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EU Meldungen 2 webHier erhalten Sie von unserem Team neueste Meldungen über wichtige Themen der EU-Politik.

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Zudem informieren wir über Verbraucherschutzfragen und Bürgerrechte in der EU sowie Wettbewerbe und Aufrufe mit EU-Bezug.

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Kategorie "EU-Meldungen" mit einem RSS-Reader abonnierenRSS Icon 32

EU-Nachrichten Nr. 17 vom 18.10.2012

EU-Kommission überarbeitet Vorgaben für Biokraftstoffe
Klimaschutz ohne Nebenwirkungen

Niemand soll auf der Welt hungern, weil in Europa Autos mit Biokraftstoff betankt werden. Genauso wenig sollen für dessen Herstellung Wälder gerodet oder Sümpfe trockengelegt werden. Die EU-Kommission will solche schädlichen Nebenwirkungen des Biosprits ausschließen, indem sie neue Anforderungen an diese Treibstoffe in die bestehenden Richtlinien für erneuerbare Energie und für Kraftstoffqualität aufnimmt.

IM FOKUS
20 Jahre EU-Binnenmarkt
Der größte Trumpf in der Krise

Fortschrittsbericht
Erweiterung kann die EU stabiler und wohlhabender machen

KURZ & KNAPP
Leistungen gewürdigt
EU erhält Friedensnobelpreis

12-04-04-handshakeTrotz Krise zeigen sich die Europäer solidarisch gegenüber Entwicklungsländern

Laut einer neuen Umfrage des Eurobarometers zum Thema „Weltweite Solidarität – Haltung der Europäer zu Entwicklungsfragen“ unterstützen die meisten Bürgerinnen und Bürger Europas die Anstrengungen der EU für Entwicklungshilfe an die ärmsten Länder der Welt. Demnach sind 85% aller EU-Bürger für eine weiterführende Förderung der Entwicklungsländer in Zeiten der Wirtschaftskrise. Sogar gaben 61% der Befragten an, dass ihrer Meinung nach die Finanzhilfen aufgestockt werden sollten. Besonders Länder in schwierigen geografischen, politischen oder wirtschaftlichen Standorten sollte geholfen werden. Allerdings sprechen sich die meisten Bürger dafür aus, aufsteigende Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien nicht weiter zu fördern.

Interessant ist auch, dass durch die Krise akut angeschlagene EU-Länder wie Griechenland oder Spanien weiterhin an dem Solidaritätsgedanken festhalten und diesen begrüßen. Lediglich Portugal verzeichnet einen Rückgang der Befürworter um zehn Punkte. 53% der Befragten erachten das Problem der Korruption als größtes Hindernis für eine Verbesserung der Lage in Entwicklungsländern.

Weitere Informationen zum Thema:

entdeckeeuropa40 Jahre InterRail

Eine der beliebtesten Varianten Europas Vielfalt hautnah kennen zu lernen ist InterRail. Dabei handelt es sich um eine flexible, grenzüberschreitende Fahrkarte für Europa, die für alle Altersgruppen erhältlich ist. Der Reiz des unbeschränkten Reisens ist besonders für junge Leute sehr attraktiv, da mit dem InterRail Ticket beliebig viele Kilometer zurückgelegt werden können. Ganz nach Art und Wunsch der Reise kann eine aufregende Städtetour gemacht werden oder ein ausgedehnter Trip durch viele europäische Länder.

Es besteht die Möglichkeit, einen Global Pass zu erwerben, mit dem man durch 30 Länder Europas reisen kann, oder einen spezifischen Länderpass, der nur für ein Land gültig ist. Der jeweilige Preis ist einerseits abhängig von der Reichweite der Fahrkarte und andererseits von der Anzahl der Reisetagen. Die einzigen Vorraussetzungen für den Erwerb einer solchen Fahrkarte ist der ständige Wohnsitz in Europa, Russland oder der Türkei seit mindestens sechs Monaten.

Möglich gemacht hat das spannende Unternehmen InterRail die progressive Entwicklung des europäischen Binnenmarktes, welcher die Freiheit des Personen-, Waren-, Dienstleistungs- sowie des Kapitalverkehrs gewährleistet. Der 1951 von Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden ins Leben gerufene Vertrag war zunächst nur für die Verknüpfung von Kohle- und Stahlindustrien vorgesehen. Seitdem ist viel passiert: inzwischen sind alle 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union dem Binnenmarkt beigetreten.

Für weiterführende Informationen:

 

Gemeinsam für ein neues Wachstum

EU-BinnenmarktEuropas Binnenmarkt wird 20: Zeit, eine Bilanz der Erfolge und Herausforderungen zu ziehen. Seit 1992 trägt der gemeinsame Markt wesentlich zu  Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung in den Mitgliedstaaten bei. Die Grundsätze des freien Waren-, Personen-, Kapital- und Dienstleitungsverkehrs haben fast 500 Millionen Bürgerinnen und Bürgern und 21 Millionen Unternehmen beträchtliche Vorteile gebracht.

