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e. V. (ZEV), die unterschiedlichen Regulierungen kritisch. "Oft klebt auf der Windschutzscheibe schon der Sticker eines Automobilclubs sowie der Maut-Aufkleber für Österreich oder die Schweiz. Wenn das so weitergeht, ist das Sichtfeld bald vollständig eingeschränkt."

    Für wen ist die Plakette Pflicht?
    Die französischen Kommunen können frei entscheiden, ob die Plakettenpflicht ganzjährig, zum Beispiel in Paris, oder nur bei Feinstaubalarm, zum Beispiel im Großraum Lille, gilt. In beiden Fällen müssen sowohl französische als auch ausländische Fahrzeuge, also Pkw, Motorräder, Busse und Lkw, in einer Umweltzone die Plakette an der Windschutzscheibe haben.

    Sechs unterschiedliche Plakettenfarben
    Je nach Fahrzeugtyp und Schadstoffklasse gibt es die Plakette in sechs unterschiedlichen Farben: Grün, Violett, Gelb, Orange, Rot und Grau. Keine Plakette gibt es für:
    -Motorräder ohne EURO-Norm und Erstzulassung vor dem 1. Juni 2000
    -Pkw, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge unter 3,5 Tonnen mit EURO 1 beziehungsweise ohne EURO-Norm und Erstzulassung vor dem 1. Januar 1997 (Pkw) beziehungsweise 1. Oktober 1997 (leichte Nutzfahrzeuge)
    -Lkw, Busse und Wohnmobile über 3,5 Tonnen mit EURO 1,2 oder ohne EURO-Norm und Erstzulassung vor dem 1. Oktober 2001

    Wer ohne die Plakette in eine Umweltzone fährt, muss in Zukunft mit einem Bußgeld rechnen. Für Leichtfahrzeuge (unter 3,5 Tonnen) beträgt das bis zu 68 Euro. Bei Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen sogar bis zu 135 Euro.

    Wie kommen Verbraucher an die Umweltplakette?
    Fahrzeughalter können die Plakette über die Website des französischen Umweltministeriums für 4,80 Euro (inklusive Porto ins Ausland) bestellen: www.certificat-air.gouv.fr/de/demand .
    Für die Bezahlung wird eine Kreditkarte benötigt.
    Das ZEV rät vom Kauf bei Drittanbietern ab, da diese meist hohe Bearbeitungskosten in Rechnung stellen und letztlich macht der Drittanbieter nichts anderes, als die Plakette über das Ministerium zu kaufen.

  • 13-03-22-Baldur_Jahn_1EUROPE DIRECT informiert über Europa- und Wissenschaftsstadt Aachen

    Heute waren 25 Besucher im Sitzungssaal des Haus Löwensteins zu Gast und informierten sich unter dem Titel "Aachen: Kaiserstadt mitten in Europa" über die Arbeit des Aachener EUROPE DIRECT Informationsbüros sowie über Aachen als Europa- und Wissenschaftsstadt.

    Winfried Brömmel, Leiter von EUROPE DIRECT Aachen, präsentierte den Besuchern sowohl die Wirtschaftsgeschichte der Aachener Region als auch die vielen städtischen Vernetzungen und Kooperationen in der Euregio Maas-Rhein und dem gesamten Europa. Er erläuterte an konkreten Beispielen die Umsetzung von EU-Fördermaßnahmen und die hier gelebte so genannte Freizügigkeit, also das Recht jeden EU-Bürgers, in einem anderen EU-Land zu leben und zu arbeiten.

    Die Gäste, die an einem Bildungsurlaub teilnahmen, der von Baldur Jahn von Hamburg aus organisiert wurde, waren sehr interessiert und diskutierten mit Herrn Brömmel über die Herausforderungen in Europa am Beispiel Aachens. Das ausgelegte Informationsmaterial vervollständigte einen interessanten und spannenden Vormittag und wurde von den Gästen rege in Anspruch genommen.

  • Brücke 300Zwischen dem 12. und 26. Juni können  sich junge Menschen um eines der 15.000 Tickets bewerben, das sie zwischen Juli und Ende Oktober 2018 auf Entdeckungsreise durch Europa führt. Dank DiscoverEU werden sie die Vielfalt und den Kulturreichtum Europas erleben, neue Freundschaften schließen und sich ihrer europäischen Identität bewusst werden können.

    Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, erklärte: „DiscoverEU ist eine hervorragende Gelegenheit für junge Menschen, auf einer persönlichen Reise Europa kennenzulernen, wie es kein Buch und keine Dokumentation zu vermitteln vermögen. Ich bin mir sicher, dass diese Erfahrung nicht nur das Leben der jungen Menschen bereichern wird, sondern auch die Gemeinschaften, die sie besuchen. Der morgige Tag markiert den Beginn von 15 000 unvergesslichen Abenteuern in Europa, denen Ende dieses Jahres und in den nächsten Jahren noch viele weitere folgen werden.“

    Bewerber müssen am 1. Juli 2018 das 18. Lebensjahr vollendet haben, EU-Bürger sein und in diesem Sommer reisen wollen. Im Rahmen von DisoverEU können junge Menschen allein oder als Gruppe (höchstens fünf Personen) reisen. Sie werden vor allem mit dem Zug unterwegs sein. Um jedoch in möglichst viele Regionen des Kontinents reisen zu können, dürfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Sonderfällen auch andere Verkehrsmittel wie Busse, Fähren oder – ausnahmsweise – das Flugzeug benutzen. So sollen auch junge Menschen teilnehmen können, die in entlegenen Gebieten oder auf Inseln der EU leben.

    Die Bewerber müssen ihre personenbezogenen Daten angeben und genauere Angaben zu ihrer geplanten Reise machen. Außerdem müssen sie fünf Quizfragen zum Europäischen Kulturerbejahr 2018, zu EU-Jugendinitiativen und zu den anstehenden Europawahlen beantworten. Am Ende sollen sie in einer Zusatzfrage schätzen, wie viele junge Menschen sich bewerben werden. Anhand der Antworten wird die Europäische Kommission die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auswählen. Die Reise muss zwischen dem 9. Juli und dem 30. September 2018 angetreten werden. Sie kann bis zu 30 Tage dauern und in bis zu vier andere EU-Länder führen.

    Dank des Budgets von 12 Mio. Euro für das Jahr 2018 sollen mindestens 20.000 junge Menschen in diesem Jahr die Gelegenheit im Rahmen von DiscoverEU erhalten, Europa zu bereisen. Jedem EU-Mitgliedstaat wurde entsprechend dem Bevölkerungsanteil an der EU-Gesamtbevölkerung eine bestimmte Zahl von Travel-Pässen zugewiesen. In der ersten Bewerbungsrunde, die morgen startet, sollen mindestens 15.000 Travel-Pässe vergeben werden. Eine zweite Runde mit mindestens 5000 Tickets ist für Herbst 2018 geplant.

    Die Kommission möchte diese Initiative ausbauen und hat sie daher in ihren Vorschlag für das nächste Erasmus-Programm aufgenommen. Wenn das Europäische Parlament und der Rat dem Vorschlag zustimmen, werden zwischen 2021 und 2027 voraussichtlich weitere 1,5 Millionen Achtzehnjährige auf Reisen gehen können. Dafür werden 700 Mio. Euro in den Haushalt eingestellt.

    DiscoverEU beruht auf einem Vorschlag des Europäischen Parlaments, das die Finanzierung für 2018 im Rahmen einer vorbereitenden Maßnahme zur Verfügung gestellt hat. Die Initiative richtet sich an Achtzehnjährige, weil dieses Alter den Übergang zum Erwachsensein markiert.

    Die Europäische Kommission möchte wissen, wie es den jungen Reisenden ergeht, und wird sie bitten, von ihren Erfahrungen und Abenteuern zu berichten. Die erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerber werden deshalb Teil der DiscoverEU-Community werden und als Botschafter für die Initiative werben. Sie sollen über ihre Reiseerlebnisse berichten, beispielsweise in sozialen Medien wie Instagram, Facebook und Twitter oder durch Vorträge in ihrer Schule oder ihrer lokalen Gemeinschaft.

  • Schienen 300Die niederländische 'EurekaRail' arbeitet an der Realisierung des Dreiländerzugs, einer direkten Bahnverbindung Lüttich – Maastricht – Heerlen – Aachen. Eine attraktive, Staatsgrenzen überschreitende Alternative im Bereich öffentlicher Verkehrsmittel, die die führenden Wirtschaftszentren in der Grenzregion verbindet. Die ersten Züge sollen bereits Ende 2018 von Maastricht nach Aachen fahren.

