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Kategorie "EU-Meldungen" mit einem RSS-Reader abonnierenRSS Icon 32

EU-Nachrichten Nr. 19 vom 22.11.2012 pdf - 980 KB [980 KB]

EU-Kommission will Frauenquote in Aufsichtsräten
Verschwendung von weiblichem Talent beenden

Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen soll endlich auch in den Führungsetagen der europäischen Wirtschaft durchgesetzt werden. Bis spätestens 2020 müssen in den größeren börsennotierten Unternehmen mindestens 40 Prozent der Aufsichtsräte (oder der nicht-geschäftsführenden Direktoren, wo es keine Aufsichtsräte gibt) vom „unterrepräsentierten Geschlecht“ gestellt werden, heißt es in einem Richtlinienvorschlag der EU-Kommission.

KURZ & KNAPP
Infokampagne
Mit neuem EU-Recht gegen säumige Zahler vorgehen

Bürgerinitiative
Unterschriftensammlung für Tempo 30 in Städten

IM FOKUS
Energiebinnenmarkt
Für sichere Versorgung und erschwingliche Preise

Bildungspolitik
Neue Denkansätze erforderlich

Defizite in der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen


Computer-, Bürger- und Unternehmerkompetenz: Europas Schulen bereiten ihre Schüler nicht ausreichend auf den modernen Arbeitsmarkt vor. Auch Deutschland hat Nachholbedarf.  Zu diesem Ergebnis kommt der Bildungsbericht, den die EU-Kommission heute (Montag) in Brüssel vorgestellt hat.

Die Computer-, Bürger- und Unternehmerkompetenzen zählen zu den acht Schlüsselkompetenzen, auf die sich 2006 die EU geeinigt hat. Verglichen mit den anderen Schlüsselkompetenzen wie muttersprachliche oder mathematische  Kompetenz, tragen die Lehrpläne in Europa diesen grundlegenden Kompetenzen immer noch nicht ausreichend Rechnung.

Ein Grund dafür ist, dass es kaum einheitliche Bewertungsverfahren gibt. Keines der 31 europäischen Länder (27 EU-Staaten, Kroatien, Island, Norwegen, Türkei), also auch nicht Deutschland, hat einheitliche Verfahren, um die Computerkompetenzen sowie die unternehmerischen Kompetenzen ihrer Schüler zu bewerten. Nicht ganz so düster sieht es bei der Bürgerkompetenz aus. Immerhin elf Staaten haben Verfahren, mit denen sie bewerten, wie ihre Schüler das kritischen Denken und ihre aktiven Beteiligung an Schule und Gesellschaft entwickeln. Deutschland allerdings ist nicht dabei.

„Wir können nur dann wettbewerbsfähig bleiben und die Chancen der wissensbasierten Wirtschaft nutzen, wenn wir Kindern und jungen Menschen die dafür notwendigen – auch bereichsübergreifenden – Kompetenzen an die Hand geben“, sagte die EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend Androulla Vassiliou. „Diese Studie zeigt, wo noch Verbesserungen möglich sind und vor allem, was wir tun müssen, um unserer Jugend bessere Chancen zu eröffnen.

Spielend Europa kennenlernen!

Das Europäische Parlament hat auf seiner Homepage drei neue Online- Spiele für Kinder und Junggebliebene bereitgestellt. Man kann zwischen "Sophie und Paul entdecken Europa" , einem Europapuzzle und einem Europa-Quartett wählen. Alle Spiele sind kostenlos und sehr unterhaltsam.

Besonders Kinder zwischen 5 und 9 Jahren sollen mit diesen Spielen erreicht werden, aber aus eigener Test-Erfahrung sind die Spiele auch eine nette Abwechslung für Erwachsene, die damit vielleicht auch noch das ein oder andere über Europa erfahren können! Am Ende des Spiels, nach erfolgreicher Beantwortung der Fragen und Lösen verschiedenster Aufgaben, kann man sich eine personalisierte "Europa-Experte" Urkunde ausdrucken.

Hier geht's zu den Spielen:

Veranstaltung in der Reihe "Europa im Blickpunkt"

Die Evangelische Stadtakademie Aachen veranstatet in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich morgen eine Podiumsveranstaltung zum Thema "Europa im Blickpunkt - Europas politische Zukunft und die Frage der Demokratie".

Die Veranstaltung "Europa - auf dem Weg in postdemokratische Verhältnisse?" findet am 15.11.2012 von 19.00 - 21.15 Uhr im Gemeindehaus in der Annastr. 35 in Aachen statt.

Diskutanten sind:
Klaus Hänsch, Präsident des Europäischen Parlaments a.D., und
PD Dr. Martin Höppner, Wissenschaftler am Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

Leitung und Moderation:
Dr. phil. Uwe Beyer, Evangelische Stadtakademie Aachen, und Elke Bennetreu, Leiterin der Evangelischen Erwachsenenbildung des Kirchenkreises Jülich

Die Teilnahmegebühr beträgt 5 €, ermäßigt 3 €.

Weitere Informationen:

Your Europe, Your Say 2013

Der Europäische Wirtschafts-und Sozialausschuss (EWSA) lädt Schülerinnen und Schüler aller Mitgliedsstaaten der EU im Alter von 16 bis 17 Jahren nach Brüssel ein. Anlässlich der geplanten Simulation einer Konferenz des Ausschusses sind alle Schulen eingeladen, sich für eine Teilnahme zu bewerben. Die Konferenz wird vom 18. bis 20. April 2013 in Brüssel stattfinden. Die Anmeldung kann noch bis zum 30. November 2012 eingereicht werden.

