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Europäische Kommission treibt Reform des europäischen Finanzsektors weiter voran

Mit einer am Montag (19.05.2012) gestarteten öffentlichen Konsultation möchte die Kommission Optionen ausloten, wie sogenannte "Schattenbanken" wirksamer reguliert werden könnten. Unter Schattenbanken werden beispielsweise Investmentfonds, Finanzierungsgesellschaften oder Rückversicherer verstanden. Diese bieten Anlegern Alternativen zu Bankeinlagen und stellen so eine zusätzliche Finanzierungsquelle dar. Dabei unterliegen sie nicht den Regulierungen für den regulären Bankensektor, können aber potentielle Risiken für die langfristige Finanzstabilität darstellen.

EU Binnenmarkt- und Dienstleistungskommissar Michel Barnier sagte gestern in Brüssel: "Wenn es um ehrgeizige Reformen bei der Regulierung des Finanz- und insbesondere des Bankensektors geht, nimmt die EU weltweit eine führende Rolle ein. Was wir nicht wollen, ist, dass Tätigkeiten und Unternehmen des Finanzsektors bestehende und geplante Vorschriften umgehen und dies die Akkumulierung neuer Risikofaktoren im Finanzsektor nach sich zieht."

Aus diesem Grund, so Barnier, müsse die Europäische Kommission ihren Kenntnisstand darüber verbessern, welche Unternehmen den Schattenbanksektor ausmachen. Anschließend müsse geprüft werden, worin ihre Tätigkeit besteht und welche Art von Regulierung und Aufsicht auf welcher Ebene für sie angemessen sein könnte. Nur so könne ausreichend Transparenz in alle Bereiche des Finanzsektors gebracht werden.

Bis zum 1. Juni 2012 können sich alle interessierten Kreise an der heute gestarteten Konsultation beteiligen. Die Antworten werden sowohl in die Position der Europäischen Kommission in internationalen Gremien als auch in ihre Entscheidung über angemessene Folgemaßnahmen einfließen.

  • Pressemitteilung der Europäischen Kommission
  • "EU-Kommission will Schattenbanken überwachen" (tagesschau.de)
  • "Brüssel zerrt Schattenbanken ins Scheinwerferlicht" (handelsblatt.com)
  • EU-Grünbuch zum Schattenbankenwesen
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