Dazu bieten wir Ihnen ab sofort die neue Broschüre " 20 Jahre Europäischer Binnenmarkt" an, die Sie bei uns im Büro abholen können. Darin finden Sie unter anderem die wichtigsten Erfolge der letzten 20 Jahre und die vielen Vorteile eines gemeinsamen Binnenmarktes.

EU-Sterne"Open Days 2012": EU-Regionalpolitik steht im Mittelpunkt

Mit starken Regionen aus der Krise: In der Woche vom 08. bis zum 12. September 2012 finden die zehnten "Open Days" statt, die größte jährliche Veranstaltung zur EU-Regionalpolitik. Neben europaweit stattfindenden Veranstaltungen werden auch 6000 Vertreter aus ganz Europa in Brüssel für eine starke künftige EU-Regionalpolitik werben. Sie soll vor allem "grünes" Wachstum, Forschung und Entwicklung und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) fördern. Und Kandidaten aus Thüringen, Berlin und Brandenburg gehen in Brüssel in das Rennen um die RegioStars 2013, mit denen besonders innovative Projekte in den EU-Regionen ausgezeichnet werden.

Ratspräsident Herman Van Rompuy, Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Parlamentspräsident Martin Schulz werden die Open Days eröffnen. Der Gastgeber, EU-Regionalkommissar Johannes Hahn, sagte: "Bei den Open Days haben unsere regionalen Partner die Möglichkeit, sich in dieser entscheidenden Phase Gehör zu verschaffen. Wir haben ein ideales Werkzeug an der Hand, mit dem wir die Krise bewältigen können, und wir möchten auch jeder Region dabei helfen. Aber wir brauchen ein realistisches Budget, damit die EU-Mittel auch weiterhin wachstumsfördernd eingesetzt werden.“

Seit 2007 haben Unternehmen mithilfe der EU Strukturfonds 450.000 Arbeitsplätze geschaffen. 460.000 junge Menschen wurden in Programme zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit aufgenommen, und mindestens 56.000 kleine und mittlere Unternehmen haben Finanzmittel erhalten. Die Europäische Kommission möchte diese Erfolgsgeschichte fortschreiben und hat im letzten Jahr ihren Vorschlag für das Budget und die Ausgestaltung der EU-Regionalpolitik ab 2014 auf den Tisch gelegt. Er wird im Rahmen der Gespräche über den künftigen EU-Haushalt derzeit mit den EU-Staaten und dem Europaparlament diskutiert.

EU-Nachrichten Nr. 16 vom 4.10.2012 pdf - 904 KB [904 KB]

Mehr Wachstum durch vertieften EU-Binnenmarkt
Es gibt noch mehr Schätze zu heben

Die EU-Bürgerinnen und Bürger haben heute viel mehr Möglichkeiten als vor 20 Jahren.
Dank dem EU-Binnenmarkt, einer Erfolgsgeschichte, deren Grundlage 1992 gelegt wurde
und die im Januar 1993 offiziell begann. Freies Reisen, freie Wahl des Arbeits- und
Studienortes, eine größere Auswahl zwischen Gütern und Dienstleistungen zu günstigeren
Preisen, Wachstum und neue Arbeitsplätze: es ist eine beeindruckende Bilanz.

IM FOKUS

Cloud-Computing
EU plant gemeinsame Strategie zur Nutzung der „digitalen Wolke“

Europäische Sprachen
Vielfältige Aktionen sollen Lust am Lernen wecken

KURZ & KNAPP
Deutscher Arbeitsmarkt
Fit für die Zukunft machen

12-10-05-spanienRegierungsentscheidung erwartet bis Ende dieser Woche

Wahrscheinlich wird die spanische Regierung schon bis Ende dieser Woche eine Entscheidung in der Frage einer Antragsstellung zu Finanzhilfen der EU treffen. Zwar habe das Land beachtliche Fortschritte zur Rettung seines kriselnden Finanzsektors gemacht, hat aber nach wie vor mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Vor allem der spanische Banksektor soll durch Hilfen der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Europäischen Rettungsschirms (ESM) mit bis zu 100 Milliarden Euro gestützt werden.

Nach Griechenland, Portugal, Irland und Zypern wird nun wahrscheinlich auch Spanien erhebliche europäische Finanzhilfen bekommen. Noch zögert die spanische Regierung unter Mariano Rajoy jedoch noch, diese zu beantragen. Der Grund hierfür erklärt sich aus den strengen Sparauflagen und Reformen der Bankenbranche, die mit dem Rettungsschirm verbunden sind.

Zuletzt ist es allein an Spanien, abzuwägen und sich für oder gegen europäische Finanzhilfen zu entscheiden. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, bekräftigte in einem Interview, dass der Euro unumkehrbar sei. Hierfür hatte die EZB angekündigt, im unbegrenzten Maß Staatsanleihen von verschuldeten Euro-Ländern zu kaufen, die komplett unter dem Rettungsschirm stehen.

