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Deutschland hat zu wenig junge Lehrer - Schlüsselzahlen zum Bildungswesen in Europa

Europa droht ein Lehrkräftemangel, denn viele der jetzigen Lehrkräfte gehen in den kommenden Jahren in Rente, ohne dass ausreichend neue Lehrer ausgebildet werden. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht „Schlüsselzahlen zum Bildungswesen in Europa 2012“, den die EU-Kommission den EU-Bildungsministern in Brüssel vorgelegt hat. In Deutschland ist derzeit jeder zweite Sekundarschullehrer über fünfzig Jahre alt. Übertroffen wird es nur noch von Italien mit 57 Prozent. Die meisten jungen Lehrer unterrichten in Malta. Dort ist jeder dritte unter 30. Deutschland zählt mit nur 3,6 Prozent an jungen Lehrern zu den Schlusslichtern.

Der Lehrermangel ist schon jetzt spürbar, vor allem in den Kernfächern wie Mathematik und Naturwissenschaften, wo rund 15 Prozent der 15-jährigen Schüler darunter leiden. In Deutschland ist die Situation noch gravierender: Fast die Hälfte der Schüler sind betroffen. Schlusslicht  in der EU ist Luxemburg. Am besten schneiden Bulgarien und Estland ab.

„Dieser Bericht ist ein wertvolles Instrument für politische Verantwortungsträger und liefert nützliche Anhaltspunkte für künftige Entscheidungen. Die berufliche Entwicklung der Lehrkräfte ist ein Schlüsselfaktor für eine hochwertige Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler. Aus diesem Grund stellt das Programm „Erasmus für alle“ (das neue von der Kommission vorgeschlagene Programm für allgemeine und berufliche Bildung und Jugend) darauf ab, die berufliche Entwicklung der Lehrkräfte zu stärken und gleichzeitig die Bildungssysteme zu modernisieren", so Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend.

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