Ziel des Projekts ist es, drei Schülerinnen und Schüler (und deren Lehrer) von jedem europäischen Mitgliedsland an der Simulation teilnehmen zu lassen, um ihnen somit einen besseren Eindruck von der Arbeit im Ausschuss zu vermitteln. Aus allen Bewerbungen aus Deutschland wird durch ein Zufallsprinzip eine Schule ausgewählt, die dann wiederum die drei Teilnehmer für die Konferenz in Brüssel auswählt.

Neugierig? Hier gibt's weitere Informationen:

12-03-01-e-twinning-logoViele Initiativen für Schulen

Die EU hat das Jahr 2013 als Europäisches Jahr der Bürgerinnen und Bürger ausgerufen. Aus diesem Grund heraus sind besonders Schulen aufgerufen, sich mit Partnerschulen aus ganz Europa über das Leben als EU-Bürger auszutauschen. eTwinning ist ein Netzwerk für Schulen in Europa, das sich die internationale Vernetzung und Austausch zwischen Schülern unterschiedlicher Herkunft zum Auftrag gemacht hat.

Weitere Informationen:

EU-Nachrichten Nr. 18 vom 08.11.2012

Europas Wirtschaft in rauem Fahrwasser
Etwas mehr Wachstum ab 2013 zu erwarten

Die Europäer brauchen beim Warten auf den Aufschwung weiter Geduld, sie sind aber auf dem richtigen Weg. In diesem Jahr wird die Wirtschaftsleistung von EU und Eurozone leicht sinken, doch dürfte im nächsten Jahr das Wachstum allmählich zurückkehren und sich 2014 festigen. Das sagt die EU-Kommission in ihrer Herbstprognose zur Konjunkturentwicklung voraus. Sie sieht Fortschritte bei der Sanierung der öffentlichen Haushalte und glaubt, dass sich die eingeleiteten Reformen auszahlen und die EU-Wirtschaft wettbewerbsfähiger wird. Das braucht jedoch Zeit.

KURZ & KNAPP
Kommissionsprogramm 2013
Reform der Wirtschafts- und Währungsunion im Mittelpunkt

IM FOKUS
Finanztransaktionssteuer
Elf EU-Staaten schreiten bei der Einführung voran

Glücksspiele im Internet
EU strebt einheitliche Regeln an

12-11-02-EULabel_ReifenAugen auf beim Reifenkauf - Neues EU-Label seit November 2012

Seit dem 01. November 2012 gibt es das neue EU-Label für Autoreifen. Das Etikett gibt schnell und leicht verständlich Informationen zu Kraftstoffeffizienz, Nasshaftung und Rollgeräuschen eines Reifens und kann so den Geldbeutel jedes Autofahrers entlasten. Ähnlich wie die bereits bekannten Energielabel für Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke werden die Reifen auf einer Skala von A (am besten) bis G (schlecht) eingestuft. Mit Reifen mit der Energieeffizienz-Klasse "A" können Autofahrer im Jahr Spritkosten in Höhe von 170 bis 230 Euro im Jahr sparen. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

Welchen Vorteil hat der Verbraucher?

Wie bei Kühlschränken, Waschmaschinen und anderen Geräten erhält der Verbraucher einen schnellen Überblick vor dem Kauf: Welche Reifen verbrauchen weniger Kraftstoff, ohne dass Kompromisse bei der Sicherheit und den Lärmemissionen eingegangen werden müssen?

Wie sieht das Etikett aus?

Das Etikett ähnelt den bereits zur Verbrauchskennzeichnung von Waschmaschinen, Geschirrspülern und Kühlschränken verwendeten Etiketten. Je besser der  Reifen in Bezug auf Kraftstoffeinsparung, Sicherheit und Lärmemissionen, desto besser die Einstufung. A (grün) ist die beste Klasse, G (rot) die schlechteste.

12-11-02-Verkehr2Wo finden Sie das Label?

Ab dem 1. November 2012 sind Hersteller und Importeure von Reifen verpflichtet, alle nach dem 1. Juli 2012 produzierten Reifen mit dem Label zu versehen: durch Aufkleber, Anhänger und technisches Werbematerial.  Reifenhändler, Reparaturwerkstätten oder Kfz-Händler sind verpflichtet, die Informationen am Verkaufsort an einer deutlich sichtbaren Stelle zu zeigen.

Was bedeuten die drei Parameter?

Der Kraftstoffverbrauch steht mit dem Rollwiderstand in Zusammenhang. Bei einer Verringerung des Rollwiderstands verbraucht das Auto weniger Kraftstoff.

Die Nasshaftung ist eine der wichtigsten sicherheitstechnischen Eigenschaften von Reifen. Reifen mit sehr guter Nasshaftung sorgen auf nasser Fahrbahn für einen kürzeren Bremsweg.

Das externe Rollgeräusch des Reifens wird symbolisch mit Wellen dargestellt: Eine schwarze Welle zeigt den niedrigsten Geräuschpegel an, drei den höchsten. Bezweckt wird die Verringerung des Verkehrslärms für Anwohner.

Wie viel Geld können Sie sparen?