Europa feiert am 26. September seine Sprachenvielfalt

Sprachenbaden in Berlin, Speak-Dating in Prag oder Rappen in Århus. Viele Städte in Deutschland sind dabei und werben am Europäischen Tag der Sprachen in Vorträgen, Lesungen und Sprachkursen dafür  Fremdsprachen zu erlernen. Mehr als 1000 Berliner Grundschüler beispielsweise nehmen am 25. und 26. September in über zwanzig Bibliotheken "Sprachenbäder“ in Estnisch, Finnisch, Maltesisch und vielen anderen europäischen Sprachen. In Bremen lädt das Institut Francais ein, über die Mehrsprachigkeit im Alltag zu diskutieren und in Dresden dreht sich im Kinder-und Elternzentrum alles um die Sprache unserer russischen Nachbarn.

„Der Tag, an dem Europa aufhört, all seine vielen Sprachen zu sprechen, ist auch der Tag, an dem Europa – als Idee, als Projekt – aufhört zu existieren“ , sagte die für Mehrsprachigkeit zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou. „Zu den grundlegendsten Zielen der EU zählt es, gemeinsam auf eine bessere Gesellschaft hinzuarbeiten und dabei unsere Unterschiede voll und ganz zu respektieren.“ Sprache sei dabei ein wesentliches Element. "Wenn wir uns nicht länger die Mühe machen, die Sprachen unserer Nachbarn zu erlernen, ist es auch weniger wahrscheinlich, dass wir ihre Ängste und Sorgen verstehen."

Ursprünglich eine Initiative des Europarats, wird der Sprachentag seit dem Jahr der Sprachen 2001 jährlich am 26. September gefeiert. Etwa 800 Millionen Bürger in 47 Ländern sollen europaweit ermutigt werden, mehr Sprachen zu lernen – in jedem Alter in und außerhalb der Schule, denn sprachliche Vielfalt kann zu einem besseren Verständnis zwischen Kulturen beitragen und zählt außerdem zu den zentralen Bestandteilen des kulturellen Erbes unseres Kontinents.

In der Europäischen Union wird eine Vielzahl an Sprachen gesprochen: Es gibt 23 Amtssprachen (mit dem EU Beitritt Kroatiens werden es nächstes Jahr 24) sowie etwa 60 Regional- und Minderheitssprachen und über 175 Migrantensprachen.

Früh übt sich: In Europas Grundschulen lernen über 70 Prozent der Kinder Englisch

Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht zum Fremdsprachen-Unterricht an Europas Schulen, den die EU-Kommission am 20. September 2012 vorgestellt hat. „Die sprachliche und die kulturelle Vielfalt gehören zu den größten Vorteilen der Europäischen Union", sagte Androulla Vassiliou, die Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend. „Der Fremdsprachenerwerb fördert die Verständigung zwischen Völkern und Ländern ebenso wie die grenzüberschreitende Mobilität und die Integration von Migranten. Ich freue mich, dass selbst unsere jüngsten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, den Spaß am Fremdsprachenlernen zu entdecken."

In den meisten Ländern wurde in den letzten 15 Jahren das Alter für den Beginn des Pflichtunterrichts in einer Fremdsprache gesenkt. In der Regel sind die Kinder zwischen sechs und neun Jahren alt, wenn sie ihre erste Fremdsprache lernen, so auch in Deutschland. In manchen Ländern, wie beispielsweise der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien oder in Spanien wird dieser Unterricht bereits in der Vorschule erteilt. Schlusslicht ist Großbritannien, wo die Kinder erst mit elf Jahren die erste Fremdsprache lernen.

Für die Mehrzahl der Schüler auf den weiterführenden Schulen in Europa ist eine zweite Fremdsprache Pflichtfach. In Deutschland sowie acht weiteren Ländern gilt dies nicht für alle Schüler der Sekundarstufe.
Die mit Abstand am meisten unterrichtete Sprache ist Englisch, gefolgt von Französisch, Spanisch und Deutsch. Allein in der Grundschule lernen im europäischen Vergleich über 70 Prozent der Kinder Englisch, Deutschland liegt mit rund 65 Prozent knapp darunter. Französisch und Deutsch sind weit abgeschlagen. Weniger als 5 Prozent der Kinder erlernen eine dieser beiden Sprachen.

EU-Nachrichten Nr. 15 vom 20.09.2012 pdf - 2 MB [2 MB]

Politische Union soll Währungsunion stärken
Barroso fordert ein „neues Denken“

Der Weg für den Fiskalpakt und den permanenten Euro-Rettungsschirm ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) ist frei, nachdem das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil über Eilanträge entschieden hat, dass beides mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar ist. Die beiden Instrumente sollen der EU helfen, die Schulden- und Wirtschaftskrise endgültig zu überwinden.


IM FOKUS
Die neue Stabilitätskultur
Interview mit Wirtschaftsund Währungskommissar Rehn

Deutschland und der Euro
Was die Gemeinschaftswährung für die deutsche Wirtschaft bedeutet

Banken- und Fiskalunion
Die künftigen Pfeiler für eine gestärkte Währungsunion

KURZ & KNAPP
EU-Berichte über Bildungschancen und Studiengebühren
Der günstigste Studienort muss nicht im eigenen Land sein

Modernisierung der Hochschulbildung soll stetiges Ziel bleiben.

