Zum 1. Juli übernimmt die Republik Irland den Vorsitz im Rat der EU und löst damit Zypern ab. Das Land übernimmt zum achten Mal den Vorsitz im Rat.
Die achte Ratspräsidentschaft Irlands läuft vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2026. Es ist die erste Ratspräsidentschaft, seitdem Gälisch als eine der offiziellen Arbeitssprachen in der EU festgelegt wurde. Dies spiegelt sich auch im Motto des neuen Ratsvorsitzes wieder: "Ní neart go cur le chéile - Strength with unity."
Im Angesicht einer instabileren und risikoreicheren Welt möchte Irland Europas Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Werte sichern und vorantreiben.
Die drei Zentralen Aspekte des irischen Ratsvorsitzes sind:
- Wettbewerbsfähigkeit - Förderung von Wohlstand und Wohlergehen
- Werte - zur Wahrung der unverzichtbaren Grundlage der Union
- Sicherheit - Schutz aller Europäer*innen
Im Zuge dieser Prioritäten soll die Unterstützung für die Ukraine weiter intensiviert und fortgesetzt werden. Außerdem sollen die Beziehungen zum Vereinigten Königreich und den USA stabilisiert und gestärkt werden. Ein weiterer Fokus wird auf der Einigung zu einem neuen mehrjährigen Finanzrahmen liegen.
Wie funktioniert die Ratspräsidentschaft?
Der Ratsvorsitz wird nicht gewählt: Jedes Land kommt in einem turnusmäßigen Wechsel an die Reihe. Das heißt, dass jeder Mitgliedstaat – ob groß, ob klein – zu einem bestimmten Zeitpunkt den Ratsvorsitz übernimmt. Jeder Mitgliedstaat ist alle dreizehneinhalb Jahre an der Reihe. Ab dem 1. Januar 2027 übernimmt Litauen den Vorsitz des Rates.
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