Durch die Wahl des besten Reifens (A) können Verbraucher die Spritkosten um bis zu neun Prozent gegenüber dem leistungsschwächsten Produkt (G) auf dem Markt senken. Drei Beispiele:

• Wenn Sie einen typischen Pkw fahren und im Jahr 25 000 km zurücklegen (10 000 km in der Stadt, 15 000 km über Land), können Sie die Kraftstoffkosten um 170 bis 230 Euro im Jahr senken. Da die besten Reifen teurer sind (um 240 bis 320 EUR), erzielen Sie im zweiten Jahr Nettoeinsparungen: zwischen 100 und 140 Euro.

• Wenn Sie einen großen Pkw (Verbrauch von 10 Litern/100 km) mit einer hohen jährlichen Fahrleistung nutzen (10 000 km in der Stadt, 25 000 km Autobahn), können Sie die Kraftstoffkosten noch stärker verringern: um 450 Euro im Jahr. Auch wenn die besten Reifen teurer sind (um 240 bis 320 Euro), sparen Sie bereits im ersten Jahr zwischen 130 und 210 Euro.

• Wenn Sie einen Lieferwagen fahren, der eine jährliche Fahrleistung von 40 000 km aufweist (20 000 km in der Stadt, 20 000 km über Land), können Sie Einsparungen beim Kraftstoff zwischen 290 und 360 Euro im Jahr erreichen. Bei zusätzlichen Kosten für die Reifen in Höhe von 280 bis 360 Euro rechnet sich der Kauf bereits im Verlauf des ersten Jahres.

12-11-02-VerkehrEs beginnt die Winterreifen-Saison. Warum bietet das Etikett keine Informationen zu der Haftung eines Reifens bei Matsch und Schnee oder zum Aquaplaning?

Das Verhalten auf Schnee und Matsch wird durch das EU-Label nicht bewertet, weil diese Information schon vorhanden ist. Sie stehen auf der Seite des Reifens. Dazu gibt es bereits internationale Vorschriften der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE).

Andere Kriterien wie das Verhalten bei Aquaplaning oder die Handhabung in Kurven konnten nicht aufgenommen werden, weil es bisher keine anerkannten genormten Testmethoden gibt.

Wie andere Energieeffizienz-Label auch ist das Reifen-Etikett kein Qualitätssiegel für ALLE Aspekte bezüglich der Leistung eines Reifens. Es hat nicht den Anspruch, die Qualitätskontrolle spezialisierter Labors oder Informationen von den Herstellern oder Automobilclubs zu ersetzen. Eine Energieverbrauchsetikett für Waschmaschinen, das angibt, wie viel Strom eine Waschmaschine typischerweise im Jahr verbraucht, macht auch keine Angaben zu spezifischen zusätzlichen Funktionen.

Wie wird die Kennzeichnung kontrolliert?

Wie schon seit mehr als 15 Jahren bei Haushaltsgeräten beruht auch das EU-Kennzeichnungssystem für Reifen auf Eigenerklärungen der Hersteller oder Importeure. Die EU-Staaten prüfen, ob die auf dem Reifenlabel ausgewiesenen Klassen für Kraftstoffeffizienz, Nasshaftung und Rollgeräusch auch der Realität entsprechen.

Wer hat beschlossen, das Etikett einzuführen?

Die Verordnung wurde vom Europäischen Parlament und den EU-Staaten auf Vorschlag der Kommission verabschiedet. Im Vorfeld wurde die Kennzeichnungsregelung in Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren ausgearbeitet: nationale Behörden, Industrie, im Umweltbereich tätige Nichtregierungsorganisationen und Verbraucherorganisationen.

10-10-08_Logo_JRCEU-Kommission stellt ihr Arbeitsprogramm für 2013 vor

Bis zum Ende ihrer Amtszeit in 2014 hat sich die Kommission noch einiges vorgenommen. In dem am Freitag (26.10.) veröffentlichten Programm für das kommende Jahr wurden 50 Initiativen in sieben Politikbereichen vorgestellt. Hier eine kleine Auswahl:

Im Bereich Wirtschafts- und Währungspolitik strebt die Kommission eine verbindliche Umsetzung von den haushaltspolitischen EU Vorgaben in allen Mitgliedsstaaten an. Außerdem soll eine engere Abstimmung in der Steuerpolitik erreicht werden, um so Betrug und Steuerhinterziehung zu bekämpfen.

Bis 2020 soll im Bereich der Binnenmarkt- und Industriepolitik eine Steigerung des Industrieanteils an der Gesamtwirtschaftsleistung der EU um 20% erzielt werden. Weitere Ziele in diesem Feld sind die Anpassung der Mehrwertsteuervorschriften sowie die Einführung einer einheitlichen Mehrwertsteuererklärung. Der europäische Binnenmarkt soll weiter gefestigt und vertieft werden, beispielsweise durch einheitliche Vorschriften in den Bereichen Normung, Zertifizierung und Etikettierung.

Die EU-weite Infrastruktur soll in den nächsten Jahren besonders im Bereich Hochgeschwindigkeitsnetze ausgebaut werden. Desweiteren plant die Kommission eine Senkung des Energieverbrauchs und der Schadstoffemissionen.

