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Kritische Meeresinfrastruktur: Erste regionale Kabelknotenpunkte

Kritische Meeresinfrastruktur: Kommission finanziert erste regionale Kabelknotenpunkte

Die Europäische Kommission will die Kapazitäten zur Überwachung und Abwehr von Bedrohungen für kritische Unterwasserinfrastruktur verbessern. Dazu stellt sie 5,8 Millionen Euro für die Errichtung der ersten beiden regionalen Kabelknotenpunkte in der Ostsee und im Mittelmeer bereit.

Am Kabel-Hub in der Ostsee ist auch Deutschland beteiligt. Zudem hat die Kommission eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen in Höhe von 40 Millionen Euro lanciert, um die europäischen Kapazitäten zur Reparatur von Unterwasser-Kommunikationskabeln auszubauen.

Regionaler Kabel-Hub in der Ostsee mit Beteiligung Deutschlands

Der regionale Hub in der Ostsee erhält 2,5 Millionen Euro und soll die regionalen Überwachungs- und Reaktionsmechanismen stärken. Das Projekt wird nationale und grenzüberschreitende Sicherheitsoperationszentren stärken und Plattformen für den Informationsaustausch ausbauen. Außerdem soll es die Fähigkeit verbessern, Bedrohungen für kritische Meeresinfrastruktur in diesem besonders sensiblen Gebiet zu erkennen und abzuwehren. Finnland wird den Hub gemeinsam mit Dänemark, Deutschland, Estland, Lettland und Schweden koordinieren.

Hintergrund

Nach Vorfällen mit Unterwasserkabeln im Ostseeraum legte die Kommission im Februar 2025 einen EU-Aktionsplan zur Kabelsicherheit vor. Mit diesen ersten regionalen Kabelknotenpunkten stärkt Europa seine Fähigkeit, ein Lagebild in einem Meeresbecken nahezu in Echtzeit zu erstellen.

Im Rahmen des laufenden mehrjährigen Arbeitsprogramms der Fazilität „Connecting Europe“ für Digitales (2024-2027) werden insgesamt 533 Millionen Euro für Seekabelprojekte bereitgestellt, wobei bereits 186 Millionen Euro für 25 Projekte bereitgestellt wurden. Von 2021 bis 2024 wurden im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe Digital“ 420 Millionen Euro für 51 Projekte zur Anbindung von Backbone-Kabeln bereitgestellt.

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