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11-01-07-neelie-kroesDefizite bei Internetnutzung: Nationalstaaten sollen handeln

Immer mehr Europäer nutzen Handys und das Internet, und immer weniger telefonieren über das Festnetz. Von einem Anbieterwechsel im Bereich Telekommunikation schrecken die meisten Verbraucher zurück. Das zeigt eine heute in Brüssel vorgestellte Eurobarometer-Umfrage. Demnach verfügen 83 Prozent der deutschen Haushalte über mindestens ein Handy, im EU-Durchschnitt sind es 89 Prozent. EU-weit verzichten 27 Prozent der Haushalte zugunsten des Handys ganz auf einen Festnetzanschluss, in Deutschland nur zwölf Prozent. Beim Internetzugang liegen die deutschen Haushalte mit 65 Prozent knapp über dem europäischen Durchschnitt von 62 Prozent. Jeder vierte Europäer beschwert sich jedoch über geringe Geschwindigkeit, jeder Dritte über Internet-Verbindungsstörungen. Kommissions-Vizepräsidentin Neelie Kroes sagte dazu: „Die Verbraucher sagen uns laut und deutlich, dass sie die Internetgeschwindigkeiten und die Dienstqualität, die ihnen versprochen wurden, nicht bekommen." Sie forderte die nationalen Behörden zum Handeln auf.

Fast alle europäischen Haushalte, nämlich 98%, haben einen Fernseher. Vier von zehn Verbrauchern nutzen ein Komplettangebot für Internet, Telefon und Fernsehen. Trotz bestehenden Wettbewerbs haben nur acht Prozent der Nutzer eines Komplettangebotes schon einmal ihren Anbieter gewechselt. 60 Prozent ziehen dies überhaupt nicht in Betracht. Die Sorgen, eine Zeit lang keinen Anschluss zu haben oder doppelt zu bezahlen, überwiegen mögliche Vorteile eines Wechsels. Außerdem wurde eine große Sensibilität beim Datenschutz festgestellt: 88 Prozent der Befragten möchte darüber informiert werden, wenn es beim Anbieter Datenlecks gab.

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