Auch in der Arbeitsmarktpolitik hat die EU-Kommission ihre Initiativen vorgestellt. So soll beispielsweise die Vernetzung von staatlichen Arbeitsagenturen gestärkt werden. Die Verbesserung der Arbeitsmarktpolitik ist eine der Hauptprioritäten der Kommission. Das Vorantreiben der Internationalisierung des Hochschulbereichs und die Sicherung der betrieblichen Altersversorgung sind wichtige Initiativen in diesem Politikbereich für nächstes Jahr.

Im Bereich der inneren Sicherheit und der Justiz plant die Kommission die Errichtung einer Europäischen Staatsanwaltschaft, um so die finanziellen Interessen der Union besser schützen zu können. Der Handel mit Schusswaffen soll mit Hilfe von besserer intereuropäischer Zusammenarbeit bekämpft werden

Weitere Informationen zum Thema:

Barroso fordert neue Solidaritätsmechanismen

Arm und sozial ausgegrenzt: In der EU leben 40 Millionen Menschen in gravierender materieller Armut. Ein am 24. Oktober von der Kommission vorgeschlagener Fonds soll den am stärksten von Armut betroffenen Menschen helfen. Damit die Unterstützung gezielt auf lokale Bedürfnisse abgestimmt werden kann, sollen die Mitgliedstaaten Vergabekriterien erarbeiten.

Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte: „Wir brauchen neue Solidaritätsmechanismen auf europäischer Ebene und ausreichende Ressourcen, um armen Menschen zu helfen, die sich in vielen Fällen in einer sozialen Ausnahmesituation befinden." László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung und Soziales fügte hinzu: "Der vorgeschlagene neue Fonds wird ein konkretes Beispiel für die Solidarität der EU mit den Schwächsten sein, die die Wirtschafts- und Finanzkrise am härtesten getroffenen hat. Ich hoffe, die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament verabschieden diesen Vorschlag samt Begleitbudget möglichst bald, damit die Unterstützung ohne Verzögerung bei den Menschen ankommt, die sie brauchen."

43 Prozent der Europäer konnten sich 2010 nicht jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Geflügel oder Fisch (oder der vegetarischen Entsprechung) leisten. 5,7 Millionen Kinder müssen in Europa ohne neue (nicht gebrauchte) Kleidung auskommen. 4,7 Millionen besitzen keine zwei Paar gut passender Schuhe (einschließlich eines Paares wetterfester Schuhe). Aus dem Fonds, für den die Kommission von 2014 bis 2020 ein Summe von 2,5 Milliarden Euro eingeplant hat, würden Programme der Mitgliedstaaten gefördert, über die Nahrungsmittel an die ärmsten Menschen und Kleidung sowie andere wichtige Alltagsgüter an obdachlose Menschen und unter materieller Armut leidende Kinder abgegeben werden. Der Vorschlag wird nun zur Verabschiedung an das Europäische Parlament und den EU-Ministerrat weitergeleitet.

12-10-24-euromnzen3 Außenminister im Gespräch

Die Außenminister William Hague (Großbritannien), Guido Westerwelle (Deutschland) und Alexander Stubb (Finnland) haben sich gestern zum 2. Berliner Forum der Außenpolitik über die Zukunftsfrage Europas ausgetauscht. Unter dem Thema "Europa am Scheideweg – welches Europa wollen wir?" machten sie ihre teilweise doch sehr konträren Standpunkte klar.

Aus Sicht des britischen Außenministers Hague ist mit der Teilnahme Großbritanniens an einer europäischen Bankenunion nicht zu rechnen. Desweiteren plädierte er für den Ausbau der nationalen Wettbewerbsfähigkeit europäischer Staaten, um dem Weltmarkt stand zu halten. Im sozialen Bereich sprach er von einer tiefen „öffentlichen Desillusionierung mit der EU“, die nur durch mehr Teilnahme der nationalen Parlamente reguliert werden kann.

Guido Westerwelle sprach sich für eine Vertiefung der Zusammenarbeit in Bereichen der Wirtschafts-, -Fiskal,- und Finanzpolitik aus. Nur so könne eine europäische Einigung möglich gemacht werden. Außerdem müsse das Subsidiaritätsprinzip gründlich geprüft werden, bevor eine höhere, europäische Instanz von einer nationalen Behörde um Rat gefragt wird (Das Subsidiaritätsprinzip besagt, dass immer die kleinstmögliche Instanz, möglichst auf nationaler Ebene, zur Klärung eines Problems herangezogen werden soll und nur in vereinzelten Fällen die europäischen Institutionen.)

Finnlands Außenminister Alexander Stubb sprach von einem Scheideweg, an dem Europa momentan steht. Nur die Stabilisierung des Euro könne die Desintegration verhindern. Genau wie Westerwelle befürwortete auch Stubb eine Bankenunion und plädierte an Hague, sich dieser anzuschließen.

Weiterführende Links:

EU-Nachrichten Nr. 17 vom 18.10.2012

EU-Kommission überarbeitet Vorgaben für Biokraftstoffe
Klimaschutz ohne Nebenwirkungen

Niemand soll auf der Welt hungern, weil in Europa Autos mit Biokraftstoff betankt werden. Genauso wenig sollen für dessen Herstellung Wälder gerodet oder Sümpfe trockengelegt werden. Die EU-Kommission will solche schädlichen Nebenwirkungen des Biosprits ausschließen, indem sie neue Anforderungen an diese Treibstoffe in die bestehenden Richtlinien für erneuerbare Energie und für Kraftstoffqualität aufnimmt.

