EU-Meldungen

Humanitäre Hilfe: Wichtiges Anliegen der EU und "vitaler Ausdruck unserer Menschlichkeit gegenüber leidenden Menschen"

Mit 661 Millionen Euro wird sich die Europäische Union in 2013 an humanitären Hilfsleistungen für die Bedürftigsten in der Welt beteiligen.In einer am vergangenen Donnerstag von der EU-Kommission verabschiedeten Strategie für 2013 nimmt sie die am stärksten von Not und Krisen betroffenen Menschen in der westafrikanische Sahelzone, in Mali, im Sudan, der Demokratischen Republik Kongo, Pakistan und Somalia in den Fokus. Der Löwenanteil mit 344,5 Millionen Euro geht jedoch in das Krisengebiet der afrikanischen Subsahara. "Der Entschluss der Kommission für dieses Ziel und diesen Umfang ihrer weltweiten humanitären Hilfe 2013 ist eine nüchterne Bewertung der notwendigen Bedürfnisse in der Welt. Humanitäre Hilfe ist der vitale Ausdruck unserer Menschlichkeit gegenüber den leidenden Menschen", sagte Kristalina Georgieva, die für Internationale Zusammenarbeit, Humanitäre Hilfe und Krisenreaktion zuständige Kommissarin. Gleichzeitig sind für die aus dem öffentlichen Blickpunkt geratenen Krisenregionen wie etwa Algerien, Bangladesch, Sri Lanka und Jemen weitere Hilfsmittel sind vorgesehen.

Haiti: EU gibt zusätzliche Millionen für humanitäre Hilfe

Auch drei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben von Haiti setzt die Europäische Union ihre humanitäre Hilfe für das Land weiter fort. Zusätzliche 30,5 Millionen Euro sollen Obdachlosen, Cholerakranken und anderen notleidenden Menschen zu Gute kommen, deren Situation sich durch die Tropenstürme Isaac und Sandy des letzten Jahres noch verschlechtert hat. Kristalina Georgieva, die für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion zuständige EU-Kommissarin, sagte am vergangenen Freitag dazu: "Der EU ist es nach wie vor ein wichtiges Anliegen, Hilfe für Bedürftige in Haiti zu leisten, und das Land beim Wiederaufbau zu unterstützen. Wir dürfen in unseren Bemühungen nicht nachlassen. Da Haiti extrem anfällig für Naturkatastrophen ist, steht die Stärkung der Widerstandsfähigkeit im Mittelpunkt unserer Bemühungen." Kommissarin Georgieva reist dieses Wochenende nach Haiti, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Mit dem heute angekündigten Betrag von 30,5 Millionen Euro hat die EU seit dem Erdbeben des Jahres 2010 insgesamt 213 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in Haiti bereitgestellt. Bei dem Erdbeben vor drei Jahren starben 200 000 Menschen und 1,5 Millionen verloren ihre Wohnung. Dank der EU-Hilfen konnten die Obdachlosen inzwischen auf 350 000 reduziert werden.