    Mit allen damit einhergehenden Vorteilen z. B. für Pendler, Studentenaustausch, Kulturgenießer und Verwandtenbesuche. Zugleich entsteht für den international reisenden Fahrgast eine ausgezeichnete Verbindung zwischen dem niederländischen Bahnnetz und den internationalen Hochgeschwindigkeitslinien von Aachen und Lüttich aus. Derzeit liegt nur ein fragmentiertes Bahnangebot mit verschiedenen Verkehrsunternehmen vor. Fahrgäste müssen auf dieser Strecke mehrmals umsteigen, wobei die Fahrpläne oft unzureichend aufeinander abgestimmt sind. Zudem gibt es für jedes Verkehrsunternehmen eigene Kartenarten und Verkaufswege.

    Das Projekt 'EurekaRail' soll dabei in Zukunft eine Umstiegsfreie Reise im Dreiländereck ermöglichen. Hierbei soll eine schnelle, eng getacktete und komfortable Verbindung der beiden Universitätsstädte und Kulturzentren Aachen und Maastricht erreicht werden. Die Vorbereitung zu diesem Projekt laufen auf niederländischer Seite bereits auf Hochtouren.

    Die EU fördert dieses Projekt mit rund 28 Millionen Euro. Diese werden aktuell unteranderem für die Gleisverdopplung und Elektrifizierung der Strecke Herzogenrath - Landgraaf und zur Abstimmung mit den verschienden Partnern auf allen Seiten genutzt. So soll die Grenzregion im Dreiländereck in zukunft noch enger zusammenwachsen.

  • Handel Juncker Plan 300Die Preise für die Zusendung im Ausland gekaufter Geschenke und Waren können künftig von Verbrauchern viel leichter verglichen werden: die EU-Kommission, das Parlament und der Rat haben sich auf eine transparentere und bezahlbare Gestaltung der Preise für grenzüberschreitende Paketzustelldienste und auf eine stärkere Regulierungsaufsicht auf dem EU-Paketzustellmarkt geeinigt.

    Die neue Verordnung ist Teil der Initiativen der Kommission zur Förderung des Internethandels. Sie gibt Verbrauchern und Unternehmen, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, die Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen einfacher und sicherer online zu kaufen und anzubieten, und das EU-weit.

    Andrus Ansip, Vizepräsident für den digitalen Binnenmarkt, erklärte dazu: „Hohe Zustellpreise sind ein großes Problem für Verbraucher und Unternehmen, insbesondere für die KMUs. Mit größerer Transparenz und einer stärkeren Rolle der Regulierungsbehörden gehen wir dieses Problem nun an. Dies ist ein weiterer Erfolg bei der Entwicklung des Internethandels in der EU, nach einer Reihe von Vereinbarungen für einen stärkeren Verbraucherschutz, einer Vereinfachung der Mehrwertsteuervorschriften und der Bekämpfung ungerechtfertigten Geoblockings. Ich danke dem Europäischen Parlament und dem estnischen Ratsvorsitz für ihre Bemühungen, diese Einigung zu erzielen.“

    Elżbieta Bieńkowska, die für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU verantwortliche Kommissarin, fügte hinzu: „Millionen von Bürgerinnen und Bürgern in Europa entscheiden sich für den Online-Kauf ihrer Geschenke. Sie werden jedoch immer noch mit vielen Hindernissen konfrontiert, darunter hohen Zustellungsgebühren und unklaren Rückgabe-Optionen. Mit der heute erzielten Einigung sind wir der Lösung einen Schritt näher. Denn die Verbraucher und Unternehmen können nun den größtmöglichen Nutzen aus dem EU-Binnenmarkt und dem grenzüberschreitenden Internethandel in der EU ziehen.“

  • 10-07-06-EU_Rechte_ReisendeEU hat Info-Kampagne für Reisende gestartet

    Rechtzeitig zur Feriensaison hat die Europäische Kommission begonnen, mit Postern und Flyern an Bahnhöfen und Flughäfen auf die Rechte von Reisenden aufmerksam zu machen.

