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Ukraine: Kommissionspräsidentin von der Leyen sagt weitere 200 Mio. Euro humanitäre Hilfe zu

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nahm in Warschau an einer Geberkonferenz für die Ukraine teil, die gemeinsam von Polen und Schweden initiiert wurde. Dabei sagte die Präsidentin von Seiten der EU-Kommission weitere 200 Mio. Euro an humanitärer Hilfe zu: „Mit diesem neuen Versprechen sagen wir den Menschen in der Ukraine: Euer Kampf ist unser Kampf. Wir sind mit euch“, so von der Leyen auf Twitter. In ihrer Eröffnungsrede betonte von der Leyen weiter: „Heute sind wir mit einem klaren Ziel zusammengekommen: die tapferen Menschen in der Ukraine zu unterstützen, die gegen den Aggressor kämpfen und für ihre Freiheit eintreten. Wir befinden uns nun in der zehnten Woche der brutalen Invasion Russlands. 10 Wochen, in denen die Europäische Union fest an der Seite der Ukraine stand. Heute ist die Europäische Union einmal mehr dem Aufruf gefolgt, die Ukraine zu unterstützen.“ Im Anschluss an die Geberkonferenz fand am Nachmittag eine Abschlusspressekonferenz statt, die live auf EbS übertragen wurde.

Kommissionspräsidentin von der Leyen sagte weiter: „Im letzten Monat wurden bei einer Spendenaktion 9,1 Milliarden Euro für die ukrainische Bevölkerung innerhalb und außerhalb der Ukraine gesammelt. Wir wissen, dass noch mehr benötigt wird. Und wir werden uns weiterhin für die Ukraine einsetzen."


Hintergrund

Nahezu 8 Millionen Menschen, davon zwei Drittel Kinder, sind seit Beginn von Putins Krieg in der Ukraine vertrieben worden. Mehr als 5,3 Millionen haben die Ukraine verlassen und in der EU und den Nachbarländern Schutz gesucht.

Die Europäische Union hat das ukrainische Volk seit Beginn der brutalen Invasion durch Russland unterstützt. Die EU mobilisiert ihre wirtschaftliche Macht mit einer Reihe von Sanktionen, die darauf abzielen, Putin die Mittel zu entziehen, mit denen er seinen Krieg finanziert. Andererseits hat die EU bereits rund 4 Milliarden Euro an Makrofinanzhilfe, humanitärer Hilfe und Unterstützung für die Mitgliedstaaten bereitgestellt, die Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen.

Im vergangenen Monat hat die Europäische Kommission gemeinsam mit Kanada eine globale Geberkonferenz einberufen, bei der 9,1 Mrd. EUR zur Unterstützung der Menschen, die vor den Bomben innerhalb und außerhalb der Ukraine fliehen, gesammelt wurden.

Jetzt ist die Europäische Kommission bereit, beim Wiederaufbau des Landes nach dem Krieg zu helfen. Am 4. Mai schlug Kommissionspräsidentin von der Leyen vor, die Arbeit an einem ehrgeizigen Wiederaufbaupaket aufzunehmen. Es soll die massiven Investitionen herbeiführen, die für den Wiederaufbau und die Durchführung von Reformen erforderlich sind, und die Ukraine zu einem attraktiven Standort für Investitionen machen.


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