IM FOKUS
20 Jahre EU-Binnenmarkt
Der größte Trumpf in der Krise

Fortschrittsbericht
Erweiterung kann die EU stabiler und wohlhabender machen

KURZ & KNAPP
Leistungen gewürdigt
EU erhält Friedensnobelpreis

12-04-04-handshakeTrotz Krise zeigen sich die Europäer solidarisch gegenüber Entwicklungsländern

Laut einer neuen Umfrage des Eurobarometers zum Thema „Weltweite Solidarität – Haltung der Europäer zu Entwicklungsfragen“ unterstützen die meisten Bürgerinnen und Bürger Europas die Anstrengungen der EU für Entwicklungshilfe an die ärmsten Länder der Welt. Demnach sind 85% aller EU-Bürger für eine weiterführende Förderung der Entwicklungsländer in Zeiten der Wirtschaftskrise. Sogar gaben 61% der Befragten an, dass ihrer Meinung nach die Finanzhilfen aufgestockt werden sollten. Besonders Länder in schwierigen geografischen, politischen oder wirtschaftlichen Standorten sollte geholfen werden. Allerdings sprechen sich die meisten Bürger dafür aus, aufsteigende Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien nicht weiter zu fördern.

Interessant ist auch, dass durch die Krise akut angeschlagene EU-Länder wie Griechenland oder Spanien weiterhin an dem Solidaritätsgedanken festhalten und diesen begrüßen. Lediglich Portugal verzeichnet einen Rückgang der Befürworter um zehn Punkte. 53% der Befragten erachten das Problem der Korruption als größtes Hindernis für eine Verbesserung der Lage in Entwicklungsländern.

Weitere Informationen zum Thema:

entdeckeeuropa40 Jahre InterRail

Eine der beliebtesten Varianten Europas Vielfalt hautnah kennen zu lernen ist InterRail. Dabei handelt es sich um eine flexible, grenzüberschreitende Fahrkarte für Europa, die für alle Altersgruppen erhältlich ist. Der Reiz des unbeschränkten Reisens ist besonders für junge Leute sehr attraktiv, da mit dem InterRail Ticket beliebig viele Kilometer zurückgelegt werden können. Ganz nach Art und Wunsch der Reise kann eine aufregende Städtetour gemacht werden oder ein ausgedehnter Trip durch viele europäische Länder.

Es besteht die Möglichkeit, einen Global Pass zu erwerben, mit dem man durch 30 Länder Europas reisen kann, oder einen spezifischen Länderpass, der nur für ein Land gültig ist. Der jeweilige Preis ist einerseits abhängig von der Reichweite der Fahrkarte und andererseits von der Anzahl der Reisetagen. Die einzigen Vorraussetzungen für den Erwerb einer solchen Fahrkarte ist der ständige Wohnsitz in Europa, Russland oder der Türkei seit mindestens sechs Monaten.

Möglich gemacht hat das spannende Unternehmen InterRail die progressive Entwicklung des europäischen Binnenmarktes, welcher die Freiheit des Personen-, Waren-, Dienstleistungs- sowie des Kapitalverkehrs gewährleistet. Der 1951 von Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden ins Leben gerufene Vertrag war zunächst nur für die Verknüpfung von Kohle- und Stahlindustrien vorgesehen. Seitdem ist viel passiert: inzwischen sind alle 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union dem Binnenmarkt beigetreten.

Für weiterführende Informationen:

 

Gemeinsam für ein neues Wachstum

EU-BinnenmarktEuropas Binnenmarkt wird 20: Zeit, eine Bilanz der Erfolge und Herausforderungen zu ziehen. Seit 1992 trägt der gemeinsame Markt wesentlich zu  Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung in den Mitgliedstaaten bei. Die Grundsätze des freien Waren-, Personen-, Kapital- und Dienstleitungsverkehrs haben fast 500 Millionen Bürgerinnen und Bürgern und 21 Millionen Unternehmen beträchtliche Vorteile gebracht.

Dazu bieten wir Ihnen ab sofort die neue Broschüre " 20 Jahre Europäischer Binnenmarkt" an, die Sie bei uns im Büro abholen können. Darin finden Sie unter anderem die wichtigsten Erfolge der letzten 20 Jahre und die vielen Vorteile eines gemeinsamen Binnenmarktes.

EU-Sterne"Open Days 2012": EU-Regionalpolitik steht im Mittelpunkt

Mit starken Regionen aus der Krise: In der Woche vom 08. bis zum 12. September 2012 finden die zehnten "Open Days" statt, die größte jährliche Veranstaltung zur EU-Regionalpolitik. Neben europaweit stattfindenden Veranstaltungen werden auch 6000 Vertreter aus ganz Europa in Brüssel für eine starke künftige EU-Regionalpolitik werben. Sie soll vor allem "grünes" Wachstum, Forschung und Entwicklung und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) fördern. Und Kandidaten aus Thüringen, Berlin und Brandenburg gehen in Brüssel in das Rennen um die RegioStars 2013, mit denen besonders innovative Projekte in den EU-Regionen ausgezeichnet werden.