    Egal ob Flug weg oder Bahn zu spät, Reisende haben dank europäischer Regelungen nämlich viele Rechte. Für eine bessere Information sorgt ab Juli die neue europaweite Aufklärungskampagne der EU-Kommission. Zusätzlich zu Postern und Infoblättern an Flughäfen und Bahnhöfen soll eine neue Webseite Klarheit schaffen.

    "Wir möchten, dass sie möglichst einfach verreisen können und dabei stets wissen, welche Rechte sie haben und an wen sie sich bei Problemen wenden können", sagte Kommissions-Vizepräsident und Verkehrskommissar Siim Kallas.

    Seit 2005 legen die EU-Fluggastrechte fest, worauf die Passagiere Anspruch haben, wenn während der Reise etwas schief geht, sei es Verspätung des Fluges oder fehlendes Gepäck.

    Im vergangenen Jahr hat die EU außerdem die Rechte der Bahnreisenden gestärkt. Bei großen Verspätungen müssen die Bahnen ihren Reisenden eine Entschädigung zahlen.  Außerdem garantieren die EU-Rechte die Gleichbehandlung von Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität.

  • Klassisches Reisestipendium und Inter Rail Global-Pass

    Europa entdecken und erkunden! Durch die Reisestipendien der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa erhalten Jugendliche die Chance, die europäischen Nachbarländer kennenzulernen, ihre Kultur zu verstehen und sich während der Reise mit dortigen politischen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Wichtig ist, dass diese Entwicklungen jeweils im Kontext der Beziehungen des Gastlandes zur Europäischen Union betrachtet werden. Bewerberinnen und Bewerber für das Reisestipendium in Höhe von 550€ müssen zwischen 18 und 26 Jahre alt sein und als eine der Vergabebedingungen einen Reisebericht mit ihrem gewählten Thema verfassen, der dann auf der Homepage der Schwarzkopf-Stiftung veröffentlicht wird. Zudem vergibt die Stiftung, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn, schon seit dem 1. März 2009 ein zusätzliches Reisestipendium im Form des Inter Rail Global-Passes im Wert von 422€, der für 30 europäische Länder, einschließlich der Türkei gilt.

    Interessierte können ihre Bewerbungen für die Stipendien der Schwarzkopf-Stiftung bis zum 01. März und 01. September (Poststempel) per Post oder Mail zukommen lassen.

  • Unfall 300Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle auf Europas Straßen ist leicht zurückgegangen. Das belegen die Daten, die die EU-Kommission am Dienstag, 10. April veröffentlicht hat. 

    2017 kamen in der EU 25.300 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben – das waren 300 weniger als 2016 (dies ist ein Rückgang um 2 Prozent) und 6.200 weniger als 2010 (dies ist ein Rückgang um 20 Prozent). Mit durchschnittlich 49 Straßenverkehrstoten je eine Million Einwohner waren Europas Straßen 2017 nach wie vor die weltweit sichersten.

    Die wenigsten Verkehrstoten verzeichnet Schweden mit 25 Straßenverkehrstoten je Million Einwohner, die höchste Zahl Rumänien mit 96 Verkehrstoten je eine Million Einwohner. Die größten Fortschritte hat Estland gemacht; dort ist die Zahl um 32 Prozent innerhalb eines Jahres gesunken. Deutschland verzeichnet 38 Verkehrstote je Million Einwohner, was einen Rückgang um 1 Prozent 2017 im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Diese Entwicklung ist zwar ermutigend, doch dürfte es sehr schwierig sein, das EU-Ziel, die Anzahl der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten zwischen 2010 und 2020 zu halbieren, noch zu erreichen.

