Die Europäische Kommission und der Hohe Vertreter der EU haben eine Europäische Strategie für wirtschaftliche Sicherheit vorgelegt. Die Mitteilung legt den Fokus darauf, Risiken entscheidender Wirtschaftsströme zu minimieren, und zwar im Kontext zunehmender geopolitischer Spannungen und dem schnellen technologischen Wandel. Gleichzeitig soll ein Höchstmaß an wirtschaftlicher Offenheit und Dynamik bewahrt werden. In der Strategie wird ein gemeinsamer Rahmen dargelegt, wie wirtschaftliche Sicherheit gewährleistet werden kann – durch eine Stärkung der wirtschaftlichen Basis und der Wettbewerbsfähigkeit der EU, durch Schutz vor Risiken und durch eine Zusammenarbeit mit einem möglichst breiten Spektrum von Ländern, deren Anliegen und Interessen wir teilen. Die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit und Präzision werden dabei die Maßnahmen zur wirtschaftlichen Sicherheit leiten.
EU-Meldungen
Die EU und Kenia haben ihre Verhandlungen über ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) politisch abgeschlossen. Das Abkommen wird den Warenhandel ankurbeln und neue wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen. Eine gezielte Zusammenarbeit soll auch die wirtschaftliche Entwicklung Kenias fördern. Mit Blick auf Bestimmungen zur Nachhaltigkeit - Klima- und Umweltschutz sowie Arbeitnehmerrechte - ist es das ehrgeizigste Handelsabkommen, das von der EU mit einem Entwicklungsland geschlossen wurde.
Seit dem 19.06.2023 sind am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg zwei Löschflugzeuge als Teil der sogenannten rescEU-Flotte stationiert. Die beiden Leichtflugzeuge vom Typ Air Tractor AT 802/A wurden vor allem aus EU-Mitteln finanziert und stehen in dieser Saison bis zum 30. Oktober für die gemeinsame europäische Waldbrandbekämpfung bereit.
Bei Handys und Tablets soll in Zukunft schon beim Kauf deutlich zu sehen sein, wie reparaturfreundlich und energieeffizient sie sind. Der Vorschlag der EU-Kommission soll Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen, beim Kauf fundierte und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Außerdem haben das Europäische Parlament und der Rat neue Regeln angenommen, die die Energieeffizienz, Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit dieser Geräte verbessern.
Nach dem Bootsunglück südwestlich von Griechenland mit vielen Toten hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen getwittert, sie sei zutiefst betrübt über die vielen Toten und sehr besorgt angesichts der Zahl der vermissten Menschen. Sie fügte hinzu: „Wir müssen weiterhin mit den Mitgliedstaaten und Drittländern zusammenarbeiten, um solche Tragödien zu verhindern.“ AuchEU-Innenkommissarin Ylva Johansson zeigte sich zutiefst betroffen und schrieb von einer „tödlichen Tragödie vor der griechischen Küste. Wir haben eine kollektive moralische Pflicht, die kriminellen Netzwerke zu zerschlagen.“ Der beste Weg zu mehr Sicherheit für Migranten besteht Johansson zufolge darin, diese „katastrophalen Reisen zu verhindern und in legale Migrationswege zu investieren.Gemeinsam mit den Mitgliedstaaten und Drittländern müssen wir unsere Anstrengungen verdoppeln, um diese moralisch verkommenen Schmuggler zu bekämpfen.“
Aktuelle Ausgabe der EU-Nachrichten
Migration
EU-Kommission lobt Fortschritt zur Asylreform
Die EU-Kommmission hat die Einigung der Mitgliedstaaten auf wichtige Teile der Reform der europäischen Asyl- und Migrationspolitik begrüßt. Zentrale Elemente der Übereinkuft sind Asylverfahren an den Außengrenzen der EU sowie ein neuer Solidaritätsmechanismus zur Verteilung der Schutzsuchenden auf die Mitgliedstaaten. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson erklärte:"Das ist ein historischer Moment." Sie lobte die Verständigung unter den Mitgliedstaaten und sagte:"Wenn wir uns vertrauen, sind wir stark, wir können so viel erreichen."
KURZ & KNAPP
Energiesparen
Effiziensvorgaben für neue Heizungen werden aktualisiert
FOKUS
Transparenz
Neues Gremium soll hohe Ethik-Standards sichern
Gesundheit
EU will psychische Erkrankungen enttabuisieren
Schengen-Visumverfahren werden künftig vollständig digitalisiert. Darauf haben sich Europäisches Parlament und Rat geeinigt. Die vereinbarten Vorschriften modernisieren, vereinfachen und vereinheitlichen durch Digitalisierung die Visumverfahren für Drittstaatsangehörige, die ein Visum beantragen, ebenso wie für Mitgliedstaaten, die diese Visa erteilen.
Zu Beginn ihrer Lateinamerika-Reise in dieser Woche hat die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, die strategische Bedeutung der Region hervorgehoben und Pläne für die Zukunft skizziert. Nach einem Gespräch mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva sagte von der Leyen: „Europa meldet sich zurück in Brasilien. Europa meldet sich zurück in Lateinamerika. Unsere beiden Regionen sind nicht nur natürliche Partner, sondern auch Partner der Wahl. Und es ist an der Zeit, unsere strategische Partnerschaft auf die nächste Stufe zu heben.“
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat bei ihrem gemeinsamen Besuch mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte in Tunis die guten Beziehungen zwischen Tunesien und der Europäischen Union betont. Nach einem Gespräch mit dem tunesischen Präsidenten Kais Saied sagte von der Leyen: „Wir sind als „Team Europa“ hier. Wir wollen einen wichtigen Meilenstein in den Beziehungen zwischen Tunesien und der Europäischen Union setzen. Tunesien ist ein Partner, den wir in der Europäischen Union sehr schätzen. Dies zeigt sich daran, dass wir drei gemeinsam nach Tunis gekommen sind, und es zeigt sich an unserem herzlichen Empfang und den guten Gesprächen mit Präsident Saied.“
Qualität von europäischen Badegewässern nach wie vor hoch, in Deutschland über 90 Prozent „ausgezeichnet“
Die meisten Badegewässer in Europa haben 2022 die strengen Wasserqualitätsstandards der Europäischen Union erfüllt. Das geht aus dem jüngsten Jahresbericht über Badegewässer der Europäischen Umweltagentur in Zusammenarbeit mit der Kommission hervor. Fast 86 Prozent der Badegewässer in Europa wiesen eine „ausgezeichnete“ Qualität auf, in Deutschland sind es sogar über 90 Prozent. Das bestätigt den positiven Trend der vergangenen Jahre. Im Jahr 2022 hatten 2.068 Badestellen in Deutschland eine „ausgezeichnete“, 135 eine „gute“ und 36 eine „ausreichende“ Qualität. Nur 0,2 Prozent aller 2.292 bewerteten Badegewässer in Deutschland erfüllten die Mindeststandards nicht. Die Länderberichte gibt es unter dem Artikel.