Für eine moderne und exzellente Hochschulbildung in Europa hat sich am 18.09.2012 eine von der Kommission vorgestellte Expertengruppe unter dem Vorsitz der früheren irischen Präsidentin Mary McAleese eingesetzt.

Zu der hochrangigen Gruppe, die bis 2015 die gesamte Hochschulbildung EU-weit überprüfen soll, gehört auch der Deutsche Christian Bode, Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes bis 2010.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, erklärte: „Wir alle erinnern uns an Lehrerinnen und Lehrer, die uns inspiriert oder motiviert haben. Mithilfe der hochrangigen Gruppe möchte ich sicherstellen, dass alle Studierenden, unabhängig von ihrem Wohn- oder Studienort in Europa, von exzellenten Lehrkräften unterrichtet werden. Dies ist unabdingbar für Innovation, Beschäftigung und Wachstum. Exzellenz in der Lehre ist auch eine grundlegende Voraussetzung dafür, nachhaltige Wege aus der derzeitigen Krise zu finden und zu beschreiten."

Die Einsetzung der Gruppe ist Teil der Strategie zur Modernisierung der Hochschulbildung in den Mitgliedstaaten. Die Expertengruppe wird nach vorbildlichen Verfahren und kreativen Lösungen suchen und Empfehlungen für einzelstaatliche und europäische politische Entscheidungsträger, Universitäten und Hochschulen geben. In den nächsten drei Jahren wird sie weitere Experten aus dem Hochschulbereich, aus Regierungen und Unternehmen sowie Studierende und Lehrkräfte konsultieren. Ziel ist die Umsetzung der Europäischen Agenda für die Modernisierung der Hochschulbildung aus dem Jahr 2011. Zu den Schwerpunkten der Agenda zählen Qualität und Relevanz der Hochschulbildung, damit die Lehrpläne die Bedürfnisse von Studierenden und Arbeitgebern berücksichtigen, die Erhöhung der Studierendenzahlen und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Unternehmen und Forschungszentren. Ihren ersten Bericht wird die Gruppe 2013 vorlegen.

Ostdeutsche Städte liegen vorne im Bereich der Bildung.

Das zeigt ein Bericht zu den Bildungschancen in den europäischen Regionen, den die EU-Kommission am 14.09.2012 vorgestellt hat. Demzufolge ist der Anteil der über 15-jährigen, die nur den 10. Klasse-Schulabschluss haben, in Spanien und Portugal am höchsten. Am niedrigsten ist er in Prag, dicht gefolgt von vielen ostdeutschen Regionen. Allen voran Chemnitz, wo nur einer von zehn Schülern die Schule mit einem niedrigen Abschluss verlässt, aber über 60 Prozent einen Gymnasialabschluss oder vergleichbaren Abschluss haben. Im Gegensatz zu Bremen, wo jeder dritte nur den 10. Klasse-Schulabschluss schafft.

Bei Bachelor und Master haben das Vereinigte Königreich, die Niederlanden, Nordspanien und Zypern die Nase vorn. Über 40 Prozent der über 15-jährigen in London können diese oder vergleichbare Abschlüsse vorweisen. Das beste Ergebnis in Deutschland erzielt Dresden mit 28,9 Prozent während Koblenz mit 15,2 Prozent das Schlusslicht bildet. Die geringste Zahl dieser Absolventen im europäischen Vergleich gibt es in Italien, Portugal, Rumänien und der Tschechischen Republik.

Angesichts der erheblichen Unterschiede zwischen den Regionen und zwischen dem Mitgliedstaaten, fordert die EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou: „Es ist an der Zeit, dass wir Ernst machen und unsere Zusagen einhalten. Wir müssen uns mit der geografischen Ungleichheit im Bildungsbereich befassen, wenn wir zu einer ausgewogenen regionalen Entwicklung und sozialem Zusammenhalt kommen wollen. "Die europäischen Strukturfonds können und sollten zu diesem Zweck genutzt werden.

12-09-13-Video-FinanzkriseAnimiertes Video erläutert die Hintergründe der Schuldenkrise und die Maßnahmen

"Gestärkt aus der Krise: Die europäische Vision", so lautet der Titel des englischsprachigen Videos, mit dem die EU-Kommission die Chronologie der Banken-, Schulden- und Finanzkrise darstellt und Lösungen aufzeigt, um die Finanzkrise zu bewältigen.

Das Video zeigt, wie die EU-Maßnahmen die Wirtschafts-und Währungsunion stärken können und wie diese den Weg in Richtung einer starken politischen Union ebnet.

Es ist gut verständlich, obwohl es nur auf Englisch verfügbar ist.

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EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso: Neue Ausrichtung für Europa

Mit mehr Europa in eine neue Richtung. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat am 12.09.2012 in einer Grundsatzrede zur Lage der Union gefordert, die Neuausrichtung Europas voranzutreiben.