    Die für den Verkehr zuständige Kommissarin Violeta Bulc sagte: „Im letzten Jahr verloren 25 300 Menschen auf unseren Straßen ihr Leben, noch mehr erlitten Verletzungen, die ihr ganzes Leben veränderten. Hinter diesen Zahlen verbergen sich viele leid- und schmerzvolle Geschichten. Die Verantwortung für die Straßenverkehrssicherheit wird natürlich gemeinsam mit den Mitgliedstaaten wahrgenommen, doch ich glaube, dass die EU noch mehr tun kann, um die Europäerinnen und Europäer besser zu schützen. Die Kommission arbeitet derzeit an einer Reihe konkreter Maßnahmen, die wir in den nächsten Wochen bekannt geben wollen. Das Ziel ist klar: Die Rettung von Leben auf unseren Straßen.“

    Von den tödlichen Unfällen und Verletzten im Straßenverkehr sind nicht nur die Opfer, sondern auch die Gesellschaft insgesamt betroffen, der sozioökonomische Kosten in Höhe von 120 Mrd. EUR pro Jahr entstehen. Daher müssen alle Akteure einen neuen Anlauf unternehmen, um die europäischen Straßen sicherer zu machen. Während die tagtägliche Durchsetzung der Vorschriften und die Sensibilisierung überwiegend von den nationalen und lokalen Stellen erledigt wird, arbeitet die Kommission derzeit an einer Reihe konkreter Maßnahmen, um Anreize für weitere deutliche Fortschritte zu schaffen. Dies wäre ein weiterer Schritt auf dem Weg zu dem von Präsident Juncker skizzierten „Europa, das schützt“.

    Blick in die Zukunft

    Auf der Grundlage der Ministererklärung zur Straßenverkehrssicherheit vom März 2017 arbeitet die Kommission derzeit einen neuen Rechtsrahmen für die Straßenverkehrssicherheit für die Jahre 2020 bis 2030 aus, der von einer Reihe konkreter Maßnahmen zur Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit flankiert wird. So könnten die europäischen Vorschriften für die Fahrzeugsicherheit und das Sicherheitsmanagement von Infrastrukturen überarbeitet und eine Initiative für den sicheren Übergang zu einer kooperativen, vernetzten und autonomen Mobilität vorgelegt werden. Die Kommission beabsichtigt, diese Maßnahmen im Frühjahr 2018 vorzulegen.

  • EU Gerüst 300Mit dem Europass lässt sich in wenigen Schritten einen Lebenslauf erstellen, der auch im Ausland verstanden wird. Künftig können Qualifikationen und Kompetenzen über das überarbeitete Europass-Konzept noch besser sichtbar gemacht werden.

    Marianne Thyssen, EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, hat am 12. April die Einigung der Mitgliedstaaten zum Kommissionsvorschlag eines überarbeiteten Rahmenkonzepts zur Transparenz von Qualifikationen (Europass) begrüßt. In Deutschland ist besonders der Europass Mobilität zum Nachweis von Lernaufenthalten im Ausland beliebt und wird rege genutzt: bis März 2018 wurden bereits 250.000 Europass-Mobilitätsnachweise beantragt. Damit ist Deutschland Spitzenreiter in Europa.

    Marianne Thyssen sagte: „Der Europass ist seit über einem Jahrzehnt ein wichtiges Instrument, um Kompetenzen und Qualifikationen verständlich zu machen und besser darüber zu kommunizieren. Als Bindeglied zwischen der Arbeitswelt und dem Bildungsbereich spielt er eine entscheidende Rolle. Pro Tag verzeichnet das Europass-Portal über 55.000 Besucher, und seit 2004 wurden über 100 Millionen Europass-Lebensläufe heruntergeladen.“

    Nachdem der Kommissionsvorschlag zur Modernisierung von Europass heute gebilligt wurde, bietet der Rahmen nunmehr ein E-Portfolio für die Speicherung und den Austausch von Informationen, Instrumente für die Selbstbewertung der Kompetenzen sowie Instrumente für die Beschreibung der in formellen und informellen Lernprozessen erworbenen Kompetenzen und Qualifikationen.

    Erstmals wird Europass auch Informationen zur Unterstützung der Karriereplanung anbieten, u. a. zu Trends und Anforderungen des Arbeitsmarkts sowie zu Beratungs- und Weiterbildungsangeboten in ganz Europa.

    „Die Kommission freut sich bereits darauf, den Europass-Rahmen in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und den einschlägigen Interessenträgern in die Tat umzusetzen und so in eine neue Ära einzutreten. Ich möchte mich bei allen Beteiligten für das Engagement bedanken, mit dem sie sich für eine Verbesserung der Instrumente und Dienste eingesetzt haben, die wir unseren Bürgerinnen und Bürgern im Bereich ‚Kompetenzen und Qualifikationen‘ anbieten können“, so Kommissarin Thyssen weiter.