Ratspräsident Herman Van Rompuy, Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Parlamentspräsident Martin Schulz werden die Open Days eröffnen. Der Gastgeber, EU-Regionalkommissar Johannes Hahn, sagte: "Bei den Open Days haben unsere regionalen Partner die Möglichkeit, sich in dieser entscheidenden Phase Gehör zu verschaffen. Wir haben ein ideales Werkzeug an der Hand, mit dem wir die Krise bewältigen können, und wir möchten auch jeder Region dabei helfen. Aber wir brauchen ein realistisches Budget, damit die EU-Mittel auch weiterhin wachstumsfördernd eingesetzt werden.“

Seit 2007 haben Unternehmen mithilfe der EU Strukturfonds 450.000 Arbeitsplätze geschaffen. 460.000 junge Menschen wurden in Programme zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit aufgenommen, und mindestens 56.000 kleine und mittlere Unternehmen haben Finanzmittel erhalten. Die Europäische Kommission möchte diese Erfolgsgeschichte fortschreiben und hat im letzten Jahr ihren Vorschlag für das Budget und die Ausgestaltung der EU-Regionalpolitik ab 2014 auf den Tisch gelegt. Er wird im Rahmen der Gespräche über den künftigen EU-Haushalt derzeit mit den EU-Staaten und dem Europaparlament diskutiert.

EU-Nachrichten Nr. 16 vom 4.10.2012 pdf - 904 KB [904 KB]

Mehr Wachstum durch vertieften EU-Binnenmarkt
Es gibt noch mehr Schätze zu heben

Die EU-Bürgerinnen und Bürger haben heute viel mehr Möglichkeiten als vor 20 Jahren.
Dank dem EU-Binnenmarkt, einer Erfolgsgeschichte, deren Grundlage 1992 gelegt wurde
und die im Januar 1993 offiziell begann. Freies Reisen, freie Wahl des Arbeits- und
Studienortes, eine größere Auswahl zwischen Gütern und Dienstleistungen zu günstigeren
Preisen, Wachstum und neue Arbeitsplätze: es ist eine beeindruckende Bilanz.

IM FOKUS

Cloud-Computing
EU plant gemeinsame Strategie zur Nutzung der „digitalen Wolke“

Europäische Sprachen
Vielfältige Aktionen sollen Lust am Lernen wecken

KURZ & KNAPP
Deutscher Arbeitsmarkt
Fit für die Zukunft machen

12-10-05-spanienRegierungsentscheidung erwartet bis Ende dieser Woche

Wahrscheinlich wird die spanische Regierung schon bis Ende dieser Woche eine Entscheidung in der Frage einer Antragsstellung zu Finanzhilfen der EU treffen. Zwar habe das Land beachtliche Fortschritte zur Rettung seines kriselnden Finanzsektors gemacht, hat aber nach wie vor mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Vor allem der spanische Banksektor soll durch Hilfen der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Europäischen Rettungsschirms (ESM) mit bis zu 100 Milliarden Euro gestützt werden.

Nach Griechenland, Portugal, Irland und Zypern wird nun wahrscheinlich auch Spanien erhebliche europäische Finanzhilfen bekommen. Noch zögert die spanische Regierung unter Mariano Rajoy jedoch noch, diese zu beantragen. Der Grund hierfür erklärt sich aus den strengen Sparauflagen und Reformen der Bankenbranche, die mit dem Rettungsschirm verbunden sind.

Zuletzt ist es allein an Spanien, abzuwägen und sich für oder gegen europäische Finanzhilfen zu entscheiden. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, bekräftigte in einem Interview, dass der Euro unumkehrbar sei. Hierfür hatte die EZB angekündigt, im unbegrenzten Maß Staatsanleihen von verschuldeten Euro-Ländern zu kaufen, die komplett unter dem Rettungsschirm stehen.

Europa feiert am 26. September seine Sprachenvielfalt

Sprachenbaden in Berlin, Speak-Dating in Prag oder Rappen in Århus. Viele Städte in Deutschland sind dabei und werben am Europäischen Tag der Sprachen in Vorträgen, Lesungen und Sprachkursen dafür  Fremdsprachen zu erlernen. Mehr als 1000 Berliner Grundschüler beispielsweise nehmen am 25. und 26. September in über zwanzig Bibliotheken "Sprachenbäder“ in Estnisch, Finnisch, Maltesisch und vielen anderen europäischen Sprachen. In Bremen lädt das Institut Francais ein, über die Mehrsprachigkeit im Alltag zu diskutieren und in Dresden dreht sich im Kinder-und Elternzentrum alles um die Sprache unserer russischen Nachbarn.

„Der Tag, an dem Europa aufhört, all seine vielen Sprachen zu sprechen, ist auch der Tag, an dem Europa – als Idee, als Projekt – aufhört zu existieren“ , sagte die für Mehrsprachigkeit zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou. „Zu den grundlegendsten Zielen der EU zählt es, gemeinsam auf eine bessere Gesellschaft hinzuarbeiten und dabei unsere Unterschiede voll und ganz zu respektieren.“ Sprache sei dabei ein wesentliches Element. "Wenn wir uns nicht länger die Mühe machen, die Sprachen unserer Nachbarn zu erlernen, ist es auch weniger wahrscheinlich, dass wir ihre Ängste und Sorgen verstehen."

Ursprünglich eine Initiative des Europarats, wird der Sprachentag seit dem Jahr der Sprachen 2001 jährlich am 26. September gefeiert. Etwa 800 Millionen Bürger in 47 Ländern sollen europaweit ermutigt werden, mehr Sprachen zu lernen – in jedem Alter in und außerhalb der Schule, denn sprachliche Vielfalt kann zu einem besseren Verständnis zwischen Kulturen beitragen und zählt außerdem zu den zentralen Bestandteilen des kulturellen Erbes unseres Kontinents.

