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EU-Verordnung aus dem Jahr 2004 kommt auf den Prüfstand

Damit Reisende ihre Rechte wirklich wahrnehmen können, will die EU-Kommission die Regeln für Fluggastrechte schnell verbessern. „Insgesamt stellen die EU-Rechtsvorschriften zu den Fluggastrechten einen großen Fortschritt dar, denn sie haben ein ‚Sicherheitsnetz' für die Fluggäste aufgespannt, aufgrund dessen bestimmte abträgliche Praktiken stark eingedämmt und die Standards in der gesamten Branche angehoben werden konnten", erklärte Kommissionsvizepräsident Siim Kallas, zuständig für Verkehr. "In diesen ersten sechs Jahren wurden aber auch vielfältige Erfahrungen gesammelt und es hat sich gezeigt, wo Verbesserungen möglich sind. Der nächste große Schritt wird eine bessere Durchsetzung sein: Es reicht nicht, Rechte nur auf dem Papier zu haben, sie müssen auch an Ort und Stelle zur Geltung kommen."

11-04-13-kallasDamit sich Krisen, wie 2010 durch Vulkanasche und Schnee, so nicht wiederholen können, kommt die EU-Verordnung über die Fluggastrechte aus dem Jahr 2004 jetzt auf den Prüfstand. Dabei geht es unter anderen um Haftungsbeschränkungen bei außergewöhnlichen Umständen, Entschädigungsschwellen, die effektivere Umbuchung von Fluggästen und der Schutz der Fluggäste im Fall von Gepäckunregelmäßigkeiten oder Flugplanänderungen. Die Kommission plant zu diesen Fragen eine öffentliche Konsultation für 2011. Zusätzlich will Vizepräsident Kallas die nationalen Aufsichtsstellen für die Fluggastrechte stärken und einheitliche Standards für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität schaffen, die gerade im Hinblick auf die Paralympischen Spiele 2012 in London vorhandene Einschränkungen beseitigen sollen.

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