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Zunehmende Waldbrandgefahr: Risikomanagement

Die Europäische Kommission hat einen neuen integrierten Ansatz für das Waldbrand-Risikomanagement vorgestellt. Die Strategie umfasst Prävention, Vorsorge, Reaktion und Wiederaufbau. 2025 erlebte Europa die schlimmste Waldbrandsaison seit Beginn der Aufzeichnungen, bei der über eine Million Hektar Land verbrannten. 

Roxana Mînzatu, Exekutiv-Vizepräsidentin für soziale Rechte und Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze und Vorsorge sagte: „Europa muss vorbereitet sein, bevor der erste Brand ausbricht. Das bedeutet, eine echte Kultur der Vorsorge aufzubauen: Menschen mit den richtigen Fähigkeiten auszustatten, Feuerwehrleute und Ersthelfer zu unterstützen und den Gemeinden zu helfen, die Risiken zu verstehen, denen sie ausgesetzt sind. Die heutige Strategie zeigt, dass Prävention, Vorsorge und Solidarität Hand in Hand gehen müssen, wenn wir Leben retten und Europas Widerstandsfähigkeit gegen sich verschärfende Waldbrandgefahren stärken wollen.“

Mit Prävention und Naturschutz wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe vermeiden

Die Kommission stellt Leitlinien vor, wie Waldbrände verhindert und wie Vorbereitung und Reaktion verbessert werden können. Ziel ist es, brandresiliente Landschaften zu schaffen und das Risiko sowie die Auswirkungen von Waldbränden durch Naturschutz und Renaturierung zu mindern. Zu diesem Zweck hat die Kommission auch einen Leitfaden zu Natura 2000 und Klimawandel verabschiedet, der Empfehlungen für einen strukturierten Ansatz zur Klimaanpassung für Natura-2000-Gebiete enthält.

Ganzheitlicher Ansatz stärkt die Widerstandsfähigkeit gegen die wachsende Waldbrandgefahr 

Die Kommission möchte die Bürgerinnen und Bürger in die Vorsorge gegen Waldbrände einbeziehen. Dazu gehört auch die Förderung von Austausch- und Freiwilligenmöglichkeiten zur Vorbereitung auf Waldbrände. Zu diesem Zweck hat die Kommission ein spezielles Europäisches Bürgerpanel organisiert.

Im Rahmen der Stärkung der Vorsorge wird die Kommission weiterhin Feuerwehrleute in Risikogebieten vor Ort stationieren und den Austausch von Brandbekämpfungsexperten fördern. Der Erfahrungsaustausch und die weitere Zusammenarbeit mit von Waldbränden bedrohten Regionen weltweit werden ebenfalls gefördert. Die Kommission wird das vom Satellitenprogramm Copernicus unterstützte Europäische Waldbrand-Informationssystem weiterentwickeln und dessen Instrumente für Frühwarnung und Brandüberwachung verbessern.

Darüber hinaus wird die rescEU-Flotte mit der Beschaffung von 12 Löschflugzeugen sowie fünf Hubschraubern erweitert. Die Kommission arbeitet zudem an der Einrichtung eines europäischen Zentrums für die Brandbekämpfung in Zypern, das als regionales Zentrum für Ausbildung, Übungen und Saisonbereitschaft dient.

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