In der Europäischen Union wird eine Vielzahl an Sprachen gesprochen: Es gibt 23 Amtssprachen (mit dem EU Beitritt Kroatiens werden es nächstes Jahr 24) sowie etwa 60 Regional- und Minderheitssprachen und über 175 Migrantensprachen.

Früh übt sich: In Europas Grundschulen lernen über 70 Prozent der Kinder Englisch

Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht zum Fremdsprachen-Unterricht an Europas Schulen, den die EU-Kommission am 20. September 2012 vorgestellt hat. „Die sprachliche und die kulturelle Vielfalt gehören zu den größten Vorteilen der Europäischen Union", sagte Androulla Vassiliou, die Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend. „Der Fremdsprachenerwerb fördert die Verständigung zwischen Völkern und Ländern ebenso wie die grenzüberschreitende Mobilität und die Integration von Migranten. Ich freue mich, dass selbst unsere jüngsten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, den Spaß am Fremdsprachenlernen zu entdecken."

In den meisten Ländern wurde in den letzten 15 Jahren das Alter für den Beginn des Pflichtunterrichts in einer Fremdsprache gesenkt. In der Regel sind die Kinder zwischen sechs und neun Jahren alt, wenn sie ihre erste Fremdsprache lernen, so auch in Deutschland. In manchen Ländern, wie beispielsweise der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien oder in Spanien wird dieser Unterricht bereits in der Vorschule erteilt. Schlusslicht ist Großbritannien, wo die Kinder erst mit elf Jahren die erste Fremdsprache lernen.

Für die Mehrzahl der Schüler auf den weiterführenden Schulen in Europa ist eine zweite Fremdsprache Pflichtfach. In Deutschland sowie acht weiteren Ländern gilt dies nicht für alle Schüler der Sekundarstufe.
Die mit Abstand am meisten unterrichtete Sprache ist Englisch, gefolgt von Französisch, Spanisch und Deutsch. Allein in der Grundschule lernen im europäischen Vergleich über 70 Prozent der Kinder Englisch, Deutschland liegt mit rund 65 Prozent knapp darunter. Französisch und Deutsch sind weit abgeschlagen. Weniger als 5 Prozent der Kinder erlernen eine dieser beiden Sprachen.

EU-Nachrichten Nr. 15 vom 20.09.2012 pdf - 2 MB [2 MB]

Politische Union soll Währungsunion stärken
Barroso fordert ein „neues Denken“

Der Weg für den Fiskalpakt und den permanenten Euro-Rettungsschirm ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) ist frei, nachdem das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil über Eilanträge entschieden hat, dass beides mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar ist. Die beiden Instrumente sollen der EU helfen, die Schulden- und Wirtschaftskrise endgültig zu überwinden.


IM FOKUS
Die neue Stabilitätskultur
Interview mit Wirtschaftsund Währungskommissar Rehn

Deutschland und der Euro
Was die Gemeinschaftswährung für die deutsche Wirtschaft bedeutet

Banken- und Fiskalunion
Die künftigen Pfeiler für eine gestärkte Währungsunion

KURZ & KNAPP
EU-Berichte über Bildungschancen und Studiengebühren
Der günstigste Studienort muss nicht im eigenen Land sein

Modernisierung der Hochschulbildung soll stetiges Ziel bleiben.

Für eine moderne und exzellente Hochschulbildung in Europa hat sich am 18.09.2012 eine von der Kommission vorgestellte Expertengruppe unter dem Vorsitz der früheren irischen Präsidentin Mary McAleese eingesetzt.

Zu der hochrangigen Gruppe, die bis 2015 die gesamte Hochschulbildung EU-weit überprüfen soll, gehört auch der Deutsche Christian Bode, Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes bis 2010.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, erklärte: „Wir alle erinnern uns an Lehrerinnen und Lehrer, die uns inspiriert oder motiviert haben. Mithilfe der hochrangigen Gruppe möchte ich sicherstellen, dass alle Studierenden, unabhängig von ihrem Wohn- oder Studienort in Europa, von exzellenten Lehrkräften unterrichtet werden. Dies ist unabdingbar für Innovation, Beschäftigung und Wachstum. Exzellenz in der Lehre ist auch eine grundlegende Voraussetzung dafür, nachhaltige Wege aus der derzeitigen Krise zu finden und zu beschreiten."

Die Einsetzung der Gruppe ist Teil der Strategie zur Modernisierung der Hochschulbildung in den Mitgliedstaaten. Die Expertengruppe wird nach vorbildlichen Verfahren und kreativen Lösungen suchen und Empfehlungen für einzelstaatliche und europäische politische Entscheidungsträger, Universitäten und Hochschulen geben. In den nächsten drei Jahren wird sie weitere Experten aus dem Hochschulbereich, aus Regierungen und Unternehmen sowie Studierende und Lehrkräfte konsultieren. Ziel ist die Umsetzung der Europäischen Agenda für die Modernisierung der Hochschulbildung aus dem Jahr 2011. Zu den Schwerpunkten der Agenda zählen Qualität und Relevanz der Hochschulbildung, damit die Lehrpläne die Bedürfnisse von Studierenden und Arbeitgebern berücksichtigen, die Erhöhung der Studierendenzahlen und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Unternehmen und Forschungszentren. Ihren ersten Bericht wird die Gruppe 2013 vorlegen.