    Der Europass Mobilität sorgt zum Beispiel seit 2005 dafür, dass diejenigen, die eine Lernerfahrung im europäischen Ausland gemacht haben, diese auch entsprechend nachweisen können. Dabei ist es egal, ob es sich um ein Praktikum, einen Abschnitt der beruflichen Aus- und Weiterbildung oder ein Auslandssemester im Studium handelt. 2018 wurde die 250.000er Marke geknackt. Diese hohe Zahl von beantragten Europass Mobilitätsnachweisen ist auch ein Indiz für die hohe Anerkennung, die das Dokument in Deutschland genießt.

  • Schiff EUNeue Bestimmungen bringen Vorteile für Schiffsreisende

    Nach den Fluggastrechten, den Fahrgastrechten für Bus- und Bahnreisende, treten am Jahresende EU-weit geltende Rechte für Schiffsreisende in Kraft. Die EU habe ihr Versprechen gehalten, sagte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas: "Ab jetzt können die 200 Millionen Menschen, die jedes Jahr mit dem Schiff reisen, den Schutz dieser neuen Bestimmungen in Anspruch nehmen." Zu den neuen Rechten, die insbesondere behinderten Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität Vorteile bringen, gehören unter anderem die kostenlose Bereitstellung von Mahlzeiten, Erfrischungen und gegebenenfalls Unterkunftsmöglichkeiten, wenn das Schiff mehr als 90 Minuten verspätet abfährt oder ausfällt. Zudem haben die Fahrgäste die Möglichkeit, sich den Fahrpreis erstatten zu lassen oder eine andere Beförderung zu wählen. Kommt das Schiff verspätet an seinem Ziel an, muss ein Fahrpreisnachlass gewährt werden, der bis zu 50 Prozent des Fahrpreises betragen kann. Menschen mit Behinderung haben Anspruch auf kostenlose Hilfe sowohl am Hafen als auch an Bord.

    Bei einem Unfall auf See sind die Beförderer verpflichtet, die Reisenden bei Tod oder Körperverletzung sowie bei Verlust oder Beschädigung von Gepäck, Fahrzeugen oder Mobilitätshilfen zu entschädigen. Binnen 15 Tagen müssen sie dazu Vorschüsse an die Geschädigten zahlen. Die Fahrgäste müssen in den Häfen und an Bord des Schiffes umfassend und rechtzeitig über ihre Rechte informiert werden. Die Staaten müssen nationale Stellen benennen, die dafür sorgen, dass die neuen Regeln durchgesetzt werden und gegebenenfalls auch Sanktionen verhängen. In Deutschland ist hierfür das Eisenbahn-Bundesamt in Bonn  zuständig.

  • EU Reisepass 2 300Pünktlich zum Beginn der Sommerferien gibt es bei uns im EUROPE DIRECT Informationsbüro nun auch die neue EU-Faltkarte "Unterwegs in Europa 2018/2019"!

    Viele nützliche Informationen zum Thema Reisen innerhalb der EU sind in der Karte zu finden: Brauche ich einen Reisepass? Was passiert bei einem Unfall? Welche Waren darf ich in ein Land einführen? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen können Sie in der Faltkarte finden.

    Die Karte gibt es als PDF-Version zum downloaden oder kostenlos in unserem Büro im Grashaus. Unsere Öffnungszeiten während der Sommerferien sind wöchentlich Montag bis Mittwoch von 12 bis 16 Uhr.

  • EU Kind Strand 600Der Schengen-Raum hat große Auswirkungen auf die Mobilität in Europa. Er ist nicht nur für Grenzpendler, sondern auch für Menschen, die gerne ihren Urlaub in anderen europäischen Ländern verbringen, Freunde im EU-Ausland besuchen oder grenzübergreifend einkaufen möchten, wichtig. Doch wie funktioniert der Schengen-Raum eigentlich? Diese und weitere Fragen wollen wir in diesem Artikel beantworten. 

    Was ist der Schengen-Raum?