"Europa braucht eine neue Ausrichtung, Europa braucht eine neue Denkweise", sagte der Präsident vor dem Europäischen Parlament in Straßburg. "Wir müssen damit aufhören, die Fragen der Zukunft weiterhin mit den Instrumenten der Vergangenheit anzugehen. Die Globalisierung erfordert eine größere europäische Einheit. Eine größere Einheit erfordert eine stärkere Integration. Und eine stärkere Integration erfordert mehr europäische Demokratie", sagte Barroso vor den Abgeordneten.

Europäische Bankenaufsicht

Die wichtigste Aufgabe, vor der Europa derzeit stehe, sei die Sicherung der Stabilität des Euroraums. Dazu müsse die Wirtschafts- und Währungsunion vollendet sowie eine Banken- und Fiskalunion geschaffen werden. In diesem Zusammenhang verwies der Präsident auf den einheitlichen Aufsichtsmechanismus für alle Banken, den die Kommission heute vorgestellt hat. Die Europäische Zentralbank, deren Unabhängigkeit alle Akteure respektieren müssten, spiele dabei eine maßgebliche Rolle, so Barroso. Der neue Aufsichtsmechanismus, der alle Banken des Eurosystems erfassen soll, sei der erste Schritt zur Bankenunion.

Der Kommissionspräsident forderte, die  Wirtschafts-und Währungsunion zu vertiefen und kündigte an, bereits im Herbst ein Konzept für eine intensivere wirtschaftspolitische Koordinierung vorzulegen. "Eine enge und echte Wirtschafts- und Währungsunion, eine politische Union, eine Union mit einer kohärenten Außen- und Verteidigungspolitik bedeutet letzten Endes, dass die Europäische Union nicht stehen bleiben kann, sondern sich weiterentwickeln muss. Wir sollten nicht davor zurückschrecken, es deutlich zu sagen: wir müssen den Weg zu einem Bund der Nationalstaaten gehen. Das ist es, was wir brauchen. Das ist das Ziel, das wir uns setzen sollten."

Der Präsident forderte alle auf, sich an der Debatte zur Zukunft Europas zu beteiligen. Das Europäische Parlament und die nationalen Parteien sollten verstärkt zusammenarbeiten. Er unterstrich, dass die europaweite politische Debatte vorangebracht werden könnte, wenn die europäischen Parteien 2014 ihre eigenen Kandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten nominieren würden. "Ich bitte die politischen Parteien um Unterstützung bei diesem Vorhaben, die Europawahlen stärker europäisch auszurichten."

Deutschland immer stärker betroffen.

Europas Schulen droht gravierender Lehrermangel: In vielen EU-Staaten werden die Schüler von Lehrern unterrichtet, die in absehbarer Zeit in Rente gehen.

Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht „Bildung auf einen Blick", den die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) heute veröffentlicht hat. In Deutschland und Italien sind mehr als 50 Prozent der Lehrkräfte über 50 Jahre alt. In vier weiteren EU-Staaten sind es noch über 40 Prozent.

Der Bericht zeige, dass Reformen nötig seien, um die Bildung zu modernisieren und sie für Studierende und Lehrkräfte gleichermaßen attraktiver zu machen, sagte EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou zu den Ergebnissen des Berichts. "Aus den Daten geht klar hervor, dass die Kosten der Bildung von deren Ergebnissen mehr als wettgemacht werden."

„Bildung auf einen Blick" wird jährlich von OECD erstellt, die dafür unter anderem Daten von Eurostat nutzt. Der Bericht informiert über die aktuelle Situation im Bildungsbereich, wie beispielsweise die Finanzmittel und Personalressourcen, die Schüler-Lehrer-Relation, Unterrichtsstunden, Absolventenzahlen und Prüfungsergebnisse, Bildungszugang und –fortschritt sowie Angaben zu Lernumfeld und Organisation der Einrichtungen.
Er enthält Bildungsdaten aus den 34 OECD-Mitgliedsländern, darunter 21 EU-Mitgliedstaaten.

Kommission vereinfacht europäische Vergleichbarkeit

Studierende können die Kosten für ein Studium jetzt europaweit besser vergleichen. Ein in dieser Woche von der EU-Kommission veröffentlichter Bericht stellt die große Bandbreite der Gebühren und Zuschüsse für ein Studium in Europa vor. Androulla Vassiliou, Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend erwartet eine erhöhte Mobilität der Studierenden durch die verbesserte Vergleichsmöglichkeit: "Dieser wichtige Bericht kommt zur rechten Zeit: Er erinnert uns daran, dass eine moderne allgemeine und berufliche Bildung die Grundlage für langfristigen Wohlstand in Europa und der Schlüssel zur Lösung unserer wirtschaftlichen Probleme ist."

In Europa entstehen den Studierenden durch ihr Studium sehr unterschiedliche Kosten. In neun Ländern (Dänemark, Finnland, Griechenland, Malta, Norwegen, Österreich, Vereinigtes Königreich (Schottland), Schweden und Zypern)  zahlen Studierende keine Studiengebühren. In Deutschland erheben die Bundesländer Bayern und Niedersachsen Studiengebühren für das neue Studienjahr 2012/2013, die anderen 14 Bundesländer nicht. Die höchsten Gebühren werden im Vereinigten Königreich (England, Wales und Nordirland) erhoben. Ab September 2012 gelten in England neue Grundgebühren von 6 000 £ und Höchstgebühren von 9 000 £. Der Bericht weist auch auf große Unterschiede bei der Studienförderung hin: In Deutschland, in den nordischen Ländern und im Vereinigten Königreich werden Studierende großzügig gefördert, während sie in Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, in der Tschechischen Republik und in Ungarn nur geringe finanzielle Unterstützung erhalten.