Ostdeutsche Städte liegen vorne im Bereich der Bildung.

Das zeigt ein Bericht zu den Bildungschancen in den europäischen Regionen, den die EU-Kommission am 14.09.2012 vorgestellt hat. Demzufolge ist der Anteil der über 15-jährigen, die nur den 10. Klasse-Schulabschluss haben, in Spanien und Portugal am höchsten. Am niedrigsten ist er in Prag, dicht gefolgt von vielen ostdeutschen Regionen. Allen voran Chemnitz, wo nur einer von zehn Schülern die Schule mit einem niedrigen Abschluss verlässt, aber über 60 Prozent einen Gymnasialabschluss oder vergleichbaren Abschluss haben. Im Gegensatz zu Bremen, wo jeder dritte nur den 10. Klasse-Schulabschluss schafft.

Bei Bachelor und Master haben das Vereinigte Königreich, die Niederlanden, Nordspanien und Zypern die Nase vorn. Über 40 Prozent der über 15-jährigen in London können diese oder vergleichbare Abschlüsse vorweisen. Das beste Ergebnis in Deutschland erzielt Dresden mit 28,9 Prozent während Koblenz mit 15,2 Prozent das Schlusslicht bildet. Die geringste Zahl dieser Absolventen im europäischen Vergleich gibt es in Italien, Portugal, Rumänien und der Tschechischen Republik.

Angesichts der erheblichen Unterschiede zwischen den Regionen und zwischen dem Mitgliedstaaten, fordert die EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou: „Es ist an der Zeit, dass wir Ernst machen und unsere Zusagen einhalten. Wir müssen uns mit der geografischen Ungleichheit im Bildungsbereich befassen, wenn wir zu einer ausgewogenen regionalen Entwicklung und sozialem Zusammenhalt kommen wollen. "Die europäischen Strukturfonds können und sollten zu diesem Zweck genutzt werden.

12-09-13-Video-FinanzkriseAnimiertes Video erläutert die Hintergründe der Schuldenkrise und die Maßnahmen

"Gestärkt aus der Krise: Die europäische Vision", so lautet der Titel des englischsprachigen Videos, mit dem die EU-Kommission die Chronologie der Banken-, Schulden- und Finanzkrise darstellt und Lösungen aufzeigt, um die Finanzkrise zu bewältigen.

Das Video zeigt, wie die EU-Maßnahmen die Wirtschafts-und Währungsunion stärken können und wie diese den Weg in Richtung einer starken politischen Union ebnet.

Es ist gut verständlich, obwohl es nur auf Englisch verfügbar ist.

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EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso: Neue Ausrichtung für Europa

Mit mehr Europa in eine neue Richtung. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat am 12.09.2012 in einer Grundsatzrede zur Lage der Union gefordert, die Neuausrichtung Europas voranzutreiben.

"Europa braucht eine neue Ausrichtung, Europa braucht eine neue Denkweise", sagte der Präsident vor dem Europäischen Parlament in Straßburg. "Wir müssen damit aufhören, die Fragen der Zukunft weiterhin mit den Instrumenten der Vergangenheit anzugehen. Die Globalisierung erfordert eine größere europäische Einheit. Eine größere Einheit erfordert eine stärkere Integration. Und eine stärkere Integration erfordert mehr europäische Demokratie", sagte Barroso vor den Abgeordneten.

Europäische Bankenaufsicht

Die wichtigste Aufgabe, vor der Europa derzeit stehe, sei die Sicherung der Stabilität des Euroraums. Dazu müsse die Wirtschafts- und Währungsunion vollendet sowie eine Banken- und Fiskalunion geschaffen werden. In diesem Zusammenhang verwies der Präsident auf den einheitlichen Aufsichtsmechanismus für alle Banken, den die Kommission heute vorgestellt hat. Die Europäische Zentralbank, deren Unabhängigkeit alle Akteure respektieren müssten, spiele dabei eine maßgebliche Rolle, so Barroso. Der neue Aufsichtsmechanismus, der alle Banken des Eurosystems erfassen soll, sei der erste Schritt zur Bankenunion.

Der Kommissionspräsident forderte, die  Wirtschafts-und Währungsunion zu vertiefen und kündigte an, bereits im Herbst ein Konzept für eine intensivere wirtschaftspolitische Koordinierung vorzulegen. "Eine enge und echte Wirtschafts- und Währungsunion, eine politische Union, eine Union mit einer kohärenten Außen- und Verteidigungspolitik bedeutet letzten Endes, dass die Europäische Union nicht stehen bleiben kann, sondern sich weiterentwickeln muss. Wir sollten nicht davor zurückschrecken, es deutlich zu sagen: wir müssen den Weg zu einem Bund der Nationalstaaten gehen. Das ist es, was wir brauchen. Das ist das Ziel, das wir uns setzen sollten."

Der Präsident forderte alle auf, sich an der Debatte zur Zukunft Europas zu beteiligen. Das Europäische Parlament und die nationalen Parteien sollten verstärkt zusammenarbeiten. Er unterstrich, dass die europaweite politische Debatte vorangebracht werden könnte, wenn die europäischen Parteien 2014 ihre eigenen Kandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten nominieren würden. "Ich bitte die politischen Parteien um Unterstützung bei diesem Vorhaben, die Europawahlen stärker europäisch auszurichten."

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