    1985 fing man an, über das, was wir heute "Schengen-Raum" nennen, nachzudenken. Es begann damit, dass fünf damalige Mitgliedsstaaten (Deutschland, Belgien, Frankreich, Luxemburg und die Niederlande) beschlossen, Kontrollen an ihren Binnengrenzen abzuschaffen. Nachdem 1990 die ersten Grenzen entgültig gefallen waren, schlossen sich mehr Staaten diesem Projekt an. Der Grenzwegfall hat sich bis heute positiv auf Europa ausgewirkt. Nicht nur die Wirtschaft profitiert von den gefallenen Zollgrenzen und Zollkontrollen, auch der normale EU-Bürger erspart sich lange Wartezeiten und Personenkontrollen an den Grenzen. 1,25 Millionen Reisen werden jährlich innerhalb des Schengen-Raums von Europäern vorgenommen.

    Länder und Währung

    47 gehören zum geographischen Europa, 32 davon sind im Schengenraum, 28 gehören zur Europäischen Union, 23 haben den Euro als Währung.

    Auflistung über die verschiedenen Räume der EU

    Welche Währungen gibt es in den Ländern, die nicht zum Euro-Raum gehören?

    Währungen im geographischen Europa

    Welche Vorteile bietet der Schengen-Raum Reisenden?

    An den Binnengrenzen, also an den Grenzen zwischen zwei Schengen-Staaten, werden keine Personenkontrollen mehr durchgeführt. Ausnahmen davon gelten an Häfen und Flughäfen, allerdings hier nur, um zu überprüfen, ob ein Passagier ein gültiges Ticket besitzt. Weiterhin darf natürlich auf gefährliche Güter kontrolliert werden. An den Außengrenzen des Schengen-Raums müssen Kontrollen nach einheitlichen Standards durchgeführt werden.

    Eine weitere Verbesserung, die heute kaum noch auffällt, ist der Wegfall ehemaliger Grenz- und Zollstationen. Häufig gab es an diesen Stationen Geschwindigkeitsbegrenzungen und Hindernisse, um den fließenden Verkehr zu verlangsamen.

    Auch Polizeikontrollen dürfen an Grenzen nur noch durchgeführt werden, wenn eine Bedrohung der öffentlichen Sicherheit oder grenzüberschreitende Kriminalität vorliegt.

    Welche Regeln gelten für EU-Staaten, die nicht zum Schengen-Raum gehören?

    Staaten, die EU-Mitglied, aber kein Schengen-Mitglied sind, wie beispielsweise Großbritannien, werden ähnlich behandelt wie Drittländer: Flüge in Nicht-Schengen-Staaten gelten als „Drittlandflüge“ und unterliegen Grenzkontrollen. Als EU-Bürger genießt man aber dennoch Freizügigkeit und muss sich nur einer Mindestkontrolle unterziehen. Die Identität einer Person wird über ein Reisedokument geprüft, dies kann sowohl ein Reisepass als auch ein Personalausweis sein.

    Muss ich für eine Reise in einen Nicht-Schengen- aber EU-Land einen Reisepass besitzen?

    Nein, wie auch im Schengen-Raum reicht ein Personalausweis.

    Welche Regeln gelten an den Außengrenzen des Schengen-Raums?

    Bei der Einreise aus einem Drittstaat zurück in den Schengen-Raum muss man sich auch als EU-Bürger einer Identitätskontrolle unterziehen, die gewissen Standards entspricht, hierzu benötigt man ein gültiges Reisedokument. Drittstaatenangehörige müssen ein gültiges Reisedokument und gegebenenfalls auch ein Visum oder einen Aufenthaltstitel sowie Dokumente vorweisen.

    Wie lange darf man sich im Schengen-Raum mit und ohne Schengen-Visum aufhalten?

    Es gibt Visa unterschiedlicher Länge. Die meisten sehen einen Aufenthalt von zwischen 90 und 180 Tagen vor. Schengen-Staaten können darüber hinaus Vereinbarungen mit Drittstaaten treffen, um es Menschen im Grenzgebiet zu ermöglichen, regelmäßig die Grenze ohne Grenzkontrollen passieren zu können. Dies ist insbesondere für den Arbeitsmarkt in manchen Ländern wichtig.

      Die meisten Informationen aus diesem Text finden sich zudem im Heft: „Europa ohne Grenzen – der Schengen-Raum“, welches Sie sowohl im Bookshopder EU als auch bei uns im Büro finden können.