Zudem erhalten Sie auf der unten angegebene Seite viele weitere Informationen über die unterschiedlichen Strukturen der europäischen Bildungssysteme, die das Eurydice-Netzwerk im Auftrag der Europäischen Kommission herausgearbeitet hat. So können Sie sich unter anderem über die europäischen Arten von Schulpflichten oder über den Schul- und akademischen Kalender informieren.

Junge Forscher sollen verstärkt auf europäischer Ebene gefördert werden.

Für mehr Exzellenz: Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat am 10.09.2012 Stipendien von jeweils bis zu 2 Millionen Euro für über 500 angehende Spitzenforscher in Europa bereitgestellt.

78 der so genannten "Starting Grants" gehen an Forscher in Deutschland. Die Förderung soll ihnen helfen, in den Bereichen Natur- und Ingenieurwissenschaften, Biowissenschaften und auch ¬Sozial- und Geisteswissenschaften neue Ideen zu entwickeln und die Spitzenforschung in Europa voranzutreiben.

 „In einer globalen Wissenswirtschaft brauchen wir den Wettbewerb neuer Ideen. Investitionen in Pionierforschung von Weltrang und in die nächste Generation von Wissenschaftlern ist eine der obersten Prioritäten für Europa, " sagte EU-Forschungskommissarin Geoghegan-Quinn. "Bereits nach fünf Jahren sind die Stipendien des ERC weltweit ein Begriff und tragen dazu bei, dass wir die allerbesten Kräfte anziehen und halten können."

Insgesamt gingen fast 5000 Bewerbungen ein – ein Beweis dafür, dass die europäischen Forschungsstipendien immer bekannter und beliebter werden. Allerdings durchlaufen die Projekte einen strengen Auswahlprozess: 25 Gremien, denen namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt angehören, bewerten die Projekte. Ihr einziges Auswahlkriterium ist Exzellenz.
Eine der ausgezeichneten deutschen Spitzenforscher ist Gentiana Wenzel aus Saarbrücken. Sie hat ein EU-Stipendium in Höhe von 1,2 Millionen Euro erhalten, um eine neue Generation von Laser-Hörgeräten zu entwickeln. Die neue Technik soll schwerhörigen Menschen helfen wieder zu hören und komplexe Klänge zu unterscheiden.

Die Forscherin der Saarland Universität steht für Interviews bereit. Bei Interesse melden Sie sich bitte in der Pressestelle der Vertretung der EU-Kommission: (+49 30 2280 2410)

EU-Nachrichten Nr. 14 vom 06.09.2012

EU-Hilfe für syrische Flüchtlinge
Kindern ein Stück Normalität zurückgeben

Als die 15-jährige Amani* vor Bürgerkrieg und Gewalt in Syrien mit ihrer Familie nach Jordanien fliehen musste, konnte sie ihre Schulsachen nicht mitnehmen. Vieles andere war
für das Überleben wichtiger. Doch wie tausende andere syrische Kinder, die in Jordanien, der Türkei, dem Libanon oder dem Irak Zuflucht gefunden haben, fragt sich Amani jetzt,
wie es nach den Sommerferien mit der Schule weitergehen soll.

KURZ & KNAPP
Tag der offenen Tür in Berlin
Auf Du und Du mit der EU

Elektroschrott
Neue EU-Richtlinie in Kraft getreten

Meinung der Bürger gefragt
Konsultation zur Zukunft Europas
noch bis 9. September

IM FOKUS
Eurobarometer
EU-Bürger sehen die Zukunft wieder optimistischer

ACtiv fürs Klima - Kampagne zum Mitmachen

Die Stadt Aachen ruft mit ihrer Kampagne „ACtiv fürs Klima – Aachener machen mit“ alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen und dies öffentlich zu zeigen. Dies geschieht in Form von Bildern (Postern), die im Rahmen der Kampagne ins Internet gestellt werden. Es geht um spannende Beispiele, die andere zum Nachahmen anregen. Die Poster sollen aber auch Spaß machen und treten in einen Wettbewerb untereinander.

Die Stadt hat das Ziel, bis ins Jahr 2020 die klima-schädlichen Kohlendioxid (CO2)-Emissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um 40 Prozent zu senken. Bis zur Mitte des Jahrhunderts sollen diese Emissionen sogar bis auf Null zurückgefahren werden. Damit das klappt, müssen alle mitmachen, die Gesellschaft ist insgesamt gefragt, sich zu engagieren. Es gebe bereits viele gute Beispiele, die man nur viel häufiger nachahmen müsste, so die Umweltdezernentin Gisela Nacken: „Deshalb sollen möglichst viele Menschen aus unserer Stadt Fotos an die Stadt schicken, um ihr Engagement zu zeigen.“

Im Internet können Interessierte unter der Adresse www.activfuersklima.de ein Anmeldeformular ausfüllen. Die Stadt wird aber auch Foto-Termine organisieren, bei denen sich Interessierte ablichten lassen und über ihre Aktivitäten informieren  können. Das nächste Foto-Shooting ist geplant für die Aachener Solartage am 8. und 9. September.

