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Die Europäische Kommission konsultiert die europäische Öffentlichkeit

500 Plastiktüten benutzt ein durchschnittlicher EU-Bürger pro Jahr, die meisten nur einmal. Das Resultat: wir schwimmen im Müll. Allein im Mittelmeer treiben derzeit 250 Milliarden Kunststoffteilchen und 500 Tonnen Kunststoff. Seit dieser Woche fragt die EU-Kommission die Öffentlichkeit in einer Konsultation, wie sich der Gebrauch von Tragetaschen aus Kunststoff am besten verringern lässt. Sollten Plastiktüten Geld kosten oder ganz verboten werden? Und wie können biologisch abbaubare Verpackungen besser vermarktet werden? EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Vor 50 Jahren waren Einweg-Plastiktüten praktisch unbekannt; heute benutzen wir sie für einige Minuten, danach belasten sie jahrzehntelang unsere Umwelt. Gesellschaftliche Einstellungen entwickeln sich jedoch ständig fort, und der Wunsch nach Veränderungen ist weitverbreitet. Deswegen prüfen wir alle Lösungsmöglichkeiten und benötigen die Meinung möglichst vieler Menschen."

11-01-03-eu-flaggenEinige EU-Staaten haben bereits Preismaßnahmen, Vereinbarungen mit dem Einzelhandel oder ein Verbot bestimmter Arten von Plastiktüten eingeführt, um die Verwendung von Tragetaschen aus Kunststoff zu verringern. Auf EU-Ebene allerdings gibt es noch keine Maßnahmen dazu. Im März 2011 haben die Umweltminister der EU-Mitgliedstaaten die Frage erörtert. Bei der heute gestarteten Konsultation sollen auch Meinungen dazu eingeholt werden, ob die derzeitigen Anforderungen der EU-Verpackungsrichtlinie an die biologische Verwert- und Abbaubarkeit von Erzeugnissen angemessen sind.

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