EU-Meldungen

Europatag steht im Zeichen des Friedens und der Solidarität

Zum Europatag hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an den Gründungsgedanken der EU erinnert. „DerÜberfall des Kremls auf ein Nachbarland erinnert uns daran, warum wir den Europatag feiern. Es ist der Tag, an dem das heutige friedliche, wohlhabende und geeinte Europa aus der Taufe gehoben wurde. Zweiundsiebzig Jahre später ist Europa stärker und geeinter denn je. Wir stehen geschlossen an der Seite unserer ukrainischen Freunde“, so von der Leyen in einer Erklärung zum Europatag. „Zum Ausdruck der Solidarität der EU mit der Ukraine werden rund um den Europatag in vielen europäischen Städten Gebäude mit den ukrainischen Farben beleuchtet. In ganz Deutschland finden in der Europawoche eine Reihe von Veranstaltungen statt, darunter Europafeste in Guben, Bonn und München am vergangenen Wochenende. Der Europatag erinnert an die Schuman-Erklärung des damaligen französischen Außenministers Robert Schuman in Paris am 9. Mai 1950.

Die EU-Institutionen laden anlässlich der Europawoche zu zahlreichen Online- und Vor-Ort-Aktivitäten ein – auch in Deutschland.


Europatag Guben-Gubin

Rund 15.000 Besucherinnen und Besucher aus Deutschland und Polen haben am 7. Mai das Europafest in der deutsch-polnischen Eurostadt Guben-Gubin gefeiert. In 26 Riesenrad-Gondeln und an über 25 Ständen haben sie sich über das europäische Zusammenleben in ihrer Region und über aktuelle EU-Themen informiert. Einer der Höhepunkte des Festes, das unter dem Motto „Solidarität mit der Ukraine“ stand, war der gemeinsame Auftritt der polnischen Folkrock Band Enej und der polnisch-ukrainischen A-Cappella-Gruppe Zazula.

Am 9. Mai folgt in der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland ein Jugendprojekttag in Berlin. Dabei werden über 50 Jugendliche aus Berlin und Brandenburg Reformideen zur EU erarbeiten und anschließend mit hochrangigen politischen Vertreterinnen und Vertretern diskutieren.


Europatag Bonn

In Bonn haben am 7. Mai etwa 10.000 Menschen am Europatag auf dem Marktplatz und im Alten Rathaus teilgenommen. Das diesjährige Motto lautete „Stories of Europe – Zeig mir dein Europa“. Erstmals gab es auf einer zentralen Bühne auf dem Marktplatz ein Show-Programm u.a. mit Poetry-Slam, Schulchören und ukrainischen Tanz- und Gesanggruppen. Kinder und Erwachsene konnten sich an zahlreichen Ständen darüber informieren, wie sie Europa mitgestalten können. Am Infostand der Europäischen Kommission konnten die Bürgerinnen und Bürger mit Mitarbeitern der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn ins direkte Gespräch kommen. Kinder waren eingeladen, Europa beim Europaflaggen-Schminken, auf der Europa-Kletterpyramide und bei vielen weiteren Mitmachaktionen auf spielerische Weise zu entdecken.

Oberbürgermeisterin Katja Dörner wies in ihrer Rede darauf hin, dass es gerade in herausfordernden Zeiten von großer Wichtigkeit ist, dass Europa zusammenhält. Patrick Lobis, stellvertretender Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, betonte, dass der Europatag in diesem Jahr ganz im Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine stehe.


Europatag München

Unter der Schirmherrschaft der bayerischen Europaministerin Melanie Huml lud die Europäische Kommission gemeinsam mit den Veranstaltern des Münchner Europa-Mai und der Bayerischen Staatskanzlei, dem Wertebündnis Bayern sowie dem Centrum für angewandte Politikforschung zur freien Fahrt im Münchner „Umadum“ ein. In den Gondeln des Riesenrads konnten die Besucherinnen und Besucher an Workshops zu Europa-Themen teilnehmen oder sich mit Politikerinnen und Politikern direkt austauschen. In der Gondel der EU-Kommission „Einsteigen für mehr Weitblick“ beantworteten Jörg Wojahn, Vertreter der EU-Kommission Deutschland, und Renke Deckarm, stv. Leiter der EU-Kommissionsvertretung in München, Fragen der Bürgerinnen und Bürger rund um die Europäische Union.


Europatag

Der Europatag (9. Mai) erinnert daran, dass wir in Europa in Frieden und Einheit leben. Es ist der Tag der historischen Schuman-Erklärung: Am 9. Mai 1950 hielt der damalige französische Außenminister Robert Schuman in Paris eine Rede, in der er seine Vision einer neuen Art der politischen Zusammenarbeit in Europa vorstellte, um Kriege zwischen den europäischen Nationen unvorstellbar zu machen. Seine Idee war die Schaffung einer überstaatlichen europäischen Institution zur Verwaltung und Zusammenlegung der Kohle- und Stahlproduktion. Knapp ein Jahr später wurde eine solche Institution eingerichtet. Robert Schumans Vorschlag gilt als Grundstein der heutigen Europäischen Union.

Angesichts des Krieges in der Ukraine ist diese Vision aktueller denn je – und das Friedensfest in der Eurostadt somit auch ein klares und wichtiges Signal für den neuen Zusammenhalt in Europa und die Solidarität mit dem notleidenden ukrainischen Volk.


Weitere Informationen:

Beiträge zum Thema

  • Internationaler Tag der Arbeit: EU-Kommission setzt...
    Vor dem Internationalen Tag der Arbeit am kommenden Sonntag, den 1. Mai, hat die EU-Kommission zur weiteren Stärkung der Arbeitnehmerrechte aufgerufen. „Der Tag der Arbeit ist eine Gelegenheit, über die politischen...
  • Libanon: EU stellt weitere 20 Millionen Euro für...
    Drastisch steigende Lebensmittelpreise als Folge des russischen Kriegs in der Ukraine verstärken die Krisen im Libanon, der 96 Prozent seines Weizens aus Russland und der Ukraine importiert. Die EU hat deshalb...
  • Europäisches Jahr der Jugend: Neustart des...
    Die Europäische Kommission hat am Donnerstag in Barcelona ein erneuertes Europäisches Lehrlingsnetzwerk (EAN) ins Leben gerufen, das der dualen Ausbildung und dem Engagement junger Menschen neue Impulse verleihen soll...