Fotos und Statements werden auf einem Poster dargestellt. Alle Poster sind auf den Internetseiten sichtbar und können auch bewertet werden. So können zum Beispiel die Schüler oder Klassen einer Schule in einen Wettbewerb treten oder die Mitarbeiter und Abteilungen eines Unternehmens. Die Stadt wird den Wettbewerb verfolgen und das Poster des Monats jeweils gesondert präsentieren.

Ideen sollen aber nicht nur zur Gestaltung von Bildern entwickelt werden, sondern vor allem zur Minderung von CO2 und zur Senkung des Energieverbrauchs. Anregungen dafür gibt es auf der Internetseite www.activfuersklima.de. Jeder kann dort seine persönliche CO2-Bilanz ermitteln und bekommt so  Verbesserungsmöglichkeiten geboten. Im Rahmen der Kampagne möchte die Stadt möglichst viele CO2-Bilanzen erfassen, um die Veränderungen beobachten zu können.

Die städtische Kampagne „ACtiv fürs Klima“ ist eingebettet in die Kampagne ENGAGE der Europäischen Union (EU) im Programm „Intelligent Energy Europe“. Bereits mehr als 2.500 Original-Plakate von Bürgern und Interessengruppen wurden in bislang zwölf Städten produziert, darunter auch Aachens Nachbarstädte Heerlen und Lüttich.

Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von jungen Menschen durch Anerkennung erworbener Fähigkeiten in allen EU-Staaten.

Fähigkeiten und Kompetenzen, die Menschen außerhalb von Schule und Hochschule erworben haben, sollen besser anerkannt werden. Das fordert die Europäische Kommission in einer am 05.September 2012 vorgelegten Empfehlung. Angesichts der Arbeitslosenzahlen in Europa will die Kommission so insbesondere die Arbeitsmarktchancen von jungen Menschen und von Menschen mit wenig formalen Qualifikationen erhöhen.

"Wir wollen, dass alle Bürgerinnen und Bürger die am Arbeitsplatz, bei zivilgesellschaftlichen Gruppen oder im Internet vorhandenen Gelegenheiten zum Lernen optimal nutzen, um so ihre Kompetenzen auszubauen und ihre Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern," sagte Androulla Vassiliou, Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend. "In Zeiten, in denen die Arbeitslosigkeit hoch und das Wachstum gering ist, muss Europa ein ausgewogenes Angebot an Qualifikationen und Kompetenzen vorweisen können, denn nur so können wir für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und soziale Inklusion sorgen."

Die Kommission fordert die Mitgliedstaaten auf, bis 2015 umfassende Systeme zur Anerkennung dieser Qualifikationen einzuführen. Bisher gibt es diese nur in Finnland, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden. Der Kommissionsvorschlag zum neuen "Erasmus für alle"-Programm ab 2014 sieht eine Finanzierung sämtlicher Bildungssektoren vor, also auch des nichtformalen und informellen Lernens.

Der Sender ARTE hat eine Diskussionsplattform zur Konferenz "Der Wert Europas" erstellt, die am 18. September stattfindet.

P0127980003Was ist Ihnen Europa wert? Wie erleben Sie Europa im Alltag? Wie sieht Ihr Europa der Zukunft aus? Das sind Fragen, die durch die Konferenz beantworten werden sollen und auch von den Bürgern der Europäischen Union auf der Diskussionsplattform mitdiskutiert werden sollen. Die Konferenz ist eine Initiative des Auswärtigen Amtes, der Bertelmann Stiftung, von ARTE und des Deutschlandfunks.

Gleichzeitig lässt sich die Konferrenz über Medien mitverfolgen. Der Sender ARTE überträgt am 18. September um 21.25 Uhr eine einstündige Fernsehdebatte über den "Wert Europas", die auch im Internet über einen Livestream zu verfolgen ist. Der Deutschlandfunk überträgt an diesem Tag bereits um 16.00 Uhr eine Podiumsdiskussion aus dem Auswärtigen Amt zum Thema "Zukunftsprojekt Europa: Welches Europa wollen wir?".

Europäischer Tag der Sprachen am 26.09.2012

Um die Vielfalt der Sprachen innerhalb der Europäischen Union in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, findet seit 2001 jährlich der „Europäische Tag der Sprachen" in Straßburg statt. Am 26. September 2012 wird die Initiative zum elften Mal durchgeführt.

Mit der Aktion sind folgende Ziele verbunden: in der Öffentlichkeit soll das Bewusstsein für die Mehrsprachigkeit in der Europäischen Union geschärft werden. Zudem soll die kulturelle und sprachliche Vielfalt gefördert werden. Alle Bürgerinnen und Bürger werden zum Sprachenlernen angeregt im Sinne des lebenslangen Lernens, auch über die eigene Schulzeit hinaus. Denn das Beherrschen von Fremdsprachen ist nicht nur ein wichtiger Aspekt in einer zunehmend international geprägten Arbeitswelt, sondern spielt auch eine große Rolle bei der Überwindung kultureller Unterschiede.

Die Bürger der Europäischen Union haben die Möglichkeit Europas Zukunft mitzugestalten.

Bis zum 9. September 2012 können EU-Bürger ihre Meinungen und Ideen zur Zukunft Europas in der Internet-Konsultation der Europäischen Kommission abgeben.

Die 31.08.2012 veröffentlichten Zahlen zeigen, dass bereits mehr als 8.000 Bürger in Europa an dieser Initiative teilgenommen haben und so über ihre Rechte und ihre Zukunft mitbestimmen. "Zur Bewältigung der Krise brauchen wir mehr Europa, nicht weniger. Und dafür brauchen wird die Mitwirkung der EU-Bürgerinnen und Bürger. Beim Thema Europa geht es schließlich um ihre Rechte, ihre Bedenken und ihre Zukunft. Auf unserem Weg zu einem stärkeren, geeinteren Europa sollten sie uns daher die Richtung weisen", sagte Viviane Reding, Vizepräsidentin und EU-Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft.

Am 9. Mai 2012 hatte die Europäische Kommission die Bürger dazu aufgerufen, ihre Beiträge einzusenden und so direkt an der politischen Agenda der Kommission für die kommenden Jahre miteinzuwirken. Die Ergebnisse werden die Grundlage des Berichts über die Unionsbürgerschaft 2013 bilden, der am 9. Mai 2013, dem nächsten Europatag, vorgelegt wird. Der kurze Fragebogen lässt sich in zehn Minuten ganz einfach online ausfüllen.

11-07-26-oettingerEuropäische Lösung bei der Energiewende

EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat diese Woche in Berlin die neue Rolle der erneuerbaren Energien als tragende Säule der Energieversorgung in Deutschland und Europa betont. Auf der Handelsblatt-Jahrestagung "Erneuerbare Energien" rief Oettinger dazu auf, die Entwicklung erneuerbarer Energieträger innovativ und kosteneffizient voranzutreiben. Die deutsche Energiewende müsse europäisch gedacht werden. Insbesondere beim Netzausbau sei eine verstärkte EU-weite Kooperation notwendig. So könne auf lange Sicht auch vermieden werden, dass Strom noch teurer wird.

Die verschiedenen Förderregeln für erneuerbare Energien sollten dazu führen, dass ihre Entwicklung letztendlich vom Markt bestimmt wird, so Oettinger. Europaweit sollten erneuerbare Energien insbesondere dort erzeugt werden, wo sie besonders großes Potential hätten. Mit dem Energie-Fahrplan 2050 und ihrer Mitteilung zu den Erneuerbaren Energien vom Juni dieses Jahres hat die Europäische Kommission die tragende Rolle der erneuerbaren Energien für die europäische Energieversorgung aufgezeigt. Mittelfristig, nämlich bis 2020, will die EU den Anteil erneuerbarer Energien in ihrem Energiemix auf ein Fünftel steigern.

Beitritt hat positive Folgen für den gegenseitigen Handel

Nach 18-jährigen Verhandlungen ist Russland in dieser Woche der Welthandelsorganisation (World Trade Organisation, WTO) als 156. Mitglied beigetreten. Vor allem die europäischen Unternehmen profitieren von dem Beitritt, denn die EU ist der größte Handelspartner Russlands und Russland der drittgrößte Handelspartner der EU.

"Der heutige WTO-Beitritt Russlands ist ein entscheidender Schritt zur weiteren Einbindung des Landes in die Weltwirtschaft“, sagte EU-Handelskommissar Karel De Gucht. „Er wird den Handel und die Investitionstätigkeit erleichtern, zur rascheren Modernisierung der russischen Wirtschaft beitragen und sowohl russischen als auch europäischen Unternehmen eine Fülle von Geschäftsmöglichkeiten erschließen. Ich bin zuversichtlich, dass Russland die internationalen Handelsregeln und –normen einhalten wird, auf die sich das Land verpflichtet hat.“

Für beide Seiten bedeutet der Beitritt eine stärkere Marktöffnung und das Einhalten multilateraler Regeln. Russland wird unter anderem seine Einfuhrzölle senken, seine Ausfuhrzölle begrenzen und Dienstleistern aus der EU besseren Marktzugang gewähren. Zudem wird das Land Regelungen und Verfahren auf bedeutenden Wirtschaftsfeldern erleichtern, wie etwa die Anwendung gesundheitlicher und gesundheitspolizeilicher Maßnahmen, technische Normen sowie der Schutz des geistigen Eigentums. Darüber hinaus wird das Land seine Einfuhrzölle senken, seine Ausfuhrzölle begrenzen und Dienstleistern aus der EU besseren Marktzugang gewähren.

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